TV-Talk: Sarrazin schlägt Wellen bis Österreich

Bei der ORF 2-Talksendung „Club 2“ ging es gestern zum Thema Sarrazin hoch her. Udo Ulfkotte antwortete auf die Frage nach der Lösung der Probleme, die man in ganz Europa mit muslimischen Migranten hat, klar und präzise: „Mein Vorschlag ist, ich sage es direkt: Statt Integrationsbeauftragten – denn Integration ist eine Bringschuld, man muss nicht erwarten, dass andere sie für einen finanzieren – sollte es Rückführungsbeauftragte geben. Für diejenigen, die sich nicht integrieren wollen“.

Da war Feuer unterm Dach. Der Publizist Robert Misik fragte polemisch:

„Mit den alten Eisenbahnen, die schon mal so gut funktioniert haben?“

Ulfkotte entgegnete:

„Sie unterstellen mir jetzt, ein Nazi zu sein. Ich möchte, dass diejenigen, die sich, egal ob in Österreich, den Niederlanden oder sonst wo, die sich in Europa nicht integrieren, die sich als resistent erweisen, die auffallen, die uns Probleme bescheren, diejenigen, die auch nicht die Staatsbürgerschaft haben, die möchte ich gerne in ihre Herkunftsländer zurückführen. Und zwar genau so, wie es diese Herkunftsländer auch machen. Beispielsweise Erdogan, der die christlichen Armenier zurückführen möchte. Wenn so etwas ein Deutscher sagt, ist er ein Nazi. Dem anderen klopft man auf die Schulter. Ich sage, ich möchte bestimmte Bevölkerungsgruppen hier nicht haben. Schluss aus. Wenn ich sie mir finanziell nicht leisten kann“.

Tarafa Baghajati von der „Initiative muslimischer ÖsterreicherInnnen“ entgleiste darauf:

„Das ist faschistisch! Wenn ein Politiker das sagen wird, dann habe ich Angst vor einem neuen Faschismus. Daher müssen wir sagen: Wehret den Anfängen“.

Ulfkotte:

„Dann ist Erdogan also ein Faschist?“

Udo Ulfkotte hat den Vorfall bereits in einem Artikel beschrieben. Dem ORF-Moderator Michael Köhlmeier wurde es nun zu aufregend und er beendete die turbulente Runde. Hier die gesamte Sendung:

Die Highlights der 90-minütigen Talkrunde:

7:29 Statement von Thilo Sarrazin über die Probleme mit muslimischen Migranten

8:48 Udo Ulfkotte: „In Österreich verändert sich etwas wie überall in Europa. Wollen wir diese Entwicklung?“

10:44 Tarafa Baghajati: „Sarrazins Buch ist ein Plagiat von Broders ‚Hurra, wir kapitulieren‘. Es ist ein Irrtum, dass Muslime ein Fremdteil der Gesellschaft sind. Sie sind ein Teil Europas und gleichberechtigte Bürger“.

14:21 Seyran Ates, Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin: „Diese Durchsagen am Frankfurter Flughafen zum Ramadan sind das falsche Signal. Gleichzeitig sollen Christen sich beim Weihnachten feiern zurücknehmen, um die Gefühle der Muslime nicht zu beleidigen.“

16:56 Hannelore Schuster, Bürgerinitiative Dammstraße: „Im 20. Bezirk Wiens hört man nur noch türkisch. Viele Einheimische ziehen weg, denn sie wollen nicht warten, bis sie türkisch reden müssen“

20:43 Robert Misik, Publizist: „Sarrazin sagte, Muslime hätten ein Dummheits-Gen. (…) Die Defizite von Migranten kommen nur aufgrund von verfehlter Bildungs- und Integrationspolitik“

28:10 Hannelore Schuster: „Wir werden auf der Straße angepöbelt“

31:50 Tarafa Baghajati: „Hören Sie auf, den politischen Islam immer an die Wand zu malen“

32:46 Udo Ulfkotte: „Überall in Europa, wo wir muslimische Migranten haben, gibt es Probleme. Beispiel Marxloh – das Wunder ist gescheitert. Polizisten trauen sich nicht mehr rein. In Berlin müssen Polizei und Sicherheitskräfte in Schwimmbäder“

37:17 Seyran Ates: „Es ist verdammt schwer, unter Muslimen islamkritisch zu diskutieren. Die sagen zu mir: Du bist eine schlechte Muslimin. Du gehörst getötet.“

49:09 Udo Ulfkotte: „Frau Ates, wie viele islamische Verbände standen auf Ihrer Seite, als sie bedroht wurden?“

49:23 Seyran Ates: „Keiner. Weil sie innerhalb ihrer Verbände eine andere Stimmung haben.“

51:32 Udo Ulfkotte: „Ich halte es weiterhin aufrecht, dass fast alle islamischen Verbände durch radikale Gruppen unterwandert sind. Ich bin fest überzeugt, dass sich viele dieser Gruppen auf die Muslimbruderschaft zurückführen lassen. Herr Baghajati hat aus meiner Erkenntnis engste Verbindungen zur Muslimbruderschaft.“

Tarafa Baghajati, dabei grinsend: “Welche Gemeinschaft? Welche Gesellschaft?

Udo Ulfkotte: „Und er unterstützt die Hamas.“

54:51 Robert Misik: „Es schaukelt sich hoch, und am Ende steht: Wir gegen die Moslems.“

59:52 Tarafa Baghajati: „Es ist gefährlich, was Ulfkotte sagt. Die Bildung eines Wir-Gefühls, um die Wirtschaftskrise zu überwinden. Auf dem Rücken der Minderheiten. Jetzt sind es die Muslime. Früher waren es die Juden. (..) In Ihrem Buch verbreiten Sie Unwahrheiten. Dass Betrug, Diebstahl, Schutzgelderpressung etc. von tiefgläubigen Muslimen als legitime Ausweitung der Djizya gesehen wird. Das ist völliger Unsinn.“

61:50 Udo Ulfkotte: „Wenn diese Dinge nicht stimmen würden, dann hätte ich hunderte Klagen wegen Volksverhetzung am Hals. Es ist alles mit Originalquellen belegt.“

62:32 Hannelore Schuster: „Was von den Medien alles gelogen wurde. Die ATIB (Die österreichische Version der DITIB, Anm. Autor) hat nichts mit Dialog angeboten, nichts gemacht. Wenn ich zu denen gehe und reden will, dann habe ich da einen Vorstand, der kein deutsch versteht, obwohl er seit 40 Jahren in Österreich ist.“

67:15 Seyran Ates: „Was in islamischen Verbänden passiert, ist oft nicht transparent. (..) Es gibt einen tiefen Nationalismus. Gepaart mit religiösem Fundamentalismus. Ich bin Türke. Und ich bin Moslem.“

71:22 Udo Ulfkotte: „Diskutieren wir doch über Rückführung! Ich würde gerne mal darüber reden, wie man die Probleme löst.“

Thomas Schmidinger, Politologe: „Reden Sie von Deportationen?“

Udo Ulfkotte: „Nein, ich rede nicht von Deportationen.“

76:20 Hannelore Schuster: „Die österreichische Regierung weiß nicht, was in den 68 ATIB-Moscheen passiert, was dort gepredigt wird. Die Imame predigen auf türkisch“

79:48 Robert Misik: „Wir müssen diesen religiösen Kulturkampf runterkochen, wir gegen die Moslems.“

83:00 Udo Ulfkotte mit der am Anfang des Artikels beschriebenen Ausführung über Rückführungsbeauftragte.

» MDR-Radio: Streitgespräch zwischen Gerhart Baum und Udo Ulfkotte zu Sarrazin
» LVZ: Islamkritiker Ulfkotte: Sarrazin hat Recht

(Text: Michael Stürzenberger / Videobearbeitung: TheAnti2005)