US-Karikaturistin muss Identität aufgeben

Am internationalen „Draw-Mohammed-Day“, dem 20. Mai, zeichneten Menschen auf der ganzen Welt den falschen Propheten Mohammed, um ein Zeichen gegen die Unterwerfung der westlich aufgeklärten Welt unter die steinzeitlichen Regeln des islamischen Terrors zu setzen. Auch zahlreiche PI-Leser beteiligten sich an der Protestaktion. Die Erfinderin der Aktion, eine amerikanische Künstlerin, musste jetzt auf Anraten der Behörden ihre Identität aufgeben und untertauchen.

Der Kurier berichtet:

Nach satirischen Zeichnungen des islamischen Propheten Mohammed ist eine Karikaturistin in Seattle auf Anraten der Polizei untergetaucht. Der Chefredakteur der Seattle Weekly, Mark Fefer, schrieb in der Ausgabe vom Mittwoch, der Comic von Molly Norris werde nicht länger erscheinen. Die US-Bundespolizei FBI habe Norris geraten, die Wohnung zu wechseln, ihren Namen zu ändern und ihre alte Identität auszulöschen. Grund sei ein religiöses Gutachten, das im Sommer veröffentlicht wurde.

„Sie ist praktisch in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden, allerdings, wie sie betont, ohne dass die Regierung die Rechnungen zahlt“, schrieb Fefer. Der jemenitisch-amerikanische Geistliche Anwar al-Awlaki hatte erklärt, Norris sei ein Hauptziel und verdiene das Höllenfeuer. Norris hatte in ihrem Cartoon Ende April den 20. Mai 2010 zum „Everybody Draw Mohammed Day“ erklärt, dem Tag, an dem jeder Mohammed zeichnen solle.

Sie schrieb später, sie habe mit dem Aufruf auf einen Streit um die Zeichentrickserie „South Park“ reagiert. Darin war Mohammed in einem Bärenkostüm dargestellt worden, woraufhin die Produzenten Drohungen erhalten hatten.

Große Schlagzeilen, die es noch in früheren Fällen wie Salman Rushdie oder Kurt Westergaard gegeben hatte, sollen offenbar vermieden werden. Was die Frage aufwirft, wieviele Menschen schon im Westen vor islamischen Morddrohungen versteckt leben müssen, ohne dass wir etwas darüber erfahren.

(Spürnase: Bernd von S.)