TV-Tipp: Ulfkotte versus Vogel bei Maischberger

Die Integrationsdebatte zeigt durch die Themenverengung auf, wo bei der Zuwanderung der Schuh drückt. So titelt die ARD heute Abend in der Sendung Maischberger (23.15 Uhr): „Kopftuch und Koran – hat Deutschland kapituliert?“ Die in den letzten Tagen immer wieder veränderte Gästeliste kündigt neben anderen den Buchautor Udo Ulfkotte und den Salafisten-Wanderprediger und früheren Boxer Pierre Vogel an.

JETZT mit Video der Sendung!

Außerdem vertreten ist Peter Scholl-Latour, der uns bestimmt mit der Sensation überraschen wird, 1979 in dem Flugzeug gesessen zu sein, das Khomeini in den Iran zurückbrachte und der Fernsehpfarrer Jürgen Fliege, der in dieser Debatte in der Gewichtsklasse besser aufgehoben wäre, die seinem Namen entspricht. In der Rolle der zur Religion des Friedens™ Konvertierten betritt die Soziologin Irmgard Pinn den Ring. Ein recht neues Gesicht im Fernsehen ist Nourig Apfeld, die Zeugin am „Ehrenmord“ ihrer jüngeren Schwester wurde, getötet von ihrem Vater und zwei syrischen Cousins, und zu dem Thema gerade ein Buch veröffentlicht hat.

Mit Spannung wird aber das eigentlich Duell des Abends – Ulfkotte versus Vogel – erwartet. Wird Ulfkotte seine vor kurzem in die Debatte gebrachte Forderung nach einem Rückführungsbeauftragten erneuern? Selbstverständlich läuft diese Forderung beim „Kölschen Jung“ Pierre Vogel ins Leere, der nur über einen deutschen Pass verfügt. Dieser Umstand zeigt aber auf, dass die Islamdebatte keine reine Zuwanderungsdebatte ist. Es stellt sich die Frage, ob eine freiheitliche Gesellschaft mit einem System der Unterwerfung aus dem 7. Jahrhundert vereinbar ist.

Video der Sendung auf livingscoop.com:

Und auf Youtube:

» Teil 1
» Teil 2
» Teil 3
» Teil 4
» Teil 5

(Danke allen Spürnasen / Videobearbeitung: Antivirus)




Markus Söder für Burka-Verbot in Deutschland

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder (Foto, CSU) hat in einem Interview mit dem Münchner Merkur für ein Burka-Verbot in Deutschland plädiert. Die Burka sei „nicht gerade ein Zeichen für Intergrationswilligkeit“ und er hege Sympathie für eine Diskussion über ein Verbot. Zudem kritisierte Söder die Forderung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), in Deutschland müsse eine „Willkommenskultur“ für Zuwanderer entstehen. „Integrationsprobleme liegen doch nicht an den Deutschen“, so Söder in dem Interview.




Die taz im wilden Kurdistan

Bärentöter Klaus-Peter KlingelschmittIn einem lesenswerten, weil auch amüsanten Kommentar in der taz wendet sich Klaus-Peter Klingelschmitt an seine Altersgenossen der Generation 50 plus. Der Autor beschreibt, wie auf dem Altar der Toleranz – von ihm in diesem Falle zurecht mit Doppel-L geschrieben – die Werte der Freiheit geopfert werden. Diese Kritik an sich selbst, sowohl was die taz als auch was Klingelschmitt selbst angeht, ist wohltuend. Der Text selbst ist von (fast) ungeschminkter Offenheit.

Die Generation 50 plus wird von Klingelschmitt recht zielsicher mit dem Wort Giaur angesprochen, das seine Leser aus der nächtlichen Taschenlampenlektüre von Karl May kennen dürften. Auch wenn der Autor dieser Zeilen der Generation 40 plus angehört, kam die Botschaft (gerade) noch an, was wohl auch einer playstationfreien Jugend zu verdanken ist. Das in Teilen der May-Literatur etwas romantisierte Islambild ist dem taz-Autor nicht (mehr) eigen. Er ruft mit seinem Artikel dazu auf, sich einem solchen auch nicht zu ergeben.

Der sehr gute Text, der mit dem Hinweis auf die Günstigkeit des Geburtszeitpunktes auch an eine weitere Empörungsdebatte erinnert, die den damaligen Kanzler Kohl traf, macht es sich aber in einer Hinsicht auch bequem. Soweit Klingelschmitt der Linken vorwirft, jetzt(!) vor einer Ideologie einzuknicken, die mehr oder weniger frei von internem Widerspruch zum blutigen Dschihad aufruft, sollte er stärker nach der eigenen Rolle fragen.

So schrieb Klingelschmitt noch im Februar diesen Jahres einen taz-Artikel, der jede Kritik an einem Minarettbau im saarländischen Völklingen mehr oder weniger kunstvoll als von der NPD kommend oder von ihr inspiriert bezichtigte. Und so musste sich damals der Bürgermeister noch brav von der Hetze der NPD distanzieren. Auch den Lesern, der mit der rechtsextremen Partei angeblich im selben ideologischen Boot sitzenden Saarbrücker Zeitung attestierte Klingelschmitt, wie die Nazis zu denken.

Ein wenig mehr an Erklärung, wie der Pflasterstrand-Autor nun dazu kommt, sich darüber zu freuen, dass er – nach seinem Dafürhalten – nicht mehr die Segnungen des Kulturrelativismus erleben wird, hätte man sich angesichts dessen schon erwartet. Zumal wir ihm dies nicht wünschen – was kein gehässiger Wunsch sein soll.

taz und Klingelschmitt sind schon einen weiten Weg gegangen. Wenn sie nun noch für eine nazikeulenfreie Debatte eintreten sollten, hätten beide einen weiteren Meilenstein auf dem Jakobsweg der Islamkritik hinter sich gelassen. Aber da ist wohl das optimistische Weltbild Karl Mays einmal mehr die Ursache als denn reale Bezüge. Die Helden seiner (frühen) Jugend schüttelt man nicht so leicht ab. Und wie dieser seinen Bärentöter niemals weglegte, so wird die Linke auch nie die Nazikeule beerdigen.




Integrationsdefizit mit überraschender Folge

Die in Schweden lokal wirkende Skånepartei tritt dafür ein, den Islam zu verbieten. Um zu dokumentieren, wie sehr der Islam schon an Einfluss gewinnt, hat die Partei einen naheliegenden Weg gewählt. Sie verschickte ihre Wahlzettel für die Kommunalwahl in der Provinz Skane in einem Kuvert, auf dessen Vorderseite die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Mona Sahlin, mit einem Kopftuch abgebildet war (Foto l.).

Dazu wurde die islamkritische Partei durch ein Foto animiert, das Sahlin zusammen mit dem Muslim Mahmud Aldebe zeigt (Foto r.), mit dem sie zusammen um die Wette in die Kamera lächelte, soweit dies der auch „Mona Stalin“ genannten Politikerin möglich ist. Aldebe zeigte seine Integrationsleistung im Gegenzug auch schon auf, als er zur Reichstagswahl 2006 den Kandidaten einen Brief schickte, in dem er für die Muslime gesonderte Gesetze forderte. Mona Sahlin mit Kopftuch abzubilden, lag somit nicht so fern. Doch nicht nur islamkritisch eingestellte Personen wurden durch diese Werbung in ihrem Wahlverhalten beeinflusst. Ganz im Gegenteil.

Denn es stellte sich heraus, dass teilweise muslimische Schweden, die allerdings nicht genügend Schwedisch verstanden, die Skånepartei wählten oder wählen wollten, ohne dies wirklich beabsichtigt zu haben. Sie gingen in Ermangelung sprachlicher Kompetenz einfach nach dem Bildchen auf dem Couvert, das ihnen genug zu sagen schien. Doch Rettung naht in Form des sozialdemokratischen Wahlhelfers. Schließlich muss jedem klar sein, dass Muslime, die oftmals angeben, wegen der Verhältnisse in ihren islamisch geprägten Heimatländern, nach Europa gekommen zu sein, niemals eine islamkritische Partei wählen würden. So viel an Logik ist meist weder mit dem muslimischen Migrationshintergrund und schon gar nicht mit einem sozialdemokratischen Helfersyndrom vereinbar.

Sabit Pacolli, sozialdemokratischer Wahlhelfer, ist wiederholt auf Muslime gestoßen, die für die Skånepartei stimmen wollten. „Es gibt Menschen, die sehr schlecht schwedisch sprechen. Ich habe das Missverständnis mit einer solchen Familie aufgeklärt und sie dazu bewegt, stattdessen für die Sozialdemokraten zu stimmen“, sagt er. So stellt sich in Schweden zu Recht die Frage, wie aktiv ein Wahlhelfer sein darf, um offensichtliche Missverständnisse in der Wahlkabine aufzuklären.

Täglich waren Wahlhelfer mit Unwissenheit in Bezug auf die schwedische Sprache konfrontiert:

Es kommen jeden Tag mehr, die glauben, die Skånepartei sei eine islamische Partei, sagt ein Wahlhelfer, der anonym bleiben möchte. Für die Wahlhelfer der Kommunen ist dies eine komplizierte und sensible Situation. Sie dürfen die Wähler in keinem Fall politisch beeinflussen. Allerdings ist es ihre Aufgabe, Abstimmungen zu erleichtern und Missverständnisse über den Parteinamen aufzuklären, wenn die Wähler um Hilfe bitten. Wenn ein Teilnehmer mit einer Broschüre der Skånepartei auf sie zukommt und sagt, er wolle für Mona Sahlin stimmen – was vorkommt – dann können die Wahlhelfer erklären, dass Mona Sahlin nicht der Skånepartei angehört, glaubt die stellvertretende Sekretärin des Wahllokales, Louise Lagerlund. „Dies ist aber ein schwieriger Grenzbereich. Unsere Wahlhelfer dürfen absolut keine politischen Gespräche führen“, sagt sie. Ein aktiver Wahlhelfer spricht Wähler an und fragt bei Missverständnissen, ob ein Wähler etwas falsch aufgefasst hat.

„Ich sah zwei äthiopische Frauen, die Wahlzettel der Schwedendemokraten nahmen. Daraufhin ging ich zu ihnen. Es stellte sich heraus, dass sie für die Sozialdemokraten stimmen wollten“, sagt ein Wahlhelfer. Ein anderer Wahlhelfer verhielt sich eher passiv: „Es ist schon vorgekommen, dass ich vermutete, dass Menschen auf Grund eines Missverständnisses für jemand anderen stimmten als sie eigentlich planten. Ich habe in diesem Fall nicht eingegriffen. Dies ist eine wirklich schwierige Frage, aber wir sollten darüber informieren, wie die Wahl funktioniert – die Abstimmung aber nicht beeinflussen.“

Genauso wichtig wie irrtumsfrei zu wählen ist es, eine Politik zu betreiben, die auf dem (gewollten) Missverständnis beruht, Islam bedeute Frieden.




Schwarzer: Kritik am “Islamismus” aussprechen

Das weibliche Urgestein der deutschen Islamkritik heißt unbestritten Alice Schwarzer. Während sich die meisten sogenannten Feministinnen der linken Szene durch dröhnendes Schweigen bemerkbar machen, wenn es um die Frauenunterdrückung im Islam geht, spricht sie seit drei Jahrzehnten die Tatsachen unerschrocken an. Bereits kurz nach der Machtergreifung der Rechtgläubigen im Iran hat sie die Zeichen der Zeit erkannt.

Als die gesamte politische Linke noch begeistert applaudierte, dass der Schah vertrieben ist, sah sie als eine der ersten, dass nun die Inkarnation des Bösen an den Schalthebeln saß. Und sich dies dann auch gleich durch Steinigungen, Erhängungen, Handabhackungen, Zwangsverschleierungen und Frauenentrechtung bemerkbar machte.

Schwarzer hat seitdem immer wieder auf die Gefahren durch den politischen Islam hingewiesen und dies nicht nur auf ihr Spezialthema, die Unterdrückung der Frau, fokussiert. Als Herausgeberin setzte sie 2002 mit „Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz“ einen Meilenstein für die Islamkritik.

Das Kopftuch bezeichnet sie als „Flagge des islamischen Kreuzzugs“. Ihr neues Buch „Die große Verschleierung – für Integration, gegen Islamismus“ kommt am 23. September heraus. Und so hat ihr das ARD-Magazin „ttt“ am Sonntag Abend einen Beitrag gewidmet. Hier das Video:

Alice Schwarzer ist äußerst engagiert im Kampf gegen die islamische Unterwanderung. So berichtete das Online-Portal der WAZ-Mediengruppe am 3. September:

Seit mehr als 30 Jahren werde im Westen aus falscher Toleranz über die Gräueltaten im Namen des Islams hinweggesehen. Sie selbst habe nach dem Sturz des Schahs 1979 mit Vertretern der Khomeini-Regierung im Iran gesprochen. Kalt lächelnd habe man ihr gesagt, dass die Scharia mit Steinigung als Bestrafung von Homosexualität oder Ehebruch der Frau eingeführt werde. „Nein, die Islamisten haben nie einen Hehl aus ihren Absichten gemacht. So wenig wie einst die Nationalsozialisten“, so Schwarzer.

Die Unterstützung der Islamisierung durch die politisch korrekte westliche Toleranz, ganz besonders im linken Spektrum ausgeprägt, analysiert sie klar und deutlich:

In Deutschland seien die Islamisten vor allem an den Universitäten, bei den Protestanten und im alternativen Milieu auf offene Ohren gestoßen. Denn hier sei die Angst und das schlechte Gewissen, in Sachen Fremdenliebe etwas falsch zu machen, besonders groß. „Und groß war auch die Bereitschaft gläubiger Altlinker, nach dem Tod ihrer Götter Mao und Che Guevara, neuen Göttern zu folgen: Allahu Akbar! Vermutlich hätten die jungen Konvertiten der sogenannten ‚Sauerlandgruppe’ ein, zwei Generationen zuvor bei der RAF mitgemacht.“

Doch noch größer als die Gefahr des Terrorismus sei die systematische Unterwanderung unseres Bildungs- und Rechtssystems mit dem Ziel der Islamisierung. Dass die dritte Generation der Deutsch-Türken schlechter Deutsch spreche als die zweite, läge auch an der Infiltration durch die Islamisten: „In den marginalisierten Ghettos geht ihre Saat der Verachtung von Demokratie und Verklärung des Gottesstaates auf.“

Und so müsse man in Deutschland die Befreiung muslimischer Mädchen vom Sport-, Schwimm- und Sexualkundeunterricht sowie von Schulausflügen umgehend zurücknehmen:

Dem werde durch falsch verstandene Toleranz noch Vorschub geleistet. So sei es hanebüchen, dass naive deutsche Richter Eltern-Anträge auf Befreiung vom Schwimm- und Sportunterricht, Schulausflügen sowie Sexualkundeunterricht zugestimmt hätten und damit zur Diskriminierung von muslimischen Mädchen beigetragen hätten. Selbst vom CDU-geführten NRW-Integrationsministerium seien 2008 Handreichungen herausgegeben worden, in denen die islamischen Gebote als religiöse Pflicht dargestellt wurden. Und Eltern, die ihren Töchtern den Schwimmunterricht untersagen wollten, seien dort als besonders „liebevoll“ bezeichnet worden. Bis heute würden die in türkischen und arabischen Kreisen begangenen Ehrenmorde verschleiernd als Familiendrama bezeichnet.

Als weitere Forderung möchte sie das Kopftuch an Schulen verbieten lassen. Alice Schwarzer erscheint im Kampf gegen die Islamisierung wie eine zweite Johanna von Orleans. Dafür muss man ihr uneingeschränkte Hochachtung zollen:

Gegen derlei falsch verstandene Toleranz setzt Alice Schwarzer auf knallharten Anti-Islamisierungskurs. Das Kopftuch, für Schwarzer die „Flagge der Islamisten“, müsse an deutschen Schulen nicht nur für die Lehrerinnen, sondern auch für die Schülerinnen verboten werden. „Nur dieser konsequente Akt gäbe den kleinen Mädchen aus orthodoxen bis fundamentalistischen Familien endlich die Chance, sich wenigstens innerhalb der Schule frei und gleich bewegen zu können.“ Selbstredend, dass das „Stoffgefängnis Burka“ wie in Frankreich auch in Deutschland verboten gehört.

Von der Alibi-Veranstaltung „Islamkonferenz“ verspricht sie sich auch keine Lösung der Probleme:

Schwarzer hält auch nicht viel von der vom Innenministerium organisierten Islam-Konferenz, bei der die Islamverbände – von der staatlichen türkischen Ditib bis hin zu der vom Verfassungsschutz schon lange beobachteten Milli Görüs – die Integrationsdebatte dominierten. Die Gruppen, in denen nur knapp 20 Prozent der hier lebenden Muslime organisiert seien, würden mantrahaft den Vorwurf der mangelnden Toleranz der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der Ignoranz religiöser Gebote erheben.

Es überrascht nicht, dass Schwarzer und ihre Mitstreiterinnen großes Verständnis für das Schweizer Minarett-Verbot haben. Denn dahinter stecke das ganze Unbehagen vieler Bürger in Europa über Gottesstaaten mit ihren Steinigungen und Selbstmordattentaten sowie über die (Zwangs-)Verschleierung von Frauen mitten in Europa und die Zwangsverheiratung von hierzulande aufgewachsenen Töchtern und Söhnen. Unbehagen herrsche auch über die nachgewiesene häufigere Gewaltanwendung in traditionellen muslimischen Familien und über die Relativierung von Emanzipation und Rechtsstaat, ja, der Demokratie. Schwarzer: „Kurzum: die Sorge um die in den letzten 200 Jahren so mühsam und blutig erkämpften Menschenrechte im Westen.“

All den Zaghaften, die ihre Kritik an dem Islamismus aus Angst vor dem Rassismusvorwurf nur hinter vorgehaltener Hand artikulieren, ruft Schwarzer zu: „Mit einer offenen und aufgeklärten Kritik an dieser Entwicklung sprecht ihr der Mehrheit der Bevölkerung aus dem Herzen.“

Bei allem Lob muss man aber auch einen ganz wesentlichen Kritikpunkt anbringen. Sie unterscheidet wie so viele andere auch immer noch zwischen Islam und Islamismus.

Schwarzer legt Wert darauf, dass der Islam und der Koran nicht die Ursache der Probleme ist und sie nicht von den DEN Muslimen spricht. „Die Mehrheit der Menschen im islamischen Kulturkreis sind Demokraten“, so die Autorin. Es ginge ihr um die „agitierende Minderheit“, die die Religion für ihre politische Machtstrategie missbrauche.

Wenn das eine Taktik sein sollte, um nicht gleich alle Moslems gegen sich zu haben, geht sie nach hinten los. Denn wenn man die Wurzel der Probleme ignoriert, wird man das Problem selbst nie in den Griff bekommen. Wie sagte Henryk M. Broder so schön:

„Zwischen Islam und Islamismus verhält es sich genauso wie zwischen Terror und Terrorismus.“

Dem ist, wie so oft bei einem echten Broder, nichts hinzuzufügen.

(Text: Michael Stürzenberger / Videobearbeitung: theAnti2005)




Hamas vernichtet Wasserpark in Gaza


Wohl nicht ganz gemäßigte Islamisten der Hamas haben den Koran falsch verstanden und einen Touristenpark in Gaza verwüstet. Etwa 40 von ihnen hätten den Ort in den frühen Morgenstunden gestürmt. Sie zerstörten ganz mutig die Einrichtung und setzten unter anderem das Verwaltungsgebäude und ein Restaurant in Brand.

Ein Wachmann wurde gefesselt und moderat verprügelt.

N-tv berichtet:

Dutzende mutmaßlicher Islamisten haben eine beliebte neue Touristenanlage im palästinensischen Gazastreifen verwüstet.
(…)
Al-Aradsch sprach von einem „schrecklichen Angriff“, für den er die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas verantwortlich machte. Diese hatte zu Monatsbeginn eine dreiwöchige Schließung der Ferienanlage angeordnet. Der erst vor einigen Monaten eröffnete Wasserpark, in dem sich Frauen unverschleiert und gemeinsam mit Männern aufhielten, hatte bei Islamisten für Verärgerung gesorgt. Die radikal-islamische Hamas hat mit Hilfe ihrer Polizeimiliz bereits zahlreiche Restaurants, Cafés und Hotels im Gazastreifen geschlossen, mit der Begründung, diese verstießen gegen die islamische Tradition.

„Ich bin sehr erstaunt darüber, dass es fanatische Menschen gibt, die die Entwicklung des Tourismus im Gazastreifen behindern wollen“, sagte Al-Aradsch, ein ehemaliger Wirtschaftsminister in der früheren Einheitsregierung von Fatah und Hamas.

Natürlich hat das Ganze nichts mit dem Islam zu tun. Denn der ist ja friedlich. Durch und durch.

(Spürnasen: Max H. und banzai)




Video: Zwangsehen in Deutschland

Gestern um 22.15 Uhr strahlte RTL eine Dokumentation aus zum Thema „Ehrenmord und Zwangsehe mitten in Deutschland – wie junge Frauen in Angst vor der eigenen Familie leben müssen“. Schon am Anfang der Reportage macht die 38-jährige Elif Kaya (Foto r., mit 17 Jahren zwangsverheiratet) als eine der drei vorgestellten versklavten Frauen klar, dass sie kein Einzelfall ist.

Sie begegnet damit dem Argument, mit dem üblicherweise in Deutschland Opfer von Missständen im Stich gelassen werden. Der Staat, bei dem das Gewaltmonopol liegen sollte, scheint kein wirksames Mittel gegen diese Unkultur des Besitzes von Frauen zu haben. Auch Elif berichtet, dass sie auf der Flucht vor ihrem Ehemann sei. Doch nicht nur er macht ihr die Befreiung aus ihrem Status als Minderwertige schwer.

Das modern wirkende Auftreten der drei vorgestellten Opfer dieses zwanghaften Gedankens, die Ehre der Familie werde dadurch verteidigt, dass man der eigenen Tochter den Ehe- und damit Sexualpartner aufzwingt, macht deutlich, dass Integration mehr ist als das Ablegen des Zwangssymbols Kopftuch. Zur Erlangung der Freiheit reicht es nicht, Symbole abzulegen, sondern man muss sich aus dem System befreien.

Ihren persönlichen Befreiungsversuch unternahm Elif, als ihr Ehemann auch ihre Tochter als Besitzstand begriff. Die muslimischen jungen Männer, die in dem Film zu Wort kommen, empfinden die Zustände der Frauenversklavung als begrüßenswert. Eine Permanentvergewaltigung wird zum Kulturgut erklärt. Dieses Zwangssystem hält die Familie auch dann aufrecht, als sich eine Tochter der Zwangsheirat mit 17 Jahren durch Freitod entzieht.

Und so bleibt Elif nur der Ausweg, sich nach jahrelangem Zwang und unzähligen Verletzungen unter Angst aus der Zwangsehe zu befreien. Wir können ihr und uns nur wünschen, dass die Befreiung von der Unterwerfung gelingt.