Die Grundlagen sachlicher Islamkritik

Frau mit Kopftuch in Berlin-KreuzbergWir Islamkritiker werden uns in einem einig sein: Islamkritik ist die Kritik an einer Ideologie, die im Gewande einer Religion daherkommt, die jedoch keine bloße Religion (laut Duden: Glaubensbekenntnis, Gottesverehrung, innerliche Frömmigkeit) im eigentlichen Sinne ist. Islam ist mehr: Der Islam regelt bekanntlich alle Belange des persönlichen wie des gesellschaftlichen Lebens, geht damit also so weit wie nur möglich über das hinaus, was Religion eigentlich meint.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising, PI-Gruppe München)

Wir kritisieren diese Ideologie („Religion“), nicht jedoch die Menschen, die ihr meist unfreiwillig per Geburt angehören. Wir können niemanden dafür verurteilen, dass er als Kind eines muslimischen Vaters ebenfalls Moslem ist, dafür, dass er in ein bestimmtes Gesellschaftssystem hineingeboren wurde, in dem es Regeln und Werte gibt, die mit unseren westlichen Werten nicht in Einklang zu bringen sind.

Im Gegenteil sollten wir ihn dafür bedauern, dass er einer „Religion“ angehört oder angehören muss, in der bei Apostasie immer noch die Todesstrafe gilt. Denn mit der Androhung der Todesstrafe bei „Abfall vom Glauben“ sind Muslime zu Geiseln dieser doch sehr seltsamen „Religion“ genommen. Sollen wir sie deshalb verurteilen, sie verunglimpfen oder beleidigen? Das wäre gerade so, als hätten wir die Bürger der „DDR“ einst dafür verurteilt, dass sie – eingesperrt hinter Stacheldraht und Selbstschuss-Anlagen – Gefangene in einem Unrechtsstaat waren.

Sein Foto ging um die Welt. Am 15. August 1961 sprang der damals 19jährige DDR-Grenzer Hans Conrad Schumann in Berlin über den Stacheldraht in den Westen. Das Bild wurde zum Symbol für den Friedenswillen der Ostdeutschen.Jeder Mensch wird in ein bestimmtes Gesellschaftssystem hineingeboren, nimmt schon als Kind dessen Werte und Normen an, und wenn er das Glück hat, in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft aufzuwachsen, dann lernt er zumeist auch, dass zur Freiheit immer auch Verantwortung gehört. Wer hingegen in ein totalitäres System hineingeboren wird und darin aufwächst, dem entgeht diese Möglichkeit leider nur allzu oft.

Wenn ich nun im Kommentarbereich von PI immer wieder mal das Wort „Musel“ lesen muss oder, wie heute geschehen, einen Kommentar wie diesen:

Du brauchst nicht weiter nach dem Nutzen für die Männer zu fragen. Hast Du jemals einen Mohammedaner getroffen, der des logischen Denkens mächtig war? Eben, Islam macht blöd. Der IQ von Mohammedanern befindet sich in der Nähe des bislang unerreichten absoluten Nullpunkts.

so hat dies mit sachlicher Islamkritik nichts mehr zu tun, sondern zeugt nur von einem tiefsitzenden Hass gegen Muslime als Menschen, also von Misanthropie. Wer so „argumentiert“ wie oben zitiert, der begibt sich auf das Niveau junger Muslime, die gern mal von „deutschen Schlampen“, von „Schweinefleischfressern“ etc. reden.

Haben wir Islamkritiker es nötig, uns auf dieses schäbige Niveau hinab zu begeben? Ich sage NEIN, das haben wir nicht nötig, denn wir können nur mit Sachargumenten etwas erreichen. Und an denen mangelt es uns nicht. Beschimpfungen unterhalb der Gürtellinie schaden uns nur.