Amnesty schürt Israelhass

Amnesty Bild IWer sich in der Amnesty International Schweiz-Adresskartei befindet, hat heute Post mit dem Bild einer Wasserflasche bekommen. Darauf steht auf Hebräisch und Englisch das Wort „Wasser“ geschrieben und auf dem roten Aufkleber auf dem Etikett „nicht für den Gebrauch durch Palästinenser bestimmt“ (Foto). Im Begleittext zur „Flaschenpost“ steht: „Die Trockenheit in den palästinensischen Gebieten ist nicht die Folge einer Naturkatastrophe, sondern in vielen Fällen gezielter Zerstörung. Die israelische Armee hat Zisternen und Brunnen beschossen und niedergewalzt. Gleichzeitig verhindert sie die Instandsetzung der Wasserversorgung und den Bau von neuen Brunnen.“

Dem geneigten Leser und willigen Spender soll demnach suggeriert werden, die Israelis würden die armen Palästinenser mutwillig verdursten lassen. Mit dem Beispiel der „palästinensischen Bäuerin Fatima al-Nawajah“ soll persönliches Mitgefühl erzeugt werden. Fast wie in den schwedischen Organraubschauermärchen erscheinen die Juden Israelis wie über der Wüste kreisende Aasgeier, die auf das Verenden ihres Opfers warten. Dies kommt in Aussagen des Generalsekretärs von Amnesty Schweiz, Daniel Bolomey, zum Tragen wie:

Sie (die Palästinenser) sind gezwungen, ihr Land, auf dem ihre Vorfahren zum Teil seit Generationen gelebt haben, zu verlassen, weil sie schmutziges Wasser trinken müssen.

Eigentlich gibt es im Gazastreifen und im Westjordanland genügend sauberes Wasser für alle. Ganz in der Nähe … steht die illegale israelische Siedlung Sussia. Dort baden Kinder im Swimmingpool, Sprinkleranlagen bewässern Felder und Gärten und alle haushalte verfügen über fließendes Wasser. Die PalästinenserInnen hingegen dürfen oft nicht einmal das Regenwasser sammlen.

Als Besatzungsmacht ist Israel gemäß Genfer Konventionen verpflichtet, dafür zu sogen, dass die Zivilbevölkerung Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Ressourcen hat.

Israel ist also gemäß Amnesty im eigenen Staat, der den Vorvätern bereits gehörte, eine „Besatzungsmacht“ – besser hätten es Hamas und Hisbollah auch nicht ausdrücken können.

Amnesty Bild II

Am Ende des Briefes heißt es:

Mit gezielten Aktionen, sowie mit Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit setzen wir uns dafür ein, dass die israelische Regierung mit den willkürlichen Zerstörungen aufhört.

Wir brauchen Ihre Hilfe, um dieses Ziel zu erreichen. Deshalb bitte ich Sie heute um zwei Dinge: Unterschreiben Sie unsere Online-Petition unter www.amnesty.ch und unterstützen Sie unser Engagement mit Ihrer Mitgliedschaft (ab CHF 75.-) oder einer Spende. …

PS: In den palästinensischen Gebieten sind Menschenleben in Gefahr. Gerade durch die sommerliche Hitze verschlimmert sich die Situation zusätzlich. Danke, dass wir auf Ihre Hilfe zählen können.

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Gemäß hoher Schule der Manipulation werden die in Europa gegenwärtig überdurchschnittlichen Temperaturen sogar noch dazu verwendet zu suggerieren, in den Palästinensergebieten sei es jetzt auch heißer als sonst im Sommer. In Gaza herrschen heute hingegen normale Sommertemperaturen von 23-35 Grad Celsius, was in einem trockenen Klima viel weniger drückend ist als unsere Hitzewelle hier.

Und wie sieht es mit dem Zugang der Palästinenser zu Wasser aus?

Hilfsgütertransport

Israel schickt täglich ganze Lastwagenladungen von Hilfsgütern (Foto) an die armen Palästinenser.

Was konkret das Wasser anbelangt, koordinierte Israel mit der UNO erst kürzlich einen Transfer von Equipment für die UNRWA, um die Abwasserpumpstation in Gaza zu erneuern. 2009 fuhren 127 Lastwagen mit 3.000 Tonnen Hypochlorit in den Gazastreifen, um das Wasser zu reinigen. Hinzukamen 48 Lastwagen mit Material zur Verbesserungen der sanitären Infrastruktur. Die dazugehörige Wasseraufbereitungsanlage, die früher die jüdischen Bewohner benutzten, wurde den Palästinensern 2005 zur Gewinnung sauberen Wassers überlassen. Details zum Thema finden Sie hier.

Passt irgendwie nicht ganz zum Märchen von der armen Bäuerin, die nicht einmal Regenwasser sammeln darf, oder?

Wer Amnesty gerne mit Aufklärung und Fakten „helfen“ möchte, wende sich bitte an:

Amnesty International Schweizer Sektion
Speichergasse 33
CH-3001 Bern
Telefon: +41 31 307 22 22
E-Mail: contact@amnesty.ch

PS: Dies ist übrigens der Pool des palästinensischen Geschäftsmannes Munib al-Masri in Nablus in der Westbank:

Und das ist kein Einzelfall, auch in Gaza existieren riesige Pools…