Gnadenlos dem Andersdenkenden gegenüber

Alice Schwarzer gegen Kristina SchröderIn einem lesenswerten Kommentar zur Kritik von Alice Schwarzer an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder greift die Autorin Andrea Seibel das auf, was Schwarzer als ein Attribut der Linken in unappetitlicher Weise gezeigt hat: Das hässliche Gesicht der Unduldsamkeit.

Was Seibel in ihrem Beitrag zur Debatte aber übersieht, ist eines der Grundmotive für linken Hass. Der wird immer dann wachgerufen, wenn ein potentielles Opfer, in diesem Fall eine nach dem eigenen Weltbild doch eigentlich unterdrückte Frau, deutlich macht, dass sie keiner Hilfe bedarf. Es geht hier also nicht allein um Unduldsamkeit, sondern um das Gefühl der Zurückweisung.

Und so hält Alice Schwarzer Kristina Schröder wohl hauptsächlich deswegen für das Amt ungeeignet, weil diese so schrecklich undankbar ist und darüber hinaus auch noch die Familie als Weg zu einem erfüllten Leben sieht.

Auszug:

Es ist peinlich. Nicht das rührende Interview mit Kristina Schröder, der Frauen- und Familienministerin, in dem sie sich zu Ehe und Kindern bekennt, den Jungs in der frühkindlichen Erziehung helfen will und überhaupt frank und frei daherredet. Nein, es ist peinlich, mit welcher Gemeinheit Alice Schwarzer auf dieses Interview der jungen Frau im „Spiegel“ reagiert. Peinlich ist dies, weil es die deutsche Hässlichkeit widerspiegelt, sei es bei Gorleben, Stuttgart21 oder eben dem Feminismus: diese Ausschließlichkeit, dieser tödliche Ernst, diese Gnadenlosigkeit dem Andersdenkenden gegenüber.

Man ahnt, dass es früher, in den Hochzeiten des „Geschlechterkampfes“, noch viel schlimmer zugegangen ist. All die Männerverachtung, die in der Unterstellung gipfelte, jeder Mann sei ein Vergewaltiger, Heterosexualität sei „Penetration“. Und dann diese Überhöhung lesbischer Selbsterfahrung! Man muss schon über Riesenschatten springen, um darin Sinn zu entdecken wie etwa im Kampf der Suffragetten für das Frauenwahlrecht. In anderen Ländern wollten die Frauen auch Gleichheit und Partizipation, sie strebten pragmatisch in die Mitte. Und machten nicht solche Fisimatenten und Spagutzen. In Deutschland gab man sich separatistisch und männerverachtend. Mehr…




Elitestudentin wird Gotteskriegerin

Das Mantra, gemäß dem durch Bildung alle Integrationsprobleme gelöst werden könnten, war nie mehr als nur ein politischer Slogan, der immer an der Realität der Mohammed Attas zerschellte. Die Reihe der gut bis hervorragend gebildeten gläubigen Muslime, die Ungläubige zum Gefallen Allahs und aufgrund seinem Paradiesversprechen ermorden und ihren eigenen Shahid-Tod anstreben, wurde jetzt durch die Britin Roshanara Choudhry (Foto) fortgesetzt. Ihren Dschihad weg von der westlichen Bildung hin zu einer Messerattacke auf einen Abgeordneten beschreibt DIE WELT in einem Artikel.




Merkel: „Migration als Bereicherung empfinden“

Wenige Tage vor dem 23. Parteitag der CDU in Karlsruhe hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer „Virtuellen Regionalkonferenz“ zu zehn Fragen von CDU-Mitgliedern geäußert. Vor allem das Thema Integration brannte den Mitgliedern sehr unter den Nägeln.

Frage: Warum erwarten Sie von uns Deutschen stets große Bemühungen um die Integration? Wir müssen uns nicht integrieren. Wir sind hier im christlichen Abendland zuhause!

Merkel: Also erst einmal müssen die, die zu uns kommen, also die Migranten, den Willen haben, sich zu integrieren, das ist auch, was wir immer wieder sagen. Deshalb machen wir die Integrationsgipfel, deshalb habe ich die Integrationsbeauftragte ins Kanzleramt geholt. Deshalb sprechen wir ganz offen die Themen an, wenn Menschen keine richtige Bereitschaft haben, deutsch zu lernen. Wir werden jetzt die Sanktionen verschärfen, wenn es darum geht, dass diejenigen, die Arbeitslosengeld II bekommen, einen Integrationskurs nicht besuchen. Da hat man bis jetzt nicht darauf geachtet. Da muss jetzt das durchgeführt werden, was schon im Gesetz steht. Also fördern auf der einen Seite, aber auch fordern.

Aber richtig ist auch, Integration kann nur gelingen, wenn auch die Deutschen einen offenen Blick, ein offenes Herz haben für diejenigen, die zu uns gekommen sind, und für diejenigen, die sich Mühe geben. Die Menschen nicht schräg angucken, sondern sie auch fragen nach ihren kulturellen Hintergründen, und deshalb ist es natürlich auch immer so, dass Integration ein Land verändert. Wir haben das erlebt – am Anfang des 20. Jahrhunderts sind viele Polen nach Deutschland ins Ruhrgebiet gekommen. Das hat natürlich das Ruhrgebiet verändert. In den vergangenen Jahrhunderten sind Hugenotten aus Frankreich hierher gekommen. Das hat natürlich Deutschland verändert. Und insofern muss die deutsche Bevölkerung auch die Bereitschaft haben, Integration als Bereicherung und nicht nur als eine Last zu empfinden.

Wenn man jetzt unsere virtuelle Regionalkonferenz rückkoppelt mit den echten „Regionalkonferenzen“, die Sie vor Ort erlebt haben: Integration ist ein wichtiges Thema. Haben Sie das auch so erlebt?

Merkel: Ja, ich hab es erlebt. Es war sehr interessant. Es gibt eine große Ängstlichkeit. Ob wir eigentlich stark genug sind, die Integration zu schaffen, und da habe ich immer wieder daran erinnert, wir sind doch Mitglieder der CDU. Wir haben das C in unserem Namen. Wir müssen doch wieder fröhlich und selbstbewusst über das Christliche sprechen, das, was unsere Kultur auch geprägt hat in ganz entscheidender Weise, und viele haben auch ein bisschen Sorgen gehabt, ob wir vielleicht zuviel Muslime im Lande haben – und wenn ich dann gesagt habe, lasst uns doch erst mal selbst selbstlos sein und dann auf die anderen zugehen, dann war das doch schon etwas, glaube ich, was die Menschen doch sehr auch aufgenommen haben.

Zweiter Punkt war: die Sprache lernen, das ist vollkommen klar. Zu unseren Werten stehen – aber es war ein Thema und es kamen interessanterweise auch viele Immigranten, die auch ihre Fragen gestellt haben, zum Teil sehr gut integrierte, an eine Türkin, erinnere ich mich, oder türkischstämmige junge Frau, die gesagt hat: Wieso darf ich nicht in einem katholischen Kindergarten. Da habe ich mein Praktikum gemacht. Da hat’s mir gut gefallen. Dann habe ich gesagt: Na ja, weil hier doch eine Religionsprägung da ist. Und da haben wir darüber gesprochen. Also die Regionalkonferenzen hatten dieses Thema sehr stark.

Und so geht es auch bei der virtuellen hier entsprechend weiter. Es geht jetzt um das Buch von Thilo Sarrazin. Ralf Schäfer aus Buchen findet, dass die CDU sich positiv hervorheben würde, wenn endlich mal die Dinge beim Namen genannt würden.

Merkel: Ich glaube, dass wir die Dinge beim Namen nennen, aber von Politikern werden vor allen Dingen doch auch Lösungsvorschläge erwartet. Und ich finde den Lösungsvorschlag zum Beispiel von Herrn Sarrazin, dass wir jetzt jungen Akademikerinnen unter 30, die deutschstämmig sind und einen hohen IQ haben nur eine Prämie geben sollen, wenn sie ein Kind bekommen, und anderen nicht, das finde ich keinen weiterführenden Vorschlag. Und deshalb glaube ich, Situation beschreiben, ist das eine, aber auf der anderen Seite müssen wir Lösungen finden.

Video: Merkels Antworten zu den Integrationsfragen (4 min):

Und das vollständige Interview (17 min):

(Mithilfe: Gaby)




Journalist: Medien unterdrücken Wahrheit

Der Tagespiegel-Redakteur Harald Schumann wurde aufgrund seiner Berichterstattung zur Finanzkrise am 03. November mit dem Journalistenpreis „Der lange Atem“ 2010 ausgezeichnet. In seiner anlässlich der Preisverleihung gehaltenen Dankesrede kritisierte er seine Zunft für die dort nicht gegebene Pressefreiheit innerhalb der Redaktionen.

(Von Robert Markus)

Der Journalist verwies dabei unter anderem auf seine Zeit beim Spiegel als dort die privaten Interessen des Chefredaktuers die publizistischen Entscheidungen bestimmten. Doch das war nicht die einzige Kritik Schumanns, die er in einem Interview mit dem Inforadio des rbb wiederholte.

Schumann beschreibt in dem Interview mit dem (bis 4 Min. 18 Sek.) Inforadio des rbb wie ein von ihm geschriebener Artikel zur Windkraft unterdrückt und durch einen solchen mit falschen Fakten, Zitaten und Fotos zusammengestellter Propaganda-Artikel im Sinne des Stefan Aust, der durch entsprechende Windräder in Stade seine dortige Pferdezucht beeinträchtigt sah, ins Blatt genommen wurde.

Hier das Interview:

Diese speziellen Vorwürfe sind schon länger bekannt, wurden jedoch bislang im Konjunktiv formuliert, zumindest was den Wikipedia-Eintrag zu Aust betrifft. Dort heißt es unter Berufung auf zwei Quellen (hier und, weniger im Konjunktiv hier):

Kritiker hatten Aust schon länger vorgeworfen, seine Arbeit als Chefredakteur mit privaten Interessen zu verquicken. So wurden Vorwürfe laut, er stehe hinter der besonders negativen Berichterstattung des Spiegel über die Stromerzeugung durch Windkraft, da Windkraftanlagen Austs eigene Pferdezucht bedroht hätten. Hintergrund ist, dass Aust einen Artikel der RedakteureHarald Schumann und Gerd Rosenkranz abgelehnt hatte, in dem über die Windenergie vergleichsweise positiv berichtet wurde. Kurze Zeit später veröffentlichte der Spiegel eine Titelgeschichte, in der die Windenergie vernichtend kritisiert wurde („Der Windmühlen-Wahn“, Spiegel 14/2004). Schumann soll Berichten zufolge von „Desinformation“ und „Propaganda“ gesprochen und aus diesem Grund seine Kündigung eingereicht haben.

Doch bezieht sich die Kritik von Schumann bei weitem nicht nur auf Aust und dem von diesem herbeigeführtem Antiwindkraftartikel im Spiegel, sondern auf die Branche an sich. Schumann, der beim Spiegel in Zusammenhang mit dem Artikel zur Windkraft kündigte, weist auf die generelle Ausrichtung der Presse an den Wünschen, politischen Ausrichtungen und den (nicht offengelegten) wirtschaftlichen Interessen der Chefredaktionen hin. Das ist zwar letztlich wie die Nachricht von dem einen Mann beißenden Hund. Wenn aber dies ein Journalist darlegt, nimmt es dann allerdings die Qualität der Nachricht an, laut der der Mann den Hund gebissen hat. Es sei gang und gäbe, so der Journalist, dass Redakteuren das Denken vorgeschrieben werde.

Die Berichterstattung entlang gemachter Vorgaben betreffe, so Schummann, im ungeminderten Maße auch die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Ungesagt – wobei auch jedem ohnehin bewusst – bleibt in dem Interview, dass diese allerdings durch eine von allen zu erbringenden Zwangsabgabe finanziert wird, die es dem „Kunden“ unmöglich macht durch Verzicht diese Medien zu strafen. Er hat keine ander Wahl als die, Propaganda einiger weniger gegen die Interessen der Gebührenzahler zu ermöglichen.

Schumann empfiehlt seinen Kollegen sich ein Ventil zu suchen, um so ihre Geschichten doch noch, wenn auch nicht im eigenen Blatt, zu veröffentlichen. Dem kann man sich insbesondere von hier aus nur anschließen.

Man muss dem politisch eher links stehenden Journalismus-Preisträger Schumann nicht in seinen jeweiligen Sichtweisen zustimmen, auch nicht zur Windkraft. Es drängt sich in Deutschland auch der Eindruck, die Linke als politische Ausrichtung käme in Deutschland nicht umfassend zu Wort, nicht unbedingt auf. Darauf kommt es in diesem Zusammenhang aber auch nicht an. Bedeutsam ist zunächst nur, dass Schumann ein Journalist ist, der sich dem verpflichtet fühlt, was er als die Wahrheit empfindet.

Bedeutsam ist vielmehr, was die berichten, die keine Schumachers sind und die das äußern, was man von ihnen hören will.




Nachlese zum Sarrazin-Auftritt in Pforzheim

Sarrazin in PforzheimEin Freund rief mich im September an und sagte: “Heute steht in der Zeitung, dass der Sarrazin am 8. November zu einer Buchlesung nach Pforzheim kommt. Soll ich dir heute noch eine Karte besorgen?” Zum Glück hat er noch am gleichen Tag die Eintrittskarten besorgt. Ein paar Tage später waren die Karten restlos ausverkauft. So groß war der Andrang der Pforzheimer Bevölkerung.

(Von Redschift)

Als begeisterter PI-Leser und bekennender “Sarraziner” fieberte ich dem Auftritt von Herrn Dr. Sarrazin in den letzten Monaten entgegen. Hatte Sarrazin es doch gewagt, das dumme Gutmenschen-Tabu der kulturellen Bereichung durch islamische Zuwanderung anzusprechen. Die Gutmenschen haben geschäumt vor Empörung, dass ihr Dogma in Frage gestellt wurde. Aber diese links-grünen Multi-Kulti-Befürworter und Islamversteher haben nicht damit gerechnet, dass die überwältigende Mehrheit der einheimischen Bevölkerung Sarrazin Recht gibt und hinter ihm steht.

So ging ich voller Erwartungen und mit Freude am Montag-Abend zu dieser Veranstaltung.

Man muss wissen, Pforzheim ist eine kleine Großstadt mit ca. 100.000 Einwohnern am Rande des Schwarzwaldes in Baden-Württemberg und wurde von den Römern als „Tor zu Germanien“ bezeichnet. Aus dem lateinischen Portus (=Tor) wurde der heutige Name Pforzheim. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde Pforzheim bei einem alliierten Luftangriff weitgehend zerstört und in meinen Augen als hässlichste Stadt Deutschlands wieder aufgebaut.

Sarrazin in PforzheimAber Pforzheim hat noch eine andere Brisanz. Über 70 Prozent aller unter Dreijährigen in Pforzheim haben einen Migrationshintergrund, zum größten Teil einen muslimischen. Die ehemalige stadtprägende Gold- und Schmuckindustrie ist zwischenzeitlich aus Pforzheim verschwunden und die Politiker der etablierten Parteien haben das Geld der Stadt an der Börse verspekuliert und verzockt und die Stadt ruiniert. Pforzheim hat heute so um die eine Milliarde Schulden und selbst die Zinszahlungen sind größer als die Einnahmen der Stadt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat vor kurzem überlegt, einen bestellten (Konkurs?)-Verwalter für Pforzheim zu stellen.

Das bedeutet: Pforzheim ist absolut pleite und hat fertig.

Die Politiker von Pforzheim haben sich aber immer sehr islamfreundlich gezeigt. An der Haupteinfallstraße dominiert eine Protz-Moschee mit Minarett. Damit auch gleich jeder Besucher von Pforzheim mit eigenen Auges sieht, wo die Reise hingeht. Die Innenstadt verslamt und es gibt fast nur noch Billigläden für Moslems und Hartz IV-Empfänger. Die Migrantenkriminalität und Migrantengewalt explodiert. Handtaschenraube und Übergriffe durch Südländer sind seit ein paar Jahren an der Tagesordnung. Die Straßen strotzen nur noch von Schlaglöchern und viele Deutsche haben in den letzten Jahren dieser untergehenden Stadt den Rücken gekehrt.

Sarrazin in Pforzheim

Aber zurück zum Sarrazin-Abend: Am Eingang des Pforzheimer Forums standen natürlich ca. zehn linke Gegendemonstranten. Sie erklärten mir ohne Umschweif: “Sarrazin ist ein Rassist, weil er den Islam kritisiert!” Ich schaute mir die Typen genauer an. Es waren verwahrlost aussehende Jugendliche der Jugendorganisation der Linkspartei, „Linksjungend ’solid“. Meinen Einwand, dass der Islam keine Rasse sei, sondern eine Religion, ließen sie nicht gelten. Sie meinten wortwörtlich: “Sarrazin ist ein Rassist, weil er Burkaträgerinnen in Deutschland ausgrenzen will. Er ist deshalb gegen die Verfassung und gegen die Menschenrechte!” Da ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe dagegen gehalten, dass sie doch gefälligst auch mal für die Menschenrechte einer moslemischen Frau demonstrieren sollen, die gezwungen wird, eine Burka zu tragen. Er antwortete nur: “Die moslemischen Frauen tragen alle freiwillig eine Burka!”

Damit war für mich die Diskussion beendet. Allerdings muss ich fairerweise zugeben, dass die Jugendlichen alle sehr friedlich waren. Es standen zwar ein paar Polizisten in Uniform herum, aber die faschistische Antifa in ihren schwarzen Klamotten fehlte total. Die waren wahrscheinlich an diesem Tag alle in Gorleben, um Randale zu machen.

Sarrazin in Pforzheim

Das Publikum im Saal war solides Pforzheimer Bürgertum. Vorne in der ersten Reihe saßen der neue Oberbürgermeister, Gert Hager (SPD), und daneben die Pforzheimer Prominenz.

Der Veranstalter der Lesung war die Pforzheimer Zeitung. Diese Zeitung ist bekannt und berüchtigt für ihre extreme Islamfreundlichkeit, ihre extreme politische Korrektheit und ihre unerfreuliche Zensur islamkritischer Kommentare und Leserbriefe!

Um so erstaunter war ich, als der Besitzer der Pforzheimer Zeitung, Jakob Esslinger, am Anfang eine bemerkenswerte Rede hielt. Er sagte zu meiner Verwunderung wortwörtlich:

“Es sollte in diesem Staat einiges auf den Prüfstand gestellt werden. Das kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Anhänger der ‚Politischen Correctness‘ eine ernsthafte Diskussion nicht schon abwürgen, bevor sie begonnen hat. Doch viele Fakten stützen Sarrazins Thesen zur Zuwanderungsproblematik. Und in weiten Kreisen der Bevölkerung vernimmt man mit Sorge, dass wir uns keine Mühe geben, zum Kern der Probleme vorzudringen. Weil die Fakten tabuisiert worden sind.”

Ich stand da mit offenem Mund uns staunte. Hat da mal wieder einer heimlich PI gelesen? Des Weiteren sagte Elsässer folgende beeindruckende Worte:

“Mir fehlt ein wenig das Verständnis, dass es beim Auftritt eines Buchautors in einem freiheitlichen Land wie das unsere, so viel Aufwand von Personenschutz und Polizei bedarf.”

Danke, Herr Elsässer, für diese Worte. Aber genau das ist die kulturelle Bereicherung des Islam für unser noch freiheitliches Land. Und genau das vergessen unsere Gutmenschen immer wieder, dass sie mit ihrer Unterstützung für den Islam ihre eigene Freiheit abschaffen.

Sarrazin in Pforzheim

Dann kam Herr Dr. Sarrazin. Das Publikum war fast geschlossen auf seiner Seite. Sarrazin referierte auf seine eigene Weise über seine These: Deutschland schafft sich ab. Der Vortrag war nicht langweilig, aber auch nicht besonders aufregend. Sarrazin hat ganz ruhig und unaufgeregt, wie es seine Art ist, nicht widerlegbare Fakten vorgelegt. Und es ging auch erstaunlicherweise kaum um Ausländer. Nur ganz zum Schluss ist er auf die Problematik islamischer Einwanderung und Integrationsverweigerung eingegangen.

Wer will kann und sollte sich den Vortrag von Sarrazin noch einmal selber ansehen:

Teil 1:

Teil 2:

Interessant war dann wieder die Fragerunde (Video Teil 2 ab 60. Minute). Natürlich durfte die geifernde Muslima nicht fehlen (Video ab 40. Minute), die Sarrazin einen „Hetzer“ nannte, woraufhin das Publikum sie laut ausbuhte. Immerhin hatte sie vorher ihr Kopftuch ausgezogen. Sarrazin meinte darauf ganz trocken:

“Ich bin der Meinung, dass die Wahrheit noch nie geschadet hat!” (Großer Beifall des Publikums!)

Es war ein hochinteressanter Abend. Sarrazin war auf seine unaufgeregte Art wieder mal einzigartig. Wir sollten Sarrazin unendlich dankbar sein, dass er das Dogma der Gutmenschen ad absurdum geführt hat, dass Islam eine Bereicherung darstelle. Jeder, der noch eine Karte für seine weiteren Auftritte hat, sollte diese hüten. Wer weiß, wie lange der Personenschutz noch die Sicherheit für Sarrazin gewährleisten kann. Es war ein unvergesslicher Abend. Schade nur, dass Sarrazin nicht den Politikern in den Hintern tritt und eine eigene Partei gründet. Er würde die Parteienlandschaft in Deutschland aufmischen.

Sarrazin in PforzheimWeitere Stationen der Sarrazin-Lesereise:

» 11.11.2010: Wilhelmshöhe Menden
» 15.11.2010: Dortmund
» 25.11.2010: Görlitz
» 30.11.2010: Sindelfingen (2 x)
» 09.12.2010: Chemnitz
» 13.01.2011: Dresden
» 03.05.2011: Herten




Obama: „USA nicht auf Kriegsfuß mit dem Islam“

Barack Hussein und Michelle Obama beim Besuch einer der größten Moscheen Südostasiens, der Istiqlal-Moschee(Quelle: BILD.de)




Muslime demonstrieren gegen Gedenkfeier

M.A.CMorgen, am 11. November, gedenkt Großbritannien mit den Staaten des Commonwealth in einer Schweigeminute der zivilen und militärischen Kriegsopfer. Diese Tradition besteht schon seit über 100 Jahren ungestört, doch dem wollen britische Muslime jetzt ein Ende bereiten. Sie wollen am „Remembrance Day“ gegen den westlichen Imperialismus, gegen die Demokratie und gegen „menschen-gemachtes Recht“ demonstrieren.

Organisiert wird die Protestveranstaltung von den „Muslimen gegen Kreuzzüge“ mit dem Aufruf:

„Die muslimische Ummah ist eine Ummah. Unser Land ist eins. Unser Frieden ist einer. Unser Krieg ist einer. Jeder von euch, kann die Ummah repräsentieren.“

Werbe-Video zur Demonstration:




USA: Oklahoma stoppt Schariaverbot


Oklahoma hat ein Schariaverbot vorerst gestoppt. Ein Land, das jedes Foltern von Terroristen als unvereinbar mit deren Menschenwürde verbietet, muss erst klären, ob das per Volksabstimmung beschlossene Verbot der Scharia mit der Verfassung vereinbar ist. Derweil baut der amerikanische Präsident Brücken und wünscht sich ein besseres Verhältnis zum Islam.

Damit sie auch weiter Nase, Hände und Ohren abschneiden und ihrem Volkssport Steinigen nachgehen können, hatten Moslemverbände angekündigt, gegen das von über 70% der Abstimmenden beschlossene Schariaverbot zu klagen.

Heise berichtet:

Der Republikaner Rex Duncan, der den Gesetzesvorschlag eingebracht und dabei betont hat, dass die USA auf jüdisch-christlichen Prinzipien basierten, versteht diesen als „Präventivschlag“, um „liberale“ Richter bei der Stange zu halten. Gemeinhin wird die Ergänzung als Scharia-Gesetz bezeichnet. Gegen es hat die islamische Bürgerrechtsorganisation Cair (Council on American-Islamic Relations) Einspruch erhoben. Es verletze Verfassung, die es verbietet, dass Religion bzw. eine Religion herabgesetzt wird. Zudem würden alle internationalen Gesetze in Oklahoma ungültig werden. Das Gesetz könne auch das von der Verfassung garantierte Recht der Muslime verletzen, ein Kopftuch zu tragen, nach islamischen Recht zu heiraten oder nach islamischen Bräuchen beerdigt zu werden. Dazu könnten Eheschließungen und Scheidungen, die in anderen Ländern vollzogen wurden, nicht mehr anerkannt werden.

Die Richterin Vicki Miles-LaGrange eines Bezirksgerichts in Oklahoma City hat nun eine einstweilige Verfügung erlassen, so dass das Gesetz bis zu einer Anhörung am 22. November nicht umgesetzt werden darf. Die Richterin geht davon aus, dass das Scharia-Verbot gegen den 1. Zusatzartikel zur Verfassung verstößt, nach dem kein Gesetz erlassen werden darf, „das die Einrichtung einer Religion betrifft“. So stelle das Gesetz nur den Islam heraus, aber keine andere Religion.

Rick Tepker, ein Professor an der University of Oklahoma School of Law, hatte schon nach der Abstimmung gewarnt, dass damit womöglich auch die Berücksichtigung der 10 Gebote unterbunden werden könnte, weil die schließlich auch nicht in den USA entstanden sind.

Den schwachsinnigen Vergleichen sind offenbar keine Grenzen gesetzt.

Hier noch einmal die zehn Gebote:

1 Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
2 Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen
3 Du sollst den Feiertag heiligen
4 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
5 Du sollst nicht töten
6 Du sollst nicht ehebrechen
7 Du sollst nicht stehlen
8 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden …
9 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib
10 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut

Wir sehen keine Aufforderungen zum Verstümmeln oder Töten.




Türkischer Botschafter in Wien sorgt für Eklat

Kadri Ecved TezcanDer türkische Botschafter in Wien, Kadri Ecved Tezcan (Foto), hat mit einem über weite Strecken taqiyya-freien Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ für große Aufregung gesorgt. Tezcan übte darin scharfe Kritik an der österreichischen Einwanderungspolitik. Von der österreichischen Innenministerin Maria Fekter forderte Tezcan, sich aus Integrationsfragen herauszuhalten.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bekam ihr Fett ab: „Ich war so überrascht, als sie vor zwei Wochen sagte, Multikulturalismus habe versagt und Deutschland sei eine christliche Gesellschaft. Was für eine Mentalität ist das? Ich kann nicht glauben, dass ich das im Jahr 2010 in Europa hören muss, das angeblich das Zentrum der Toleranz und Menschenrechte ist.“

Auszug aus dem Interview mit der „Presse“ (Print-Ausgabe, 10.11.2010):

[…] Hat das zur Folge, dass es für Türken nicht einfach ist, sich an Regeln im Ausland anzupassen?

Das nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass auch Einwanderer in den USA ihre Probleme hatten. Aber diese Probleme sind nun vergessen. Integration ist ein Prozess. Ich war vor fast zwanzig Jahren Generalkonsul in Hamburg. Jedes Jahr lud ich die Mädchen und Buben, die aufs Gymnasium aufgenommen wurden, in meine Residenz ein und gratulierte ihnen mit Geschenken. Es gab damals so wenige türkische Gymnasiasten. Heute könnte ich das in Österreich nicht tun, denn es gibt hierzulande ungefähr 2000 türkischstämmige Studenten, die hier geboren wurden, plus 20.000 türkische Gymnasiasten. Das ist wunderbar.

Das mag ein Fortschritt sein. Aber ein Blick in die Statistik zeigt, dass türkischstämmige Jugendliche an Gymnasien oder gar Universitäten ganz deutlich unterrepräsentiert sind.

Wir müssen noch einige Hausaufgaben erledigen. Aber auch die österreichische Seite muss etwas unternehmen. Es gibt Schulen, in denen türkische Kinder mit 60, 70 Prozent die Mehrheit stellen. Warum? Weil sie in Ghettos leben. Wenn Türken in Wien Wohnungen beantragen, werden sie immer in dieselbe Gegend geschickt, gleichzeitig wirft man ihnen vor, Ghettos zu formen. Und österreichische Familie schicken ihre Kinder nicht an Schulen, in denen ethnische Minderheiten die Mehrheit stellen. So werden Türken in die Ecke gedrängt.

Wer sollte ihnen andere Wohnungen anbieten? Die Stadt Wien?

Es geht um etwas anderes: um Toleranz. Jedes Jahr bekommen die Türken einen öffentlichen Ort, einen Park etwa, zugeteilt, um ihr Kermes-Fest zu feiern. Sie kochen, spielen, tanzen, zeigen ihre eigene Kultur. Die einzigen Österreicher, die Kermes besuchen, sind Politiker auf der Jagd nach Wählerstimmen. Wählen geht trotzdem nur die Hälfte der Türken. Die Wiener schauen bei solchen Festen nicht einmal aus dem Fenster. Außer im Urlaub interessieren sich die Österreicher nicht für andere Kulturen. Österreich war ein Imperium mit verschiedenen ethnischen Gruppen. Es sollte gewohnt sein, mit Ausländern zu leben. Was geht hier vor?

Viele Wiener haben offenbar Angst davor, dass sie in manchen Stadtteilen zur Minderheit werden und die türkische Kultur dominiert.

Die Welt ändert sich. Es geht nicht mehr darum, wer dominiert und wer nicht. Es gibt keine Grenzen. Je mehr Kulturen es gibt, desto reicher werden wir.

Das Problem ist, dass die Gesellschaft in Deutschland oder Österreich nicht mehr an Multikulturalismus glaubt. Das Konzept hat nicht funktioniert.

Warum hat es nicht funktioniert? Integration ist ein kulturelles und soziales Problem. Aber in Österreich ist das Innenministerium für Integration verantwortlich. Das ist unglaublich. Das Innenministerium kann für Asyl oder Visa und viele Sicherheitsprobleme zuständig sein. Aber die Innenministerin sollte aufhören, in den Integrationsprozess zu intervenieren. Wenn man dem Innenministerium ein Problem gibt, wird dabei eine Polizeilösung rauskommen.

Welche Zuständigkeit empfehlen Sie?

Das Sozialministerium, das Familienministerium, aber nicht das Innenministerium. Meine Leute fragen mich: Stellen wir hier ein Sicherheitsproblem dar? Ich habe mit der Innenministerin gesprochen. Sie möchte das alles nicht hören. Sie ist in der falschen Partei.

In welcher Partei sollte Maria Fekter denn sein?

Sie ist Mitglied einer Volkspartei, die sich als liberal versteht. Oder bin ich falsch informiert? Was sie vertritt, entspricht nicht einer liberalen, offenen Geisteshaltung. Das Gleiche gilt übrigens auch für Angela Merkel. Ich war so überrascht, als sie vor zwei Wochen sagte, Multikulturalismus habe versagt und Deutschland sei eine christliche Gesellschaft. Was für eine Mentalität ist das? Ich kann nicht glauben, dass ich das im Jahr 2010 in Europa hören muss, das angeblich das Zentrum der Toleranz und Menschenrechte ist. Diese Werte haben andere von euch gelernt, und jetzt kehrt ihr diesen Werten den Rücken. Trotzdem will ich nicht sagen, dass die Migranten keine Fehler gemacht haben.

Haben Sie je mit Heinz-Christian Strache oder einem anderen Politiker der FPÖ gesprochen?

Natürlich. Ich habe ihn getroffen. Wir haben übereingestimmt, in nichts übereinzustimmen, was Integration anlangt. Strache hat keine Idee, wie sich die Welt entwickelt. Ich habe auch noch nie eine sozialdemokratische Partei wie in diesem Land gesehen. Normalerweise verteidigen Sozialdemokraten die Rechte von Menschen, wo immer sie auch herkommen. Wissen Sie, was mir Sozialdemokraten hier gesagt haben? „Wenn wir etwas dazu sagen, bekommt Strache mehr Stimmen.“ Das ist unglaublich.

Viele Österreicher sehen das anders. Sie empfinden Unbehagen bei einzelnen Aspekte der Kultur, die Türken mitgebracht haben. Sie mögen nicht, wie Frauen behandelt werden, sie wollen keine Frauen in Kopftüchern herumlaufen sehen. Sie wollen auch nicht, dass junge Macho-Türken Mitschüler terrorisieren.

Davon habe ich nie gehört. Ich habe viele Statistiken gesehen aus dem Innenministerium, aus dem Justizministerium …

Es ist kein Verbrechen, andere Jugendliche zu drangsalieren …

… aber Türken sind nicht an der Spitze dieser Listen. Erlauben Sie mir noch eine Frage. Wenn etwas nicht zu Ihrer Kultur gehört, haben Sie dann das Recht zu sagen, Sie wollen diese Menschen nicht? Das ist eine andere Kultur, ein anderes Parfum, eine andere Folklore. Ihr müsst damit leben. Warum habt ihr 110.000 Türken eingebürgert? Wie konntet ihr sie als Bürger akzeptieren, wenn es so ein großes Integrationsproblem mit ihnen gibt? Ihr müsst mit ihnen reden. Die Türken sind glücklich, sie wollen nichts von euch. Sie wollen nur nicht wie ein Virus behandelt werden. Die Gesellschaft sollte sie integrieren und von ihnen profitieren. Ihr müsst keine Migranten mehr holen. Ihr habt sie hier. Aber ihr müsst an sie glauben, und sie müssen an euch glauben.

Aber Politiker müssen doch zum Beispiel das Recht haben zu sagen, dass sie keine Zwangsheiraten wollen …

Natürlich. Wir wollen auch nicht, dass unsere Töchter zwangsverheiratet werden.

Und man kann von Türken auch verlangen, dass sie Deutsch lernen.

Definitiv, ich sage meinen Leuten immer: Lernt Deutsch und haltet euch an die Regeln dieses Landes!

Warum also klappt es nicht?

Sie haben es selbst sehr offen gesagt: Die Leute wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern sehen. Ist das denn gegen das Gesetz? Nein, ihr habt da nichts zu sagen. Es steht jedem frei, was er auf dem Kopf trägt. Wenn es hier die Freiheit gibt, nackt zu baden, sollte es auch die Freiheit geben, Kopftücher zu tragen. Wenn jemand die Leute zwingt, Kopftücher zu tragen, dann sollte der Rechtsstaat intervenieren. Dasselbe muss für jene gelten, die sich weigern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wir haben ein Problem mit Mädchen, die mit 13 nicht mehr in die Schule gehen.

Sie haben auch das Problem, dass zu wenige Frauen arbeiten gehen.

Sie liegen falsch, die türkischen Frauen arbeiten.

Ja, aber zu Hause. Die Beschäftigtenquote bei türkischen Frauen beträgt nur 39 Prozent.

Hausfrau zu sein ist auch ein Job.

Migranten, die zu Hause bleiben, sind Teil des Integrationsproblems.

Ja, aber wenn Sie mein Freund sein wollen, sollten auch Sie etwas dafür tun.

Sie meinen also, dass die Österreicher den Türken nicht das Gefühl geben, dass sie hier willkommen sind?

Ich werde nicht nur den Österreichern Vorwürfe machen. Wir haben auch Probleme, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten. Warum? Migranten in New York oder anderswo formen auch Ghettos. Das Erste, was sie im Ausland machen, ist, Landsleute zu suchen.

Aber man bleibt nicht 30 Jahre im Ghetto. Man versucht sich zu verbessern und sieht zu, dass die eigenen Kinder in eine bessere Schule gehen. Ich sehe keine dynamische soziale Entwicklung hier.

Ich sehe viel Erfolg. Es gibt mehr als 3500 türkische Unternehmer hier, 110 Ärzte, Künstler, Ballerinas. Warum bringen Ihre Medien nicht mehr Erfolgsgeschichten?

Wer den derzeitigen Ausbildungsstand analysiert, blickt in eine düstere Zukunft. Die meisten jungen Türken gehen in die Hauptschule, viele sogar in die Sonderschule. Haben Sie eine Idee, wie sich das ändern ließe?

Viele türkische Eltern glauben, dass ihre Kinder perfekt Deutsch und Türkisch sprechen. Ich erkläre ihnen dann, dass man mit 500 Wörtern noch keine Sprache beherrscht und ihre Kinder weder Deutsch noch Türkisch gut sprechen.

Hier liegt das Problem: In den letzten 20 Jahren haben uns österreichische Regierungen nicht erlaubt, Lehrer aus der Türkei zu holen, um die Kinder in Türkisch zu unterrichten. Wenn Kinder ihre Muttersprache nicht korrekt lernen, werden sie auch eine andere Sprache nicht gut erfassen. Es gibt in Wien ein Institut für Orientalistik, wo Studenten Türkisch lernen, die auch perfekt Deutsch sprechen. Das Einzige, was fehlt, ist ein Lehrstuhl für Pädagogik. Dann kann Österreich seine eigenen Türkischlehrer haben.

[…]

Warum sind etwa Kinder kroatischer Eltern besser in der Schule?

Das ist sehr einfach. Weil die Kroaten Christen sind, sie sind willkommen in der Gesellschaft, die Türken nicht.

Vielleicht haben sie auch ein größeres Verlangen, sozial aufzusteigen.

Wenn man nicht willkommen ist und von der Gesellschaft immer an den Rand gedrängt wird, warum soll man dann Teil dieser Gesellschaft sein wollen?

Um besser als die anderen zu sein, um es ihnen zu zeigen.

Das ist eine westliche Mentalität. Wir haben nicht diese merkantilistische Philosophie. Unsere Philosophie im Islam lautet anders: Was immer du hast, von Gott gegeben, ist genug für dich. Das Einzige, was du tun musst, ist Gutes für deine Leute in der Familie und in deiner Umgebung. Die Türken in Wien helfen einander. Sie wissen, sie sind nicht willkommen.

Warum glauben Sie das?

In dieser Stadt, die behauptet, ein kulturelles Zentrum Europas zu sein, stimmten fast 30 Prozent für eine extrem rechte Partei. Wenn ich der Generalsekretär der UNO, der OSZE oder der Opec wäre, würde ich nicht hier bleiben. Wenn ihr keine Ausländer hier wollt, dann jagt sie doch fort. Es gibt viele Länder auf der Welt, in denen Ausländer willkommen sind. Ihr müsst lernen, mit anderen Leuten zusammenzuleben. Was für ein Problem hat Österreich?

Geht es wirklich um den Islam? Mit den Persern hier gibt es keine Probleme.

Wie viele Perser gibt es denn hier? Man sieht sie nicht. Wenn man sie sehen würde, hätten sie genau das gleiche Problem. Es steckt immer diese religiöse Abneigung dahinter. Vor den Anschlägen vom 11.September gab es das nicht. Aber seither stellen die Massenmedien den Islam als schlecht und terroristisch dar. Wo ist die Kirche? Ich traf den Kardinal, er ist ein wunderbarer Mann, und er sagte mir, er habe ein gutes Verhältnis zu den Türken. Ich sagte ihm: Eminenz, das ist nicht genug, Sie müssen sich stärker zu Wort melden und in Ihrer Zeitungskolumne auch schreiben, dass der Islam genauso wertvoll ist wie Ihre eigene Religion.

[…]

Was hatten Sie für Erfahrungen mit österreichischer Gastfreundschaft?

Ich bin seit einem Jahr hier. Ich war nur einmal in das Haus einer österreichischen Familie eingeladen, vergangenes Wochenende in Krems. Es ist ein großer Unterschied zwischen Wien und dem Rest Österreichs. Wenn ich Wien verlasse, sind alle gastfreundlicher.

Es hat Sie niemand aus dem Außenamt zu sich nach Hause eingeladen?

Nein. Aber das macht nichts. Es laden mich so viele Türken ein.

Sie spiegeln sozusagen das Integrationsproblem auf höherem Niveau wider.

In den ersten Monaten nach seiner Ankunft macht ein Botschafter Höflichkeitsbesuche. Als ich um ein Treffen mit dem Außenminister ansuchte, hieß es, der Außenminister empfängt keine Botschafter. Können Sie das glauben? Ich bin ein Botschafter von 250.000 Menschen, die in diesem Land leben. Über welchen Dialog reden wir hier?

In einer ersten Reaktion auf das Interview nannte Vizekanzler Josef Proell die Äußerungen „völlig unangemessen und inakzeptabel“. Der österreichische Außenminister Michael Spindelegger sagte, er werde mit seinem türkischen Kollegen Ahmet Davutoglu telefonieren und Tezcan in das Ministerium einbestellen.