„Er war ein lieber Kerl…“

Die BILD berichtet heute ausführlich über den Albaner Labinot S. (Foto), der bei dem Raubüberfall in Sittensen von einem Rentner erschossen wurde. Schon im frühen Kindesalter wurde der 16-Jährige straffällig: Raub, gefährliche Körperverletzung, Einbruch, Diebstahl – trotzdem kam er vor Gericht immer mit Sozialstunden davon. „Er war ein lieber Kerl, geriet aber an die falschen Freunde“, sagte ein Verwandter. In einer Moschee nahmen Familie und Freunde gestern Abschied von Labinot, er wird in Albanien beerdigt.

BILD schreibt:

Wir sehen einen Jungen mit kurz geschorenen Haaren und Ohrring. Er heißt Labinot S., hatte schon mit 16 Jahren eine dicke Akte bei der Polizei. Ein sogenannter Intensivtäter. Er überfiel einen Millionär (77) in seiner Villa in Sittensen (Niedersachsen) – und bezahlte dafür mit seinem Leben!
ES IST DER RÄUBER, DEN DER RENTNER ERSCHOSS!

Nach BILD-Informationen war der Überfall auf Ernst B. detaillierter geplant als bisher bekannt. Der wohlhabende Senior soll die Liebesdienste einer Prostituierten aus Hamburg in Anspruch genommen haben. Danach wurde er angeblich von Leuten aus dem Milieu bedroht und erpresst.

Der Senior erstattete Anzeige, soll aus Furcht vor den Erpressern seine Pistole griffbereit deponiert haben. Offenbar hatten die fünf Räuber, die ihn am Montagabend überfielen, einen konkreten Tipp aus der Rotlichtszene bekommen. So soll sich eine Prostituierte im Haus des Rentners gut ausgekannt haben.

Der scheinbar einfache Überfall nahm ein dramatisches Ende. Als die Täter die Flucht ergriffen, schoss Ernst B. auf sie. Er traf den 16-Jährigen in den Rücken, der brach tot zusammen.

Der albanischstämmige Jugendliche kam als Einjähriger nach Deutschland, lebte mit seinen Eltern und zwei Brüdern (19, 22) in Neumünster. Er machte seinen Hauptschulabschluss, wollte eigentlich Kfz-Mechaniker werden.

Doch schon im Kindesalter wurde er straffällig: Raub, gefährliche Körperverletzung, Einbruch, Diebstahl. Laut Angehörigen soll er vor Gericht immer mit Sozialstunden davongekommen sein.

Ein Verwandter: „Er war ein lieber Kerl, geriet aber an die falschen Freunde.“ Familie und Freunde nahmen gestern in einer Moschee Abschied von Labinot. Er soll in Albanien beerdigt werden.

Gegen die vier Komplizen, einen Kongolesen (22), einen kurdischstämmigen Iraker (23) und zwei Deutschtürken (22 und 24), wurde gestern Haftbefehl erlassen.