Gegenschlag

Den Islam-Verherrlichern und Demagogen der Postdemokratie bläst im Moment der eisige Wind der Aufklärung ins Gesicht. Neben den aktuellen Büchern von Heisig, Sarrazin und Ulfkotte zum Thema Islamisierung erscheint nun im Oktober beim Hintergrund-Verlag ein weiteres vielversprechendes Buch. Unter dem Titel „Feindbild Islamkritik“ beschreiben 22 Islamkritiker, darunter Vertreter des linken Meinungsspektrums, ihre Sicht der Dinge.

Nachdem öffentlich festgestellt wurde, dass die Islamkritik das eigentliche Problem darstellt und nicht der Islam, nachdem Necla Kelek als „Demokratiefundamentalistin“ diffamiert wurde, hatte man das Feindbild Islamkritiker ausgemacht. Die schlechte Botschaft ist, wie so oft, der Überbringer derselben. Islamkritik ist Rassismus und basta!

Wohin es führen kann, wenn man Islamkritiker seitens der Politik und der Medien zum Abschuss freigibt, konnte man in Holland sehen. Die Morde an den Aufklärern Pim Fortuyn und Theo van Goch waren das Ergebnis einer unsäglichen Medienhetze, wie sie zur Zeit in Deutschland gegen Sarrazin und andere abläuft.

Im Buch „Feindbild Islamkritik“ erinnern uns die Autoren unter Überschriften wie „Orthodoxer Islam contra säkulare Moderne“ und „Aufklärung und Freiheit“, welche Werte wir denn nun tatsächlich verteidigen. Titel wie „Rock against Sharia“ und „Sich schämen für Allah“ versprechen ein gerüttelt Maß an Unterhaltung.

In der Vorankündigung zum Buch heißt es:

Um das innereuropäische Protestpotenzial gegenüber der islamischen Herrschaftskultur möglichst schon im Keim zu ersticken, haben muslimische Verbände mit staatlicher und medialer Unterstützung sowie im Verbund mit Konvertiten und islamophilen Kräften eine weit verzweigte Drohkulisse aufgebaut. Diese „Szene“ ist darauf ausgerichtet, Kritik am Islam per se in die Verdachtszone des „Rassismus“ und der „Fremdenfeindlichkeit“ zu rücken, um so von der Tatsache abzulenken, das der Islam selber das religiös-ideologische Fundament einer autoritären, repressiven und reaktionären Herrschaftsformation bildet.

Andererseits ist die Diskursmacht der kritischen Islamanalyse, d. h. ihre Fähigkeit und Möglichkeit, angesichts einer überwältigenden Fakten- und Ereignislage größere Teile der Gesellschaftsmitglieder von der Richtigkeit und Angemessenheit ihrer Positionen und Einsichten zu überzeugen, in der letzen Zeit zweifellos gewachsen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Internet als basisdemokratisches Informations- und Kommunikationsforum einer kritischen Gegenöffentlichkeit. Im Kontext dieses Mediums ist es gelungen, die selektiven Informationsblockaden, Ausgrenzungsregeln und Bewertungsklischees der postdemokratischen Mainstream-Medien zu konterkarieren und ein Stück weit zu überwinden.

Dieser Terraingewinn neuer fortschrittlich-emanzipatorischer Kräfte, die im Sinne einer universalistischen Orientierung auch nichtwestliche Herrschaftssysteme, Kulturen und Ideologien kritisch analysieren, hat nun – wie nicht anders zu erwarten – hysterische Reaktionen seitens der unterschiedlichen Interessenfraktionen der „Islambeschützer“ hervorgerufen.

In deren Antworten geht es im Grunde immer um Einunddasselbe, nämlich um die pauschale Diffamierung von Islamkritik als „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, islamophob“ etc. bei gleichzeitiger Ausblendung, Verkennung oder Dementierung der enormen reaktionären Herrschafts- und Gewaltpotenziale, die dem orthodoxen Islam untrennbar eingeschrieben sind.

In Auseinandersetzung mit dieser Front der Islamapologetik gilt es immer auch zu beachten, dass nicht nur der Rassismus ein Wahn ist. Auch der Rassismusvorwurf selbst stellt in zahlreichen Fällen ein aggressives Wahngebilde dar, das eigens zu dem verleumderischen Zweck eingesetzt wird, Kritik an einer radikal antiemanzipatorischen und menschenrechtsfeindlichen Ideologie mit Mitteln der negativen Etikettierung abzuwehren.

» Feinbild Islamkritik – Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden. Hartmut Krauss (Hrsg.). Osnabrück 2010. ISBN 978-3-00-032085-9. Paperback. 364 Seiten. 15,00 €. Erscheinungstermin Anfang Oktober 2010.
» CitizenTimes: Buchauszug: Mythos Islamophobie. Wie stehen die Deutschen wirklich zum Islam?

(Text: Alex P.)