Staatsfernsehen verharmlost Halal-Schlachtung

Halal-Schlachter Franz-Jürgen BenekeDeutschland soll zu einer „weltoffenen und bunten“ Republik umgebaut werden. Dies ist längst nicht mehr nur ein links-grünes Projekt, sondern wird inzwischen bis hin zu den Arbeitgebern und den sogenannten bürgerlichen Parteien vorangetrieben. Eine wichtige Rolle kommt dabei den öffentlich-rechtlichen Medien zu, die dem Bürger möglichst schonend die Dinge nahe bringen sollen, die sich dadurch ändern.

(Von Thorsten M.)

Ein exemplarisches Beispiel dafür ist der gestrige Bericht im NDR-Nordmagazin über den Geflügelfleischhersteller Franziska Stolle GmbH & Co. Brenz KG im mecklenburgischen Brenz.

Das ostdeutsche Zweigwerk der Firmengruppe Stolle mit Hauptsitz im niedersächsischen Visbeck, wurde dabei beispielhaft als ein Betrieb vorgestellt, der das muslimische Halal-Schlachten „als Marktlücke entdeckt hat.“

Natürlich beeilt sich der Geschäftsführer Franz-Jürgen Beneke, diese Schlachttechnik harmlos aussehen zu lassen. „Wir schlachten nach wie vor nach der Tierschutz-Schlachtverordnung.“ Und selbstverständlich hat sich in Geschmack und Herstellung „gar nichts“ oder „gar nicht viel“ geändert. Im wesentlichen bedeute halal, dass die Schlachtung eben erst nach einem muslimischen Gebet erfolge, wofür man ja – wie passend – schon lange muslimische Mitarbeiter im Betrieb habe. Kein Wort sonst zu den Details des Schlachtvorgangs, beim arglosen Fernsehzuschauer bleibt lediglich die Botschaft mit dem Gebet im Kopf hängen. Auch wird mit dem Hinweis auf den Export in bereits sieben muslimische Länder der Eindruck erweckt, dass der größte Teil des Fleisches ja eh ins Ausland ginge. Also alles halb so wild?!

Auch der Geschäftsführer des Europäischen Halal Zertifizierungsinstituts (EHZ), Yusuf Calkara aus Hamburg, kommt in dem Beitrag zu Wort, und darf zusammen mit einem christlich-muslimischen Pärchen den großen Nachholbedarf bei Halal-Fleisch in Deutschland beklagen. Gläubige Muslime müssten aus Mangel an solchem viel zu oft z.B. auf Fisch ausweichen.

Unterhält man sich außerhalb dieses Propagandastreifens einmal mit den Verantwortlichen vor Ort, wie z.B. dem Vorarbeiter des zehnköpfigen Brenzer Halal-Teams, wird das Bild gleich etwas deutlicher: Ganz definitiv wird für die Halal-Schlachtung eine spezielle Schlachtmaschine verwendet. Diese schneidet den selbstverständlich zuvor betäubten Tieren mit scharfen Messern die Hälse ab. „Aber es steht zur Sicherheit noch ein Schlachter daneben, der bei nicht ganz sauber ausgeführten maschinellen Schnitten nachhilft.“ Einem Interview des Geschäftsführers Beneke mit der Asylanten-Zeitschrift „Human Place“ ist darüber hinaus noch zu entnehmen, dass die Schlachter bei der Arbeit Richtung Mekka blicken können.

Der Grund für solche unvollständige, verharmlosende Berichterstattung ist sehr leicht erkennbar. Bisherige Versuche von Massenherstellern im Lebensmittelbereich, großflächig Halal-Produkte in Umlauf zu bringen verliefen nicht zufriedenstellend. Sie scheiterten verschiedentlich auch an Boykott-Aufrufen im Internet, was in dem Beitrag – unter Einblendung der PI-Webseite (welche Ehre!) – auch unverholen zugegeben wurde.

Ganz definitiv ist man aber scharf auf das schnell wachsende muslimische Marktsegment und hofft bei den Bio-Deutschen eine neutrale Einstellung zu Halal-Fleisch erzeugen zu können. Dies ist im Interesse von ARD-Werbekunden, wie z.B. Wiesenhof. Genauso wichtig ist es aber für Politiker, die künftig auch von Muslimen gewählt werden wollen und die über die Besetzung von Intendantenposten – z.B. beim NDR – befinden.

Denn es gilt das Motto: Wenn die einen eigentlich alles essen könnten, die anderen aber nur halal, bieten wir auf Dauer am besten nur noch halal an. Dies dürfte – wenn wir nicht wachsam sind – in nicht allzu ferner Zukunft auch die neue Geschäftsordnung der Kantine des NDR – und sicherlich tausender anderer Gastronomiebetriebe in Deutschland – werden. Von den Fleischangeboten bei Aldi oder Lidl gar nicht zu reden.

Übrigens soll es nach Angaben der Rüsselsheimer Prüf- und Zertifizierungsstelle Halalcontrol in Deutschland bereits 400 Firmen geben, die Halal-Produkte herstellen. Der Halal-Markt wächst dabei jährlich um etwa 16 Prozent und wird bereits auf ein Volumen von vier bis fünf Milliarden Euro geschätzt.

Hier das Video zur NDR-Sendung:

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