GITMO-Häftling resozialisiert

Insassen des amerikanischen Gefangenenlagers Guantanamo Bay sind per Definition unschuldig und bedürfen unserer Hilfe und Freundlichkeit. Aber nicht alle wollen ewig von unserem schlechten Gewissen leben. Manche machen nach ihrer Entlassung eine bemerkenswerte Karriere.

So zum Beispiel Said El Schihri (Foto). Der fromme Moslem brachte es nach seiner Entlassung bis zum Vizechef der Terrororganisation El Kaida auf der arabischen Halbinsel und ruft zur Ermordung von Christen auf. Yahoo berichtet:

Das Terrornetzwerk El Kaida hat zur Ermordung von Christen in Saudi-Arabien aufgerufen. „Diejenigen von euch, die die tyrannischen Prinzen und Minister oder von Christen bewohnte Orte bewachen oder sie erreichen können, sollten um Gottes Hilfe ersuchen und sie töten“, heißt es in einer Tonbotschaft der Nummer zwei von El Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP), Said el Schihri, die auf islamistischen Internetseiten verbreitet wurde. Schihri rief zudem zum Sturz der saudiarabischen Regierung und zu Angriffen auf Israel auf.

Schihri appellierte an die Anhänger des Terrornetzwerks, Israel vom nordwestlichtsten Teil Saudi-Arabiens am Golf von Akaba aus zu attackieren. „Greift Israel an, das nur wenige Kilometer entfernt liegt und dessen Lichter ihr in der Nacht sehen könnt“, sagte der El-Kaida-Anführer. Bereits im Juni hatte Schihri, ein ehemaliger Insasse des US-Gefangenenlagers Guantanamo, mit der Entführung von Mitgliedern des saudiarabischen Königshauses gedroht.

Ein gelungenes Beispiel islamischer Resozialisierung. Aber kein Neid – auch Deutschland hat sich bekanntlich einen Anteil aus dem Pool der Guantanamo-Talente gesichert, um der Welt die führende Rolle deutscher Sozialpädagogik demonstrieren zu können. PI berichtet dann, wenn es so weit ist.




Nacktscanner-Hersteller vertreibt US-Bomben

ClusterUrsprünglich hat der Bund Nacktscanner bestellt, um die Sicherheit an deutschen Flughäfen zu erhöhen. Über die moralische Vertrebarkeit der Bestellung sind jetzt hingegen Zweifel aufgetaucht, als bekannt wurde, dass derselbe Hersteller – US-Rüstungskonzern L-3 – die umstrittenen Streubomben im Angebot hat. Der Bund versucht, den Kauf zu annullieren. Aus echter Besorgnis oder aus Bessermenschentum?

Die Welt berichtet:

Die Bundespolizei will mit den Scannern demnächst auf dem Hamburger Flughafen testweise Passagiere auf gefährliche Gegenstände durchleuchten. Auch deutsche Banken waren kürzlich kritisiert worden, weil sie angeblich Kundengelder aus der Riester-Rente für Investments beim US-Rüstungskonzern L-3 nutzen.

Streubomben sind heimtückische Waffen. Sie verteilen große Mengen Sprengkörper über weite Flächen; viele Menschen werden verletzt und getötet. Seit 1. August werden sie von über 100 Staaten, darunter auch Deutschland, geächtet. Die Großmächte USA, China und Russland machen bei dem Verbot jedoch nicht mit. L-3 Communications gilt nach Angaben von NGO und Branchendiensten als einer der weltweit führenden Streumunition-Hersteller.

Die L-3- Sparte „Security and Detection Systems“ ist auf Scanner- und Sicherheitsgeräte unter anderem für Flughäfen spezialisiert. Die betroffenen Körperscanner sollen rund 150.000 US-Dollar pro Stück kosten. Das Innenministerium erklärte, die Scanner seien nicht direkt vom US-Hersteller bezogen worden. Vertragspartner sei die Firma EAS Envimet Analytical Systems im österreichischen Brunn.

Böse Zungen könnten also behaupten, es handle sich um eine politische Entscheidung gegen die USA und ihre Art und Weise der Kriegesführung – trotz Bonuspunkten durch Präsident Obama. Dafür spricht auch, dass die traditionell antiamerikanischen Grünen bei der Rückrufaktion federführend sind:

Die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Malczak sprach von einem Skandal. „Damit höhlt die Bundesregierung das von ihr selbst mitgetragene Verbot von Streumunition aus und opfert den Schutz der Zivilbevölkerung der Profitgier von Rüstungsunternehmen.“ Die Geschäftemacherei mit „dieser barbarischen Waffe“ müsse beendet werden.

Ein glorreicher Kampf des moralisch-erhabenen Guten, gegen das amerikanische Böse, wie es scheint, doch gemäß offizieller Auflistung von 2003 gehörte Deutschland selbst zu den Ländern, die bis vor Kurzem die gefürchteten „Clusters“ hergestellt haben:

Ägypten, Argentinien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Irak, Iran, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, Nordkorea, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien-Montenegro, Singapur, Slowakei. Spanien. Südafrika, Südkorea, Türkei und USA.




Muslime, die Wilders meint

Serkan TörenDass Geert Wilders den Islam als Ideologie, nicht jedoch die säkularen, liberalen Muslime, als Gefahr für unsere „westlichen“ Gesellschaften empfindet und im Parlament gegen diesen angeht, ist dem geneigten Leser dieses Blogs bekannt. Auf der Suche nach diesem Schlag Mensch stieß PI gestern auf die Forderung nach einem Burkaverbot im öffentlichen Raum, welches der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören (Foto) forderte.

Zu den in Frankreich im Zuge des Verbots verhängten Strafen schreibt die Berliner Zeitung vom 15.07. (nicht online verfügbar):

Auch die Strafen in Frankreich hält Tören für angemessen. Frauen mit Ganzkörperschleier können dort zur Zahlung von 150 Euro oder zu einem Kurs in Staatsbürgerkunde gezwungen werden. Tören bezeichnet aber vor allem die Strafen von bis zu 30 000 Euro oder ein Jahr Gefängnis für Männer, die ihre Frauen zur Verschleierung zwingen, als „zielführend.“

Bei der weiteren Recherche nach älteren Kommentaren stieß ich auf Ansätze, die uns politisch Unkorrekte durchaus dazu bringen sollten, diesem Mann unsere Aufmerksamkeit zu schenken. So kritisierte er nicht nur Aygül Özkan für deren Mediencharta, sondern setzte sich auch für die Belange der deutschen Soldaten ein. Durch das Aufmerksammachen auf den Fall Robert Müller (hier und hier) wird wahrscheinlich noch im Herbst die Versorgung derjenigen Soldaten, die vor Dezember 2002 im Einsatz zu Schaden gekommen sind, gewährleistet.

Forderungen, die sogar unsere Zunft im positiven Sinne erstaunen, aber im Kontext auch skeptisch machen, lassen sich im Hamburger Abendblatt vom 16.07. (nur über Bezahldienst lesbar) begutachten. Unter dem Titel „Tören fordert Bekenntnis zur Nation“ fordert er das gemeinsame Singen der Nationalhymne sowie Fahnenappelle auf freiwilliger Basis an bestimmten Feiertagen. „Die Lehrer müssten dann verdeutlichen, was es mit den Symbolen auf sich habe und den Migrantenkindern im Unterricht vermitteln, weshalb sie ein Teil der Gesellschaft seien“, schlägt Tören vor und verweist auf die positive Integration in Ländern wie Kanada. Und weiter: „Dass einige Eltern meine Idee wegen der deutschen Geschichte ablehnen werden, ist zu erwarten. Es ist aber viel Zeit vergangen und unser Verhältnis zur deutschen Vergangenheit, zum damaligen Nationsbegriff, hat sich verändert“, so Tören. Nicht der alte Nationalismus müsse das Ideal für die künftige Gesellschaft sein, sondern ein positiver, gesunder Patriotismus.

Auch bei den Spielräumen der Visumsvergabe vertritt Tören eine vernunftgeleitete Position. Fassungslos entnahm ich jedoch einem taz-Artikel vom 15.07. ein Detail der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei:

Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Serkan Tören, sagt hingegen, man müsse den Entscheidern einen „gewissen Spielraum“ überlassen. Zu den unterschiedlich hohen Ablehnungsquoten in verschiedenen Länder sagt Tören: „Ich glaube nicht, dass dahinter eine politische Absicht steckt.“ Mit einigen Staaten, etwa der Türkei, gebe es noch keine Rückführungsvereinbarungen im Fall eines illegalen Aufenthaltes. „Möglicherweise ist die Visa-Vergabe deshalb restriktiver.“

Alles in allem sind es solche Muslime, die unserer Gesellschaft positiv zu Gesichte stehen. Ob diese nicht als „vom Glauben abgefallen“ gelten könnten, müssen wiederum islamische Theologen entscheiden. In diesem Sinne: Für die Unterstützung säkularer, liberaler Muslime.

(Gastbeitrag von StaderGeest)




Undercover in Nablus

Duvdevan-TeamsEines Morgens in Tel Aviv, ich versuchte gerade einen erstklassigen Kater auszuschlafen, klingelte mein Pager. Ich wurde für ein Level Vier Meeting einberufen, was so viel heißt wie dass sich alle Duvdevan Teams (israelische Undercover-Teams für Spezialoperationen des israelischen Militärs) umgehend zurück zur Basis begeben müssen. Es würde sich herausstellen, dass dies meine letzte größere Mission meiner Duvdevan Karriere werden sollte.

(Kapitel 21 aus dem Buch Brotherhood of Warriors von Aaron Cohen / Übersetzung von „Die Realität“)

Vier Stunden später war der Planungsraum überfüllt und mit Zigarettenrauch durchwirbelt. Zoar saß am Kopf des Tisches neben Ilan, starrte auf die Details des Haftbefehls für den Terroristen und rechnete den Einsatzplan durch.

„Heute Abend haben wir die Möglichkeit, Abu Jihad zu schnappen“, sagte er. Ich schaute mich im Raum um – wir alle erkannten den nom-de-guerre, was so viel bedeutet wie „Vater des Heiligen Krieges“, den Hamas Drahtzieher hinter dem Bombenanschlag auf das Dizengoff Einkaufzentrum. „Der Shabbak hat seit Monaten von innen daran gearbeitet. Wir haben mehrere Chancen kommen und gehen sehen. Dieser Typ bewegt sich konstant von sicherem Haus zu sicherem Haus. So viel wir wissen, wird Abu Jihad an einer Hochzeit in Mishraim gleich außerhalb von Nablus sein. Wir werden ein kleines Team verdeckt in die Hochzeit einschleusen. Gleich nach der Zeremonie in der Empfangshalle werden wir ihn ausschalten.“

Ich würde als Mista’aravim (Undercover als Araber verkleidet) arbeiten, würde jedoch nicht in den Empfangsbereich der Hochzeit gehen. Ich würde mich als palästinensischer Zuckermais Verkäufer ausgeben und als eines der Augen-auf-das-Ziel agieren. Die Mission hatte eine solch hohe Priorität, dass das Kommando multiple und simultane Augen-auf-das-Ziel Bestätigungen angefordert hatte.

Es war eine riesige Operation, möglicherweise die komplexeste und am besten geplante während meiner ganzen Zeit mit Duvdevan. Annähernd vierzig Kämpfer waren Teil der Mission und wurden in vier Teams aufgeteilt. Zwanzig Männer würden verdeckt hin gehen, zwei in die Empfangshalle der Hochzeit, um sich dort als Freunde des Brautpaares auszugeben und der Rest läuft außen umher, um die Ankunft des Zieles zu bestätigen. Scharfschützen sichern auf den Dächern die Umgebung des Zielstandortes. Dazu werden ein Dutzend von verdeckten Wagen mit schwerer Bewaffnung im Perimeter auf den Straßen von Nablus ihre Kreise drehen.

Wir verbrachten Stunden im Planungsraum um über die Logistik zu gehen. Wir hatten Jungs im Inneren, die Tage zuvor die Zielräumlichkeiten begutachten konnten. Sie machten Fotos des Gebiets und Karten von den Straßen. Wir hatten sogar den Bauplan der Gemeinschaftshalle, wo man das Fest abhielt. Wir wussten, welche Türe Abu Jihad höchstwahrscheinlich als Eingang benützen würde. Das unberechenbarste Element war die Straße draußen. Ströme von Menschen würden konstant hinaus und hinein gehen, Autos kreuz und quer geparkt werden und könnten so unsere Sichtfelder sowie mögliche Fluchtrouten blockieren.

Es war eine verschworene Nachbarschaft, der Hamas aufs engste loyal, praktisch unmöglich für längere Zeit zu infiltrieren. Die informelle und unstrukturierte Natur des Hochzeitsempfangs – mehr eine gemeinschaftliche Feier für die Nachbarschaft als ein formelles Zusammenkommen mit Tischkarten und Einladungsliste – gab uns ein Zeitfenster der Möglichkeiten. Dieser Teil von Nablus war eine Brutstätte der Hamas Führung und Rekrutierung, in der sich diese vollkommen sicher fühlte. Wer würde die Dreistigkeit besitzen diese Hochzeitsparty zu „crashen“?

Sieben Uhr abends. Ich näherte mich meinen Zuckermais-Wagen den Häusermauern entlang schiebend, bekleidet mit einem leicht gestreiften Hemd, einer schwarz-grauen Hose und einem falschen, angeklebten Schnurrbart der Hochzeitshalle. Unsere Undercover-Jungs würden rund 60 Sekunden benötigen um rein zu laufen, einige Hände zu schütteln, Glückwünsche zu verteilen und dann Abu Jihad zu schnappen.

Meine primäre Rolle als eines der Auge-auf-das-Ziel würde das Bestätigen sein, dass Abu Jihad auch wirklich am Empfang aufgetaucht ist. Wir mussten sicherstellen, dass er es war, nicht irgendein Double das gleich aussieht oder ein Cousin mit großer Ähnlichkeit. Wir hatten ein paar Überwachungsfotos, die mit Hochleistungskameras und Supertele-Zoomobjektiv aufgenommen und messerscharf vergrößert wurden. Auf der Basis hatte ich die Fotografien stundenlang studiert und ich kannte jedes auszeichnende Merkmal Abu Jihads inklusive dem Muttermal über einer der Augenbrauen.

Ich rollte meinen Verkaufswagen in Position, klares Sichtfeld auf den Eingang der Empfangshalle. Meine Undercover-Tarnung war nicht gemacht um einer genauen Prüfung stand zu halten. Der Grund dafür, dass ich einen Zuckermais-Verkäufer spielte war, dass es eine gute Rolle war, da echte Verkäufer häufig wechseln und so eine seltene Entschuldigung für ein neues Gesicht in der Nachbarschaft bot. Aus dem selben Grund hatten wir auch ein paar verdeckte Einsatzkräfte, die Taxi fuhren, weil viele inoffizielle Wandertaxis in den Gebieten unterwegs sind.

Ich sah eines der passierenden Taxis. Der Fahrer war ein Duvdevan Mitglied und die Gäste auf dem Rücksitz waren ebenfalls unsere Einsatzkräfte. Für die nächsten 15 Minuten brachten unsere Taxifahrer ihre Gäste und nahmen neue Gäste auf, und ermöglichten so, eine zusätzliche Schicht an Augen-aufs-Ziel während alle die Nachbarschaft durchstreiften.

Mein Wagen hatte handgeschriebene Zeichen in Arabisch die meine Preise wiedergaben: Zuckermais für 50 Agurote, jeder Saft 1 Schekel. Der Wagen hatte auch eine Kamera für Livevideo, daher musste ich ihn vorsichtig positionieren, damit Bilder vom Haupteingang übertragen wurden. Für den Fall eines Feuergefechts hatte ich mir meine SIG auf den Rücken geklebt und der Boden des Wagens war mit Kevlar verkleidet. Umgedreht würde der Wagen damit Schutz als schussfeste Barrikade bieten.

„A’salaam.“

Ich sah hoch um einen Typen in meinem Alter zu erkennen, der mir eine 50 Agurote Münze gab. Ich gab ihm ein Pack Zuckermais. Da ich keine Konversation riskieren wollte, schaute ich weg. Glücklicherweise war dies der einzige Verkauf, den ich während der Mission machte.

Mein Knopf im Ohr saß am richtigen Platz. Unsere Instruktionen waren, alsbald wir bestätigen konnten, dass Abu Jihad sich in der Szene eingefunden hatte, doppelt zu klicken. Ich konnte Übertragungen von einem der umkreisenden weißen Savannah Wagen hören, in dem die Offiziere die Kameraübertragungen meines Zuckermais-Wagens sowie auch andere Videobilder, die von mehreren verdeckten Ermittlern und ihren Brieftaschen und Rucksäcke mit integrierten Kameras übertragen wurden, auswerteten.

Jedes einzelne Auge-auf-das-Ziel – es gab mehr als ein Dutzend in der unmittelbaren Umgebung – war instruiert, als Bestätigung der Sichtung von Abu Jihad, doppelt zu klicken, damit so keinerlei Möglichkeit der Falschidentifikation bestünde. Zoar und Ilan waren unerbittlich: Wir benötigen Doppel-Klicks von jedem, der als Auge-auf-das-Ziel arbeitet, bevor wir die Verhaftung initiieren. Würde sich einer von uns dazu entscheiden, die Sache abzublasen, hatte jeder von uns einen Knopf, der allen im Team einen hohen Ton sendet, damit diese wissen, dass die Mission abgebrochen wurde.

Mein Team war als zweiter Kordon bestimmt. Der erste Kordon war für die Sicherheit der zwei Einsatzkräfte verantwortlich, welche die Empfangshalle als Hochzeitsgäste betreten würden. Der zweite Kordon war für die Festnahmefahrzeuge verantwortlich – SUVs von der Duvdevan, Basis die eingesetzt werden, sobald Abu Jihad und seine Komplizen überwältigt wurden – während der dritte Kordon, etwa ein Kilometer weiter weg, aus schussfesten, grünen Militärfahrzeugen bestand die, für den Fall eines gewaltsamen Protestes oder einer massiven Schießerei in der Nachbarschaft, mit schweren Maschinengewehren ausgerüstet waren.

Ein älteres Modell eines Mercedes Sedan tauchte vor der Empfangshalle auf und parkte alles zu. Drei Männer mit offenen Hemden stiegen aus. Sie aller waren in ihren späten Zwanzigern oder frühen Dreißigern, dunklem Teint, Schnurrbärten und gestutzten Bärten. Als sie den Eingang zur Empfangshalle erreichten, erkannte ich das Gesicht von Abu Jihad. Ich gab den Doppel-Klick.

Zoars Stimme kam schreiend in meinen Knopf im Ohr. „Bist du sicher? Ist jedermann sicher?“ Einer nach dem anderen klickten alle Augen-auf-das-Ziel doppelt.

Wenn jemand ein drittes Mal geklickt, oder Abu Jihad Angst bekommen hätte und flüchten wollte, hatten wir den Befehl unsere Tarnung aufzugeben und umgehend vom Mista’aravim in den Festnahmemodus zu wechseln.

Die zwei Offiziere, die man mit der Infiltration der Hochzeit betraut hatte, waren mit hunderten von Missionem unter ihren Gürteln Legenden in der Einheit. Abgebrüht und mit kühlem Kopf zögerten sie nicht und verfielen nicht in Panik.

Sie liefen direkt in die Empfangshalle und wir hörten den üblichen Austausch während sie einige Hände schüttelten, Glückwünsche verteilten und „A salaam alaykum“ sagten.

Boom – alles passierte innerhalb von sechs Sekunden. Ohne ihre Waffen zu ziehen packten die zwei Duvdevan Operators Abu Jihad und zogen ihn an seinen Ellbogen und Schultern aus der Hochzeitshalle. Er kämpfte, sein Gesicht eine Maske der Verwirrung, doch er hatte kaum Zeit zu schreien. In dem Moment, wo unsere Einsatzkräfte ihn ins Freie zerrten, setzte ein nicht lizenziertes Taxi mit drei weiteren Einsatzkräften von uns zu einem quietschenden Stopp an. Die Hecktür flog auf, Abu Jihad wurde hineingedrückt. Das Taxi machte einen flotten Abgang.

Alles war so schnell vorbei, dass alle in der Halle völlig gelähmt waren. Abu Jihad hatte keine ordentlichen Bodyguards, doch einer der Hochzeitsgäste stürmte nun wütend heraus und zog eine Pistole aus seinem Hosenbund. Er schwang die schwarze Handfeuerwaffe, doch bevor er einen Schuss abgeben konnte, hörte man krachendes Gewehrfeuer. Drei pfeifende Knalle. Er viel tot auf den Gehsteig.

Drei unserer Scharfschützen auf den Dächern trafen ihn mit beinahe simultanen Schüssen. Die Hochzeitsgäste strömten heraus auf die Straße, schrien, fuchtelten.

„Allah u akbar! Allah u akbar!“

Es war eine Szene völligen Durcheinanders. Menschen schrien, Frauen vielen zu Boden und trotzdem wusste noch niemand, aus welcher Richtung die Schüsse kamen, wie Abu Jihad so schnell vom Empfang entführt werden konnte oder wie dieser andere Gast verblutend auf dem Straßenboden endete.

Ich griff hinter mich um nach meiner SIG am Rücken zu fühlen. Es bestand jedoch kein Grund, diese jetzt zu ziehen. Die Mission war erfüllt. Ich konnte das Ende des Fluchttaxis, welches Abu Jihad transportierte, um die Ecken verschwinden sehen. So normal wie nur möglich stieß ich meinen Zuckermais-Wagen an und lief in Richtung des vorherbestimmten Rendezvous-Punktes, der einen Häuserblock weiter weg war.

Als ich dort ankam, hielt ein weiteres Undercover Taxi am Straßenrand. Ilan saß am Steuer, rauchte eine Zigarette, Funkgerät auf seinem Schoß. Enon saß auf dem Hintersitz und packte mich, als ich die Türe des bereits wieder rollenden Taxis öffnete, am Ellenbogen, um mich reinzuziehen.

Jetzt begann das Funkgerät von Ilan, mit weiteren brandheißen Nachrichten zu knattern. Zwei weitere gesuchte Hamas Terroristen wurden als Gäste in der Empfangshalle gesichtet.

Doch gab es kein Überraschungselement mehr. Die Arbeit von Duvdevan war getan. Der Befehl, zur Arbeit zu schreiten ging an den dritten Kordon. Die uniformierten Brigaden von Golani und Givati erhielten den Befehl, die beiden anderen gesuchten Männer zu schnappen.

Die geheime Mista’aravim-Mission war beendet; sie entwickelte sich nun in eine massive Demonstration militärischer Überlegenheit. Während Ilan das Undercover-Taxi ums Eck fuhr, beobachtete ich aus meinem Fenster, wie sich die Szene entwickelte: Mehr als 100 IDF Soldaten bezogen Position und die kugelsicheren, gepanzerten Wagen begannen zu rollen. Sie umstellten die Empfangshalle. Als wir Nablus verließen, sah die ganze Nachbarschaft aus, als stünde sie unter Belagerung.

Ich entschied mich, diesen Ausschnitt aus meinem Buch „Brotherhood of Warriors“ zu teilen, weil ich glaube, dass er ein paar sehr wichtige operationale Lektionen demonstriert.

Eine geschickte Einsatzkraft, welche die gegnerischen Nachbarschaften infiltrieren kann, ist sehr wahrscheinlich die wertvollste Antiterror-Waffe. Alle Soldaten sollten nach Meisterschaft in der lokalen Sprache, nach einem intimen Verständnis der örtlichen Kultur streben und einen fortgeschrittenen Sinn für das Lesen der Umgebung entwickeln. Ein Individuum, das nicht mit den Menschen kommunizieren kann, die es trifft, hat nur ein rudimentäres Verständnis der gebietsweisen Kultur und hat damit kein feingeschliffenes Bewusstsein, was für Counter-Terror und Counter-Insurgency Einsätze eine operationale Pflicht darstellt. Man ist so eine Gefahr für den operationalen Erfolg und für die Sicherheit (der Teamkollegen, Zuschauer und sich selbst).

Zum Schluss möchte ich noch anfügen, dass Panzerung, Technologie und die Distanzierung der Bevölkerung nicht die operationalen Fähigkeiten ersetzen. Diese trügerisch einladenden Fallen bieten weder operationale Effektivität noch die Sicherheit, welche sie vielleicht in einem konventionellen Krieg ermöglichen.

Der Antiterrorist muss die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen besitzen, um innerhalb der Bevölkerung zu arbeiten, im direkten Angesicht mit Gegnern und Freunden.

Einige Fotos aus dem Buch „Brotherhood of Warriors“:

Aaron Cohen mit einigen ehemaligen Mitgliedern seiner Einheit, die heute alle Mitglieder von IMS sind.

Posieren vor der israelischen Flagge, die im Zelt der Einheit in Miktan Adam hing.

Counter-Terror

Logo der Counter Terror Schule von Miktan Adam – eine wilde Straßenkatze mit Fledermausflügeln auf ihren Schultern, ein Bild das die Schlauheit, Tarnung, Anpassungsfähigkeit und draufgängerische Kraft in der Nacht repräsentiert, welche die israelischen Counterterror-Einheiten während ihrer Arbeit beweisen.

Aaron Cohen mit Danny Yatom, ehemaliger General des Zentralkommandos, Kommandant von Sayeret Matkal und ehemaliger Mossad-Chef.

(Das Kapitel 21 des Buches „Brotherhood of Warriors: Behind Enemy Lines with a Commando in one of the World’s Most Elite Counterterrorism Units“ von Aaron Cohen (Ecco/HarperCollins, 2008) wurde unter dem Titel „Undercover in Nablus“ im „The Counter Terrorist“ (Juni/Juli 2010 Ausgabe) publiziert. Aaron Cohen ist Veteran der Israelischen Spezialeinheit Duvdevan. Diese Einheit schickt ihre Mitglieder als Araber verkleidet in die von Palästinensern kontrollierten Gebiete der West Bank, um dort Terroristen zu fassen oder aber die Hochburgen der Terroristen anzugreifen. Die Einheit war das Ergebnis der extrem gewalttätigen Intifadah, die 1987 zum Tode von über tausend Arabern und mehreren hundert Israelis führte. Nebst der Syeret Duvdevan oder „Kirsche“, die in der West Bank eingesetzt werden, gab es noch Syeret Shimshon, „Samson“, die bis zum vollständigen Rückzug aus dem Gazastreifen (der Vertrag von Oslo verbot die Präsenz von israelischem Militär im nun autonomen palästinensischen Gebiet) dort aktiv war und anschließend aufgelöst wurde. Nebst Syeret Mat’kal, einer militärischen Spezialeinheit für verdeckte Einsätze aller Art, gehören die Mista’aravim Einheiten heute wegen ihren (erfolgreichen) Taktiken und der engen Zusammenarbeit mit dem Shin Bet (General Security Service, Geheim- und Sicherheitsdienst GSS) zu den kontroversesten Einheiten Israels. Tag für Tag riskieren diese Soldaten ihr Leben in einem niemals enden Krieg um sich als Dank nicht nur im Angesicht der Waffe eines Gegners wiederzufinden, sondern auch von den Medien diffamiert und von vielen Politikern verachtet zu werden. Nach seiner Rückkehr nach Kalifornien gründete Aaron Cohen die IMS Security. Am Buch arbeitete als Co-Autor auch Douglas Century mit.

Wir möchten uns mit diesem Bericht wieder einmal (siehe hier oder hier und der Dank der IDF hier) bei der IDF für die unbeschreibliche Arbeit zu unser aller Schutz bedanken und wünschen allen weiterhin vom Guten nur das Beste. Shalom, Kol Tov ve Lehitraot.)




Westerwelle lässt Partner daheim

WesterwellisAußenminister Guido Westerwelle wird sich künftig bei Reisen in schwulenfeindliche Länder durch seinen Lebenspartner Michael Mronz nicht mehr begleiten lassen. Darunter sind die Länder zu verstehen, in denen Homosexualität unter Strafe steht.

Der Spiegel berichtet :

Dennoch sei es wichtig, „dass wir unsere eigenen Maßstäbe von Toleranz leben und uns nicht die manchmal weniger toleranten Maßstäbe anderer zu eigen machen“, sagte Westerwelle weiter.

Das Thema steht für den Vielreisenden an der Tagesordnung: Seit seinem Amtsantritt hat der Vizekanzler mehr als 50 Staaten besucht, darunter auch so homophobe wie Saudi-Arabien. Im Januar begleitete Sportmanager Michael Mronz den Minister erstmals beim Staatsbesuch in Japan und China.

Der Außenminister erinnerte im „Bunte“-Gespräch daran, dass in sieben Ländern homosexuelle Handlungen noch immer mit der Todesstrafe geahndet würden – und zwar in Iran, dem Sudan, im Jemen, in Mauretanien, Somalia, Nigeria und Saudi-Arabien. In immerhin 75 Ländern würden gleichgeschlechtlich liebende Menschen noch immer strafrechtlich verfolgt.

Dann bleibt noch die Frage, ob die deutsche Bundeskanzlerin im Tschador gehen wird, wenn dies im Zielland gewünscht ist.




“Bengel Timo G.” tötet Dackel

Die BILD berichtet von einem 15-jährigen „Bengel“, der einen Dackel zu Tode trat. Dazu hat die Redaktion ein Foto des mutmaßlichen Täters abgebildet und nennt ihn Timo G. Die Zeitung gibt an, den Namen abgeändert zu haben. Wirklich nur den Namen? Oder hat die BILD nicht auch noch gleich die Herkunft des Täters, der laut seiner Aussage nur über den Dackel „stolperte“, in eine genehmere umgewandelt?

Die BILD schreibt:

Wir sehen einen Jugendlichen. Coole Frisur, das Hemd offen, den Kragen hochgestellt. Der Typ macht auf „Checker“.
Dieser Bengel soll Rauhaardackel Amor totgetreten haben!
Der mutmaßliche Täter kommt aus einem Nachbarort. Timo G. (Name geändert) ist erst 15 Jahre alt und Auszubildender.
Zusammen mit Freunden hatte er am Samstag die Kirmes in Asbach besucht. Völlig grundlos soll er dort auf den Dackel eingetreten haben.
Besitzer Gerhard Schützeichel (69) geschockt: „Der Tierarzt konnte nur noch den Tod feststellen.“
Gestern besuchte BILD Amors Herrchen erneut. Sohn Thomas (47) hatte Timo ertappt und in die Flucht geschlagen.
Als er das Foto des Täters sieht, ruft er nur: „Das ist er!“
Auch Vater Gerhard betrachtet die Motive: „Man kann den Menschen halt nur vor den Kopf gucken – und nicht hinein.“
Die Polizei hat Timo G. verhört. Er will über den Hund gestolpert sein.
„Es werden Zeugen und der Tierarzt gehört werden“, erklärt Polizist Klaus Rahms. Danach wird die Staatsanwaltschaft über eine Anklage entscheiden.
BILD wollte gestern auch mit Timo G. sprechen. Nach dem etwa zehnminütigen Gespräch mit dessen Vater, wollte der keinen offiziellen Kommentar abgeben.

Was könnte es nur sein, dass Timo(!) einen solchen Hass auf Hunde entwickeln ließ? Ist dies ein Anzeichen dafür, dass „Jugendliche“ immer mehr verrohen?




Schwulenbar neben Ground Zero-Moschee?

Greg GutfeldDer amerikanische TV-Moderator Greg Gutfeld (Foto) beabsichtigt, eine Schwulenbar neben der neuen Moschee bei Ground Zero zu eröffnen, in der auch muslimische Schwule herzlich willkommen sind. Gutfeld kündigte sein Vorhaben auf seinem Blog dailygut.com an: „Als Amerikaner finde ich, dass sie das Recht haben, dort eine Moschee zu bauen. Sie haben sich ja das Grundstück gekauft und brechen keine Gesetze. Deshalb hab ich als Zeichen der guten Vernunft das gleiche getan.“.

Gutfeld weiter:

Der Gregalogue vom Montag: Meine neue Schwulenbar

Also, die muslimischen Investoren, die sich für den Bau der neuen Moschee in der Nähe von Ground Zero einsetzen, behaupten, es ginge nur darum, das Verhältnis zwischen der muslimischen und der nicht-muslimischen Welt zu stärken.

Als Amerikaner finde ich, dass sie das Recht haben, dort eine Moschee zu bauen. Sie haben sich ja das Grundstück gekauft und brechen keine Gesetze. Deshalb hab ich als Zeichen der guten Vernunft das gleiche getan.

Heute Nacht kündige ich an, dass ich plane, die erste Schwulenbar zu bauen und zu eröffnen, die nicht nur für das leibliche Wohl der Westler, sondern auch für das der islamischen Schwulen sorgt. Um meinem ehrlichen Wunsch nach Dialog am besten Ausdruck zuverleihen, wird die Bar im zur gewerblichen Nutzung verfügbaren Platz neben der Moschee Park 51 gebaut werden.

Dies ist kein Witz. Ich habe bereits mit einigen Investoren gesprochen, die mir ihre Unterstützung zugesagt haben für dieses Wettstreiten beider Seiten um Verstehen und Toleranz. Bekanntlich ist die Homosexualität beim muslimischen Glauben nicht besonders gut angesehen, deswegen baue ich diese Bar. Es handelt sich hier um eine Anstrengung, die Schranken niederzureißen und die tödliche Homophobie in der islamischen Welt zu reduzieren.

Allerdings ist das Ziel nicht nur, einfach eine typische Schwulenbar zu öffnen, sondern eine, die auch Männer des islamischen Glaubens wohlgesonnen ist. Auf einem gesamten Stockwerk wird es beispielsweise nur alkoholfreie Getränke geben, da Schnaps ja vom Glauben verboten wird. Die Bar wird Tag und Nacht offen sein, um auch Männern entgegen zu kommen, die ihre Sexualität lieber verborgen halten möchten – aber trotzdem tanzen wollen.

Fazit: Ich hoffe, die Moscheebesitzer werden der Bar genauso offen gegenüber stehen wie ich der neuen Moschee. Immerhin unerscheidet sich ihre Intention, ihr Zentrum in der Nähe von Ground Zero zu eröffnen, nicht von meiner. Allerdings wird mein Lokal die bessere Musik haben.

Informationen zur Investition sind unter dailygut.com erhältlich. Und denkt daran Leute, mir ist es todernst (man merkt es daran, dass es in diesem Text überhaupt keinen Humor gibt).

Cheers!

Gutfelds Initiative ist genau die richtige Art, mit unseren Freunden, den Anhängern der Religion des Friedens™ und natürlich auch der Toleranz™, umzugehen. So nimmt man ihnen den Wind aus den Segeln. Man muss sie provozieren, wo man nur kann, man muss ihnen immer wieder unsere intellektuelle Überlegenheit vor Augen führen. Gutfeld verhöhnt sie gekonnt, hier können sie nicht mit beleidigt sein argumentieren, denn schließlich benutzt er ihre eigenen Argumente. Und er kommt ihnen entgegen, indem er ein ganzes Stockwerk rein halal macht. Das ist wirklich Satire vom Feinsten.

Aber noch ist die Hoffnung nicht ganz verloren. Soho Properties, die Organisation, die hinter dem Moscheeprojekt steht, gehört nur die Hälfte des Grundstücks, hat Robert Spencer von JihadWatch herausgefunden. Der andere Teil gehört Con Edison. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, und die Geschichte dürfte noch für einige Überraschungen gut sein.

(Text: epistemology)




Grundkurs Qualitätsjournalismus

Was unterscheidet einen Qualitätsjournalisten von einem einfachen Bürger oder einem Polizeibeamten? Er kann unterscheiden, welche Informationen wichtig sind, und welche in einem Bericht nichts zu suchen haben, weil die Leser möglicherweise falsche Schlüsse daraus ziehen.

In unserem Grundkurs Qualitätsjournalismus erklären wir das Prinzip an einem praktischen Beispiel aus dem richtigen Leben. Hier zunächst ein Polizeibericht über ein Vorkommnis aus Ostwestfalen:

Bereits im Zug von Paderborn nach Bielefeld kam es am 6.8. innerhalb einer vierköpfigen Gruppe zu verbalen und bedrohlichen Handlungen. Eine der Personen sollte dabei schon mit einer Machete „herumgefuchtelt“ haben. Außerdem wurde im Zug auch von einer Pistole gesprochen. Diese Bemerkungen wurden bereits von Fahrgästen der Bahn an die Bundespolizei weitergegeben, die die Gruppe in Bielefeld in Empfang nehmen wollten. Die Gruppe stieg allerdings schon am Bahnhof in Brackwede aus. Dort kam es sofort innerhalb der alkoholisierten Gruppe gegen 23.14 Uhr zu einer gefährlichen Körperverletzung. Dabei wurde ein 34jähriger Mann aus Schloß-Holte von einem 19jährigen Albaner aus Brackwede zu Boden geschlagen und noch mehrfach gegen den Kopf und in das Gesicht getreten. Einen anderen (20jähriger) aus der Gruppe forderte der Serbe dann auf, den 34jährigen mit der Machete „abzustechen“. Glücklicherweise kam es dazu nicht, weil ein Dritter aus der Gruppe (20 Jahre) ihm die Machete wegnahm. Der 34jährige Mann musste in ein Krankenhaus gebracht werden und verblieb dort stationär. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, schwere Gesichtverletzungen und Prellungen. Die Machete konnte von der Polizei im Bereich eines dortigen Fahrradständers entdeckt und sichergestellt werden. Der 19jährige Albaner ist schon mehrfach kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten und steht noch unter Bewährung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Bielefeld erließ gegen ihn U-Haftbefehl.

Haben Sie es bemerkt? Der laienhafte Bericht des Polizeibeamten ist vollkommen überladen mit uninteressanten Informationen, die den Bürger nur verwirren und mit dem eigentlichen Vorfall nichts zu tun haben. Da muss ein Profi ran – in diesem Fall ein Qualitätsjournalist der Neuen Westfälischen. Und schon wird aus dem wirren Geschreibsel eine gut formulierte Zeitungsmeldung, die sogar Sie und ich ohne Probleme verstehen können:

Randale im Zug von Paderborn nach Bielefeld am Freitag: Eine vierköpfige Gruppe von Männern drohte mit einer Machete und schlug einen 34-jährigen Mann aus Schloß Holte krankenhausreif.

Fahrgäste hatten bereits die Bundespolizei alarmiert und auch von einer Pistole berichtet. Die Randalierer hatten den Zug in Bielefeld-Brackwede verlassen. Auf dem Bahnhof wurde der 34-Jährige von einem 19-Jährigen zusammengeschlagen und mehrfach gegen den Kopf und in das Gesicht getreten. Der 19-Jährige forderte von einem weiteren Gruppenmitglied, den 34-Jährigen mit der Machete „abzustechen“. Gerade noch rechtzeitig schritt ein weiteres Gruppenmitglied ein und zog die Machete aus dem Verkehr.

Der 34-Jährige kam mit einer Gehirnerschütterung, schweren Gesichtsverletzungen und Prellungen ins Krankenhaus. Der 19-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft.

Haben Sie gesehen wie es funktioniert? Prima, dann können Sie auch Qualitätsjournalist werden!

(Spürnase: Dapunk)




Politikverbot für Homosexuelle

Elio Di RupoIm fast schon unregierbaren Belgien soll nun der frankophone Sozialist Elio Di Rupo (Foto) versuchen, eine arbeitsfähige Regierung für das zerfallende Land zu bilden. Aber da gibt es ein Problem: Di Rupo bekennt sich zu seiner Homosexualität. Und so einer kann in einem künftigen islamischen Land nicht Regierungschef werden. Das sagen nicht rechtsradikale Flamen und nicht „Islamophobe“, sondern ausgerechnet Muslime, die stets den besonderen Schutz der Sozialisten genießen.

Wie die belgische Zeitung Flandersnews berichtet, hat der Fensehsender VTM einen Brief erhalten, der Todesdrohungen gegen Elio Di Rupo enthält. Der sozialistische Politiker aus Wallonien leitet zur Zeit die Verhandlungen zur Bildung einer Regierungskoalition. Der Brief wurde der Bundespolizei in Brüssel übergeben.

Ein Polizeisprecher bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, und dies zeige, dass man die Drohungen ernst nehme.

Der Brief beginnt mit den Worten „Im Namen Allahs“ und fährt fort: „Ein Homosexueller kann nicht Premierminister eines zukünftigen islamischen Staates, so wie Belgien werden. Der Sünder und Homosexuelle Di Rupo wird durch das weiße Schwert sterben.“

Das Innenministerium beobachtet die weitere Entwicklung, um gegebenenfalls den Personenschutz für Di Rupo zu erhöhen.




Süddeutsche wettert gegen Wilders

Der Journalist Thomas Kirchner widmet sich in einem SZ-Kommentar der Tolerierung der Minderheitsregierung durch Geert Wilders. Der PVV-Chef sei – oh Graus – mitbestimmend, obwohl seine Partei keinen Minister im Kabinett stellt. Kirchner bezeichnet dies als Traumkonstellation für Wilders. Damit mag er sogar Recht haben. Wo er nicht Recht hat, ist mit dem immer wiederkehrenden Vorwurf, Wilders wende sich gegen Muslime.

Zumindest wurde der Vorwurf des Hetzens auf „Wettern gegen Muslime“ abgemildert. Gleichgültig wie oft Wilders noch darstellen wird, dass er sich gegen den Islam, aber nicht gegen Muslime positioniert, werden die Kirchners dieser Welt mit dieser Propagandalüge fortfahren. Ansonsten müsste man auch bei der Süddeutschen über die Inhalte diskutieren – und wie wollte man das? Weiß man doch – oder ahnt es zumindest – dass man da auf nichts Erfreuliches stoßen würde.

Und so führt Kirchner in der als Kommentar getarnten Pressemitteilung des niederländischen Sozialdemokraten Job Cohen für seine Propagandalüge des „Wetterns gegen Muslime“ Wilders Teilnahme an der Demonstration am 11. September am Ground Zero gegen die geplante Moschee (PI berichtete) als Nachweis an. Leider verschweigt er dem Leser, wer hinter dem Moscheebauprojekt steht und welch „liberalen“ mit der Ausrichtung der Süddeutschen Zeitung sicherlich deckungsgleichen Ansichten von dem Imam vom Ground Zero vertreten werden.

Kirchner übersieht auch die Pointe, dass die Kriegsreligion Islam dort um die 3.000 Menschen in den Tod geschickt hat, wo sie nun ihre triumphale Moschee bauen möchte. Er vergisst auch zu erwähnen, dass es islamische Tradition ist, auf den Trümmern der eroberten Gebiete Moscheen zu errichten.

Dafür schweift er von der Minderheitsregierung in den Niederlanden ab, um auf andere Konstellationen in Europa zu verweisen. Dabei wirft er aber alles in einen Topf und rührt mit dem Ideologiemixer einmal kräftig durch, um dann den etablierten Parteien zu einer Gegenstrategie zu raten. Nicht dass er eine hätte, die über falsche Behauptungen in der SZ hinausreichten, aber die Parteien sollen sich damit beschäftigen und dieses als Gefahr erkennen.

Das wäre eigentlich ein guter Appell an Kirchner. Auch er sollte Gefahren erkennen, dazu wäre das Lesen des Korans ein erster guter Schritt, auch wenn es nicht unbedingt eine angenehme Lektüre ist für jemand, der bislang im Wolkenkuckucksheim lebt.




Schießerei vor Teestube in Neumünster

Vor einer Teestube in der Innenstadt von Neumünster wurde am Montagabend ein junger Mann türkischer Abstammung mit sechs Schüssen niedergestreckt. Anlass war laut einem Nachbar der Teestube ein Streit um „Geschäfte“. Tage zuvor waren beide schon in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Der Täter, ebenfalls türkischer Abstammung, konnte nach kurzer Flucht gefasst werden.

Video von WEB.de:




Gefängnis fürs Fastenbrechen?

Zu viel Sonnenschein kann schädlich sein, das weiß man. Und der Konsum von RTL II erinnert uns an Anfang und Ende des Fastens im Ramadan. Die Sonne scheint kräftig in Ägypten. Und das Fasten will schwer fallen: „Um das Fasten zu erleichtern, setzt Ägypten während des Ramadan die Sommerzeit aus. Gleichzeitig droht Fastenbrechern Haft. Kritiker sprechen von einer ‚Taliban-Mentalität'“. So heißt es im Vorspann zu diesem Artikel.

(Von Elia)

Weiter:

Im Ramadan gelten in Ägypten besondere Regeln: Nicht nur die Fastengebote wollen eingehalten werden, die Regierung ignoriert für einen Monat die Sommerzeit. Dadurch geht die Sonne eine Stunde früher unter, was den muslimischen Gläubigen das Fasten erleichtert – nach Sonnenuntergang ist der Konsum von Speisen, Getränken und Tabak erlaubt.

Ich frage mich, worin der Sinn des Fastens besteht, wenn das jetzt schon erleichtert wird. Soll die Zahl der „Teilnehmer“ auf diese Weise erhöht werden? Denn zugleich „drohen Fastenbrechern strenge Strafen.“

Im Sommer des Vorjahres habe das ägyptische Innenministerium erstmals eine Kampagne zur Einhaltung des Fastens umgesetzt, erinnerte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Dienstag laut Kathpress. Angeblich seien vor allem im Süden Ägyptens Hunderte aufgrund von Verstößen gegen öffentliches Essen, Trinken und Rauchen verhaftet worden, berichtete die IGFM. Nun rät die Organisation auch Touristen, sich in der Öffentlichkeit während des Ramadan „zurückzuhalten“.

Wer fährt denn bitte schön noch in so ein Land? Spätestens seitdem man im „Tal der Könige“ die Gräber im Schnelldurchlauf betrachten darf und sich unweit der Pyramiden der Müll sammelt – zieht es da noch eine Seele hin?

Die IGFM appellierte bereits an den Staatspräsidenten von Ägypten, Hosni Mubarak, Inhaftierungen und Bestrafungen aufgrund von Verstößen gegen das Fasten als Angriff auf die verfassungsmäßig garantierte persönliche Freiheit zu unterbinden. Die auch in Algerien oder Kuwait praktizierte staatliche Bestrafung von öffentlichen Fastenbrechern im Ramadan sei ein Schritt in Richtung „Taliban-Mentalität“, meinte die IGFM. Dem gegenüber wurde daran erinnert, dass in Ägypten etwa auch 12 Prozent christliche Kopten lebten.

Was dürften Politiker wie die „unseren“ den Kopten raten? „Liebe Kopten: am besten, ihr fastet mit…“




Innenminister warnt vor massiver Anwerbung

Weil Bundesinnenminister Thomas de Maizière keinen Grund sieht, massiv Zuwanderer anzuwerben, wirft ihm der Spiegel „Emotionalität“ vor. Nach nur wenigen Monaten Aufschwung scheint das Arbeitskräftepotential, von dem immer behauptet wird, es würde unsere Renten finanzieren, nicht dazu angetan zu sein, um aus ihm Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. De Maizière hat Recht, wenn er sagt, man kann nur mit den Mädchen tanzen, die da sind. Aber nicht alle können tanzen.

Der Spiegel berichtet:

Die Debatte um ausländische Fachkräfte bekommt emotionale Züge: Innenminister de Maizière warnt vor massiver Anwerbung. Die Wirtschaft fordert er auf, bereits in Deutschland lebende Zuwanderer stärker einzubinden.

Bremen – Braucht Deutschland mehr Zuwanderer? Nein, findet Thomas de Maizière (CDU). Der Bundesinnenminister warnt sogar vor einer massiven Anwerbung. „Wenn ich mir die hohe Zahl der Schulabbrecher und die geringe Zahl der Hochschulabsolventen unter den Migranten ansehe, dann sage ich, wir sollten uns erst einmal um die kümmern, die bereits da sind“, sagte de Maizière in einem Interview des „Weser-Kuriers“ und der „Ostsee-Zeitung“.
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„Auf einem Fest kann man nur mit den Mädels tanzen, die da sind und nicht von denen träumen, die nicht da sind.“ Er ärgere sich auch über Forderungen, Fachkräfte aus Polen ins Land zu holen. Stattdessen könnten diejenigen zurückgeholt werden, die vor Jahren in die westlichen Länder gegangen seien, sagte der Innenminister.
[…]
Noch vor wenigen Jahren sei es objektiv so gewesen, dass eine Realschülerin aus Grimmen eine bessere Perspektive im Westen gehabt hätte als in Mecklenburg-Vorpommern. „Aber das hat sich völlig gedreht. Heute muss es heißen: Kommt her, weil es hier besser ist als anderswo. Und für junge Westdeutsche gilt, im Osten gibt es tolle Perspektiven.“

Die Wirtschaft gibt sich jedoch unbeeindruckt von den Aussagen des Ministers. Die Zahl der fehlenden Fachkräfte werde in den kommenden Jahren „dramatisch“ ansteigen, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, am Montag im ZDF. Er gehe beispielsweise davon aus, dass in fünf Jahren etwa 200.000 Ingenieure fehlen werden und dass dies zu einem „Schlüsselproblem unseres Arbeitsmarktes“ und zu einem Problem für die Wirtschaftskraft des Landes werde.

Auch, dass ab 2011 in der EU volle Arbeitnehmerfreizügigkeit herrschen wird, ist wohl kein Argument, sondern pure Emotion! Und schon jetzt kommen viele Europäer, für die Deutschland der zweitbeliebeste Arbeitsmarkt ist.

Und wenn die Wirtschaft so dringend Mitarbeiter benötigt, die gut qualifiziert sind und dementsprechend verdienen, dann gibt es auch außerhalb der EU noch Möglichkeiten zur Anwerbung Hochqualifizierter. Allerdings muss dann folgendes gegeben sein (Zitat):

„die Annahme gerechtfertigt [ist], dass die Integration in die Lebensverhältnisse der Bundesrepublik Deutschland und die Sicherung des Lebensunterhalts ohne staatliche Hilfe gewährleistet sind.“

Auch eine sehr emotionale Bestimmung. Wohin uns die rationale Sichtweise à la Spiegel gebracht hat, sehen wir täglich.