Pakistan: Christin soll am Galgen baumeln

Asia BibiIn Pakistan hat eine junge Christin (Foto) getan, was PI-Leser täglich tun: Sie hat den edlen Propheten Mohammed kritisiert – sie soll sogar Jesus über Mohammed gestellt haben. Zur Strafe für diesen Frevel soll sie am Galgen hängen, nachdem sie bereits seit über einem Jahr im Gefängnis sitzt. Zunehmend werden Christen weltweit diskriminiert und verfolgt, auch in anderen arabischen Ländern, insbesondere im Irak.

Die Welt schreibt über die zum Tod wegen Mohammed-Lästerung verurteilte fünffache Mutter Asia Bibi:

Frau Bibi sitzt seit dem Juni vergangenen Jahres im Gefängnis. Sie war von der lokalen Polizei zunächst in eine Art Schutzhaft genommen worden, nachdem ein Mob, darunter auch islamische Geistliche, ihren Tod gefordert hatte. Vorangegangen war, laut „Telegraph“, einige Tage zuvor ein Zwischenfall bei der gemeinsamen Feldarbeit mit anderen Frauen. Bibi war losgegangen, um Wasser zu holen. Mehrere Frauen weigerten sich, laut dem Bericht des Telegraph, das Wasser zu trinken, weil es aus den Händen einer Christin komme und somit „unrein“ sei. Der Vorfall sei bereits fast vergessen gewesen, bis einige Tage später der Mob auftauchte. …

Shahzad Kamran vom der Organisation Sharing Life Ministry, bestätigte, dass Frau Bibi von dem Mob beschuldigt wurde, schlecht vom Propheten Mohammed gesprochen zu haben. Die Blasphemie-Anzeige sei von den Polizisten, die sich zu ihrem eigenen Schutz in Haft genommen hätten, daraufhin routinemäßig aufgenommen worden. „Der Prozess hätte – eigentlich – ein eindeutiges Ergebnis gehabt: Sie war unschuldig und hat die inkriminierten Worte nicht gesagt.“

Pakistans Blasphemiegesetz wird häufig missbraucht, um religiöse Minderheiten – neben Christen vor allem Hindus – zu diskriminieren. Wie der Telegraph schreibt, ist in Pakistan noch nie jemand wegen Blasphemie hingerichtet worden, die meisten Verurteilten wurden von Appellationsgerichten freigelassen. Allerdings wurden etwa zehn jenes Vergehens angeklagte Menschen im Gefängnis ermordet. Möglicherweise deshalb befindet sich Frau Bibi seit über einem Jahr in Isolationshaft.

Christliche Minderheiten zum Verschwinden bringen, falsch Anklagen und Ermorden lassen ist auch im Irak voll trendy. Erst gestern erschütterte Im Irak eine Serie von Anschlägen auf Wohnbezirke der christlichen Minderheit Bagdad.

Bei einer Anschlagsserie gegen Christen in Bagdad sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, explodierten in der Früh innerhalb von einer Stunde elf Sprengsätze in überwiegend von der christlichen Minderheit bewohnten Bezirken der irakischen Hauptstadt. Mehr als 20 Menschen erlitten nach Angaben der Sicherheitskräfte Verletzungen.

Ziel der islamischen Terroristen ist, die Christen endgültig zu vernichten oder zu vertreiben. Nicht nur im Irak und in Pakistan – weltweit.

» Spiegel: Christin soll am Galgen sterben

(Danke allen Spürnasen)