Islamexperte kritisiert Wulffs Islam-Äußerungen

Professor Gerd-Rüdiger PuinAls Islamkritiker und Teilnehmer der Integrationsdebatte ist man gewohnt, von Islamwissenschaftlern Apologetisches über den Islam zu hören. Daher ist es gerade angesichts der unsäglichen Naivität des Christian Wulff wohltuend, auch von Koranwissenschaftlern wie dem Saarbrücker Professor Gerd-Rüdiger Puin (Foto) eine klare Aussage zur wahren Natur der angeblichen Friedensreligion™ zu erhalten.

Er weiß, was eine solche Stellungnahme bedeuten kann. Schließlich weist der Hochschullehrer selbst auf die Gefahr hin, wie Sarrazin in die rechte Ecke gestellt zu werden. Weniger überraschend ist, dass der Spiegel die Ansichten zum Medien-Fall Sarrazin seinen Lesern verschweigt.

Zunächst macht Puin deutlich, dass – wer hätte das geahnt – der Islam ein politisches System ist, das spätestens dann implementiert wird, wenn die Muslime die Mehrheit haben. Doch auch die ungeheuerliche Ansicht für die Integrations- und Dialogindustrie, die muslimischen Verbände würden lügen sozial Erwünschtes von sich geben, diktiert der Koranwissenschaftler dem lesbar geschockten Redakteur in den Notizblock:

„Der Islam gehört zu Deutschland“ – was denken Sie über diesen Satz des Bundespräsidenten?

Puin: Naja, wenn der Bundespräsident das sagt, ist es jetzt eben amtlich. Doch das ist reines Wunschdenken. Vielmehr zeigt sich erneut, dass es heute unmöglich geworden ist, gegen diese Art von religiöser Vereinnahmung zu sein. Man glaubt, dass der Islam eine Religion ist. Doch er ist mehr.

Nämlich?

Puin: Der Islam wehrt sich programmatisch gegen die Trennung von Staat und Religion. Das führt dazu, dass uns Vertreter muslimischer Verbände pausenlos Dinge sagen müssen, die wir gerne von ihnen hören. Natürlich sagen die, wir erkennen eure Gesetze an und hacken keinem die Hand ab. Aber warum sagen sie das, wo es für sie doch „Gottesrecht“ ist? Weil es im Moment nicht praktikabel ist. Für deutsche Muslime gilt sozusagen ein Moratorium – bis Deutschland muslimisch ist.

Für einen gegenüber dem Islam Naiven wie Christian Wulff, der in diesem Sinne ein typischer Vertreter der deutschen Elite, aber keinesfalls der Präsident der Deutschen ist, die seine kenntnisfreie These zur Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland zu zwei Dritteln ablehnen, wäre es daher angebracht, sich Fachkenntnis anzueignen. Dazu reichte als erster Schritt das Lesen des Korans. Daneben dem Volk aufs Maul zu schauen, statt es zu belehren, dürfte ebenfalls nicht schaden.

Übertreiben Sie nicht?

Puin: Keineswegs. Das gibt es schon in Europa. Schauen Sie nach Bradford in England. Der Bürgermeister, ein Moslem, hat dort eine Art Mufti-Rat gebildet. Vor jeder Anordnung, die er rausgibt, fragt er die Gelehrten, ob sie mit islamischem Recht vereinbar ist.

Doch der Koranwissenschaftler meint, dass seine Kenntnisse auf taube Ohren stoßen werden. So verweist er auf die Sarrazin-„Debatte“ und die Gefahr, bei objektiver Darstellung der wahren Verhältnisse in der rechten Ecke zu landen. Trotz Unkenntnis hinsichtlich des im Islam gepredigten Hasses auf die Ungläubigen – euphemistisch und wohl als Schonung für den Leser gedacht als fehlende „nette Worte“ umschrieben – bezeichnet Puin als weltfremd. Aber dafür macht er deutlich, dass nach islamischer Lehre den Kuffar schon im Diesseits Ungemach droht, was der Koranwissenschaftler ganz islamophob als Drohung empfindet.

Ist es also eher gefährlich, den Muslimen offen die Hand zu reichen?

Puin: Die Kritik an Sarrazin hat gezeigt, dass es sinnlos ist, sich mit Argumenten auseinander zu setzen, die gewisse Defizite auf muslimischer Seite aufzeigen. Da ist man schnell in der rechten Ecke. Die ganze Debatte ist weltfremd, weil es keine kritische Haltung gegenüber dem Islam in Deutschland gibt. Der Hauptgrund dafür ist, dass keiner weiß, was überhaupt im Koran steht. Dort gibt es kein einziges nettes Wort über die „Ungläubigen“, aber 300 Verse, die ihnen das Schlimmste auf Erden und im Himmel androhen.

Sie empfinden den Islam als Bedrohung?

Puin: Nicht die Muslime, aber den Islam, ja. Mir kann doch niemand erzählen, dass ein Student wie der Attentäter von Hamburg, jemand aus der intellektuellen Elite, seine Taten aus Armut oder Frustration begeht. Vielmehr schaut er irgendwann in den Koran und denkt: Das ist eine Aufforderung an mich. Diese Leute sind bereit, sich in Hochhäuser zu stürzen – und zwar als Mittel des Kampfes gegen die Feinde Allahs.

Aber wollen Sie allen Moslems Bösartigkeit unterstellen?

Puin: Nein, um Gottes Willen. Es gibt Reformbewegungen, die erkennen nur Teile des islamischen Rechts an. Für diese Gruppen zählt nur der Koran und darin auch nur die Teile, die mit der Demokratie vereinbar sind.

Was erwarten Sie von den Muslimen in Deutschland?

Puin: Es ist Zeit, dass sich die Verbände von jenem Islam verabschieden, der das islamische Recht über das weltliche Gesetz stellt. Ich hoffe auch, dass sie ihre Glaubensbrüder in aller Welt missionarisch von der Friedfertigkeit des Islams überzeugen. Dann ist der Islam ein Teil Deutschlands.

Der Spiegel berichtet hingegen und verschweigt dabei die Aussagen Puins zur Debattenkultur in Deutschland, bei der dank solcher Medien wie dem Spiegel jeder zum Nazi erklärt wird, der kein Multikulti-Jünger ist. Das Hamburger Blatt sieht sich wohl selbst nicht so gerne in der Kritik, ist es doch schöner andere mit Dreck zu werfen. Dann wird Kritik an einem solchen Umgang im Nachrichtenmagazin Spiegel einfach ausgeblendet:

Der Saarbrücker Islamwissenschaftler Gerd-Rüdiger Puin warf Wulff Wunschdenken vor. „Die ganze Debatte ist weltfremd, weil es keine kritische Haltung gegenüber dem Islam in Deutschland gibt“, sagte Puin der „Saarbrücker Zeitung“. Im Koran stehe „kein einziges nettes Wort über die ‚Ungläubigen‘, aber 300 Verse, die ihnen das Schlimmste auf Erden und im Himmel androhen.“ Puin appellierte an die Verbände, sich von jenem Islam zu verabschieden, der das islamische Recht über das weltliche Gesetz stellt: „Dann ist der Islam ein Teil Deutschlands.“

Es bleibt abzuwarten, ob man mit solchen Ansichten nicht bald der Gegenstand der nächsten Jagdsaison von Spiegel, Süddeutsche und Co. wird. Schließlich wittert man bei den MSM immer einen Hauch von Sportpalast, wenn Bürger der Realitätsbeschreibung eines Sarrazin folgen und sich von Hütern der Politischen Korrektheit nicht an der Nase herumführen lassen wollen.