Türkisch geklont: Virtuelle Mitbürger

Während in Pakistan neue Deutsche noch auf konventionelle Weise erzeugt und bei der Botschaft mit Pässen und Anträgen auf Kindergeld ausgestattet werden, ging ein türkischer Mitbürger in NRW neue Wege. Mittels eines Farbkopierers kann man in Essen auch neue Deutsche machen – jedenfalls solange, bis man erwischt wird.

Der WESTEN berichtet:

Vier Kinder hatte er schon. Aber als er seine Bäckerei zumachen musste, erfand er drei weitere und kassierte jahrelang Erziehungsgeld und Sozialhilfe. Jetzt soll er für drei Jahre ins Gefängnis.

Vor dem Amtsgericht Essen räumte er die Tat ein, allerdings sprach auch die Aktenlage deutlich gegen ihn. Anfang 2005 hatte der aus der Türkei stammende 41 Jahre alte Essener mit einem Farbkopierer aus der Geburtsbescheinigung des Krankenhauses für sein bereits geborenes Kindes ein neues Schriftstück produziert und manipuliert. Damit ging er zum Standesamt, bekam die amtliche Geburtsurkunde. So kamen nach und nach Atah, Ercan und Ömer „zur Welt“. Erziehungsgeld kassierte er, Zuschüsse des Sozialamtes, bekam auch eine größere Wohnung.

Die „Geburt“ von Ömer stand aber unter keinem glücklichen Stern. Das Krankenhaus hatte seine Geburtsstation geschlossen, so dass die dortige „Entbindung“ vom 12. Dezember 2008 dem Standesamt auffiel. Die drei Jahre Haft, die Amtsrichterin Daniela Riedl verhängte, sind noch nicht rechtskräftig.

Die Nachricht beunruhigt. Möglicherweise sind die meisten Türken in Deutschland nur eine virtuelle Fata Morgana aus dem Farbkopierer? Und wer soll dann unsere Renten zahlen?

(Spürnase: Patrick)