Kältewelle in Südamerika


Während Europa schwitzt und Klimapropheten aus ihren Löchern krabbeln, weil es im Sommer heiß ist, erlebt ganz Südamerika eine gigantische Kältewelle. Menschen erfrieren, ebenso das Vieh auf den Weiden, denn Argentinien erlebt nomalerweise so kalte Winter nicht. Selbstverständlich handelt es sich hier um ein regionales Phänomen, bei der Hitze nicht.

Trotzdem wird es gefälligst immer wärmer. Der SPIEGEL berichtet:

Kältewelle in Südamerika: Der Kontinent erlebt einen der härtesten Winter seit vielen Jahren. Insgesamt 175 Menschen sind nach offiziellen Angaben bisher infolge der bitteren Kälte gestorben. Besonders betroffen sind die ärmeren Bevölkerungsgruppen, die oft in prekären Behausungen nur schlecht gegen die Kälte geschützt sind, keine Heizungen haben und von den Gesundheitssystemen schlecht versorgt werden.

In Argentinien wurden so tiefe Temperaturen wie seit zehn Jahren nicht mehr gemessen. Dort erfroren 16 Menschen, weitere elf starben an Kohlenmonoxidvergiftungen durch schadhafte Öfen. Ungewöhnlich kalt war es auch in den angrenzenden Ländern: In Bolivien fielen der Kälte 18 Menschen zum Opfer, in Paraguay waren es fünf, in Chile und Uruguay je zwei und im Süden Brasiliens neun Menschen.

In Paraguay und Brasilien erfroren zudem Tausende Rinder auf den Weiden. Ställe gibt es nicht, da es normalerweise auch im Winter nicht wirklich kalt wird.

In einigen Regionen Boliviens und Perus bekamen die Kinder bis zum Ende der Woche schulfrei. In den größeren Städten der Region wurden Notunterkünfte für Menschen geöffnet, die auf der Straße leben. Die Versorgungssysteme für Strom und Erdgas arbeiteten vielerorts an ihrer Belastungsgrenze. In Argentinien kam es bei Erdgas in einigen Provinzen bereits zu Engpässen.

Es wird trotzdem wärmer, klar? Wir sind wegen der Klimaerwärmung eben keine Kälte mehr gewohnt. Deshalb erfrieren Mensch und Tier.

(Spürnasen: Pittiplatsch, esszetthi und Peter Pan)