Islamverharmlosung am Gymnasium Geretsried

Am 13. November 2010 herrschte am Gymnasium im oberbayerischen Geretsried Hochbetrieb: Zum Projekttag „Islam und Europa“ kamen unter anderen die Bundesjustizministerin, der Islambeauftragte der Evangelischen Kirche in Bayern, ein Beauftragter für den Interreligiösen Dialog der Katholischen Kirche und der Chefredakteur des Münchner Merkur. Ein Jahr lang hatten sich die Schüler auf diesen Tag vorbereitet und Referate zu Themen wie „Die Kreuzzüge“, „Fakten zum Islam“, „Die Stellung der Frau im Islam“ und „Die Moschee – Gotteshaus im Islam“ geschrieben. Zahlreiche anwesende Islamkritiker aus München und Augsburg waren auf die Behandlung der heiklen Themen gespannt.

Bereits in der Ausstellung der Aula sahen wir unsere Befürchtungen über den Charakter dieser Veranstaltung bestätigt. Ringsum hingen islamverharmlosende Plakate, auf denen der Prophet Mohammed als friedlich und der Islam als völkerverbindende Toleranzreligion dargestellt wurde, die selbstverständlich sowohl Menschen- als auch Frauenrechte achte.




Die scheinbar ahnungslosen Schüler gaben an, diese Plakate vom Islamischen Zentrum München erhalten zu haben. Da haben sie wohl nicht nachrecherchiert, mit wem sie es da zu tun haben, denn auf deren Internetseite wird ganz offen und korangemäß korrekt mitgeteilt, dass eine Frau bei Widerspenstigkeit geschlagen werden darf, nur die Hälfte erbt und auch keinen Nichtmoslem heiraten darf. Der FOCUS hat dieses Islamische Zentrum München bereits vor einem Jahr entlarvt, wie das Pro-Medienmagazin berichtet:

Das Islamische Zentrum in München verkündet etwa auf seiner Webseite: „Die Scharia ist das umfassende Gesetz der Muslime.“ Eine muslimische Frau dürfe keinen Angehörigen einer anderen Religion heiraten, heißt es da. Die Autoren fügen hinzu: „Mädchen und auch Jungen dürften ab der Pubertät nicht am gemischten Sportunterricht teilnehmen. Außerehelicher Sex? Verboten.“

Bei der weiteren Nachfrage kamen dann aber noch bessere Dinge zu Tage: Die Plakate wurden von der Freimanner Moschee geliefert, der Gemeinde von Ahmad al-Kalifa, bei dem die Polizei im März 2009 eine umfangreiche Razzia durchgeführt hatte. Der Vorwurf lautete: Fördergeld- und Finanzbetrug mit dem Ziel, Gelder für islamistische Zwecke zu beschaffen. Diese Razzia wurde übrigens zeitgleich bei Milli Görüs-Funktionär Ibrahim El-Zayat vorgenommen, der laut Verfassungsschutz auch mit dem Penzberger Vorzeige-Imam Idriz intensive Telefonkontakte hatte. Da schließen sich die Kreise dieser illustren Gesellschaft.

Von all diesen hochbedenklichen Umtrieben im Hintergrund bekamen die Kinder natürlich nichts mit, die in der Aula Pappmoscheen basteln durften. Auch ein „Pädagogisches Malbuch“ der Islamischen Bibliothek diente als Vorlage zum kreativen Wirken. Alles war so auf Frieden, Dialog und Verständnis ausgerichtet, dass einem richtig warm ums Herz werden konnte – wenn man ahnungslos über den Islam war. Die Indoktrination des ungläubigen Nachwuchses fand hier also bereits im zarten Kindesalter statt.

Einen Raum hatten die toleranzverliebten Schüler sorgfältig als Gebetsstätte eingerichtet, in der der nur 14 Tage später als Knochenbrecher-Imam bekannt gewordene Abu Adam alias Scheich Hesham Shashaa vorbeten durfte.

Ständig an seiner Seite sein Leibwächter, der Fast-Taliban, jordanische Ex-Soldat und ehemalige Kickboxer Abu Khalid. Neben vielen ergriffenen Schülern und Lehrern des Geretsrieder Gymnasiums hörte auch Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger dem Beten des „moderaten, friedensstiftenden und gewaltablehnenden“ Imams – so sein zumindest damals noch makelloses Image – andächtig zu.

Dann begannen die Vorträge, die alleine von den Schülern vorbereitet worden waren und auch nicht von Lehrern gegengelesen wurden. Unter den strengen Augen der langbärtigen und kopftuchbehangenen MuslimInnen sowie der islamwohlwollend eingestellten Bundesjustizministerin in der ersten Reihe dürfte es den SchülerInnen noch schwerer gefallen zu sein, ein kritisches Wort über die Friedensreligion™ zu verlieren.

1. Fakten zum Islam

Trotzdem ging Referentin Julia Käser erstaunlich offen auf den Gründer dieser Religion ein: „Mohammed konnte grausam und rachsüchtig gegenüber seinen Feinden sein und schreckte auch nicht vor politischem Mord zurück“. Auch den Gott des Islam stellte sie recht objektiv dar: „Allah erweckt zum Leben, lässt sterben, bringt Gutes, verursacht Leid“. Zur Bedeutung des Korans bemerkte sie zutreffend, dass er in allen Lebenssituationen leiten solle und Richtlinien für jeden Ort und alle Zeiten gebe. Die Botschaften Mohammeds seien abschließend und ewig. Nichts auf dieser Welt geschehe ohne den Willen Allahs. Ein Grundfehler dieses Referates bestand aber in der rein indikativen Wiedergabe der „Offenbarungsgeschichte“ Mohammeds. Durch die Nichtverwendung der objektiv korrekten Konjunktivform bei Sachverhalten, die historisch nicht erwiesen sind, sondern sich lediglich – ohne jedes Zeugenkorrelat (im Gegensatz z.B. zu den Evangelien) – auf die Behauptung eines einzelnen Menschen stützen, stellte sich die Schülerin – sicher ungewollt – in die Position einer überzeugten Muslima, die hier für ihren Glauben warb, indem sie die Offenbarung des Koran von vornherein als unwiderlegbare Tatsache verkaufte.

Ferner skizzierte sie nur die rein chronologisch-äusserliche Entstehungsgeschichte des Islams, ohne mit einer einzigen Silbe auf die ausschlaggebenden theologischen Hintergründe (bzw. Irrlehren) einzugehen, die den Islam ja gerade erst in bewusster und martialisch-scharfer Abgrenzung zu den jüdisch-christlichen Glaubenslehren (z.B. Gott als Vater, Dreifaltigkeit, Jesus als Sohn Gottes, Erlösungstod am Kreuz mit Auferstehung etc.) entstehen haben lassen. Dies sollte aber wohl bewusst vermieden werden – ebenso wie die Benennung des Jihad-Gebots im Koran sowie die dementsprechende Tatsache der gewaltsamen Ausbreitung dieser „neuen“ Religion von Anfang an.

Julia stellte im weiteren fest, dass 90% der Muslime in Deutschland religiös orientiert seien, davon 41 % hochreligiös. Bisher gebe es hierzulande 2600 Gebetsstätten und 150 Moscheen mit Kuppel und Minarett, 150 weitere befänden sich im Bau. 33% aller muslimischen Frauen würden ein Kopftuch tragen und 30% der muslimischen Kinder schafften keinen Schulabschluss.

2. Die Kreuzzüge

Der Grundfehler hierbei bestand in einer nicht ausreichend bzw. teilweise komplett unterlassenen Darstellung der tatsächlichen Gründe und historischen Fakten, die überhaupt erst zur päpstlichen Ausrufung des ersten Kreuzzugs auf der Synode von Clermont-Ferrand geführt haben. Zwar erwähnte Referent K. Seemann den Hilferuf des von Mohammedanern schwer angegriffenen byzantinischen Reiches mehr oder weniger „pro forma“ kurz, auch die „Übergriffe“ von Muslimen auf christlich-arabische Völker ab dem siebten Jahrhundert, jedoch nicht die Tatsache, dass die islamischen Truppen Juden und Christen gewaltsam die heiligen Stätten in Jerusalem entrissen hatten und friedliche Heilig-Land-Pilger regelmäßig und aufs schwerste bedrängten, misshandelten und niedermetzelten – von der vorangegangenen jahrhundertelangen Eroberung des gesamten ehemals christlichen Nordafrika und Spaniens durch das Schwert mal ganz zu schweigen.

Stattdessen wurden manche Methoden und „Anspornreize“, mit denen die Kirche dann genügend Streitkräfte für eine entsprechende Reaktion auf die Beine stellen wollte (z.B. Sündenerlass, Heilsversprechen etc.) als Auslöser und Ursache der Kreuzzüge selbst hingestellt – was grundfalsch ist.

3. Frauen im Islam

Hier hagelte es fundamentale Fehlinformationen von Anfang an. Mit dem Koranzitat „Vor Allah sind Männer und Frauen gleichgestellt“ wollte Referentin F. Reßler wohl ganz bewusst verschleiern, wie trostlos es wirklich in der mohammedanischen Lehre für die Frauen aussieht. Auch wenn vor Allah Männer und Frauen gleichgestellt sein mögen, auf Erden gestaltet sich das ganz anders.

Sie unterschlug alle frauenfeindlichen Verse wie Sure 2, Vers 223, in der die Frau der Acker für den Mann zu sein hat, den er immer begehen kann, wann immer er will. Vom Prügelvers 34 aus der vierten Sure zitierte sie nur den Beginn, dass Männer für die Frauen in Verantwortung stünden und verschwieg den wichtigen Schluss, der hinter ihr auf der Leinwand stand:

„Diejenigen aber, deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet – ermahnt sie, meidet sie verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie…“

In der Folge waren dann auch andere Ausführungen im Referat falsch, wie beispielsweise die Aussage, Männer und Frauen hätten im Islam die gleichen Erbschaftsrechte. Überall im schariatischen Rechtswesen gilt die Frau bekanntlich nur als „halber“ Mensch, der folglich entweder nur die halben Rechte zukommen (Sure 4, Vers 11) oder die – vor Gericht – immer doppelt so viele Zeugen braucht wie der (angeklagte) Mann (Sure 2, Vers 282) – vom einseitigen „Verstoßungsrecht“ des Mannes gegenüber seiner „Ehe-„Frau ganz abgesehen.

Die Unterdrückung der Frauen im Islam seien laut der Referentin dagegen vielmehr eine Folge „kultureller“ Angewohnheiten. Die Unterdrückung fände aus „Nichtkenntnis“ der Religion statt. Immerhin wurde erwähnt, dass die häufigste Todesursache muslimischer Frauen zwischen 15 und 45 Jahren der Ehrenmord sei. Die Tat werde oft als Selbstmord bzw. Unfall getarnt.

Die Grundaussage, Ehrenmorde an Frauen seien kein Gebot des Koran, ist zwar für sich genommen nicht falsch, weil der Koran sich zu dieser Frage gar nicht direkt äußert, aber die Referentin vergaß hierbei völlig auf die zweite große Schriftquelle, aus der die islamische Theologie schöpft, einzugehen – nämlich die weit umfassendere Sunna, die Sammlung von Originalaussprüchen und Alltagssituationen des „Propheten“. Und nach dieser ist die Steinigung der Frau bei Ehebruch sehr wohl gerechtfertigt, da Mohammed selbst solch ein Urteil darin ausgesprochen hat

Fragen unmittelbar nach dem Referat waren mit dem Hinweis auf das straffe Zeitprogramm nicht zugelassen. Man durfte die ReferentInnen aber anschließend in der Aula ansprechen. Zu dem Auslassen der ganzen frauenfeindlichen Fakten bemerkte die Referentin, dass diese in dem Zusammenhang „nicht so reingepasst“ hätten. Daneben stand ihre kopftuchbehangene muslimische Schulfreundin, die dann aggressiv wurde, als sich das Gespräch mohammedkritisch entwickelte. So findet freiwillige Selbstzensur mit Rücksicht auf die „Gefühle“ der Freundin statt. Auch so kann die schleichende Islamisierung voranschreiten.

4. Co-Referat „Das Kopftuch“

Ebenso haarsträubend war dieser Vortrag. Referentin R. Langer meinte doch allen Ernstes, das Kopftuch bedeute für die Frauen ein „Schutz vor der Sonne“, das Haar müsse als etwas „Magisches“ geschützt werden, der Kopf solle bedeckt werden, damit „kunstvolle Frisuren“ nicht „ablenken“ könnten, und überhaupt sei das Kopftuch auch in anderen Kulturen üblich. Man fragte sich allen Ernstes: War das hier eine Büttenrede zum Faschingsbeginn oder stand hier etwa eine Muslima, die verzweifelt Taqiyya betreibt, um die wahre Bedeutung des Kopftuchs zu verschleiern?

Die Burka habe in den letzten Jahren im Westen stark zugenommen. Sie sei zwar ein Symbol des Rückschrittes und der Unterdrückung, aber Frauen dürften sich schließlich „selber entscheiden“, inwieweit sie sich verschleiern wollten. Na, dann ist ja alles gut.

5. „Integration & Chancengleichheit“

Referent S. Karassakalidis schloss aus der Tatsache, dass nur 4% aller Muslime das Gymnasium besuchten, eine „nicht gewährleistete“ Chancengleichheit. Die typischen Argumentationsmuster von linksgestrickten Gleichheitsphantasten. Nicht der Einzelne ist für seine Leistungsfähigkeit verantwortlich, sondern die Gesellschaft. Und die benachteilige eben Muslime. So müsste der Islam auch unverzüglich als „gleichberechtigte Weltreligion“ anerkannt werden.

Die Mehrheitsgesellschaft habe sich in „engeren Kontakt und Kooperation“ mit islamischen Organisationen zu begeben. Allerdings wies er auch darauf hin, dass Muslime „bisherige Fehler“ eingestehen und für die Zukunft lernen sollten, indem sie sich auf „Pluralismus“ besännen. Wie das geschehen soll, nachdem im Islam schließlich eine Monokultur durch Unterwerfung der anderen Kulturen vorgesehen ist, ließ der Referent offen.

6. „Die Moschee – Gotteshaus des Islam“

Giulia Pöllinger stellte fest, dass eine Moschee nicht mit einer Kirche zu vergleichen sei. Sie sei kein Gotteshaus, in dem man Gott treffe, sondern ein Versammlungsort für die Gemeinde zum gemeinsamen Gebet. Außerdem würden dort Feste, Hochzeiten und auch Beschneidungen vorgenommen. Sie sei auch eine Lehr- und Bildungsstätte sowie ein Ort für gesellschaftliche Aktivitäten. In eroberten Ländern seien oft Kirchen in Moscheen umgewandelt worden, wie beispielsweise die Hagia Sophia in Istanbul.

7. Das Gebet

Im letzten Referat des Tages ging M. Liebhart auf die fünf vorgeschriebenen Gebetszeiten ein, die sich nach dem jeweiligen Sonnenstand orientierten und daher im Sommer und Winter unterschiedlich ausfielen. Zuvor seien Waschungen des Halses und der Füße vorgesehen. Außerdem beschrieb er die verschiedenen Gebetstellungen.

Uns Islamkritikern blieb der Tag vor allem durch die anregenden Gespräche mit dem Knochenbrecher-Imam Abu Adam in Erinnerung, der uns ausgerechnet den Frauenprügelvers 4:34 ganz sanft erklärte. Man solle den Frauen dabei nicht wehtun und sie auch nicht richtig schlagen, nur als allerletzte Maßnahme, und auch nur symbolisch, nicht mit der Hand, sondern beispielsweise mit der Zahnbürste. Die Bürste, mit der er eine seiner vier Frauen bearbeitet hatte, die dann mit diversen Knochenbrüchen im Krankenhaus landete, muss allerdings etwas größer gewesen sein.

In Kürze folgt die Fortsetzung: Eine bemerkenswerte Podiumsdiskussion mit der Bundesjustizministerin und dem Dialogbeauftragten der Evangelischen Kirche – inklusive Videos.

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(Text: Michael Stürzenberger & Stefan Ullrich, deusvult.info / Fotos: Roland Heinrich)