Guten Morgen, Hamburg!

Nein, ich möchte mich nicht über Sie lustig machen. Sie haben heute tatsächlich die Wahl. Mit Ihrem Kreuzchen bei der Hamburger Bürgerschaftswahl entscheiden Sie darüber, wer in den nächsten vier Jahren als Erster Bürgermeister die Freie und Hansestadt regieren darf.

(Von Thorsten M.)

Wobei nein, diese Aussage ist eigentlich falsch. Genau genommen steht bereits fest, welcher der beiden kinderlosen Kandidaten das neue Stadtoberhaupt sein wird. Denn nach den Regeln der Demoskopie wissen wir jetzt schon, dass Olaf Scholz das Rennen machen und Christoph Ahlhaus sich in seine noch schnell für 700.000 Euro auf Staatskosten überfallsicher gemachte Villa in die Elbvororte zurück ziehen wird.

Mit prognostizierten 45% der Stimmen für die SPD, gegenüber 23% für die CDU des amtierenden Ersten Bürgermeisters, bei einer gleichzeitigen Koalitionsaussage der Grünen zu Gunsten der SPD, ist die Frage des Tages allein, ob Olaf Scholz gar ohne die Grünen regieren kann. Damit verbundene zusätzliche mäßig spannende Fragen sind, ob es die 2008 mit 4,8% gescheiterte FDP wieder und die Linkspartei erneut in die Hamburgische Bürgerschaft schaffen wird.

Aus Sicht von PI „interessante“ Parteien, werden zu dieser Wahl nicht antreten. Als einzige Sozialsystem-einwanderungskritische Partei wird in Hamburg die ewiggestrige NPD antreten.

Welche Wahlempfehlung soll man also geben?

Olaf Scholz ist sicher ein unidiologischer Sozialdemokrat, der in seiner Zeit als Hamburger Innensenator durch ein Thema, für das PI durchaus Verständnis hat, viel Kritik auf sich gezogen hat. Er sorgte doch bei der Hamburger Polizei für den Einsatz von Brechmitteln bei Drogendealern, die sich durch Schlucken ihrer Ware der Strafverfolgung entziehen wollten. Sicher richtet Olaf Scholz weniger „multikulturellen Schaden“ an, wenn er tatsächlich ohne die Grünen regieren kann. Aber bringt man es wirklich über’s Herz die SPD zu wählen?!

Also doch die CDU? – Nicht nur, dass dies nicht mehr viel am Wahlausgang ändern wird, hat sich diese Partei in Hamburg durch ihr Regieren mit der GAL (den Grünen) als ziemlich prinzipienlos geoutet. Darüber hinaus hat sich Christoph Ahlhaus so rotzfrech noch vor seinem Abgang mit Sicherheitsmaßnahmen für seine Villa im Hamburger Stadtsäckel bedient, dass allein dies schon abgestraft gehört.

Auch die zerstrittene FDP hält für die Hamburger wenig Spannendes parat.

Bleibt also noch die Nichtwahl? – Das wiederum würde die Aussichten der Linken erhöhen, auch in der nächsten Hamburgischen Bürgerschaft wieder vertreten zu sein.

Wie Sie sehen, haben wir also nur die Wahl zwischen „Pest und Cholera“! Wenn Sie sich, wie der Autor – der in Hamburg zum Glück nicht wählen darf – aus eigenen Stücken zu keiner der Optionen durchringen können, bleibt Ihnen noch eine Möglichkeit: Wählen Sie doch einfach das, was Ihnen der offizielle Hamburger Wahl-o-mat als Empfehlung geben würde! PI wünscht Ihnen wenig Bauchschmerzen damit!