Dschihadist diente in der Bundeswehr

Terrorcamp PakistanDie Bundeswehr hat offenbar bereits ihren eigenen Terrornachwuchs: Yannick Nasir, ein in pakistanischen Terrorlagern ausgebildeter 23-jähriger Mann, diente im Anschluss an seine Dschihadisten-Ausbildung ab 2007 freiwillig mehrere Monate lang als Marinesoldat bei der Bundeswehr, obwohl man dort offenbar über seine Vergangenheit Bescheid wusste. Entlassen wurde er später zu seiner eigenen „Sicherheit“.

Der Focus berichtet:

Der 23-jährige Yannick ist der Stiefsohn des 2009 zu acht Jahren Haft verurteilten Aleem Nasir. Yannick Nasir trat in diesem und in einem zweiten Terror-Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz als Kronzeuge der Staatsanwaltschaft auf. Durch seine Aussagen konnte bewiesen werden, dass Aleem Nasir Mitglied der Terrororganisation El Kaida war, diese mit Geld, Material und Kämpfern versorgte und Zugang zu hohen Führungskreisen von El Kaida in Pakistan hatte.

Die Bundeswehr habe von seiner Vergangenheit gewusst, sagte Yannick Nasir dem SWR. In einem Vier-Augen-Gespräch habe ihm sein Kommandant gesagt, dass er eingeweiht worden sei, berichtet der 23-Jährige darin.

Steinmeier und der Gotteskrieger

Als Soldat war er mit der Fregatte im Einsatz vor der Küste des Libanon – auch als im Juni 2008 der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier kam. Auf Bildern sollen der SPD-Politiker und der Ex-Dschihadist gemeinsam zu sehen sein. Mit Beginn des Verfahrens gegen seinen Stiefvater sei er dann aber beurlaubt worden, sagte Nasir. Danach sei die Entlassung mit der Begründung gekommen, dass man bei der Bundeswehr nicht für seine Sicherheit sorgen könne.

Es ist wohl auch die vordringlichste Aufgabe der Bundeswehr, für die Sicherheit von Dschihadisten in ihren eigenen Reihen zu sorgen…