Berlin: Mhallamiye-Kurden gründen Familienunion

Im Hintergrund des Foto steht der von „harte Hände ehrliche Arbeit“ angeschaffte schwarze S-Mercedes. Im Vordergrund des Foto sitzen gemütlich beim Tee die Clan-Patriarchen Ahmed Mery (links) und Zadine El-Zein (rechts) und verkünden die Gründung einer Familien-Union. Nein, nicht wie der geneigte Leser jetzt denkt zum Ausbau der Verbrecherstrukturen und Verbesserung der Verteilerwege, dass Gegenteil ist der Fall – man will endlich Weg von der Organisierten Kriminalität und dem schlechten Image der Mhallamiye-Kurden.

Der Tagesspiegel berichtet:

Familien-Union – Die Clanchefs bitten zum Tee

Libanesisch-kurdische Großfamilien in Berlin wollen ihren schlechten Ruf aufpolieren. Ihr Ziel: Jugendliche mit Sozialarbeit von der Straße zu holen – und dabei auch mit der Polizei zusammenzuarbeiten.

In einer Sackgasse in Reinickendorf liegt der Gewerbehof der Familie Mery. Inhaber Ahmed Mery parkt an diesem Winternachmittag seinen schwarzen Mercedes vor einem unscheinbaren Flachbau. Hier ist ein Büro, eine kleine Küche und ein Versammlungsraum eingerichtet, in dem sich montags ein gutes Dutzend Männer treffen. Sie sind Mitglieder unter anderem der Familien Mery, El-Zein, Omeirat, Remmo, Fakhro, Osman. Diese Familien sind libanesisch-kurdischer Abstammung, und etliche haben einen Ruf, der schlechter nicht sein könnte. Die Polizei verbindet mit ihnen Drogenhandel, Vergewaltigung, Raub und Mord.

Doch das soll sich ändern.

Ein Teil dieser weitverzweigten Clans hat sich jetzt zur „Familien-Union“ zusammengeschlossen, um Gutes zu tun und ihr Image zu verbessern. Immer montags ist Sitzung auf dem Gewerbehof der Merys.

„So kann es nicht weitergehen“, sagt Ahmed Mery, „wir wollen unsere Familien auf den richtigen Weg bringen“. Es geht um Bildung, um den Weg in die deutsche Gesellschaft, um Anerkennung. Es könne nicht sein, dass Jugendliche nach der 10. Klasse ohne Abschluss aus der Schule kommen, auf den Straßen rumhängen und „dummes Zeug“ machen, sagt auch Zadine El-Zein, der stellvertretende Vorsitzende der Berliner Familien-Union. Auch im Libanon habe das libanesisch-kurdische Volk keinen guten Ruf gehabt, sie seien Bürger zweiter Klasse gewesen, sagt Mery. Sie seien diskriminiert worden, Bildungswege hätten ihnen dort nicht offengestanden, sie hätten sich aber auch nicht darum bemüht. „Unser Volk muss endlich begreifen, welche Bildungschancen Deutschland bietet“, sagt Mery. Der einzige Weg, der sich in Zukunft auszahlen werde, führe über die Bildung und nicht über Kriminalität.

In Deutschland leben schätzungsweise zehn bis zwölf libanesisch-kurdische Großfamilien, vor allem in Essen, Bremen und Berlin. Jeder Clan hat mehrere tausend Mitglieder. Sie stammen aus Südanatolien, im vergangenen Jahrhundert wanderten sie in den Libanon aus. Als dort in den 80er Jahren der Bürgerkrieg begann, kamen viele nach Deutschland und Skandinavien. Nach Angaben des Berliner Landeskriminalamts (LKA) haben die libanesisch-kurdischen Clans in Berlin 50 bis 500 Mitglieder pro Familie, viele leben in Neukölln und Wedding. Sechs libanesisch-kurdische Familien seien „strafrechtlich besonders in Erscheinung getreten“, sagte LKA-Chef Peter-Michael Haeberer im Dezember, man dürfe nicht alle unter Verdacht stellen. Die Berliner Familie von Ahmed Mery zum Beispiel ist unbescholten und verdient ihr Geld mit dem Handel von Parfum. Der Bremer Zweig – dort heißt die Familie Miri – ist gefürchtet wegen seiner Gewalttätigkeit und mafiösen Machenschaften. (…)

Nach dem Zusammenschluss der „Bösen“ unter dem Dach der Mongols M.C. folgt nun laut den Informationen des Tagespiegel also der Zusammenschluss der „Guten“ in eine Familien-Union, um die „Bösen“ wie in Bremen davon abzubringen, jährlich 50 Millionen Euro mit dem Handel von Betäubungsmitteln umzusetzen und stattdessen einer Pfadfindergruppe beizutreten!

Der gutmenschliche Bericht veranschaulicht mehr als deutlich, wie sehr die Politik bundesweit parteiübergreifend versagt hat (!) und wie sehr fortgeschritten die Paralellstrukturen in diesen Clans wirklich sind.

Der Berliner El-Zein-Clan steht übrigens dem Bremer Miri-Clan in nichts nach. Wie sehr die Bremer Bürger unter den Clanstrukturen leiden, haben wir erst gestern mit dem RTL-Beitrag: „Stadt in Angst“ verdeutlicht:

(Herzlichen Dank den vielen Spürnasen)