Mahnwache für Geert Wilders in Berlin

Am 3.6.2010 fand vor der Niederländischen Botschaft in Berlin-Mitte eine Mahnwache für Geert Wilders statt. Die PI-Gruppe Berlin wollte damit noch vor den Parlamentswahlen am 9. Juni in den Niederlanden ein Zeichen der Solidarität mit Wilders setzen. In der Klosterstraße brannten zwei große orangefarbene Kerzen, an Passanten und vor der Ampel haltende Autofahrer wurden Flyer und Buttons verteilt.

Zum Abschluss wurde ein selbst verfasster und von allen unterzeichneter Brief übergeben, mit folgendem Wortlaut:

Exzellenz,

als deutsche Bürgerinnen und Bürger verfolgen wir mit Besorgnis den Prozess, der in den Niederlanden gegen Geert Wilders geführt wird und bitten Sie herzlich, unsere Gedanken zu diesem Prozess anzuhören.

Wahrscheinlich haben Sie in Ihrer Schulzeit – wie die meisten Niederländer – auch von der „Hexenwaage von Oudewater“ gehört. In den kleinen Ort Oudewater flüchteten sich im Mittelalter viele Frauen und Männer aus allen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches vor dem verheerenden Hexenwahn, der große Teile des Volkes und seiner Eliten ergriffen hatte. In Oudewater fand man nun für diese bedauernswerten Menschen eine ganz einfache Lösung, die in ihrer pragmatischen Nüchternheit typisch war für den realistischen niederländischen Bürger: Man wog die Verdächtigen mit der präzisen Ratswaage, und wenn man ein normales Gesicht feststellte, konnte die angebliche Hexe keine sein und war von allen Vorwürfen befreit. So einfach war das damals, und die vielen Unschuldigen, die es nach Oudewater schafften, verdankten diesem genial einfachen Verfahren ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit.

Warum erinnern wir daran? Weil man daran exemplarisch zeigen kann, wie einfach gesunder Menschenverstand und praktische Nüchternheit religiösen Irrsinn und Fanatismus in die Schranken weisen können. Nichts anderes hat Geert Wilders getan. Es entspricht dem gesunden Menschenverstand und der praktischen Nüchternheit, nach den Kosten der muslimischen Einwanderung zu fragen. Es entspricht dem gesunden Menschenverstand, Kopftuchträgerinnen, die wegen ihres Kopftuches keine Arbeit finden, die Sozialleistungen zu streichen. Geert Wilders hat Mut bewiesen, indem er mit dem Film „Fitna“ die Gefahren des politischen Islams aufgezeigt und die Werte unserer europäischen Kultur betont hat, und er braucht diesen Mut auch, denn radikale Moslems bedrohen ihn dafür mit dem Tode, und ihre Unterstützer veranstalten eine „Hexenjagd“ auf ihn. Hätte damals den aufrechten Bürgern von Oudewater jemand erzählt, welchen Kampf ihr Nachfahre einst gegen einen zumindest ebenso fanatischen und gefährlichen religiösen Irrsinn würde führen müssen – es hätte ihm wohl niemand geglaubt.

Sehr geehrter Herr Botschafter, wir möchten in diesem Brief unsere Unterstützung und tief empfundene Solidarität mit Geert Wilders kundtun. Wir sind normale deutsche Bürgerinnen und Bürger, und einige von uns haben selbst einen „Migrationshintergrund“ oder leben mit moslemischen Partnern zusammen, wir sind weder rechtsradikal noch fremdenfeindlich. Uns eint jedoch mit Geert Wilders die Sorge vor der totalitären, undemokratischen und menschenfeindlichen Ideologie des politischen Islams, die sich in Westeuropa immer weiter ausbreitet.

Nachdem der freundliche „Haus-Manager“ (Foto oben) der Botschaft den Brief entgegengenommen und versprochen hatte, diesen persönlich an den Botschafter weiterzuleiten, zogen die Teilnehmer der Mahnwache in eine gemütliche Kneipe am Alexanderplatz um. Dort entspann sich eine lebhafte Diskussion darüber, wie es weitergehen soll. Sind wir nicht viel zu wenige, um Geert Wilders und seine Anliegen auch in Deutschland bekannt zu machen, gegen die geballte Macht der Massenmedien?

In der Tat, noch sind wir zu wenige. Aber wir werden immer mehr. Die PI-Gruppe Berlin, die erst ein gutes halbes Jahr besteht, verdoppelt bisher die Anzahl ihrer Mitstreiter etwa alle sechs Wochen, d.h. wir wachsen exponentiell, und die Menge unserer Sympathisanten ist kaum mehr zu überschauen. Auch die Vernetzung mit den PI-Gruppen anderer Städte und Regionen schreitet voran. Eine neue Bürgerbewegung ist am Entstehen. Wir lassen uns nicht entmutigen. Die kommenden Donnerstage werden wir unsere Mahnwache fortsetzen. Ab jetzt ist jeder Donnerstag Geert-Wilders-Tag. Lasst uns dazu jeden Donnerstag ein sichtbares Zeichen zur Unterstützung von Geert Wilders tragen. Das kann ein „Grüner Schlips“ sein, ein „Geert Wilders Button“ oder ein T-Shirt mit eindeutigen Motiven. Bis der Prozess gegen ihn endlich eingestellt wird.

(Ein Bärchen, PI-Gruppe Berlin)