Offener Brief an die Deutschlandfunk-Redaktion

Geert Wilders bei seinem Berlin-Besuch am 2. Oktober zusammen mit René StadtkewitzSehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich habe schon lange nicht mehr einen Beitrag gehört und gelesen wie den von Dorothea Jung: Gefahr für die Gesellschaft. Die Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu. Meinungsmache. Naivität gepaart mit Aggressivität.

(Von Dr. Gudrun Eussner)

Von der Politideologie des Islam und seinen Funktionären keine Ahnung, keine Ahnung, welche Rolle die ewige Doktorandin des Zentrums für Antisemitismusforschung Yasemin Shooman spielt, keine Ahnung, in welche Strukturen der friedlichen Islamisierung Deutschlands Aiman Mazyek eingebunden ist. Und Naika Foroutan, wer ist sie im Geflecht der iranischen Politik? Selbstverständlich macht sich Dorothea Jung nicht die Mühe, eigene Recherchen anzustellen, sondern sie übernimmt wie alle Durchschnittsjournalisten der MSM die Agenturmeldungen, hübscht sie auf, und los geht´s mit der Diffamierung.

Was sagen die Muslime selbst über die Herrschaft des Islam? Welche horrenden Summen geben Saudi-Arabien und die Scheichtümer für die Islamisierung Europas und des gesamten Westens aus? Es sind zig Milliarden Dollar und Euro. In die Google-Suchmaschine „Islamization worldwide“ einzugeben, bringt 31 Ergebnisse, die man als Journalistin in kürzester Zeit auswerten kann. „Islamization of Europe“ ist von Google.de mit einer eigenen Rubrik bedacht, klick, und man erhält 217.000 Ergebnisse, aus denen man sich diejenigen aussuchen könnte, in denen die Muslimfunktionäre selbst die Notwendigkeit und die Allah-Gefälligkeit äußern: Gaddafi calls for the Islamization of Europe. Gaddafi fordert die Islamisierung Europas. Für „Islam will rule the world“ gibt´s 128.000 Ergebnisse, Mahmud Ahmadinejad, Hamas, Harun Yahya usw. usw.

Wofür beziehen Ihre Mitarbeiter Gehalt – und zahlen wir GEZ-Gebühren?

Geert Wilders „muss sich verantworten wegen Diskriminierung und Volksverhetzung“. Wer der deutschen Sprache mächtig ist, liest daraus, dass die Anklagepunkte zutreffen; denn man verantwortet sich für etwas, das man begangen hat. Von „im Zweifel für den Angeklagten“ ist keine Rede, deutsche Rechtsnormen werden vom Deutschlandradio mal eben aufgehoben. Es hätte heißen müssen: Geert Wilders ist der Diskriminierung und der Volksverhetzung angeklagt. Schon am 4. Oktober gibt´s einen Beitrag von Kerstin Schweighöfer: Geert Wilders vor Gericht – ob der Rechtspopulist tatsächlich verurteilt wird, ist unklar. Auch diese Journalistin vorverurteilt den Angeklagten, auch sie meint: Nun muss sich der Rechtspopulist vor Gericht verantworten – wegen Diskriminierung und Volksverhetzung.

Nein, die Damen, die besser Vollzeithausfrauen geworden wären, er muss sich nicht verantworten, und es herrscht außer europaweiter Empörung bei Konkurrenten der Politik und in den gleichgeschalteten MSM eine nie dagewesene Zustimmung, bei Jung und Alt, lässig und korrekt, betucht und Hartz IV, gebildet und schlicht. Sie bräuchten nur die Kommentare zu den zahlreichen Versuchen der deutschen MSM zu lesen, Thilo Sarrazin und Geert Wilders zu diskreditieren, persönlich zu beleidigen, oder die Umfrageergebnisse in der BILD auszuwerten.

– Würden Sie eine Sarrazin-Partei wählen? – Ja, denn Sarrazins Thesen haben mich überzeugt: 87%
– Hat der Bundespräsident Recht? Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? – Nein. Wir sind ein Land mit christlicher Kultur. Muslime müssen sich dieser besser anpassen: 83%

Was PI angeht, so hat die Site nicht durchschnittlich 30.000 Zugriffe, sondern keinen Tag weniger als 55.000, man kann es täglich oben links auf der Site verfolgen, aber Zahlen sind ja unwesentlich, wie Naika Foroutan attestiert wird. Wie alle Durchschnittsjournalisten macht sich Dorothea Jung über die Kommentare auf PI her, und sie findet doch tatsächlich einige, die wirklich unter aller Kritik sind. Vielleicht kommt das daher, dass die PI-Macher ehrenamtlich arbeiten und nicht wie die GEZ-Gebühren-finanzierten Rundfunk- und Fernsehanstalten ein Heer von Zensoren in Lohn und Brot halten, die umgehend alles löschen, was auch nur ansatzweise über den Rand der PC schaut? Was übrigens Christian Wulff angeht, der ist nicht, wie der Kommentator meint, „scheinbar“, sondern er ist anscheinend inkompetent, und man sollte ihn in der Tat nach Niedersachsen ausweisen. Ich fürchte aber, dass Dorothea Jung die Ironie meiner Einlassung ebensowenig versteht wie die des PI-Kommentators – oder unterstellt sie, dass dieser nicht weiß, dass ein Deutscher nicht aus Deutschland ausgewiesen werden kann?

Es ist alles möglich, Kollegin Tina Hassel unterstellt den Republikanern der USA, sie wüssten nicht, dass Hawaii ein Bundesstaat der USA ist.

Zum Schluss noch eine interessante Beobachtung zur Glaubwürdigkeit der Dorothea Jung. Blogger Milkman bezeichnet sie als Wendehals, wozu er zwei Artikel auf seine Site stellt. Der eine handelt von Politically Incorrect (PI) und dem Islamhasser Stefan Herre, dem selbsternannten Verteidiger der Freiheit. Sie zitiert ihn: „Für mich ist der Islam keine Religion, sondern eine Gewalt-Ideologie und dementsprechend muss man ihn auch behandeln und nicht unter dem Etikett der Religion.“ Auch in diesem Beitrag ist ihr ein Kommentar gelegen, der PI mit einem Streich diskreditiert, weil da jemand die Messer weiter wetzt. Ja, liebe Redakteure, es ist Horror-Zeit: Warte, warte nur ein Weilchen! … Den Rest, den schmeißt er weg! Befürchten Sie, dass Sie das sein könnten? So wird das nicht geregelt, MSM wie das Ihre landen einfach auf dem Altpapierhaufen der Geschichte oder zerschellen in der Brandung der Ätherwellen, wo sie sich mit Kollegen Ihresgleichen wiederfinden werden.

Im anderen Artikel tritt Dorothea Jung als Kämpferin gegen den Antisemitismus auf, den sie doch tatsächlich bei jungen Muslimen antrifft. Das hören und lesen Yasemin Shooman, Aiman Mazyek und der Rechtsprofessor Mathias Rohe aber gar nicht gern, verstehen sie sich doch als Überbringer der guten Nachricht: „Islam ist Frieden!“

Um es vorweg zu sagen: Judenfeindschaft kommt in der Bundesrepublik nicht nur bei Migranten vor. Sie ist in allen gesellschaftlichen Gruppierungen vorhanden. Aber unter jungen Muslimen ist sie – nach einer Studie des Bundesinnenministeriums – doppelt so hoch wie bei anderen Migranten. Und überdies dreimal so hoch wie bei einheimischen deutschen Jugendlichen. Der Antisemitismus in muslimisch sozialisierten Milieus ist ein ernsthaftes Problem.

Dass diese Entwicklung bei rational denkenden Bürgern zur Islamfeindschaft führen muss, geht Ihrer Mitarbeiterin nicht auf? Sie kommt nicht darauf, dass sich Bürger über den Islam informieren, nicht nur den Koran lesen, sondern auch die Äußerungen und Handlungen der muslimischen Eroberer einschätzen, wie diese beispielsweise die Christen, vor allem aber die Juden sehen?

Ich fasse zwanzig Antworten des Scheichs ´Atiyyah Saqr, des früheren Vorsitzenden des Al-Azhar Fatwa-Komitees auf die Frage eines Muslims, „Lieber Scheich! As-Salam ´Alaykum. Was sind nach dem Koran die Charakteristika und Haupteigenschaften der Juden?“ zusammen. Es äußert sich hier die herrschende Lehrmeinung, auf IslamOnline, der Website des Scheichs Yusuf al-Qaradhawi. In Klammern sind die Suren aufgeführt, auf die sich die offizielle Meinung stützt. Seit März 2004 habe ich den Link mehrfach aufgerufen, inzwischen hat es sich Scheich Yusuf al-Qaradhawi anders überlegt und die englische Übersetzung der Einschätzungen vom Netz genommen. Jihad Watch aber hat sie archiviert:

1. Beleidigung Allahs und Zuordnung von Dingen, die Allah nicht gesagt hat, wissentliche Falschaussagen darüber, was Allah gesagt hat (Sure 3:75; 5:64);
2. sie lieben es, Lügen zuzuhören (5:41);
3. sie gehorchen Allah nicht und führen seine Befehle nicht aus, sie haben seinen Bund gebrochen (5:13);
4. sie disputieren und streiten, sie bestreiten das Königtum Sauls, weil er nicht reich genug ist (2:247);
5. sie halten die Wahrheit zurück und führen in die Irre, in dem sie etwas der Heiligen Schrift zuordnen, was nicht darin ist (3:78);
6. sie rebellieren gegen die Propheten und lehnen deren Führung ab (2:55);
7. Heuchelei. Sie tun nur so, als wenn sie mit den Gläubigen wären, dabei gehen sie zu ihren Teufeln (2:44);
8. sie ziehen ihre eigenen Interessen den Regeln der Religion und dem Diktat der Wahrheit vor (2:87);
9. sie wünschen Leuten Schlechtes und versuchen, sie in die Irre zu leiten (2:105);
10. sie fühlen Schmerz, wenn es anderen gutgeht und freuen sich, wenn andere in eine Katastrophe geraten sind (2:120);
11. sie sind bekannt für ihre Arroganz und Hochnäsigkeit. Sie beanspruchen, die geliebten Söhne Allahs zu sein (5:18);
12. Nützlichkeitsdenken und Opportunismus gehören zu ihren angeborenen Wesenszügen (4:161);
13. ihre Unhöflichkeit und unsittliche Rede sind jenseits jeder Beschreibung: „Wir hören und gehorchen nicht,“ sagen sie (4:46);
14. es ist leicht für sie, Menschen zu erschlagen und Unschuldige zu töten, nichts ist ihren Herzen wertvoller, als Blut zu vergießen und zu morden (2:61, 2:96);
15. sie sind gnaden- und herzlos (2:74);
16. sie halten niemals ihre Versprechungen oder handeln gemäß ihrer Worte (2:100);
17. sie eilen zu den Sünden und konkurrieren in Übertretungen (5:79);
18. Feigheit und die Liebe für dieses weltliche Leben sind ihre unbestreitbaren Wesenszüge (59:13, 2:96);
19. Geiz ist tief in ihren Herzen (4:53);
20. Göttliche Offenbarung und Allahs Heilige Bücher zu verfälschen (2:79).

Die negativen Stereotypen der Juden im Koran führen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts direkt zur Ablehnung der Ansiedlung der Juden in Palästina und in den arabisch-israelischen Konflikt. Das aber ist wieder ein anderes Thema, und ich möchte nicht Gefahr laufen, dass Sie das auch wieder einmal so und einmal anders verdrehen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mögen sich lieber um Themen kümmern, denen sie gewachsen sind.

Mit freundlichen Grüßen!

Dr. Gudrun Eussner, Perpignan
8. Oktober 2010

(Foto oben: Geert Wilders bei seinem Berlin-Besuch am 2. Oktober zusammen mit René Stadtkewitz)