BBC 2: Ist Wilders Europas gefährlichster Mann?

Screenshot aus dem BBC-FilmGestern Abend strahlte BBC 2 einen einstündigen Dokumentationsfilm über Geert Wilders aus. Darin prallten kontroverse Beurteilungen aufeinander: Der muslimische Geistliche Scheich Khalid Yasin meint, dass Wilders „die Atmosphäre für einen Krieg“ schaffe. Chaim Ben Pesach, der Gründer der „Jewish Task Force“, ist überzeugt, wenn Wilders einmal Premierminister in den Niederlanden wird, hätte dies „ein gewaltiges Aufwachen in ganz Europa, in der ganzen Welt und selbst in Israel“ zur Folge. Martin Smith, der Anführer von Englands „Unite against Fascism“, fordert bei einer linken Demo in den Niederlanden: „Vernichtet Geert Wilders!“.

Dieser Film führt uns auch in die Brennpunkte europäischer Großstädte, er dokumentiert, wie muslimische Jugendliche einen niederländischen Interviewpartner vor laufender Kamera als „Scheiß Holländer“ und „Fucking Bastard“ beleidigen, er bringt die Hasspredigten islamischer Geistlicher und er zeigt muslimische Demonstrationen in London mit hasserfüllten Parolen. Während der Film die Gefährlichkeit von Geert Wilders untersucht, zeigt er unweigerlich, wer oder was wirklich gefährlich ist. Eben nicht derjenige, der die Fakten beim Namen nennt, sondern die Ideologie, die die Ursache für Gegengesellschaften, Gewalt, Raub, Mord und Terror ist, was man überall auf der Welt beobachten kann.

Die Filmemacher Mags Gavan and Joost van der Valk versuchen im letzten Drittel des Films Geert Wilders als so etwas wie einen Agenten Israels darzustellen. Sie untersuchen dessen Unterstützer, wie Daniel Pipes mit seinem „Middle East Forum“, und wittern internationale Verschwörungen. Es schimmert die Einstellung so vieler politisch Linker durch, die offensichtlich immer noch so etwas wie eine „Verschwörung des Internationalen Finanzjudentums“ zu sehen glauben – eine Position, bei der die extreme Linke interessanterweise Gemeinsamkeiten mit der extremen Rechten aufweist. Diese Journalisten stellen sich nicht den Fakten über den Islam, sondern versuchen den Überbringer der schlechten Botschaft zu diskreditieren. Eine Methode, die in der Geschichte schon oft angewendet wurde, um von unwillkommenen Tatsachen abzulenken.

Hier der Film von BBC 2, in dem auch Europas größer politischer Internetblog PI dargestellt wird:

(Text: Michael Stürzenberger / Videobearbeitung: antivirus / Foto oben: Screenshot aus dem BBC-Film)