Frühstückseier trotz „Dioxinskandal“

Mir war immer klar, dass ich bei meinem Lebenswandel eines Tages Probleme mit meinen Eiern bekommen würde. Seit Jahrzehnten esse ich jeden Tag zum Frühstück zwei, und nun habe ich den Salat. Nicht dass mich die Hiobsbotschaften aus Niedersachsen gekümmert hätten, wo die Hühner mit Dioxin aus umweltfreundlichem Biodiesel gefüttert werden. Man musste ja nur einige Politiker aus Niedersachsen kennen, dann war einem klar, dass dort mit der Aufzucht etwas schief läuft.

(Von Schalk Golodkowski)

Nein, es ist die Nachricht, dass der „Dioxinskandal“ nun meine geliebte Heimat Baden-Württemberg erreicht hat. Es gibt Hinweise auf belastete Schlachttiere und kontaminiertes Flüssigei, das zur Herstellung von allen möglichen Teigwaren verwendet wird, die man in Supermärkten kaufen kann. Darunter auch Spätzle.

Die Südwestpresse, ein Zeitungsorgan, das trotz oder gerade wegen seines eher zurückhaltenden Niveaus bei uns weit verbreitet ist, meldet es heute in großen Lettern: „Dioxinskandal erreicht Land“. Der Chef des linkslastigen Politikressorts, Wilhelm Hölkemeier, hat diesmal sogar auf Unternehmerschelte verzichtet – wohl wissend, dass seine Kommentare zu einem nicht unbeträchtlichen Teil von Bauern gelesen werden, für die das Blatt in erster Linie wegen der Klein- und Todesanzeigen unverzichtbar ist – und gibt dem Verbraucher die Schuld. Wem für die eigene Ernährung das Billigste gut genug sei, der dürfe sich nicht beschweren, wenn Bauern und Händler aufgrund des Preisdrucks so scharf rechnen müssten, dass Betrüger leichtes Spiel hätten. Ich gebe ihm ja Recht, wenn er damit ausdrücken wollte, dass die Lebensmittel bei artgerechter Haltung – der Tiere, nicht der Menschen – dreimal so viel kosten müssten und auch nicht unbedingt jeder jeden Tag Lebensmittel zu sich nehmen muss. Ob damit allerdings künftig solche „Skandale“ vermieden werden können, ist zweifelhaft.

Denn Dioxin ist überall! Nur in kleinen Dosen natürlich, darum misst man es in Pikogramm (pg). Ein Pikogramm ist ein Billionstel Gramm. Aber diese Dioxin-Pikogramme haben es in sich. Man sollte pro Tag nicht mehr als zwei pg pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen, sonst stirbt man oder wird wahnsinnig. Dieser Meinung ist zumindest die WHO, die sich damit auskennt. Bei Eiern dürfen es auch schon mal drei Pikogramm sein. Wenn man dem Umweltbundesamt glauben darf, nimmt der Mensch am Tag 0,7 Pikogramm pro kg Körpergewicht auf. Man hat das an Leichen mit Hilfe fein kalibrierter Küchenwaagen gemessen.

Zu diesen 0,7 pg reinem Dioxin kommen dann noch 1,3 pg dioxinähnlicher polychlorierter Biphenyle (PCB), PCB wurde 1989 bei uns verboten. Zuvor verwendete man es zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen und es war daher sehr gefährlich, wenn man die Kunststoffverpackungen von Lebensmitteln gleich mit aß. Weltweit ist PCB seit 2001 verboten, aber es ist noch ausreichend davon in der Umwelt vorhanden. Über die Nahrungskette gelangt es ins Fettgewebe von Tier und Mensch. Die Schweizer haben letztes Jahr ein Fangverbot für Aale im Rhein erlassen, weil den Aalen PCB offenbar besonders gut schmeckt und sie die Grenzwerte um ein Vielfaches übertrafen. Im Jahr 2008 wies Schweinefleisch aus Irland eine PCB-Konzentration auf, die etwa 2500-mal höher war als die Dioxinkonzentration. Die Tiere hatten verunreinigtes Futter erhalten. Der Futtermittelhersteller recycelte Lebensmittelreste zu Tierfutter, und vermutlich war beim Betrieb seiner Trocknungsanlage ein Öl eingesetzt worden, das mit PCB belastet war.

In den niedersächsischen Eiern hat man bis zu 12 Pikogramm Dioxin gefunden. Das mag Ihnen hoch erscheinen, aber wenn Sie nur alle vier Tage Eier essen, stimmt die Rechnung wieder und Sie werden niemals sterben. Bei mir hingegen sieht es düster aus. Zwei Eier pro Tag seit der Geburt, das bringt den stärksten Mann um. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Muttermilch und der Plazenta ebenfalls hohe Dioxinkonzentrationen vorkommen. In Schweden wird deshalb jungen Frauen und Mädchen empfohlen, nur einmal pro Monat Fisch aus der Ostsee zu essen, damit sie, falls sie je schwanger werden sollten, nicht so hoch mit Dioxin angereichert sind. Davon wusste meine Mutter natürlich nichts.

Woher kommt nun aber dieses Dioxin, fragt man sich. Wenn man doch weiß, wie gefährlich es ist, warum wird es dann nicht nach Russland ausgeschafft? Die PHB-Altlasten habe ich bereits genannt. Die größten Dioxin-Emissionen in Deutschland fallen heutzutage bei der Metallproduktion und beim Sintern an. 2004 betrug die Jahresmenge 110 g l-TEQ (Internationale Toxizitätsäquivalente). Im Jahr 1990 waren es allerdings noch 1.474 g I-TEQ, also mehr als das Dreizehnfache. Man mag sich gar nicht vorstellen, was noch früher, zum Beispiel beim Aufrüsten für unsere beiden Weltkriege, in die Luft geblasen wurde, oder in der DDR, in der man bis 1989 gar nicht wusste, dass es blauen Himmel und eine Sonne gibt. Auch „Kleinfeuerungsanlagen“ – im Klartext unsere Heizungen – schlagen übrigens mit 20 g I-TEQ ordentlich zu Buche.

Umso erstaunlicher, dass wir heute eine so hohe Lebenserwartung haben. Man müsste meinen, bei den Mengen an Gift wären alle über 20 bereits mausetot. Darin liegt auch meine Hoffnung, daher habe ich der Bäuerin, die mir morgen wie jeden Samstag meine Dioxin-Eier bringt, noch nicht abgesagt. Todesmutige sind herzlich zum Frühstück eingeladen.

» WELT: „Herr Pollmer, schmeckt Ihnen ihr Frühstücksei noch?“




Margot Käßmann gegen EU-Beitritt der Türkei

Margot KäßmannDie frühere Landesbischöfin Margot Käßmann hat sich als Gast der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth gegen einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen. Nie habe sie verstanden, warum man die Türkei, ein Land, in dem keine Glaubensfreiheit herrsche, in die EU aufnehmen wolle. Solange dort Menschenrechte missachtet würden und Christen Schwierigkeiten hätten, Kirchen zu errichten, könne sie das nicht befürworten. „Dann noch eher Israel“, meint sie. „Das liegt auch am Mittelmeer.“ Auch beim Thema Integration äußerte sie sich überraschend politisch inkorrekt: Natürlich müssten alle Deutsch lernen und die Scharia dürfe nie eine Geltung haben.




„Westen fehlt Bewusstsein für ‚roten Holocaust'“

Anders als die wegen ihrer jüngsten Äußerungen kritisierte Linken-Chefin Gesine Lötzsch warnt der lettische Filmemacher Edvins Snore vor der Verharmlosung des Kommunismus, den er seinem Wesen nach als mörderisch bezeichnet. Im Interview mit der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT sagt Snore: „Der Kommunismus verstand unter Gleichheit die reale physische Ausrottung aller, die nicht seiner Ideologie entsprachen. Die Massenmorde waren keine Entartung, sondern Programm.“

Für Snore unterscheiden sich Nationalsozialismus und Kommunismus nur äußerlich. Sie seien „verfeindete Fraktionen der gleichen Idee“. Der Lette beklagt, dass es in Westeuropa bis heute kaum ein Bewußtsein für den „roten Holocaust“ gebe und wirft den westlichen Intellektuellen Doppelmoral und Verantwortungslosigkeit im Umgang mit der Geschichte vor.

Snore (Foto l.) ist Autor der Dokumentation „The Soviet Story“, die 2008 im Europäischen Parlament uraufgeführt und in Westeuropa wie in den meisten osteuropäischen Ländern positiv besprochen wurde, während sie in Rußland heftige Proteste provozierte. Auf Filmfestivals erhielt Snore mehrfach Auszeichnungen, deutsche Fernsehstationen zeigten dennoch bis heute kein Interesse an dem Film.

(Das ganze Interview mit Edvins Snore gibts in der neuen Print-JF vom 7. Januar 2011)

Hier der Film „The Soviet Story“ in voller Länge (85 min) mit deutschen Untertiteln:

Teil 1:

Teil 2:

(Foto oben: Der erste Massenmord des zweiten Weltkriegs fand im Frühjahr 1940 im Wald bei Katyn statt, wo sowjetische Kommunisten etwa 20.000 polnische Gefangene ermordeten / Auf dem Foto sieht man die Öffnung der Massengräber von Katyn im März/April 1943)




Kölner Polizei fahndet nach „Anzugträger“

Die Kölner Polizei fahndet nach diesem 'Anzugträger'Das waren noch Zeiten, als ausländische Straftäter von Polizei und Medien wenigstens noch als „Südländer“ bezeichnet wurden – jeder wusste schließlich, wer damit gemeint war. Die Kölner Polizei geht bei ihren Fahndungen jetzt weitaus kultursensibler vor. Was früher ein Südländer war, mutiert jetzt zum „Anzugträger“.

In der Polizeipresse heißt es:

07.01.2011 | 11:18 Uhr

POL-K: 110107-2-K Anzugträger attackiert Senior am Chlodwigplatz – Fahndungsfotos

Köln (ots) – Nachtrag zum Polizeibericht vom 10. Oktober 2010, Ziffer 3

Wie berichtet, hat ein bislang unbekannter Täter einen 88-Jährigen am 9. Oktober 2010 gegen 19 Uhr am Chlodwigplatz angegriffen und zu Boden geworfen. Der Senior wurde durch die Attacke verletzt. Anschließend flüchtete der Angreifer in Richtung Bonner Straße. Nach Zeugenangaben war der Unbekannte zuvor mit der KVB-Bahn der Linie 15 vom Barbarossaplatz in Richtung Chlodwigplatz gefahren.

Dem Kriminalkommissariat 51 liegen nun Fotos aus der Überwachungskamera der Linie 15 vor. Die Bilder sind unter www.presseportal.de abrufbar.
Die Polizei Köln fragt: Wer kennt diesen Mann? Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 51 unter der Rufnummer 0221/229-0. (dr)
Polizeipräsidium Köln
Leitungsstab / Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-6
51103 Köln
Tel.: 0221/229-5555
E-Mail: pressestelle.koeln@polizei.nrw.de

(Spürnase: pedal)




Passagiere verhindern Flugzeugentführung

Ein etwa 40-jähriger Passagier, der behauptete, eine Bombe an Bord zu haben, wollte am Mittwochabend ein türkisches Flugzeug auf dem Weg von Oslo nach Istanbul in seine Gewalt bringen. Er zog sich während des Fluges eine Skimaske über, rief Drohungen aus und versuchte, ins Cockpit vorzudringen, um die Piloten zur Rückkehr nach Oslo zu zwingen.

In ersten Berichten hieß es, die Besatzung habe den Möchtegern-Entführer außer Gefecht gesetzt. In Wirklichkeit wurde aber wohl von zwei Mitreisenden überwältigt. Auf dem Flughafen in Istanbul wurde der Mann festgenommen. Sprengstoff ist angeblich keiner gefunden worden. Verletzt wurde niemand. Das Motiv ist unklar.

Videos zum Vorfall sehen Sie hier:




Sternsinger im Wiener Orient angekommen

Sternsinger in der MoscheeDer Stern von Bethlehem, der einst Weisen aus dem Orient den Weg nach Bethlehem leuchtete, wurde 2000 Jahre später von einem österreichischen Kirchenfürsten an auf einem Stock symbolisch zurück in den Orient getragen. Kardinal Christoph Schönborn (Foto r.) hat am Mittwoch zum ersten Mal mit Sternsingern die größte Moschee Österreichs in Wien-Floridsdorf besucht.

Eine gute Gelegenheit für den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh (neben Schönborn), den Islam als wahre Friedensreligion vorzustellen.

Die Krone berichtet:

Schakfeh erklärte, der Besuch des Kardinals sei eine bedeutende Angelegenheit. Dieser Besuch zu dieser Zeit sei eine Bestätigung dafür, dass das Zusammenleben der Menschen in diesem Land sehr wohl möglich sei und sehr wohl gelingen könne. Man distanziere sich nicht nur von den Attentaten in Ägypten, sondern verurteile sie „aufs Allerschärfste“. „Was da geschieht, ist gegen die Menschlichkeit“, so Schakfeh. Schönborn meinte, jede Form von Gewalt oder von Tötung von Unschuldigen sei etwas, „was uns aus dem Glauben heraus zutiefst zuwider ist“. Man sei überzeugt, dass Verbrechen, die im Namen der Religion geschehen, Verbrechen gegen die Religion seien – „welche Religion auch immer es sein mag“.

Um die Sternsinger gleich auf die Klänge der Zukunft nach Bethlehem einzustimmen, sang nach ihrem Auftritt auch eine Mädchengruppe aus dem Islamischen Zentrum für die Gäste.




Die Betonwüste des Islam

Islam-UniformFast eine Woche ist seit dem Terroranschlag auf eine koptische Gemeinde im ägyptischen Alexandria vergangen. Am 1. Januar gegen 0.20 Uhr Ortszeit explodierte eine Autobombe, die 23 Menschen, alle Mitglieder der Qedissien-Gemeinde, in der nordägyptischen Metropole in den Tod riss. Fast hundert weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag ist lediglich jüngster Tiefpunkt der Gewalt gegen einheimische Christen in der islamischen Welt. Erst am 6. Januar 2010, also am orthodoxen Weihnachtsfeiertag vor einem Jahr, waren acht Kopten von moslemischen Landsleuten erschossen worden.

(Von Linda Landauer)

In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Im Irak wurden am 31. Oktober 2010 die Gemeindemitglieder einer Kathedrale in Bagdad als Geiseln genommen. Die Geiselnahme endete blutig mit 52 Todesopfern. In Pakistan wurden 2009 mehrere Christen ermordet und zwei Kirchen zerstört. Im November 2010 wurde eine christliche Pakistani wegen Blasphemie zum Tode durch den Strang verurteilt. Auch in den Jahren zuvor kam es immer wieder zu gewalttätigen Vorfällen, auch in der Türkei. So wurden am 18. April 2007 in Malatya drei protestantische Christen aufgrund ihres Glaubens gefoltert und ermordet, darunter der Deutsche Tilmann Geske. Und am 3. Juni 2010 wurde der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, der römisch-katholische Bischof Luigi Padovese, von seinem türkischen Fahrer erstochen.

Wenige dieser Meldungen schaffen es auf die erste Seite westlicher Zeitungen. Viele Menschen im Westen wissen nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Auch mangelndes Wissen über das orientalische Christentum spielt eine Rolle: Wir sehen als Zeichen religiöser Verständigung, wenn uns Vertreter des Islams am 25. Dezember Weihnachtsgrüße übermitteln. Doch das orthodoxe Weihnachten findet am 6. Januar statt. Und hier hört man in der Regel von keinen Weihnachtsgrüßen.

Doch die Neujahrsanschläge haben ein anderes Echo als das übliche erzeugt. Sei es, dass man derlei Nachrichten aus Ägypten nicht mehr gewohnt ist oder sei es, dass Ägypten vielen Menschen im Westen aufgrund persönlicher Reiseerfahrung näherliegt als der Irak oder Pakistan, aber dieses Mal reißt die Berichterstattung nicht ab. Seit Tagen gibt es in allen deutschen Tageszeitungen Beiträge und Artikel, nicht nur über den eigentlichen Anschlag, sondern über die Lage der Kopten allgemein.

Geschichte: Die Dhimmis

Es liegt auf der Hand, dass der Schwerpunkt jener Artikel auf den jüngsten Terroranschlägen liegt und nicht auf dem Weltbild, welches dahintersteht. Die Lage aller Nichtmuslime unter moslemischer Herrschaft war und ist diejenige von Bürgern bzw. Untertanen zweiter Klasse. Zwar wird heute oft eine islamische Toleranz beschworen, doch die Realität sah (wieder einmal) anders aus als die akademische Phantasiewelt. Als moslemische Armeen im siebten und frühen achten Jahrhundert weite Teile des Fruchtbaren Halbmonds, Nordafrikas, des Iraks, Persiens und Zentralasiens eroberten, war religiöser Zwang in der Tat die Ausnahme. Dies hatte allerdings weniger mit Toleranz als eher mit Kalkül zu tun. Die Moslems der frühen Eroberungen waren unzivilisierte Beduinen aus der Wüste der arabischen Halbinsel. Die von ihnen eroberten Gebiete waren jedoch seit Jahrhunderten, nein, Jahrtausenden Ursprung der frühen Hochkulturen gewesen. Ihre Verwaltung erforderte ein hohes Maß an Bildung. Nur einheimische Vertreter der damaligen Bildungseliten waren in der Lage, diese komplexen Aufgaben zu übernehmen. In Ägypten oblagen solche Verwaltungsaufgaben ausschließlich den Kopten – bis ins 20. Jahrhundert, also immerhin rund 1.300 Jahre!

Im Laufe der Jahrhunderte betonierte der Islam die reichhaltige Kulturenvielfalt des Orients zu, sei es in Form der Arabisierung der Levante, Nordafrikas und des Iraks, der Türkisierung Kleinasiens oder der Zerstörung der Hochkultur der Iraner. Auch wenn die Zwangsislamisierung zu Beginn keine große Rolle spielte (die Steuern von Nichtmuslimen waren höher!), so änderte sich die Situation im Laufe der Jahrhunderte. Immer mehr Menschen bekannten sich zum Islam, vor allem, um weniger Steuern zu zahlen. Dadurch begann der Druck auf die Anhänger der anderen Religionen zu wachsen.

Die aus Ägypten stammende Autorin Bat Ye’or hat in ihrem Buch „The Dhimmi“ viele Originalquellen über jene Unglücklichen zusammengestellt, die als Nichtmuslime in moslemisch dominierten Ländern ihr Dasein fristeten. Sie wurden ausgebeutet und schikaniert, durften sich auch gegen körperliche Übergriffe nicht wehren und meist nicht einmal die Stadt verlassen, in der sie in einem Ghetto lebten. Viele Christen und Juden verbrachten ihr Leben eher als Quasi-Sklaven denn als Untertanen. Und das hatte seinen Grund: Sie waren für die meisten Aufgaben zuständig, vor allem für die komplexen Aufgaben des Verwaltungssystems, aber auch für anspruchsvolle Handwerksarbeiten. Wie niedrig der Lebensstandard der Muslime ohne die Dhimmis gewesen wäre, mag man sich kaum vorstellen.

Wo bleibt das Mitleid?

Das 20. Jahrhundert sah dann weitere einschneidende Veränderungen. Die Gründung des Staates Israel brachte den Juden Hoffnung. Und viele Juden aus Ägypten, Nordafrika, dem Irak oder Jemen nahmen die Chance wahr, in Israel ein neues Leben zu beginnen. Sehr zum Leidwesen der verlassenen Länder, wo die jüdische Kultur über Jahrhunderte eine wichtige zivilisatorische Komponente eingenommen hatte. Dies ist einer der Gründe für die erbitterte Feindschaft gegenüber Israel: Dass sich (ehemalige) Dhimmis erdreisten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht mehr als Quasi-Sklaven den bequemen Paschas zu dienen.

Doch während die Juden nun einen eigenen Staat haben, den sie zu verteidigen bereit sind, sieht die Situation für die orientalischen Christen ganz anders aus. Ihr Exodus in die westliche Welt schwächt nicht nur die Lage ihrer Glaubensbrüder in ihrer Heimat, mit ihm schwindet auch der letzte Rest kultureller Vielfalt, den es überhaupt noch in der islamischen Welt gibt. Im Westen angekommen, müssen diese Christen dann feststellen, dass die Europäer nichts besseres zu tun haben, als dem Islam eine immer größere Machtfülle zuzugestehen, wozu auch ein eventueller Beitritt der Türkei zählen würde. Wie Hans-Peter Raddatz nicht müde wird zu wiederholen, fand die Ausmerzung des Christentums in der Türkei erst im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt: Waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 20 Prozent aller Türken Christen, so sind es heute nur noch 0,2 Prozent! Der Genozid an den Armeniern und die Pogrome gegen Griechen haben ihre Aufgabe erfüllt.
Der Nationalismus und Ethno-Rassismus der Türken ist in der arabischen Welt weitgehend unbekannt, doch auch hier wird seit Jahrhunderten das Christentum aufgerieben, langsam aber sicher. Damit geht nicht nur das christliche Weltbild verloren, sondern auch eine reiche Kultur, die gut zweitausend Jahre alt ist.

Den Islamverbänden in Deutschland ist dieser Verlust gleichgültig. Sie sehen die sich vergrößernde Betonwüste des Islams als Fortschritt. So sind auch ihre Stellungnahmen, die auch schon „nockerl“ von der PI-Gruppe München auseinandergenommen hat, betreffs der Anschläge auf die Kopten recht halbherzig formuliert: Sicher stehen christliche und jüdische Gebäude in islamischen Ländern unter Schutz, aber nur wenn sich die Dhimmis ohne Widerworte dem Herrschaftsanspruch des Islams unterwerfen. Und selbst dann kann man es ganz besonders sensiblen Moslems nicht verübeln, wenn sie beim Anblick eines Kirchturms beleidigt sind.

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) geht noch weiter und weist kalt auf die Zerstörung einer Moschee hin. Abgesehen davon, dass es sich hierbei um eine Reaktion auf einen blutigen und feigen Anschlag handelte: Ein Gebäude, das man jederzeit wieder aufrichten kann, wird in einem Atemzug mit dem Tod von dreiundzwanzig Menschen erwähnt? Wie erbärmlich!

Bei solchen Stellungnahmen von Vertretern des Islams fällt eines auf. Es fehlt ein Gefühl, das die Welt des Christentums von derjenigen des Islams unterscheidet: die Misericordia, das Mitleid. Ein Gefühl, welches Allah, dem „besten Ränkeschmied“, unbekannt ist.




GB: Moslem-Gangs missbrauchen weiße Mädchen

Es ist ein Thema, über das auf der Insel bislang nicht gesprochen werden durfte: Moslemische Zuhälter-Gangs, zumeist mit pakistanischem Migrationshintergrund, missbrauchen und vergewaltigen immer öfter junge weiße Mädchen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren, um sie anschließend auf den Straßenstrich zu schicken. Einer der Bandenchefs sagte vor Gericht: „Ich habe keinen Respekt für diese Mädchen. Sie wollen immer nur Party machen und Drogen nehmen.“

Die WELT berichtet:

In Großbritannien sorgt eine bisher tabuisierte Abart sexuellen Missbrauchs mit rassistischen Untertönen für Aufsehen. Offiziellen Zahlen zufolge häufen sich in nordenglischen Städten die Fälle von Gangs junger Männer, die Mädchen zwischen zwölf und 16 Jahren den Kopf verdrehen und sie dann monatelang missbrauchen, vergewaltigen auf den Strich schicken.

In Großbritannien sorgen Fälle von brutaler Zwangsprostitution mit rassistischem Unterton für Aufsehen.
Insgesamt 56 Männer wurden in den letzten Jahren wegen des sogenannten „grooming for sex“ verurteilt; Von den 56 Männern stammten 50 von pakistanischen Vorfahren ab. Die Opfer, insgesamt mehrere Hundert, waren überwiegend Weiße. „Um solche Verbrechen zu stoppen, müssen wir darüber reden“, sagt Kriminaloberinspektor Alan Edwards von der Polizei in West Mercia. „Aber alle sind zu ängstlich, über den ethnischen Faktor zu reden.”

Das scheint sich jetzt zu ändern. Es handle sich um ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das im Islam streng verboten ist”, sagt Mohammed Shafiq von der Ramadhan-Stiftung. Anders als vor zwei Jahren, als Shafiq nach ähnlichen Äußerungen „verbal und körperlich angegriffen“ wurde, erfährt der führende Muslim diesmal Zustimmung von Glaubensbrüdern.

„Wir müssen innerhalb unserer Bevölkerungsgruppen ehrlich darüber reden, wie wir dieser Ausbeutung von Kindern ein Ende machen können.“ Ähnlich äußert sich auch der Vorsitzende des Innenausschusses im Unterhaus, Keitz Vaz. Er will die nationale Ermittlungsbehörde für organisierte Kriminalität SOCA in Marsch setzen: „Wir brauchen eine sorgfältige und furchtlose Untersuchung der Netzwerke, egal wohin sie führt.“ Vize-Premier Nick Clegg verspricht, das Innenministerium werde „falls nötig, zusätzliche Forschungsmittel zur Verfügung stellen“.

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(Danke allen Spürnasen)