Staatlich gewollte Volksverblödung

Staatlich gewollte VolksverblödungDie über 40-Jährigen unter den PI-Lesern erinnern sich sicher noch daran. Es gab eine Zeit in Deutschland, in der man vor 17 Uhr kein Fernsehen schauen konnte. Damals in den frühen 80er-Jahren gab es auch noch keine nennenswerte Verbreitung von Videogeräten, so dass Menschen mit Tagesfreizeit gezwungen waren, sich tagsüber ohne Glotze zu beschäftigen. Auch abends war das Programm überschaubar: Es gab zwei Hauptsender und einen Regionalsender, allesamt unter staatlicher Regie – mit entsprechendem gesetzlichem Gestaltungseinfluss auf die gezeigten Sendungen – und im großen Ganzen einer Niveaugarantie.

(Von Thorsten M.)

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass es zu den ersten Amtshandlungen ausgerecht der Kohl’schen „geistig-moralischen Wende-Regierung“ gehörte, diesen Zustand zu beenden, und private Fernsehsender zuzulassen. In diesen Tagen vor genau 26 Jahren konnten so RTL und der Vorgängersender von SAT.1 ihren Betrieb aufnehmen. Damals war es noch eine Sensation, dass am späten Abend barbusige Tutti-Frutti-Mädchen über den Bildschirm huschten. Bald schon folgte eine dramatische Ausweitung von Serien-, Spielfilm- oder Sportveranstaltungsausstrahlungen. Die Daily Soap und die Talkshow wurden für Deutschland entdeckt, auch Shopping-Sender gingen dank Kabel- oder Satellitenfernsehen online. Und wer es denn wollte, konnte von nun an rund um die Uhr in die Glotze schauen und sich seichter Unterhaltung hingeben.

Und immer mehr Bürger taten dies auch. In Zahlen ausgedrückt entwickelte sich der durchschnittliche Fernsehkonsum der Bundesbürger seit 1985 von 125 Minuten täglich, hin zu 223 Minuten in 2010. (Arbeitslose kommen sogar auf fast sechs Stunden täglich.) Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass im selben Zeitraum auch das Surfen im Internet von null auf durchschnittlich 135 Minuten (bei Internetnutzern) angestiegen ist. Dies bedeutet für die Gesamtheit der Fernseher und Internet-PC besitzenden Bevölkerung nicht weniger als einen täglichen Zeiteinsatz von 4h 20min, statt zuvor 2h 5min. D.h. geschlagene zweieinviertel Stunden, die man zuvor als Kind im Wald, als Erwachsener in der kleinen Kneipe um die Ecke oder beim Sportverein verbracht hat. Oder Zeit, in der man ein Buch oder zumindest eine Zeitung gelesen hat, gar alternativ mit der Familie beim Essen zusammen saß.

Die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung sind kaum absehbar. Nicht nur, dass die Niveauabsenkung insbesondere des privaten Teils des Fernsehens immer mehr zur Verwahrlosung der Menschen, zu sinkendem Unrechtsbewusstsein und schwindenden Werten führt. Auch das gesellschaftliche Leben kommt im Zeitalter von Plasmabildschirmen, Internet, Playstation und 3-D-Fernsehen immer mehr zum Erliegen. Die Menschen vereinzeln, ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück, was man heute neudeutsch Cocooning nennt. Sie kennen immer weniger Nachbarn und Mitbürger in ihrer Stadt. Politische Veranstaltungen, öffentliche Ereignisse außerhalb der Spaßgesellschaft finden immer weniger Besucher. Vereinskontakte, bei denen man früher berufsübergreifend Leute kennen gelernt hat, mit denen man sich gegenseitig beim Bauen oder in sonstigen Lebenslagen, helfen konnte, werden immer seltener geknüpft. Stammtische schlafen sang- und klanglos ein. Das Verhältnis zu den Mitmenschen wird immer mehr ein indirektes: Maßgeblich ist nicht mehr, was mein Nachbar, ein Gemeinderat oder der Pfarrer sagen, sondern die weltfernen Ergüsse irgendwelcher Kerners, Maischbergers oder Mario Barths, denen wir vor der Glotze dank Promifaktor ungleich länger und gläubiger zuhören, als unseren Nächsten. Oft beschäftigen wir uns dazu mehr mit irgendwelchen anonymen Internet-Chatpartnern, als mit den Leuten, die mit uns im selben Haus wohnen.

Da gleichzeitig in unserer stark arbeitsteiligen Gesellschaft immer weniger Menschen außerhalb ihres Spezialistentums in einer großen Firma noch alleine für ihr Auskommen sorgen können oder zu 50% gar mehr oder weniger bei der öffentlichen Hand beschäftigt sind, wächst zusätzlich ein nie dagewesenes Gefühl der Abhängigkeit und der Ohnmacht. Der „Rundum-Sorglos-Staat“, der uns vorgaukelt, für all unsere persönlichen Probleme auch langfristig ein zuverlässiger Ansprechpartner zu sein, tut für dieses Abhängigkeitsgefühl sein übriges.

So sehr die etablierten Parteien den schwindenden Bürgersinn beklagen, den auch sie durch immer mehr sterbende Ortsverbände, Parteiaustritte und Überalterung zu spüren bekommen, sind sie in Wahrheit doch die Hauptnutznießer dieser von ihnen angezettelten Volksverblödung der „Mediendemokratie“. Zwar haben sie eine Situation herbeigeführt, in der sie um ihre Präsenz in der Fläche fürchten müssen. Aber so lange wir im Lande keine Massenverelendung erleben werden, können sie sich bei derart konditionierten „Bürgern“ darauf verlassen, dass niemand an den Medien und ihrer Informationsquarantäne für sogenannte „Rechtsparteien“ vorbei, die Macht der „Blockparteien“ ernstlich in Frage stellt. Noch nie war es so einfach, die Menschen zu steuern und zu kontrollieren, weil die Lebenserfahrung der Meinungsführer im privaten Umfeld nicht mehr maßgeblich ist, man somit alles über im Zweifel völlig abgehobene „Massenmultiplikatoren“ im Fernsehen steuern kann. Spätestens bei dieser Erkenntnis drängt sich der Verdacht auf, dass die Ausbreitung des Fernsehens in den 80er-Jahren ein mehr als bewusster Schritt des politischen Establishments war und nicht nur eine notgedrungene Reaktion auf neue Technologien.

Wer neue Parteien gründen möchte, braucht heute ein ungleich dickeres Fell, als vor dem Fernsehzeitalter und muss leere Versammlungsräume aushalten können. Eine immer älter werdende Gesellschaft mit immer kuscheligeren Wohnzimmern findet immer weniger Geschmack daran, vor die Tür zu gehen und gar Konflikte mit Migranten und Antifanten zu riskieren. Internetpetitionen, Klicks bei Online-Meinungsumfragen von Zeitungen oder Kommentare unter Online-Artikeln sind zwar gute Wutableiter, können aber nunmal nicht die Wirkung entfalten, wie ein tobender Saal oder ein großer Demonstrationszug.

Was ist der Ausweg aus diesem Dilemma? – Hier wäre sicherlich eine breit angelegte öffentliche Diskussion nötig, wie man die Menschen in Deutschland – ja in der ganzen westlichen Welt – mit Anreizen, aber auch neuen Rahmenbedingungen, dazu bringen kann, ihr direktes Lebensumfeld wieder mehr zu würdigen – und wieder zu Staatsbürgern zu werden. Es ist nötig sich politisch persönlich – statt nur maximal virtuell – einzubringen und sich weniger Zeit durch seichte aber bequeme Fernsehunterhaltung stehlen zu lassen! Diesen Gefallen wird uns die „Brot (Hartz IV) & Spiele (Fernsehen) Lobby“ aber so schnell nicht tun.

Bis dahin sollte sich jeder um unsere Zukunft besorgte Leser daher die Frage stellen, ob er nicht einen kleinen Beitrag für die Überwindung dieser Situation leisten kann. So wäre es doch sicher für jeden möglich, für einen Abend im Monat bewusst das Zusammensitzen mit und das Kennenlernen von Gleichgesinnten anzustreben. Es gibt etwa 11.000 Gemeinden in Deutschland und täglich 60.000 PI-Leser. Salopp gesagt müsste das statistisch für jeden Ort fünf Mann oder Frauen für einen Stammtisch hergeben. Vielleicht kann man so zusammen auch einmal eine Gemeinderatssitzung besuchen, da kommt schnell Stimmung auf. Eine PI-Gruppe z.B. ist leicht zu gründen und eine e-Mail-Adresse kann einfach zur Kontaktaufnahme dienen. Und so kann eines Tages aus dieser oder auch anderen Webseiten etwas überspitzt formuliert durchaus eine „Tea-Party“ werden!

» “Idiocracy” – der Film, der Sarrazin Recht gibt




Threskismus™

Ich möchte mit diesem Artikel einen kleinen Beitrag zum Thema „Islamkritik ist Rassismus“ leisten. Rassismus ist ein Wort, das leicht von der Zunge geht, nicht lange erklärt werden muss (gerade hier in Deutschland) und vielseitig anwendbar ist. Wo auch immer Thilo Sarrazin einen Vortrag hält, findet sich eine Gegendemonstration unter dem Motto „Kein Podium/Forum für Rassisten“. Nun weiß inzwischen jeder zivilisierte Mensch, dass Rassismus kein schöner Anblick ist und dem schließe ich mich auch an.

(Von Martin Hablik)

Allerdings ist Sarrazin kein Rassist, denn er sieht das Problem nicht in Türken, Pakistanis oder Arabern, er sieht das Problem vielmehr in Moslems bzw. dem Islam. Moslems sind keine Rasse, denn jeder, der das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) im vollen Bewusstsein vor zwei volljährigen muslimischen Zeugen spricht, wird dadurch ein Moslem (wenigstens laut Wikipedia). Ich glaube allerdings nicht, dass dies für eine genetische Neukonfiguration und eine Veränderung des Phänotyps ausreichend ist, ganz abgesehen davon, dass es Moslems in praktisch jeder Hautfarbe gibt. Den Islam als Ideologie abzulehnen ist somit kein Rassismus, auch wenn ich mit dieser Aussage hier sicher offene Türen einrenne.

Weiterhin kann man die berechtigte Frage stellen, ob es so etwas wie Rassismus überhaupt gibt. Die Voraussetzung dafür sind Rassen, wie der Begriff selbst schon hauchzart andeutet. Die genetischen Unterschiede, die man zwischen je einem zufällig ausgewählten Eurasier, Afrikaner und Asiaten findet, sind jedoch viel geringer als die Streubreite, die man findet, wenn man die jeweiligen Populationen einzeln betrachtet. Daher gibt es Wissenschaftler, die der Meinung sind, es gäbe gar keine Menschenrassen, sondern viel mehr „Variationen“. Und auch hier ist die Streubreite sehr gering: selbst in einer Schimpansenherde von nur 55 (!) Tieren findet sich mehr genetische Varianz als in der gesamten Menschheit. Eine Ursache dafür ist die Tatsache, dass es vor 1,2 Millionen Jahren gerade einmal 20.000 Frühmenschen gab, von denen die gesamte heutige Menschheit abstammt; viele neue Gene haben sich in dieser Zeit jedoch nicht gebildet. Ich weiß nicht, wie man in linken Kreisen dazu steht, aber auf die „Rassismuskeule“ verzichten zu müssen, ist dort sicher eine grässliche Vorstellung.

Aber Sarrazin redet doch dauernd von Genetik…? Stimmt, allerdings ist es nicht allein den Menschen aus dem nahen Osten vorbehalten, dass sich überproportional viele Kinder mit Erbkrankheiten dort finden, wo reproduktive Ehen zwischen nahen Verwandten geschlossen werden. In der westlichen Welt werden solche Ehen kaum geschlossen und auch nicht gern gesehen. Als der Musiker Jerry Lee Lewis 1958 seine damals erst 13-jährige Cousine ehelichte, ging ein Aufschrei durch Amerika und seine Karriere den Bach herunter. Heute würde es in Europa/Amerika nicht viel anders aussehen. Ein noch extremeres Beispiel als die islamische Welt sind die Amish-People. Bei denen ist die Heirat zwischen Cousin und Cousine zwar verboten (erst deren Kinder dürfen heiraten), doch da die Gesamtpopulation nur aus wenigen europäischen Familien stammt (auch hier haben wir es mit Migranten zu tun), ist ein ausreichender „genetischer Abstand“ bei Eheleuten kaum machbar und die Amish wurden so zu einer wahren „Fundgrube“ der Genforschung. Die strenge genetische Isolation der Amish ist, ebenso wie die Verwandtschaftsehen der islamischen Welt, durch das jeweils vorherrschende religiöse Dogma begründet. Auch die „genetischen Vorwürfe“ von Sarrazin haben somit nichts mit einer bestimmten Rasse, sondern allein mit einer bestimmten Kultur/Lebensweise zu tun. Das gleiche ist auch noch einmal bei Udo Ulfkotte detailliert nachzulesen („Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold.“, Seite 189-207, Hardcover). Diese Kultur macht die Leute nicht automatisch dumm, sie sorgt vielmehr dafür, dass diese sich mutwillig dafür entscheiden, dumm zu bleiben. Ein Schulfreund von mir ist Türke, vor kurzer Zeit hat er es zum Chefarzt gebracht und in wenigen Monaten wird er eine Deutsche heiraten. Ist er Moslem? Nein, er ist orthodoxer Katholik (wenn auch nicht sehr überzeugt, sich selbst würde er schlicht als „Naturwissenschaftler“ bezeichnen). Ist dieser Türke repräsentativ für unsere 40% Sozialhilfeempfänger mit Migrationshintergrund? Oder die sogar 80% in der Schweiz (Ulfkotte, Seite 304) die hauptsächlich Moslems sind? Sicher nicht.

Eine mir bekannte Wissenschaftlerin aus der Türkei bastelt inzwischen an ihrer dritten (!) Promotion, sie ist erst 28 und trägt (wie überraschend!) kein Kopftuch. Ich habe mal vorsichtig das Thema Religion bei ihr angeschnitten und sie sagte, wer 16 Stunden täglich im Labor stünde, hätte für so einen Blödsinn keine Zeit. Sie ist technisch gesehen durchaus Muslima, allerdings praktiziert sie diese Kultur nicht. Ist sie repräsentativ für unsere Kulturbereicherer, die zwar nicht sturzfrei lesen, schreiben oder sprechen können, aber dennoch irgendwann wie durch ein göttliches Wunder in der Lage sein sollen, unsere Renten zu finanzieren? Nein. Allerdings redet Sarrazin auch gar nicht über diese beiden. Diese beiden haben hier in Deutschland einen Job, sprechen unsere Sprache, akzeptieren Grundgesetz und westliche Werte und leisten schon heute ihren Beitrag zur Rentenkasse. Genau aus diesem Grund fühlen sie sich auch gar nicht angesprochen.

Angesprochen fühlen sich Verweigerer, die es tatsächlich betrifft, und die, die es bis in die Politik geschafft haben, mit ihrer Herkunft kokettieren, sich für die Rechte der vermeintlich Diskriminierten einsetzen, aber nicht eine Sekunde zögern würden, die Polizei zu rufen, sollte Töchterlein ihnen tatsächlich mal einen dieser Kulturbereicherer ins Haus schleppen. Was ist mit der Tatsache, dass ostasiatische Migranten im Schnitt bessere Schulleistungen erbringen als Deutsche? Liegt das etwa daran, dass sie signifikant größere Gehirne haben? Ebenso wie der signifikant höhere Anteil jüdischer Nobelpreisträger im Vergleich zu moslemischen? Nein, denn wir haben gesehen, dass die Ursachen nicht in der viel zu geringen genetischen Varianz zu finden sind. Juden und Ostasiaten haben jedoch, ebenso wie die westliche Welt nach der Aufklärung, eine kulturelle Motivation, ihre Gehirne auch zu benutzen. Doch wie soll ein Kind in der technisierten westlichen Welt bestehen, das seine ersten Jahre vor der Glotze oder mit dem stumpfen Auswendiglernen von Koransuren verbringt und in einer Kultur der Verweigerung aufwächst? Deren gesellschaftliches Ideal das Medina von vor 1400 Jahren ist, als der Islam tatsächlich noch etwas zur wissenschaftlichen Entwicklung beizutragen hatte? Das Problem liegt nicht in fragwürdigen rassenbedingten Unterschieden, es liegt in kulturell bedingter Inzucht und kompletter intellektueller Verweigerung. Der einzige Vorwurf, den man Sarrazin tatsächlich machen kann, ist, dass er nicht klar zwischen Intelligenz und Bildung trennt, sondern beides in einen Topf wirft. Allerdings ist es sehr schwierig, einen Intelligenztest zu konstruieren, der tatsächlich vollkommen bildungsunabhängig allein auf die Intelligenz zielt.

Sarrazin ist also kein Rassist, wenn er sagt, Dummheit sei das direkte Resultat konsequenter islamischer Lebensführung. Jetzt fangen allerdings die Probleme an: Wie nennt man jemanden, der Menschen anhand ihrer Religion diskriminiert? Gibt es dafür ein Wort, also das religiöse Äquivalent zum Rassismus? Falls ja, konnte ich es leider nicht finden. Angesichts der noch immer aktuellen Debatte ist dieses Wort jedoch dringend nötig. Also folgender Vorschlag: Das griechische Wort für Religion lautet „Threskeia“ und daraus kann man (mehr oder weniger korrekt) das deutsche Wort „Threskeia-ismus“ machen, das allerdings nicht leicht über die Zunge geht und nicht einmal ansatzweise mit „Rassist“ mithalten kann. Da es sich jedoch um meinen eigenen Neologismus handelt, stutze ich es auf Threskismus™ zusammen und nenne einen Anhänger des Threskismus von nun an Threskist™.

Bevor die Linken jedoch angesichts einer neuen Keule ihre Partyhütchen aufsetzen und Konfetti werfen, bleibt noch die Frage zu beantworten, ob Sarrazin denn tatsächlich ein Threskist ist. Ich sage, er ist keiner, denn der von ihm kritisierte Islam ist sowohl eine Religion als auch eine politische Ideologie. In der islamischen Welt gibt es keine Trennung von Kirche/Religion und Staat, wie sie im Westen durch die Aufklärung erkämpft wurde. Der Islam bzw. die Scharia ist das verbindliche Dogma und Maß aller Dinge durch alle Ebenen des islamischen Gottesstaates. Sind Islamisten Threskisten? Das kommt darauf an, wie man es betrachtet. Spielt es im Islam, der sowohl Religion als auch politisches Dogma ist, eher eine Rolle, welcher Religion die allgegenwärtigen Feinde angehören oder eher, welcher sie gerade nicht angehören? Ich behaupte nun, dass den Juden eher zum Vorwurf gemacht wird, Juden zu sein, als keine Moslems. Böswillige Menschen werden jetzt behaupten, ich müsste es so sehen, denn sonst gäbe es für „Threskismus“ und die „Threskisten“ keine Existenzberechtigung, zumal Terrorismus (Leute umzubringen definiere ich hier einfach mal als das Maximum an [religiöser] Diskriminierung) in den Weltreligionen außer dem Islam faktisch keine Rolle spielt. Ich glaube also, dass man dem Islam durchaus berechtigt Threskismus vorwerfen kann, jedoch Sarrazin eben so wenig wie Rassismus.

Mit diesem Artikel möchte ich ein, meines Erachtens, neues und nötiges Wort vorstellen, das wir womöglich in einer Debatte brauchen werden, die zwangsläufig sehr bald kommen muss. Es wäre überaus begrüßenswert, zur Schöpfung eines neuen Wortes beigetragen zu haben, das womöglich auch tatsächlich irgendwann mal benutzt wird. Vielleicht haben sich unsere Politiker auch dafür entschieden, dem Zusammenbruch und Ende des Sozialstaates tatenlos zuzusehen. Selbst dieser Gedanke ist nicht völlig abwegig, aber ich denke 2011 wird ein interessantes Jahr werden.




Sarrazin in Mainz – Ein Erlebnisbericht

Sarrazin in MainzNachdem wir erst kurzfristig von der Demo der Linken, Grünen, DGB-Jugend und einer Reihe von kleinen Organisationen erfahren hatten, beeilten wir uns, mit so vielen Mitstreitern wie möglich diese obskure Demo nicht nur unter die Lupe zu nehmen, sondern auch Gesicht zu zeigen für Thilo Sarrazin und öffentlich seine Thesen zu verteidigen.

(Bericht von der PI-Gruppe Mainz)

Wir waren zwar etwas verstreut über das Gelände vor dem Kurfürstlichen Schloss und konnten so einen umfassenden Erlebnisbericht von dem Geschehen vor Ort verfassen. Nach einem freundlichen Empfang durch das Personal – auch Befürworter von Sarrazin – konnten wir in die unmittelbare Nähe des Geschehens kommen. So konnten wir in Erfahrung bringen, mit welchem Fahrzeug Dr. Thilo Sarrazin anreist. Nach längerem Warten vor dem Haupteingang des Kurfürstlichen Schlosses kam schließlich der unauffällige Bus von Sarrazin, den wir dank eines Hinweises am Nummernschild erkannten. So konnten wir auch ein Autogramm von Deutschlands erfolgreichsten Sachbuchautor ergattern.

Auch das anschließende Interview von Sarrazin für das ZDF-Heute Journal konnten wir aus unmittelbarer Nähe verfolgen.

Da sonst niemand in der Nähe war, wurden auch wir vom ZDF-Reporter kurz interviewt (im Video ab 0:51 min):

Es war schön, Thilo Sarazzin ganz aus der Nähe zu erleben, er hat sich auch freundlich von uns verabschiedet als wir ihm ein gutes neues Jahr wünschten.

Wir konnten das alles hautnah erleben, da Demos unmittelbar am Haupteingang verboten waren. Diese fanden an den beiden Seiteneingängen statt, wo wir auf ca. 200 linke Gegendemonstranten stießen.

Immerhin gab es auch zwei aufrechte junge Männer, die für Thilo Sarrazin demonstrierten. Zunächst versuchten wir es mit einigen Diskussionen mit den Antifa-Leuten, es wurde jedoch schnell klar, dass außer Beleidigungen von Seiten der Demonstranten nichts zu erwarten war, schon gar kein sachlicher Dialog.

Fortan haben wir aus der Distanz einige Fotos gemacht. Es war bedrückend zu erleben, wie viele Linke ihr „Gutmenschentum“ wie eine Monstranz vor sich hertragen und sich allen Ernstes für die besseren Menschen und wahren Demokraten halten. Unsereiner, der mit seinen Steuergeldern das Nichtstun vieler dieser Gutmenschen finanziert, muss sich dagegen beschimpfen lassen.

Alles in allem war unsere Präsenz auch bei der Gegendemo wichtig, so konnten wir die wenigen Demonstranten, die für Sarrazin und die Meinungsfreiheit eintraten, unterstützen und ermutigen. Besonders erfreulich, dass das ZDF unsere Interviews wenigstens ausschnittweise zeigte. Ein Zeichen dafür, dass selbst die etablierten Medien trotz geradezu verzweifelter Eindämmungsversuche die Wahrheit nicht gänzlich verschweigen können.

Dazu passt auch hervorragend die Rede Johannes Gersters, dem Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, CDU-Politikers und ehemaligen Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. In seiner Rede wies er auf die Wurzeln der Ranzengarde hin, die als „Mutter aller Mainzer Garden“ 1837 gegen den unfreiheitlichen Geist und das Spießertum der Biedermeierzeit gegründet wurde. Gerster sagte: „Sie versteht sich bis heute als Garant der Narrenfreiheit, der freien Rede und Meinungsäußerung. Wir lehnen jede Art von Zensur ab. Wer Thilo Sarrazin zum Rassisten abstempelt, hat ihn nicht verstanden.“ Und wer glaube, die Garde erteile Redeverbot, habe die Idee der Fastnacht nicht begriffen und wer gegen die Veranstaltung protestiere, den Geist der Freiheit nicht verstanden. Gerster weiter: „Ihnen sei gesagt: Gefahr für die Demokratie ging immer von denen aus, die Meinungen verbieten wollten und nicht von denjenigen, die Meinungen offen aussprachen.“

Hier noch ein Video zur Demonstration der Linken gegen Sarrazin:




Zu Jahresbeginn „Feuerwerk“ aus Gaza

Raketen aus GazaNachdem im vergangenen Jahr 235 Raketen, Mörsergranaten und Lenkflugkörper aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen haben, wurde bereits am Neujahrstag die erste Rakete 2011 abgefeuert. Zum „Feuerwerk“ kamen letztes Jahr 798 Terroranschläge hinzu. Was nach horrend viel klingt, ist allerdings schon besser geworden. Seit der Operation „Gegossenes Blei“ sind Gewalt und Terror aus Gaza deutlich zurückgegangen.

haOlam berichtet:

Am Neujahrstag wurde erneut eine Rakete auf Israel aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen abgeschossen. Die Rakete schlug in einer 6.500 Einwohner starken Kleinstadt im Süden Israels ein. Dieser Angriff reiht sich ein in die jüngste Angriffswelle aus Gaza. ..

Israel macht die vom Iran unterstützte Hamas für alle Anschläge aus dem Gazastreifen verantwortlich. „Die Wahrung von Ruhe und Stabilität in Gaza liegt in den Händen der Hamas. Sie ist für jeden terroristischen Anschlag auf Israel verantwortlich“, sagte ein Sprecher der IDF.

Der Iran ist ein wichtiger finanzieller und militärischer Unterstützer der Hamas in Gaza. Berichten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet zufolge rüstet die Hamas mit Hilfe des iranischen Regimes seinen Raketen- und Waffenbestand massiv auf, insbesondere durch Waffenschmuggel über die Sinai-Halbinsel. …

er verstärkten Zusammenarbeit von israelischen und arabischer Sicherheitskräften ist es zu verdanken, dass 2010 ein Rückgang von versuchten Selbstmordattentaten zu verzeichnen ist. Israels Präventivmaßnahmen, verbunden mit einer verbesserten Ausbildung der arabischen Polizeikräfte, haben dazu beigetragen.

In Jerusalem hingegen ist für 2010 ein Anstieg von Terroranschlägen zu verzeichnen, einschließlich Schießereien, Messerstechereien und Angriffen mit Molotov-Cocktails und Steinen. Am Sonntag (2. Januar) hat die israelische Polizei fünf Hamas-Mitglieder in Ost-Jerusalem festgenommen. Den Männern wird vorgeworfen, einen Raketenangriff auf das Teddy-Stadion im Süden Jerusalems während eines Fußball-Spiels geplant zu haben. In ganz Israel gab es 2010 insgesamt 798 Terroranschläge, neun Israelis wurden dabei getötet und weitere 28 verletzt.

Diese ansteigende Tendenz der Gewalt in Jerusalem wird noch zunehmen, wenn Ost-Jerusalem tatsächlich an den „Palästinenserstaat“ fällt.




„Zimtstern & Halbmond“ und die Regeln der ARD

Am 25. Dezember veröffentlichte PI einen Offenen Brief von Dr. Gudrun Eussner an die Redaktion des Bayerischen Fernsehens, in dem Sie ihren Unmut über den Fernsehfilm „Zimtstern und Halbmond“, der am 27. Dezember zur Primetime im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurde, bekundete. Heute nun erhielt sie eine Antwort aus dem BR-Programmbüro Fernsehfilm.

(Von Dr. Gudrun Eussner)

Dr. Stephanie Heckner antwortet auf meinen Offenen Brief zum Film Zimtstern und Halbmond.

Sehr geehrte Frau Dr. Eussner, haben Sie Dank für Ihre Rückmeldung.

Mit dem Film „Zimtstern&Halbmond“ möchten wir unsere Zuschauer(innen) zu einer respektvollen, aufmerksamen Haltung gegenüber fremden Kulturen ermutigen, einer achtsamen Haltung des Hinschauens, Hinhörens und der individuellen Auseinandersetzung.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für das Neue Jahr!

Dr. Stephanie Heckner
Leitung Reihen und Mehrteiler/ Programmbüro Fernsehfilm
PB Spiel Film Serie

3. Januar 2011

Auszüge aus den Programmgrundsätzen der ARD. Dokumentation:

Mit unterschiedlichen Formulierungen im einzelnen sind für die Landesrundfunkanstalten heute zumeist folgende Punkte geregelt:

1) die Verpflichtung auf die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik,
2) die Achtung der Menschenwürde,
3) die Aufforderung, für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung einzutreten,
4) die Pflicht, das gesellschaftliche Meinungsspektrum möglichst umfassend und fair widerzuspiegeln,
5) die Verpflichtung zu wahrheitsgetreuer und sachlicher Berichterstattung sowie zur sauberen Trennung von Nachrichten und Kommentaren und schließlich
6) das Recht zur Kritik wie das Recht kritisierter Personen oder Institutionen, ihre Gegenposition darzulegen.
[…]

Mit der siebten Novellierung, die zum 1. 4. 2004 in Kraft trat, wurde der Rundfunkstaatsvertrag um den neuen Paragraphen 11 zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ergänzt. Darin heißt es, der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe „bei Erfüllung seines Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit der Angebote und Programme zu berücksichtigen.“

Mein Kommentar:

2) Mit der hergebeteten arabischen Floskel unterwirft sich die Braut Allah und ihrem muslimischen Ehemann. Wo bleibt die Menschenwürde dieser Frau – selbst wenn sie sich ihrer aus Liebe selbst entledigt? (Suren 2:223, 2:282, 4:11, 4:34, 5:60, 24:13, 24:31, 33:36 [Auswahl], Mohammed: Der Koran. Übersetzer: Max Henning. Projekt Gutenberg-DE)
3) Sie unterstellen Gottfried Hinrichs Vorurteile. Wo bleibt seine Freiheit, auf Grund von Kenntnissen des Islams und des Nahostkonflikts Probleme für die Verbindung seiner Tochter mit dem Palästinenser zu sehen? (Koran – Zitate – Analyse)
4) Sie zeichnen Christen als Personen, deren Weltoffenheit an der eigenen Türschwelle endet. Das christliche Personal auf dem Hochzeitsschiff wird als verunsichert und deppert karikiert und lächerlich gemacht, während die Muslime vor Lebensfreude strotzen. Was ist fair daran? (Zimtstern und Halbmond, Trailer)
5) Wenn es sich bei diesem Film auch nicht um eine Nachrichtensendung handelt: Wo bleibt die grundsätzlich (!) wahrheitsgetreue Darstellung der aus den nicht kompatiblen Werten der Mehrheitsgesellschaft und der muslimischen Minderheit entstehenden Probleme – oder sieht der Sender sie gar als kompatibel?
11) Mit dem Film werden einseitig negative bzw. positive Informationen und Behauptungen über Christen und Muslime transportiert. Wo bleiben Objektivität und Unparteilichkeit?
1) Der Film lässt nicht erkennen, dass sich der Sender der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik verpflichtet sähe, im Gegenteil, er spricht Relativismus und Beliebigkeit das Wort.


Der Film in voller Länge:

» zuschauerservice@br-online.de




Die Früchte von Obamas Ignoranz

Die Zeitgeschichte galoppiert manchmal in rasantem Tempo an den bundesdeutschen Medien vorbei. Ereignisse, die auf der internationalen Bühne wahre Wendepunkte darstellen, bleiben unbemerkt und folgerichtig unerwähnt. Und das Land schlittert als Ignorant in eine neue Weltlage hinein.

(Von Ivan Denes)

Eigentlich sollte eine derartige Entwicklung überhaupt nicht überraschen, zumal die zuständige staatliche Stelle, nämlich das Auswärtige Amt, von einer völlig unkompetenten Persönlichkeit geleitet wird. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken, besagt eine alte Volksweisheit. Jedoch für die Redakteure der außenpolitischen Seiten der Zeitungen und Sender kann und darf das chronische Versagen des AA keine Entschuldigung sein.

Der Mittlere Osten ist zur Zeit bekanntlich die explosivste Region der Welt, nicht zuletzt wegen der atomaren Rüstungsbestrebungen des Iran.

Der Ausbruch neuer gewaltsamer Auseinandersetzungen im Mittleren Osten erscheint zur Zeit bedrohlicher und wahrscheinlicher als sogar auf der koreanischen Halbinsel. Deswegen bedeutet jede Änderung des status quo, des bestehenden augenblicklichen Kräfteparallelogrammes in der Region eine potentielle Kriegsgefahr.

In diesem Kräfteprallelogramm spielten die Vereinigten Staaten die Rolle einer zentralen Achse mit ihren Bündnissen, Stützpunkten und Flotten. Bis zum Einzug von Barack Obama ins Weiße Haus, vor zwei Jahren.

Während die US-Regierung mit geradezu manischer Akribie versucht hat, die Frage der jüdischen Siedlungen im Westjordanland in den Mittelpunkt ihrer Mittelostpolitik festzulegen – nicht zuletzt um den verloren gegangenen guten Willen der moslemischen Welt zurück zu gewinnen – zerfällt das bisher bestehende Kräfteparallelogramm zu Ungunsten Amerikas, nicht zuletzt weil sich die Verbündeten der Vereinigten Staaten von der Politik Obamas schlichtweg verraten fühlen. Nicht nur Israel, sondern nahezu alle arabische Regierungen betrachten nicht die Siedlungen als wichtigste Bedrohung des Gleichgewichtes und des Friedens im Mittleren Osten, sondern die aggressive Expanionspolitik des islamofaschistischen Regimes des Iran, einschließlich dessen Strebens nach Kernwaffen. Ali Khamenei und Mahmud Ahmadinedschad haben wiederholt alle Aussöhnungsgesten Obamas zurückgewiesen. Der US-Präsident beharrt jedoch auf seiner Position des völligen Unverständnisses in Bezug auf den Iran. Die logische Folge: Araber und Israelis empfinden sich zu gutem Recht von Barack Obama verraten.

Der jüngste exemplarische Fall: Jordanien und die Hashemiten-Könige galten seit jeher mit zu den zuverlässigsten Verbündeten des Westens. Historiker erinnern nicht selten an das legendäre Gespräch König Abdullah I. mit Golda Meir, im Beduinenzelt.

König Abdullah II. gehörte zu den ersten führenden Staatsmännern, die vor der aufsteigenden Gefahr aus dem Iran zu warnen versucht hatte. Schon 2004 wies er auf die Gefahr des „schiitischen Mondsichels“ hin, der, ausgehend vom Iran, über Irak, Syrien, bis in den Libanon hineinreicht. Doch seine Warnungen verhallten wörtlich wie eine Predigt in der Wüste und seine übelsten Befürchtungen bewahrheiteten sich. Nicht nur Syrien und der Libanon gerieten unter iranischer Kontrolle, sondern auch der Irak, Qatar, die Türkei und Gaza. In letzter Zeit gerieten auch Oman, Bahrein und sogar der Jemen in den Sog des Mullah-Regimes. Aber in den deutschen Medien fanden diese ganz wesentlichen Informationen einfach keinen Platz.

Nun wurde am 12. Dezember des vergangenen Jahres der Stabschef des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedjad, Esfandiar Rahim Mashaei, in Amman von König Abdullah II. empfangen. Der Mann überbrachte eine formelle Einladung, Teheran zu besuchen. Abdullah nahm die Einladung an.

Triumphierend berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA, Mashaei habe erklärt, es werde eine neue Seite in der Geschichte der bilateralen Beziehungen angefangen; die beiden Ländern haben erhebliches Potential für eine „zukünftige Zusammenarbeit“. Abdullah soll bei dieser Gelegenheit die nuklearen Rechte des Iran anerkennen und unterstütze den Zugang des Iran zu friedlicher Nukleartechnologie.

Jordanien ist ein kleines, schwaches Land, das sich immer wieder gezwungen sah, wie eine Wetterfahne, sich nach der Windrichtung zu drehen. Im Verlauf der letzten zwei Jahre – de facto seit dem Enzug Obamas ins Weiße Haus – wuchsen die Sorgen der Jordanier Tag für Tag. In einer von WikiLeaks veröffentlichten diplomatischen Depesche schrieb der US-Botschafter in Amman, R. Stephen Beecroft, im April 2009 wörtlich: „Die jordanischen Anführer sind sehr darauf bedacht, nicht den Eindruck zu erwecken, sie versuchten die Vereinigten Staaten zu bedrängen, aber ihre Kommentare verraten eine untergründige Strömung des Zweifels, ob die Vereinigten Staaten wüßten, wie man mit dem Iran effektiv vorgehen müßte“. In diplomatischer Formel verklausuriert: die Jordanier wurden sich bewusst, dass man mit Amerika nicht weiter rechnen könne, dass Barack Obama dabei sei, seine Verbündeten im Regen stehen zu lassen.

Benjamin Netanjahu hat dies vom ersten Tag der Obama-Präsidentschaft zu fühlen bekommen und hat dementsprechend die israelische Politik ausgerichtet.

Nicht nur Jordanien scheint sich im Wind zu drehen. Die USA unterhalten wichtige militärische Einrichtungen und Stützpunkte in Qatar, Bahrain und Oman. In Bahrain hat die US-Flotte ihr Hauptquartier, in Qatar verfügen sie über den großen Luftwaffenstützpunkt A-Uded. Luftwaffe und Flotte der Amerikaner sind in Oman präsent. Auch in Kuwait und in den Emiraten gibt es amerikanische Stützpunkte, aber Qatar, Bahrein und Oman sind entscheidend. Nun wohl: im August vergangenen Jahres kündigte der Außenminister von Bahrein an, sein Land werde es nicht zulassen, dass sein Gebiet als Ausgangsbasis für offensive Operationen benutzt werde. Im Dezember beherbergte Qatar drei iranische Kriegsschiffe und eine Militärdelegation. Am Ende des Besuches wurde die Bereitschaft Qatars angekündigt, gemeinsam mit den iranischen Revolutionsgarden Manöver zu veranstalten. Schließlich unterschrieb der Oman schon im August eine Vereinbarung zur gemeinsamen Verteidigung mit den Mullahs in Teheran.

Barack Obama und mit ihm der Westen ernten die Früchte der fatalen Kehrtwende, ja der Aufgabe der traditionellen amerikanischen Politik. Kein Wunder, dass die Freunde und Verbündete der USA diese Politik als Rückzug Obamas aus der Wirklichkeit empfinden, so wie es schon in 1979 mit dem naiven US-Präsidenten Jimmy Carter geschah, der die Machtergreifung des Ajatollah-Regimes im Iran ermöglichte. Der Rest ist Geschichte.

Zum Autor: Ivan Denes (81), wohnhaft in Berlin, ist Jude und wurde von den Nazis genauso verfolgt wie von den Kommunisten. 2009 erschien im WPR-Verlag sein Buch „politisch unkorrekt“ (9,80 Euro, 128 Seiten), in 2011 soll Teil 2 folgen. Kontakt: ivan.denes@t-online.de.




CSU: Islamverbände-Distanzierung nicht genug

Während sich die Spitze der Münchner CSU schwertut, die eindeutige Distanzierung der Islamverbände von der Scharia zu fordern, kritisiert der Münchner CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer die aus seiner Sicht unzureichende Distanzierung vom Massaker in Alexandria. Diese sollten, so der Unionsfraktions-Vize, ihre Abscheu noch klarer formulieren. Doch die Erklärung auf islam.de ist mehr als eindeutig – wenn man denn weiß, in welchem Zusammenhang man diese lesen muss und wie die zitierte Koranstelle zu verstehen ist.

(Von nockerl)

So schreibt der Koordinationsrat der Muslime (KRM):

KRM verurteilt das Selbstmordattentat im ägyptischen Alexandria, bei dem mehrheitlich christliche Zivilisten getötet und verletzt wurden

Köln – Früh morgens gegen halb eins am heutigen Samstag explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor einer Kirche in Alexandria. Bei der Detonation kamen 21 Menschen ums Leben und 43 wurden verletzt. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen. Eine nahegelegene Moschee wurde von wütenden Christen beschädigt. Von unterschiedlichen Seiten werden subversive Kräfte für den Anschlag verantwortlich gemacht.

Es wurde ein Attentat, das laut aina.org kein Selbstmordattentat war, auf eine Kirche verübt. Dabei hatten die Dschihadisten das Ziel, möglichst viele Ungläubige zu töten. Mit 21 Todesopfern unter den dort versammelten Christen ist dies den Gotteskriegern auch gelungen, so dass unmittelbar nach dem Anschlag Begeisterung bekundende „Allahu Akbar“-Rufe zu hören waren.

Man könnte die Verwendung des Wortes „dabei“ in der Erklärung anstatt der Formulierung „dadurch kam es zu Ausschreitungen“ noch einer unscharfen Ausdrucksweise zuschreiben, wenn denn die Forderungen gegenüber der Gesamtgesellschaft, islamische Anliegen zu berücksichtigen, nicht durchgehend in sehr präzisem Deutsch verfasst wären.

Das Abstellen auf „subversive Kräfte“ zeigt allerdings spätestens in aller Klarheit auf, wohin die Reise geht. Es soll verschleiert und abgelenkt werden. Es geht nicht um „subversive Kräfte“, es handelt sich um Dschihadisten, die gemäß dem Auftrage Allahs den Kampf gegen die Ungläubigen führen.

Doch der Koordinationsrat behauptet im Folgenden, niemand könne sich bei solchen Anschlägen auf Kirchen auf den Koran berufen, denn schließlich fordere Allah nicht nur den Schutz des Lebens, sondern auch den von Gotteshäusern.

Der Koordinationsrat der Muslime verurteilt diesen feigen und schrecklichen Anschlag auf das Schärfste.Der Sprecher des KRM Erol Pürlü äußerte sich bestürzt: „Wir verurteilen diesen schrecklichen und unmenschlichen Anschlag auf das Schärfste. Wer Menschen so hinterhältig und grausam Schaden zufügt und ermordet, kann sich auf keine Religion oder eine andere Weltanschauung berufen. Der Koran fordert den Schutz des Lebens und den Schutz von Gotteshäusern.“

Sure 22, 40: „Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt hätte, so wären fürwahr Mönchsklausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen zerstört worden, in denen Allahs Name häufig genannt wird.“

Der Koordinationsrat geht bestimmt nicht fehl, wenn er annimmt, damit den ein oder anderen beruhigen zu können. Aber so mancher wird sich fragen, aus welchem Zusammenhang dieses Zitat denn stammt.
Das wird klar, wenn man sich die Erklärung von Robert Spencer zu diesem Abschnitt durchliest, die das Koranblog – wie zum Rest des gesamten(!) Korans – ins Deutsche übertragen hat. Hier nun also Robert Spencer zu den das Zitat umgebenden Versen der 22. Sure. Eine Stelle, die Osama Bin Laden als Rechtfertigung zum Dschihad gegen die USA diente:

Maududi weist darauf hin, daß die Verse 25-78 nicht lange, nachdem die Moslems von Mekka nach Medina ausgewandert sind, enthüllt wurden und um diese Zeit der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, sich besonders heimwehkrank fühlten. Die heidnischen Kuraisch kontrollierten Mekka zu dieser Zeit und hatten die Moslems von der Abhaltung der Pilgerfahrt ausgesperrt. „Daher könnten sie sogar dafür gebetet und die göttliche Erlaubnis erwartet haben, Krieg gegen jene Tyrannen zu führen, die sie aus ihren Heimen vertrieben hatten und sie vom Besuch des Hauses Allahs abhielten und es für sie schwierig machten, dem Weg des Islam zu folgen. Es war in genau dieser psychologischen Situation, dass diese Verse herabgesandt worden sind.“
[…]
Jene, die aus ihren Heimen vertrieben und auf andere Weise gequält worden sind, haben die Erlaubnis, jene zu bekämpfen, die ihnen Unrecht angetan haben (Verse 39-40). Gemäß Mujahid, Ad-Dahhak, Ibn ‚Abbas, ‚Urwah bin Az-Zubayr, Zayd bin Aslam, Muqatil bin Hayan, Qatadah und anderen, war dies der erste über den Dschihad enthüllte Vers – das heißt, sagt Maududi: „Der Vers 39 ist der erste Vers, der den Moslems gestattet, Krieg zu führen“. Dieser Vers ist auch der Sinnspruch von Osama bin Ladens Brief vom 6. Oktober 2002 an das amerikanische Volk, in dem er seine Motive und Ziele detailliert anführt.
[Der Guardian brachte damals eine komplette englische Dokumentation dieses Schreibens.]

Es geht dabei also nicht nur um das Zurückschlagen Vertriebener, sondern um die Rache für alles Unrecht, das den Muslimen angetan wurde. Dabei muss man verstehen, dass schon die Zurückweisung des Glaubens den Kampf gegen die Ungläubigen nicht nur rechtfertigt, sondern sogar zur Pflicht macht, wie es sich noch eindeutiger aus später „offenbarten“ Suren ergibt. Doch bleiben wir bei der Stelle, die der Koordinationsrat für seine „Distanzierung“ gewählt hat.

Hierzu schreibt Robert Spencer unter Verweis auf die dem Vers 40 folgenden Verse:

Die Moslems „wenn WIR sie in dem Land einsetzen, führen rechtmäßiges Gebet und das rechtmäßiges Almosengeben ein, befehlen das Rechte und verbieten das Unrechte“ (Vers 41) – das heißt, sie etablieren die angemessene Ordnung der Gesellschaft. Aber die, die die Botschaft der Moslems zurückweisen, werden letztendlich vernichtet, so wie die Ungläubigen von vergangenen Zeitaltern (Verse 42-48). Allah sagt Mohammed, wie er die Ungläubigen anreden soll, nämlich indem er ihnen sagt, daß er ihnen eine Warnung ausspricht: Folgt dem Weg der Rechtschaffenheit oder seht dem Höllenfeuer ins Auge! (Verse 49-51)

Der Koordiantionsrat der Muslime zitiert zur Distanzierung von Gewalt den Koran an einer Stelle, in der Allah die Gläubigen dazu auffordert, dort die Scharia (befehlen das Rechte und verbieten das Unrechte) einzuführen, wo sie eingesetzt werden. Wer sich dem nicht fügen will, der wird vernichtet – wie die 21 toten Christen in Alexandria.

Und so bleibt nur, sich dem Wunsch des Koordinationsrates anzuschließen, dass dieser sein Beileid ausspricht und sich dieses nicht nur wünscht. Wobei auch hier die Frage ist, ob man aus Unkenntnis oder aus Kalkül sprachliche Fehler begeht.

Der KRM wünscht den Hinterbliebenen sein aufrichtiges Beileid und eine schnelle Genesung für die Verwundeten.

Deutschland hingegen wäre zu wünschen, dass die Politik es vermag, von den Islamverbänden die eindeutige, schriftliche und endgültige Distanzierung von der Scharia abzuverlangen. Doch dieses Verlangen vermag die CSU in München noch nicht einmal durchzusetzen, bevor sie ein islamisches Mammutprojekt zur Durchsetzung des Islam in Europa unterstützt. Insofern kann man die Forderung nach „eindeutiger“ Erklärung zur Abscheu gegebenüber des Massenmordes in Alexandria, wie sie die CSU von den hiesigen Islamverbänden fordert, als das abtun, was es ist: Eine reine Politshow!

Doch auch die Grüne „Menschenrechtspartei“ trägt im Gewande des Volker Beck zu dieser politischen Phrasendrescherei bei. Seine Aussagen sind erhellend, da der Menschenrechtsaktivist tatsächlich befindet, die Religionsfreiheit, wie sie die Scharia gewähre, sei nicht ausreichend.

Der Spiegel zitiert Beck:

Ägypten gewähre Religionsfreiheit nur im Rahmen der Regeln der Scharia, des islamischen Religionsgesetzes. Das reiche aber nicht aus, „um islamistischen Wirrköpfen die Stirn zu bieten.“

Nach dieser Erklärung geht Volker Beck davon aus, dass die „Relgionsfreiheitsregeln“ der Scharia zwar ein Ansatz seien, um „islamistischen Wirrköpfen die Stirn zu bieten“, der aber nicht ausreiche. Für die Grünen dürfte somit der Koordinationsrat auf dem richtigen Weg sein. Oder wie es im schönsten Politikerdeutsch heißt: Der Koordinationsrat hat aus Sicht der Grünen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Wie Beck allerdings darauf kommt, die Attentäter seien Wirrköpfe, erschließt sich nicht. Sie folgen nur der Aufforderung Allahs zur Bekämpfung der Ungläubigen. Es steht daher zu vermuten, dass Beck genauso viel im Koran gelesen hat wie Christian Ströbele, das heißt gar nicht.

Daher müssen wir uns noch mit Erklärungen des Koordinationsrates der Muslime zufrieden geben, in denen dieser die Friedlichkeit des Islam dadurch vorspiegelt, dass er die Stelle mit der Aufforderung zur Einführung zur Scharia – auszugsweise – zitiert. Zu glauben, er käme damit gegenüber der etablierten politischen Klasse durch, ist wohl keine ganz unberechtigte Hoffnung.




SVP-Politiker will Hassprediger ausschaffen

Lukas ReimannDer St. Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann (Foto) will gemeinsam mit der jungen SVP islamische Hassprediger wie den tunesischen Imam Larbi Guesmi, der als Flüchtling in der Schweiz lebt und auf der Website Alhiwar.net daran erinnert, die „Sprengstoffgürtel gegen die Verräter“ nicht zu vergessen (PI berichtete) nach dem neuen Gesetz über die Ausschaffung krimineller Ausländer des Landes verweisen.

Er fordert in einem parlamentarischen Vorstoß, dass die Schweiz alle Personen ausschafft, die öffentlich zu Hass, Gewalt oder Terror aufrufen.

20 Minuten berichtet:

Reimann entgegnet, dass heute viel zu selten so hart durchgegriffen werde. Allein die Aufnahme der Hassprediger in den Ausschaffungs-Katalog könne hier Abhilfe schaffen, sagt auch Rechtsanwalt Manuel Brandenberg, der die SVP in der Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative vertritt: „Sie könnte ein Signal an die Staatsanwälte senden, den Straftatbestand konsequenter anzuwenden.“

Von der positiven Wirkung eines aktiven Vorgehens gegen Hassprediger aufgrund des neuen Ausländergesetzes ist Reimann überzeugt. Er schreibt auf seinem Blog:

Immer häufiger sind in der Schweiz ausländische Extremisten – insbesondere Islamisten – aktiv, die öffentlich zum Hass gegen den Westen oder gar zu Gewalt, Mord oder Terror aufrufen. Solche Einwanderer sind keine Bereicherung für die Schweiz, sondern eine Gefahr für die Sicherheit des Landes und für ein friedliches Zusammenleben. Sie sind deshalb konsequent aus der Schweiz auszuschaffen. In den Ausschaffungs-Katalog von Art. 121 Abs. 4 der Bundesverfassung sind auch alle Personen – insbesondere sogenannte Hassprediger – aufzunehmen, die öffentlich zu Gewalt, Mord oder Terror aufrufen.

Wird der Hassprediger-Zusatz in den Ausschaffungs-Katalog der Schweizer Verfassung aufgenommen, könnte dies eine politische Signalwirkung auf ganze Europa haben, wobei die erneute mediale Verteufelung der Schweizer wohl auch kaum auf sich warten ließe.




Berlin: Polizisten bei Rettungseinsatz attackiert

Berlin: Polizisten bei Rettungseinsatz attackiertIn der Neujahrsnacht sahen Berliner Polizisten während eines Einsatzes zufällig, dass auf einem Balkon im vierten Obergeschoss ein Feuer ausgebrochen war. Sie alarmierten die Feuerwehr und gingen ins Haus, um die Mieter zu warnen. Dort wurden sie von etwa zehn Ausländern massiv angegriffen, weil die Feuerwehr, die von den Beamten erst alarmiert wurde, noch nicht eingetroffen war.

Die Männer prügelten zur Unterstützung ihrer „Argumente“ auf die helfenden Polizisten ein und ließen erst ab, als diese Verstärkung anforderten.

Der Tagesspiegel berichtet:

Leider sei es oft so, dass angetrunkene, aggressive Personen Streit suchten und ihnen jeder Anlass recht sei, sagt Polizeisprecher Opitz. In der Neujahrsnacht geschehe dies häufig. Wie berichtet, waren auch in anderen Bezirken in Berlin Polizisten angegriffen worden. „Unsere Leute sind darauf vorbereitet“, sagt Opitz, es gebe immer wieder Schulungen und seit Jahren auch spezielle Programme wie „Transfer interkultureller Kompetenz“, mit dem der Kontakt der Beamten mit Migrantencommunitys gefördert werden soll.

„Da spielen ja oftmals kulturelle Besonderheiten eine Rolle, über die wir nur wenig wissen“, sagt Opitz.

Wenn Leute mit „Migrationshintergrund“ wild um sich schlagen, ist dies also eine „kulturelle Besonderheit“.

Das Phänomen „Gewalt gegen Helfer“ ist nicht neu, war auch schon einige Male Thema im Abgeordnetenhaus, aber es nimmt nach Ansicht von Feuerwehrsprecher Klaus-Dieter Weiß zu. „Die Aggressivität ist manchmal sehr erschreckend“, sagt er. Schuld daran sind seiner Ansicht nach zum einen Alkohol und andere Drogen, die viele hemmungslos werden lassen. Zum anderen fehle es auch generell am Respekt. Weiß hat bei Einsätzen in der Silvesternacht selbst erlebt, wie mit Raketen und Knallkörpern gezielt auf Feuerwehrfahrzeuge geschossen wurde.

„Die Akzeptanz jeglicher staatlicher Gewalt ist gesunken“, sagt auch Michael Nötlich vom Lagedienst der Berliner Feuerwehr: „Und was die Angriffe auf unsere Mitarbeiter angeht, da gibt es seit Jahren eine steigende Tendenz.“ Dabei gehe es nicht um das manchmal auch aggressive Verhalten von Menschen, die durch einen Unglücks- oder Todesfall nicht mehr rational reagieren könnten, unter Schock stünden oder in Panik verfielen. „Damit können wir umgehen, das ist ja unser täglich Brot“, sagt Nötlich. Aber Angriffe aus nichtigen oder überhaupt nicht ersichtlichen Gründen seien für viele Feuerwehrleute eine bittere Erfahrung.

Dass der Islam etwas mit diesem immer stärker werdenden Gewalt-Phänomen zu tun haben könnte, traut sich niemand zu sagen. Der Alkohol und die Drogen sind Schuld? Aber die gab’s schon vor 20 Jahren. Was hat sich verändert, das die Gewalt derart ansteigen und die „Akzeptanz jeglicher staatlicher Gewalt“ derart sinken ließ? Eine ehrliche Antwort auf diese Frage traut sich keiner zu formulieren, denn das wäre sehr inkorrekt und würde den Verdacht der religiösen Diskriminierung erwecken.

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Kooperierte ägyptische Polizei mit Attentätern?

Die Explosion des Autos, die vor der Heiligen Koptischen Orthodoxen Kirche in Alexandria losging, tötete 21 und verletzte 96 Gemeindemitglieder, die an der Messe zur Neujahrsnacht teilgenommen hatten. Gemäß Kirchenvertretern und Augenzeugen gibt es viele Opfer, die immer noch nicht identifiziert sind und deren Körperteile auf der Straße außerhalb der Kirche verstreut lagen. Die Körperteile wurden erst mit Zeitungen bedeckt, dann aber in die Kirche gebracht, nachdem einige Muslime anfingen, auf ihnen herumzutrampeln und jihadistische Sprechgesänge von sich zu geben.

(Von Mary Abdelmassih, aina.org / Übersetzung: antifo)

Dieses Video zeigt die mit Zeitungspaper bedeckten toten Körper und Gliedmaßen in der Straße:

Laut Augenzeugen fuhr kurz vor Mitternacht ein grüner Skoda vor der Kirche vor. Zwei Männer stiegen aus, einer der beiden sprach kurz über sein Mobiltelefon und die Explosion ereignete sich dann kurz nachdem sie verschwunden waren. Auf der Rückseite des Skodas war ein Aufkleber mit den Worten „der Rest kommt noch“.

Das Video mit dem explodierten Auto und auf dem Allahu Akbar-Rufe zu hören sind.:

Es wurde berichtet, dass die vor Ort hergestellte Bombe 100 kg Sprengstoff und zusätzlich Nägel, Glas und Eisenkugeln enthielt. Sie ließ nicht nur Glasscheiben in der gesamten Nachbarschaft zu Bruch gehen, sondern schleuderte auch Körperteile in das vierte Stockwerk des Gebäudes und zu der gegenüber der Kirche liegenden Moschee.

Es gab zunächst kein Bekennerschreiben, aber die Behörden beschuldigten eilig Al Qaida oder den israelischen Mossad hinter der Explosion zu stecken; niemand jedoch erwähnte die ägyptische Staatssicherheit, die von den Kopten als der eigentliche Schuldige angesehen wird.

Um seine Sicherheitskräfte vor dem Vorwurf der Nachlässigkeit zu schützen, sagte der Innenminister, daß es sich bei der Explosion um einen „Einzelfall“ handele, die von einem einzelnen Selbstmordattentäter mit einer Sprengstoffgürtel ausgelöst worden sei und daß sie nichts mit dem explodierten Auto zu tun hätte. Der Gouverneur von Alexandria behauptete, der Angriff habe gleichermaßen auf Muslime und Christen gezielt.

Nach der Explosion hatten sich traumatisierte Kopten über den „Allahu Akbar“-Sprechchor der Muslime geärgert und angefangen Steine auf die Moschee zu werfen. Sofort erschienen die Sicherheitskräfte, die während der Autoexplosion und den nachfolgenden Ereignissen gefehlt hatten, und schossen mit Tränengas auf die Kopten, die ihrerseits Steine auf sie schleuderten, wie ein Augenzeuge berichtet. Fünfzehn Kopten wurden von den Sicherheitskräften in ihren Häusern verhaftet.

Nach dem Freitagsgebet am 31. Dezember und vor der Al-Kayed-Gohar-Moschee in Alexandria, hatten salafistische Moslems zum siebzehnten Mal gegen die koptische Kirche und ihren Papst Shenouda III. demonstriert, wobei sie die Drohungen der irakischen Al Qaida gegen Ägyptens koptische Kirche wiederholten und die Freigabe der zwei Priesterfrauen Wafaa Constatine und Camilia Shehata forderten, von denen sie behaupten, dass sie zum Islam konvertiert seien, dass sie jedoch gegen ihren Willen von der Kirche in Klöstern festgehalten würden. (AINA 11-12-2010).

Nach dem Massaker in der “Maria Erlöserin”-Kirche in Bagdad am 31. Oktober 2010 drohte Al Qaida der koptischen Kirche und forderte die Herausgabe muslimischer Frauen, die von der Kirche festgehalten würden; wenn nicht, würden Christen überall zum Angriffsziel werden. Als Resultat davon erhöhten die Sicherheitskräfte den Schutz um die koptischen Gebetsstätten, nachdem Präsident Mubarak gesagt hatte, er wäre dem Schutz der Christen verpflichtet, „die mit terroristischen und extremistischen Kräften konfrontiert sind“.

„Die Sicherheitskräfte müssten wissen, dass diejenigen, die da demonstriert haben, die Hand der Al Qaida in Ägypten sind“, sagt Hany el-Gezeiry, der Sprecher von Copts4Egypt. „Sie hätten sie festnehmen sollen, um zu untersuchen, wer hinter ihnen steckt. Die wollen Ägypten von innen zerstören und die Regierung schwieg dazu, gab ihnen freie Hand zu tun, was sie wollten. Ich glaube Al Qaida hat erreicht, was sie wollten.“

El-Gezeiry fragt, warum man diesen Skoda vor der Kirche hat parken lassen, obwohl das in dem von den Sicherheitskräften abgesperrten Bereich war und man doch wusste, dass Al Qaida schon erklärt hatte, dass sie kriminelle Angriffe gegen Kirchen beabsichtigen.

Augenzeugen bestätigten, dass die Sicherheitskräfte, die die Kirche bewachten, sich etwa eine Stunde vor der Explosion zurückzogen und nur vier Polizisten und einen Offizier zurückließen, um eine so große Kirche zu bewachen und fast 2000 Personen, die an der Mitternachts-Messe teilnahmen. „Normalerweise würden sie doch warten bis die Messe vorbei ist“, sagte el-Gezeiry. Er kommentierte auch die Schadenfreude der Muslime über das Massaker an der Kirche, von denen „Allahu Akbar“-Rufe gehört wurden.

„Ist das ein Sieg?“, fragt er. „Wer immer dieses Feuer und die sterbenden Menschen und die überall herumliegenden Körperteile sah und dabei ‘Allahu Akbar’ ruft, ist ein Terrorist.“

Am 6. Januar 2010, kurz vor dem Weihnachts-Massaker in Nag Hammadi, zogen die Sicherheitskräfte sich von der Bewachung der Kirche zurück, wenige Stunden bevor die koptische Kongregation beschossen wurde.

Der Anwalt Mamdouh Nakhla, Sprecher des Al-Kalema Menschenrechts-Zentrums, fragt sich, ob die Staatssicherheit ein Komplize oder einfach nur zu feige ist, um die Auseinandersetzung mit den Islamisten in Ägypten zu führen, die das Kirchen-Massaker zu verantworten haben. „Die Verbrecher sind hier aus der Gegend und diejenigen, die es begangen haben, sind auch bekannt; außerdem gab es am selben Tag eine Demonstration, bei der die selbe Rhetorik angeschlagen wurde wie von Al Qaida. Auf der Webseite Al Mujahedeen wird gedroht, ähnliche Angriffe in weiteren Kirchen auszuführen. Auf dieser Seite gibt es die Adressen der Kirchen und auch wie man Bomben herstellt. Wissen die Sicherheitskräfte das etwa nicht?“

„Wer sagt, das wäre ein ausländischer oder israelischer Anschlag gewesen, der versucht, das Verbrechen herunterzuspielen und versucht diese Mörder dieses Massakers zu schützen, und ich halte ihn für einen Komplizen“, sagt Nakhla.

Nakhla sagt, er bereite eine Beschwerde an Präsident Mubarak vor, die den Rücktritt von Innenminister Habib el Adly fordert, weil er bei seiner Pflicht, die Kopten zu schützen, gescheitert ist, und weil er nicht die Wahrheit sagt, wenn er erklärt, es sei ein Selbstmordattentat eines Einzelnen gewesen, obwohl doch jeder das explodierte Auto hat sehen können; nur um seine schützende Hand über seine Sicherheitsleute zu halten, obwohl sie den Skoda vor der Kirche haben parken lassen. „Diese 100 kg-Bombe kann nicht von einem Einzelnen transportiert worden sein, wie uns der Innenminister das glauben machen will.“

Am 1. Januar fand beim St. Mina-Kloster in Mariout, 50 km außerhalb von Alexandria, die Beerdigung der 21 bei diesem Kirchenmassaker Getöteten statt. Vertreter des Präsidenten, Minister und der Gouverneur von Alexandria waren ebenso anwesend wie nahezu 10.000 Kopten, die eigens von Alexandria angereist waren. Nach der Beerdigungszeremonie machten die Kopten ihrer Wut auf den Gouverneur von Alexandria Luft und riefen „Tritt zurück“ und „Wir wollen Dich nicht mehr.“

» WELT: Koptische Christen fürchten Terror in Deutschland




Bremer CDU-Quotentürke Yazici lässt tief blicken

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Bremens CDU-Chef Röwekamp den 33-jährigen Oguzhan Yazici (Foto) nach nur eintägiger Mitgliedschaft (!) auf den ausichtsreichen Listenplatz 17 zur im Mai anstehenden Bürgerschaftswahl gehievt hat. Jetzt hat der Erfinder des Wortes 2010 „Wutbürger„, taz-Redakteur Benno Schirrmeister, den Polit-Karrieristen zum Interview gebeten.

Die taz schreibt:

Der gewalttätige Macho ist weitgehend ein Konstrukt – auch der Medien, sagt Ouzhan Yazici. Für die Bremer CDU tritt der Jurist bei den Bürgerschaftswahlen an, doch als Alibi-Türke sieht er sich nicht. Ein Gespräch über den Pluralismus der Union, ein besseres Jugendstrafrecht und den Rechtsradikalismus der Mitte.

taz: Herr Yazici, Sie sind seit fünf Wochen in der Bremer CDU…

Ouzhan Yazici: …das kommt hin

… und sind ihr im Zuge der Listenaufstellung beigetreten. Wie zerstreuen Sie den Verdacht, der Alibi-Türke zu sein?

Durch gute Arbeit und meine Grundüberzeugung.

Ihren Listenplatz schreiben trotzdem viele Ihrem Migrationshintergrund zu. Stört Sie das nicht?

Nein, mich spornt das eher an, wenn sich die Leute fragen: Was befindet sich wohl in diesem Überraschungspaket? Ich will diejenigen, die mich auf meine Herkunft reduzieren, durch sachorientierte Arbeit überzeugen.

Als Migrationspolitiker?

Darauf lasse ich mich nicht beschränken. Ich interessiere mich für eine Reihe von Politikfeldern – vor allem Jugendrecht und Jugendpolitik …

(…) Und woher kommt das Interesse am Jugendrecht?

Ich habe in den letzten Jahren viel in diesem Bereich praktisch gearbeitet. Und ich habe über Jugendkriminalität promoviert. Ich habe mich kritisch mit der Macho-These des Kriminologen Christian Pfeiffer auseinander gesetzt …

… die migrantische Gewalt auf eine Macho-Kultur zurückführt.

Ich argumentiere dagegen, dass es oft zur gesellschaftlichen Konstruktion von gewalttätigen Menschen kommt – und es deshalb darum gehen müsste, diese zu dekonstruieren.

Das heißt?

Der gewalttätige Macho ist weitgehend ein Konstrukt, auch der Medien. Dabei wird aber gerne die Täter-Opfer-Ambivalenz übersehen, also, dass die meisten Täter auch die meiste Gewalt zu spüren bekommen.

Das stand aber doch in der Pfeiffer-Studie drin?

Die Frage ist bloß, welche Schlüsse man daraus zieht. Pfeiffer behauptet, familiäre Gewalterfahrungen wären entscheidend. Ich meine, er entlässt damit nur den Staat aus der Verantwortung.

Wo könnte der denn sinnvoll eingreifen?

Mit Sicherheit nicht durch eine Verschärfung des Strafrechts oder sogenannte Boot-Camps, wie ja gelegentlich gefordert wird. Nein, es gilt immer noch das, was Franz von Liszt bereits vor mehr als hundert Jahren gesagt hat: dass die beste Kriminalpolitik eine gute Sozialpolitik ist. (…)

Bei Interesse bitte hier weiterlesen…