Duisburg: OB feiert 9/11 in illegaler Moschee

Duisburg: OB feiert 9/11 in illegaler MoscheeIn Duisburg-Rheinhausen gibt es eine Moschee, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Und zwar seit 30 Jahren. Solange jedenfalls gibt es jedenfalls den „Türkischen Kulturverein“ am Hochemmericher Markt 5. Bereits nach 28 Jahren, also im Jahr 2008, fiel es der Duisburger Stadtverwaltung auf, dass es hierfür auch noch nie eine Nutzungsgenehmigung gegeben hat.

Es wurde auch anscheinend noch nie eine beantragt. Geschehen ist seitdem bisher trotzdem nichts. Die Stadtverwaltung blieb untätig, „aus Unwissenheit“, wie sie versichert. Nun ist ja nicht erst seit der letzten Loveparade bekannt, dass die Duisburger Stadtverwaltung über so manche Dinge, die in ihrer Stadt passieren, etwas unzureichend informiert ist, allen voran Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Man könnte ihm ja zugute halten, dass er sich nun wirklich nicht um alle illegalen Hinterhofmoscheen in seiner Stadt persönlich kümmern kann.

Allerdings stellt sich nun heraus, dass OB Sauerland (Bildmitte), obwohl er von der Existenz der Moschee nichts wusste, dennoch am 11. September 2009 dort zu Besuch war, um dort an einer Siegesfeier einem Fastenbrechen zum Jahrestag der mohammedanischen 9/11-Anschläge von 2001 mit ca. 3000 Toten teilzunehmen.

Die WAZ berichtet heute:

Von der Moschee ohne Genehmigung will die Stadt Duisburg jahrelang nichts gewusst haben. Dabei besuchte OB Adolf Sauerland die Moschee am 11. September 2009. Das belegen Fotos auf der Internetseite des Türkischen Kulturvereins.

Die Stadt untersagt dem Türkischen Kulturverein Rheinhausen das Freitagsgebet. Der Gemeinde stehen alternativ drei Turnhallen zur Auswahl. Die angebliche Unbekanntheit der Moschee wird jetzt allerdings zur Posse: OB Sauerland war dort Gast beim Fastenbrechen.

Von der Moschee am Rheinhauser Marktplatz, die jahrelang ohne Genehmigung existierte, will die Stadt nichts gewusst haben, wie eine Sprecherin immer wieder beteuerte. Dem obersten Chef der Stadtverwaltung sind der Türkische Kulturverein Rheinhausen und seine Räumlichkeiten aber sehr wohl bestens bekannt. Denn am 11. September 2009 war Oberbürgermeister Adolf Sauerland beim Fastenbrechen zu Gast in den Räumen am Hochemmericher Markt 5…..Das belegen mehrere Fotos, die der Kulturverein auf seiner Internetseite veröffentlicht hat. Sauerland am Rednerpult, Sauerland mit Vereinsvertretern am Tisch vor der riesigen türkischen Flagge, Sauerland bei der Übergabe eines Gastgeschenkes.

Sicher hat der OB angesichts der zahlreichen Einladungen in diverse Moscheen solche Einzelheiten nicht mehr in Erinnerung. Das „Wunder von Marxloh“ hat da gewiss Vorrang. Auch wenn dort der Machtkampf innerhalb der steuergeld-teilfinanzierten Protzmoschee zu Gunsten der „Grauen Wölfe“ ausgegangen ist und nicht alle Moschee-Unterstützer turkfaschistische Antisemiten sind, wie Videos zeigen, so können sich die Duisburger Mohammedaner doch darauf verlassen, dass die Duisburger Polizei willfährig zu Diensten ist.

Kein Fluchtweg

Nun soll aber nach 30 Jahren Schluss damit sein, denn der Kulturverein erhält für das Freitagsgebet in dem Gebäude eine Nutzungsuntersagung. Und warum?

Die WAZ berichtet:

Bis zum heutigen Freitag sollte der Verein für einen zweiten Fluchtweg sorgen. Dafür hätte laut Stadt eine Außentreppe ausgereicht, die sich aus Gerüstbau-Elementen an der hinteren Fassade hätte aufbauen lassen. In den kommenden vier Wochen sollte der Verein dann einen Antrag samt Brandschutz-Konzept einreichen. Doch als sich die Mitarbeiter der Bauaufsicht am Donnerstag vor Ort umsahen, war von einer Treppe nichts zu sehen.

„Kein zweiter Fluchtweg, keine Genehmigung“, lautete am Donnerstag das Urteil des Stadtbaurats Jürgen Dressler.

Damit die armen Mohammedaner aber nun nicht auf die mehrfach erfolgreich erprobte Idee kommen, ihre Gebete demonstrativ auf der Straße zu verrichten und den Verkehr lahmzulegen, bot die Stadtverwaltung ihnen sogar die Nutzung von drei Turnhallen an. Ergebnis:

Bis Donnerstagnachmittag hatte sich aber niemand von dem Verein zu dem Angebot gemeldet. Die Versuche der Redaktion, einen Vertreter des Vorstands für eine Stellungnahme zu erreichen, blieben erfolglos.

Verbindungen zu den Grauen Wölfen

Dass auch diese illegale Moschee den faschistoiden „Grauen Wölfen“ nahestehen soll, verwundert nun niemanden mehr. Die WAZ berichtet weiter:

Abseits der baurechtlichen Nutzung des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses am Marktplatz finden sich auf der Internetseite des Kulturvereins aber fragwürdige Hinweise zur Ausrichtung der Gemeinde. Es gibt Verlinkungen zur MHP, der „Partei der Nationalistischen Bewegung“, und ihrer deutschen Organisation, der „Türkischen Föderation“.

Die MHP ist der politische Arm der Ülkücü-Bewegung, besser bekannt als die Grauen Wölfe. Zu Ehren deren verstorbenen Gründers und rechtsextremen Politikers Alparslan Türkes, dessen Biografie ebenfalls auf der Internetseite verlinkt ist, hatte der Kulturverein Mitte des Jahres ein Fußballturnier organisiert. Auf dem Vereinsbanner am Spielfeldrand sind neben dem türkischen Namen des Vereins („Türk Kültür Ocagi“) die Logos der MHP und der Grauen Wölfe zu finden.

Mit der Bewegung hat sich der NRW-Verfassungsschutz bereits eingehend beschäftigt. In einer Publikation heißt es, die Bewegung trage „zur Entstehung einer Parallelgesellschaft in Europa teil und stellt ein Hindernis für die Integration der türkischstämmigen Bevölkerung dar“.

Die Ausrichtung passt allerdings nicht zu den Aussagen der Rheinhauser Akteure, die Kontakt zu der Gemeinde haben. Die auf der Internetseite veröffentlichte und bebilderte Liste von Veranstaltungen zeigt zahlreiche Lokalpolitiker aller Parteien als Gäste. Sie beschreiben die Gemeinde als eher unauffällig und kooperativ, zudem gibt es enge Verbindungen zum Arbeitskreis Christen und Muslime.

Nun, dann sind wir aber beruhigt! Der steuergeldfinanzierte institutionalisierte Dialüg Dialog wird sich der Sache annehmen und alles wird gut. Und Adolf Sauerland darf weiterhin zum „9/11- Fastenbrechen“.