KT und Sarrazin: Eure Bringschuld!

Sarrazin und Guttenberg beim Neujahrsempfang der Berliner Morgenpost am 12. Januar 2011.Wenn die Großkopferten erst einmal taumeln und stürzen oder sogar mausetot sind, tun sie einem prompt wieder leid, auch wenn man sie vorher in die tiefste Dschehenna hätte verfluchen mögen. So ging es mir mit Ceausescu und seiner Frau, und nun fühle ich gar ein wenig mit Libyens Staatschef Gaddafi, den unser Bundespräsident kürzlich, tollkühn und charakterstark wie er nun mal ist, zum Psychopathen erklärte. Wenn Gaddafi krank ist, kann er ja nichts dafür, dass er so gemein ist, dann verdient er unser Mitleid. Über Ahmadinedschad und Chavéz hat Wulff noch keine Diagnose abgegeben, aber man darf sicher sein: Sobald sie weg sind vom Fenster, wird er schon damit herausrücken.

(Von Schalk Golodkowski)

Nicht ganz ohne Reiz wäre übrigens die Vorstellung, dass Gaddafi es übersteht und Wulff ihm demnächst wieder auf diplomatischer Ebene die Hand schütteln muss. Er sollte für diese Eventualität vielleicht künftig auf Reisen einen weißen Kittel mitnehmen und sich ein Stethoskop umhängen. Dass Frau Wulff auch unter einer Schwesternhaube gut aussehen würde, steht außer Frage. Man konnte es eben erst wieder beobachten.

Nun hat es also auch Guttenberg erwischt, und da Wulff gerade keine Zeit hatte, sondern mit seiner Frau die armen Menschen in der Golfregion heimsuchte, durften Schavan und Lammert dem Freiherrn den Abschiedstritt in den Allerwertesten verpassen. Schavan äußerte in einem Interview, sie schäme sich als Wissenschaftlerin heimlich für das, was passiert sei. Immerhin war sie so anständig, sich heimlich zu schämen und es nicht an die große Glocke zu hängen. Da kam der positive Einfluss von Frau Merkel durch.

Lammert sah in Guttenbergs Sündenfall gar den „Sargnagel für das Vertrauen in unsere Demokratie“. Sie wissen schon: Lammert ist jene lustige Halbglatze, die mit Wolfgang Thierse zusammen den Bundestag schmeißt, wenn der nicht gerade auf der Straße rumsitzt und genehmigte Demonstrationen blockiert, wie es seine vornehmste Pflicht als Vizepräsident eines Verfassungsorgans ist.

Aber man kann Lammert beruhigen: Da gibt es Sargnägel ganz anderen Kalibers. Er muss nur von seinem Hochsitz aus nach links runterschauen, dann sieht er genug. So lange die Rechtsnachfolgepartei der SED im Bundestag hockt, als wäre nichts gewesen, muss man uns nicht mit Argumenten wie dem Vertrauen in die Demokratie kommen.

Das gilt natürlich auch, wenn die Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen den Bundestagsvizepräsidenten wegen „geringer Schuld“ einstellt – also nicht etwa, weil die Handlung nicht strafbar war – aber dieser trotzdem munter weiter dem Bundestag vorsitzt. Oder wenn ein rechtskräftig verurteilter Unterstützer einer kriminellen Vereinigung, die mehr als 30 Morde auf dem Gewissen hat, im Bundestag von Moral sabbert. Oder wenn ein CDU-Ministerpräsident zum Bundesverfassungsrichter ernannt wird. Das macht einem Angst, von vielen anderen Vorgängen wie zum Beispiel den EU-Finanzhilfen, die das Bundesverfassungsgericht beschäftigen werden, ganz zu schweigen.

Aber kommen wir zurück zu dem armen KT. Mir hat er auch schon so manchen Fluch entlockt, und als er mit Kerner nach Afghanistan zog, um sozusagen den Taliban zu zeigen, dass wir ihnen auch noch ganz anders kommen können, wenn sie nicht parieren, wäre ich beinahe der Initiative der Linkspartei zur Abschaffung von Adelstiteln beigetreten.

Ich kann auch viele verstehen, die ihn für einen Blender halten, einen aalglatten Karrieristen, der andere über die Klinge springen lässt, um die eigene Haut zu retten. Das Verhalten nach dem Bombardement bei Kundus, nach dem zur Affäre aufgeblasenen Unfall auf der Gorch Fock, die Aussagen über Sarrazin und Wilders – das alles konnte einem nicht gefallen.

Und trotzdem wäre es schade, wenn er der deutschen Politik endgültig verloren ginge. Wir haben außer Sarrazin keinen Politiker von hervorstechendem Format, und Guttenberg hat die Anlagen dazu. Er ist außerdem jung und wird sein Profil noch entwickeln. Dass man unter der Herrschaft von Angela Merkel nicht zu wahrer Größe finden kann, leuchtet schließlich auch ein. Wenn schon die Chefin keinen Arsch in der Hose hat – rein bildlich gesprochen natürlich – wie soll dann der Untergebene über sich hinauswachsen? Warum soll er sich als Einziger ins Trommelfeuer der Medien stellen, wenn er weiß, dass selbst die eigenen Leute nur darauf warten, dass man ihn abschießt?

Es wird ausschließlich an ihm liegen, ob er wiederkommt. Allenfalls könnte ein Strafverfahren die Rückkehr versperren. Die Menschen aber wollen ihn haben, und zwar parteiübergreifend eine überwältigende Zahl. Dass sich in Deutschland innerhalb von zwei Tagen eine halbe Million vorwiegend junger Leute auf Facebook versammelt hat und für ihn kämpft, ist einmalig und macht Hoffnung. Denn er vertritt aus der Sicht dieser Unterstützer nicht das linke Spektrum, sondern das bürgerliche, in Teilen sogar das konservative. Also gibt es dafür sehr wohl eine Mehrheit in der Gesellschaft, und eine CSU-Mitgliedschaft ist für die Deutschen überhaupt kein Grund gegen eine Kanzlerschaft. Es kommt auf die Person an, die das Programm verkauft.

Vielleicht ist Guttenberg ja inzwischen auch klar geworden, dass er es künftig besser ohne BILD und Glotze macht, man sich auf die Bürger verlassen kann und auf sonst niemanden. Der Fall Sarrazin hat zudem gezeigt, dass nichts mehr adelt als der Hass unserer selbstgefälligen Journaille.

Guttenberg und Sarrazin zusammen in einer neuen Partei, wie es als Vorschlag auf Facebook zu lesen war, würde die Parteienlandschaft in ihren Grundfesten erschüttern. Glaube keiner, dass die beiden politisch zu weit auseinander sind. Sarrazin hat genügend sozialdemokratischen Krimskrams im Kopf, ich nenne nur die „Wurfprämie“ für Jungakademikerinnen. Manche wollen es nur nicht wahrhaben, dass er nicht nur Islamkritiker, sondern auch SPD-Mitglied ist. Auch die „Freiheit“ schleppt genügend Ideen mit sich herum, über die manche sich noch wundern werden. Man muss nur ihren Programmentwurf lesen.

Damit sollen weder sie noch Sarrazin abgewertet werden. Es geht lediglich darum, dass es nicht ausreicht, nur islamkritisch zu sein, sondern dass man ein Programm für eine breite Mehrheit braucht und deshalb keiner sein Wunschkonzert bekommen wird. Das hat die „Freiheit“ ja auch verstanden. Die Mehrheit der Bürger will Missstände beseitigt sehen. Sie zweifelt an Recht und Ordnung und will keine Kuscheljustiz, weder für Deutsche noch für Ausländer. Sie hat die Nase gestrichen voll davon, dass ständig über Ansprüche von Randgruppen diskutiert wird, während der Arbeitende nur noch den Geldbeutel ausschütten und sich buckeln darf. Sie will die Sozialsysteme nicht weiter von Betrügern und Nichteinzahlern ausgenutzt sehen. Sie macht aber die Misere nicht an einer Gruppe fest.

Die EU soll nach dem Willen der Bevölkerung gestutzt werden und das Staatsfernsehen wieder seinem Auftrag nachkommen und nicht den Macht- und Erziehungsgelüsten von wenigen Soziologen, Politologen, Journalisten oder sonstigen Klugscheißern dienen, die in Parallelwelten leben, in denen sie sich gegenseitig zu öffentlich übertragenen Kaffeekränzchen treffen und sich vom Zuschauer herzlich auslachen lassen, was sie aber nicht wahrhaben wollen. Vielleicht könnte Wulff da mit seinen medizinischen Kenntnissen helfen.

Für die anderen Medien gilt das ebenfalls, das allerdings wird der Markt regeln. Man kann nicht ständig mit kindlicher Ignoranz gegen die Mehrheit der lebenserfahrenen Leserschaft anschreiben, ohne dass man irgendwann dafür den Preis zahlt.

Das Volk hat auch nichts gegen Zuwanderung, allerdings natürlich nicht auf die Weise, dass man die mit einer katastrophalen Einwanderungspolitik geschaffenen Probleme irgendwo parkt, die Parkgebühren dem Steuerzahler aufbrummt und unüberlegt den nächsten Murks beginnt. Nicht aus Fehlern lernen zu wollen zeichnet den ewig Pubertierenden ja bekanntlich besonders aus.

Viele Bürger wollen durchaus auch, dass im Land und vor allem in Berlin wieder ins Bewusstsein gerückt wird, dass nicht der Staat für Wohlstand sorgt, sondern eine florierende Wirtschaft. Das wird seit 1990 gerne übersehen. Blühen kann eine Volkswirtschaft nur, wenn es freie, geachtete Unternehmer gibt, die man ermutigt, denen man den Erfolg gönnt und denen man möglichst wenig dreinredet. Schon gar nicht, wenn man sowieso keine Ahnung hat. Sonst gehen sie eben dorthin, wo sie diese Voraussetzungen vorfinden, oder sie werden nicht Unternehmer.

Wer meint, Freiberufler und Unternehmer würden zu leicht zu viel verdienen, soll sich einfach selbstständig machen. Wer glaubt, die Marktwirtschaft müsse an die Leine genommen werden, hat nichts verstanden. Wer einer europäischen Wirtschaftsregierung das Wort redet, gehört geteert und gefedert und nackt durchs Land gejagt. Ohne verheerende staatliche Lenkungsansätze hätte es die Bankenkrise nicht gegeben. Man hat den Markt von Staats wegen mit Nullzinskrediten und erzwungenen Kreditvergaben an finanzschwache Hauskäufer außer Kraft gesetzt, und es waren vor allem Staatsbanken, die sich dann die Ramschpapiere andrehen ließen. Der Staat kann nicht mit Geld umgehen. Man muss ihm so viel wie möglich Mittel entziehen, anders lernt er nicht sparen. Was will er also in der Wirtschaft? Sie auch noch ruinieren?

Das feindselige Klima gegen die Wirtschaft, an dem vor allem die unappetitlichen alten Salonkommunisten, die Totalversager der Geschichte, arbeiten, muss beendet werden. Wer könnte das besser als einer, der selbst Unternehmer ist?

Guttenberg und Sarrazin sollten sich zusammentun. Ob das innerhalb der „Freiheit“ geschieht oder mit einer neuen Partei, sei dahingestellt. Der Programmentwurf der „Freiheit“ stellt sicher für beide kein Hindernis dar. Ohne charismatische Politiker geht es auf jeden Fall nicht, und beide haben Charisma, auch Guttenberg. Vielleicht nicht für alle hier, aber eben für viele draußen.

Wir müssen auch nicht die Republik neu erfinden, sondern wir brauchen nur ein paar Leute, die ihrem Geist, ihrer Ordnung und ihren Gesetzen wieder Respekt verschaffen. Das traue ich den beiden zu. Der „Freiheit“ natürlich auch, aber ohne Zugpferde wird sie keine bedeutende Rolle erlangen. Auch nicht jetzt, wo die WELT bemerkt hat, dass der erste gelungene Anschlag eines Islamisten in Deutschland eine Zäsur auslösen könnte. Ich glaube es nicht, denn deutsche Politiker und Journalisten lernen erst, wenn die Not ihnen keine andere Wahl mehr lässt oder wie beim E10-Sprit der Bürger ihnen den Zapfhahn zwischen die Hinterbacken schiebt und abdrückt.

Leider steht zu befürchten, dass Sarrazin und Guttenberg nicht mehr antreten wollen, allenfalls noch Guttenberg in der abgehalfterten CSU, wo er aber zu wenig bewirken kann. Es braucht einen Befreiungsschlag mit einer unverbrauchten Partei, die sofort auf Hochtouren kommt und von Medien nicht einfach totgeschwiegen werden kann.

Daher auf in die Freiheit, Thilo und Karl-Theodor! Holt euch die 51%, die auf euch warten, und denkt an die süße Rache und die langen Gesichter, an die Nervenzusammenbrüche und die Tobsuchtsanfälle, an das Kreischen, Heulen und Wehklagen unserer jämmerlichen „Eliten“. Das Vergnügen seid ihr uns einfach schuldig!


(Hinweis: Gastbeiträge geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder. Wenn Sie selber einen Artikel beisteuern wollen, schreiben Sie uns: info@blue-wonder.org)




Friedrich: Der Islam gehört nicht zu Deutschland!

Innenminister Hans-Peter Friedrich: Der Islam gehört nicht zu Deutschland!Kaum ist der Schummel-Baron in der Versenkung verschwunden, spült das Personalkarussell einen Mann ins Innenministerium, der offenbar noch nicht an der üblichen Wahrnehmungsverweigerung unserer politischen Klasse leidet. Islamisierungs-Präsident Wulff („Der Islam gehört zu Deutschland“) hatte ihm ganze drei Stunden zuvor die Ernennungsurkunde überreicht, da widerspricht der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich (Foto) schon dem Wahrer feindlicher Interessen an der Spitze unseres Staates. Zwar gehörten Islam-Gläubige mittlerweile zum Land, sagte Friedrich konziliant. „Dass aber der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“

Das Aufheulen der Hetzmeute ließ nicht lange auf sich warten. Die Einzelheiten können wir uns hier ersparen und die PI-Leser werden sie weidlich kommentieren. Aber eine spannende Frage bleibt:

Wird der Benjamin im Kabinett jenes Rückgrat beweisen, das seiner Chefin so vollkommen abgeht, oder biegt er am Ende doch auf die merkelsche Schleimspur ein? Die sog. Islamkonferenz wird es bald weisen. Vom Rückgrat wird jedenfalls abhängen, ob wir es zukünftig mit einem Großen Fritz oder nur einem Fritzchen zu tun haben.

Den PI-Lesern sei im Übrigen ans Herz gelegt, genauso akribisch Friedrichs Aussage von der Unbelegbarkeit des islamischen Einflusses auf unsere freiheitliche Ordnung zu belegen, wie da ein gewisser Baron nicht belegen konnte, dass … wie war das nochmal?

» hans-peter.friedrich@bundestag.de




Nachtwacheverbot: Österreichs neue Leitkultur

Physikalisch gesehen ist der Vorgang eigentlich simpel: Wenn irgendwo ein Vakuum besteht und der umfassende Körper undicht wird, dann füllt er sich eben mit dem, was sich außerhalb des Körpers befindet (sofern der Aggregatzustand stimmt). Will heißen: Wer keine eigene Leitkultur hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich eine andere, neue, plötzlich in seinem Lebensumfeld ausbreitet.

(Von Thorsten M.)

Genau diese Erfahrung durfte ein österreichisches Elternpaar machen, bei dem der Vater nach einer geplanten OP die Nacht am Bett seiner sechsjährigen Tochter im Krankenhaus verbringen wollte. Schon bei der Anmeldung im Wiener SMZ Ost mussten sich die Eltern schriftlich verpflichten, dass die Mutter des Mädchens – und eben nicht der Vater – die Nachtwache übernimmt.

Die österreichische Kronen Zeitung berichtet:

Wie viel politische Korrektheit ist zu viel? Folgender Vorfall wird aus dem Wiener SMZ Ost gemeldet: Ein Vater möchte nach einer Operation seiner Tochter die Nacht mit dem Mädchen (6) im Spital verbringen. Doch das geht nicht: Die muslimischen Väter erlauben nicht, dass ein Nicht-Muslim in der Nähe ihrer Kinder bleibt.

„Seit September 2010 hat meine sechsjährige Tochter bereits die siebente Angina in Folge“, schildert die Mutter, die anonym bleiben möchte. „Wir haben für diesen Monat einen OP-Termin und im Vorgespräch musste ich eine Einverständniserklärung unterzeichnen, dass ich als Mutter in der Nacht bei meiner Tochter bleibe, da mein Mann nicht darf!“

Nicht dürfen? Wieso das denn? Die Erklärung der Ärzte damals: „Sollte eine muslimische Mutter über Nacht auch bei ihrem kranken Kind im Spital bleiben, erlauben die muslimischen Väter nicht, dass im selben Zimmer auch ein nicht-muslimischer Mann ist.“ Die Familie ist überrascht. „Was wäre, wenn ein Mann Alleinerzieher ist? Dürfte er dann nicht bei seiner Tochter bleiben?“, fragt die Mutter des Mädchens.

Eine Sprecherin vom KAV: „Üblicherweise werden OP-Termine so vergeben, dass nur Mamas und nur Papas, unabhängig von ihrer Religion, die Nächte in einem Krankenzimmer mit ihren Kindern verbringen.“

Will heißen, die Österreicher (wobei dies genauso gut die Deutschen sein könnten) lassen sich von rückständigen, eifersüchtigen Einwanderern diktieren, welche Spielregeln künftig in Österreichs Krankenhäusern gelten. Parallel geschieht ähnliches in Schulen oder Schwimmbädern.

Einmal mehr zeigt sich: Eine Verfassung und eine Rechtsordnung sind als Leitkultur absolut nicht ausreichend, da sie beide erst wirklich greifen, wenn der Rechtsweg beschritten werden muss. 99% des täglichen Umgangs zwischen Menschen wird aber von Sitten und Gebräuchen geprägt.

Es wird höchste Zeit, dass die Europäer einen Katalog üblicher Umgangsformen in ihren Ländern erstellen und die Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen an deren Einhaltung und Respekt binden. Dazu gehört eine objektive Einzelfallprognose, ob ein Mensch wirklich die Perspektive hat, in unseren Ländern mental auch anzukommen.

Schließlich gilt: Wenn Migranten mit unseren Umgangsformen nicht klar kommen, haben sie immer noch die Möglichkeit, in ihre Länder zurück zu kehren. Wir Bio-Europäer dagegen werden so in den eigenen Städten heimatlos – oder noch schlimmer in spätestens einer Generation zu gejagten Parias.




Amerika wehrt sich gegen Scharia-Werbung

Shariah4AmericaFür heute hat Stand Up America mit Dr. Terry Jones eine Demonstration gegen die von Anjem Choudary geplante Scharia-Werbeveranstaltung „Sharia 4 America“ (Foto) in Washington DC organisiert, die per Live-Stream übertragen wird.

Offenbar hat Choudary seine Demonstration auf einen noch unbekannten Zeitpunkt verschoben. Stand Up for America lässt sich jedoch nicht davon abhalten, gegen die Scharia-Werbung zu protestieren und diesen Protest auch der Obama-Administration mit einem Marsch zum Weißen Haus um 11 Uhr Ortszeit deutlich zu machen. Die Teilnehmer werden dazu aufgefordert, US-Flaggen mitzubringen.

Den Werbetrailer zur Choudarys Scharia-Plänen sehen Sie hier:

Live-Stream der Demo gegen die Scharia:

Weitere Videos finden Sie hier.




Video: Interview mit René Stadtkewitz in Köln

Interview mit René Stadtkewitz und Chrstian Jung in KölnAm vergangenen Sonntag fand in Köln ein weiteres Treffen des sich in Gründung befindenden Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der neuen Partei DIE FREIHEIT statt. Aus Berlin war der Bundesvorsitzende René Stadtkewitz angereist und fragte angesichts hunderter Werbeplakate für „unseren Ministerpräsidenten“ Erdogan scherzhaft, wer denn nun eigentlich für die Bürger in NRW zuständig sei. Aber nachdem sich Deutschland zukünftig auch bei der Integrationspolitik nach dem Willen der Türkei richten soll, wundere einen so langsam nichts mehr.

In einem Saal des historischen Kölner Brauhauses „Früh“ direkt am Dom wurde schnell klar, was die anwesenden Fördermitglieder der neuen Partei von diesen Großmachtsambitionen des osmanischen Führers halten. Die Rede von René Stadtkewitz spiegelte die Aufbruchsstimmung gut wieder, in der sich viele Menschen in Deutschland befinden. Es ist Zeit für eine neue Politik, die den Muff der Political Correctness beseitigt und dem gesunden Menschenverstand wieder Geltung verschafft.

In Köln war auch eine Delegation des sich ebenfalls in Gründung befindenden Landesverbandes Bayern anwesend. PI führte ein Interview mit dessen Landesbeauftragten Christian Jung und dem Bundesvorsitzenden.

(Text & Interview: Michael Stürzenberger / Kamera & Schnitt: Manfred Schwaller)




Oechslen: Bei PI-Argumenten werde ich ärgerlich

Parallel zu ihrem Artikel über PI befragte die SZ als „Experten“ hierzu den Islambeauftragten der Evangelischen Kirche in Bayern, Rainer Oechslen (Foto). Mit ihm haben die Münchner Islamkritiker schon des öfteren einschlägige Erfahrungen gesammelt (zum Beispiel hier und hier). Seine Aussage „Hass ist nicht legitim“ ist dabei nicht etwa auf das einschlägig bekannte „Heilige“ Buch des Islam bezogen, sondern auf diejenigen, die vor ihm warnen.

(Von Michael Stürzenberger)

SZ-Redakteur Bernd Kastner, aus dessen Feder der Artikel über PI München floss, führte auch das Gespräch mit dem evangelischen „Dialogexperten“:

SZ: Was ist verwerflich daran, wenn jemand den Islam kritisiert?

Oechslen: Kritik ist an jeder Religion erlaubt. Aber wenn sich PI selbst als ‚islamkritisch‘ bezeichnet, dann ist das eine Irreführung. Für mich ist es Islamfeindschaft, was sich in Äußerungen von PI-Sympathisanten zeigt, manchmal auch Hass. Und das halte ich nicht für legitim.

PI-Vorleute betonen, dass sie sich nur gegen die politisch-extremistischen Auswüchse des Islam richten.

Das halte ich auch für vorgetäuscht. Sie äußern sich sehr oft pauschal gegen den Islam, gegen den Koran, gegen die Muslime.

Als Beleg für die Gefährlichkeit dieser Religion bringen PI-Aktivisten diverse Koranverse vor.

Sie finden in den Heiligen Schriften fast aller Religionen hochproblematische Passagen. In einem Bibel-Psalm etwa ist davon die Rede, dass man die Köpfe kleiner Kinder gegen Felsen schlagen soll. Benediktinermönche beten diesen Psalm jede Woche, aber kein Benediktiner würde dies tun.

PI-Aktivisten glauben, den Islam rein aus der Lektüre des Korans verstehen zu können. Man muss aber bei jeder Religion die Geschichte ihrer Auslegung und Wirkung beachten. Und man muss mit den Gläubigen selbst in Kontakt sein. Es ist nun mal so, dass nur ein verschwindend kleiner Bruchteil der Muslime extremistisch und gefährlich ist.

Islam-‚Kritiker‘ halten dagegen, dass ein politischer Muslim seine wahren Ziele verleugne, weil ihm das Belügen von Andersgläubigen gestattet sei.

Das Verleugnen der eigenen Religion ist Muslimen nur in Todesgefahr erlaubt, was in der Historie dieser Religion begründet ist. Bei diesen Argumenten von PI werde ich richtig ärgerlich, die stammen aus der Mottenkiste des Antisemitismus. Auch Juden hat man früher das Täuschen der anderen unterstellt.

Sie sehen Parallelen zwischen Islamfeindschaft und Antisemitismus?

Natürlich unterstelle ich PI nicht, dass sie einen Holocaust gegen Muslime anstreben. Aber in den argumentativen Strukturen finden sich Parallelen, zum Beispiel im Vorwurf nach der Weltherrschaft zu streben. Der traf einst die Juden und jetzt die Muslime. Auffällig ist, dass der Antisemitismus im Kaiserreich virulent wurde, als viele Menschen Angst vor Überfremdung hatten. Und diese Angst ist jetzt wieder da.

Begründet denn der islamistische Terrorismus nicht eine gewisse Angst?

Man darf Ursache und Wirkung nicht verwechseln: Ein Terrorist ist zuerst ein Terrorist, der sich dann eine religiöse Begründung für seine Tat sucht. Gerade beobachten wir ja, dass in der islamisch-arabischen Welt eine ungeheure Wut vorhanden ist. Und die äußert sich eben nicht in Terror, sondern in demokratisch motivierten Revolutionen.

Es ist immer wieder spannend, wie sich die Oechslens dieser Welt die Realität zurechtbiegen, um der unbequemen Wahrheit ausweichen zu können. Nach dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Und so darf ein Terrorist eben nicht von seinem religiösen Anleitungsbuch zur Gewaltanwendung gebracht geworden sein, sondern er sei schon vorher auf Terror gepolt gewesen. Dieser Logik zufolge kam dann auch das Ei vor der Henne. Wem will Oechslen denn tatsächlich noch einreden, dass sich diese Fanatiker grundsätzlich ins Paradies zu ihren Jungfrauen bomben wollen und dazu dann nur noch eine „religiöse Begründung“ suchen? Und woher sollen diese Terroristen ihren pauschalen Hass gegen x-beliebige Menschen haben, die nur einem anderen Glauben anhängen? Es ist schon erstaunlich, welch abenteuerliche Konstrukte sich die DiaLüg-Experten immer wieder zusammenbasteln, nur um dem Islam aus seiner Verantwortung für 1400 Jahre ununterbrochene Gewaltanwendung heraushelfen zu können.

Rainer Oechslen fuhr im vergangenen Oktober nach Stuttgart, um den Spuren eines BPE- und eines PI-Interviews mit dem letzten noch lebenden Mitglied der Weißen Rose, Susanne Zeller-Hirzel, zu folgen. Er witterte eine „Instrumentalisierung“ der auch mit knapp 90 Jahren noch bewundernswert aktiven Frau. In seinem Artikel „Die Weiße Rose und der Islam“, veröffentlicht im evangelischen Pfarrerblatt, versuchte er Deutschlands größtem Internet-Politblog wieder die üblichen Pauschalvorwürfe anzuhängen:

Dafür wimmelt es, etwa im Internetportal »Politically Incorrect«, von Verunglimpfungen. So werden Muslime als »Musels« bezeichnet, Leute, die sich um Kontakt und Verständigung mit Muslimen in Deutschland bemühen, sind »Dhimmis« und ihr Verhalten ist »Dhimmitum«. (Dhimmis waren in den islamischen Staaten Juden und Christen, die eine Kopfsteuer entrichten mussten und vom Militärdienst sowie von höheren Staatsämtern ausgeschlossen waren.) In den Internetforen der »Islamkritiker« – deren Layout häufig sehr professionell und offensichtlich teuer ist – werden unter stetiger gegenseitiger Zitation immer neue Schreckensmeldungen über Untaten von Muslimen und die »schleichende Islamisierung« Europas verkündet.

Die Schreckensmeldungen über den islamischen Terror wie die gestrige aus Frankfurt scheinen den Islambeauftragten der evangelischen Landeskirche nicht zu beunruhigen. Eher diejenigen, die darüber berichten:

Inzwischen ist noch ein neues Interview mit Susanne Hirzel aufgetaucht, ein Video, das man im Internet betrachten kann. Ich fragte mich daraufhin erst recht: Was war wohl das Motiv für Susanne Hirzels Islamfeindlichkeit, die eine so schwache Basis zu haben scheint? Ich rief Frau Hirzel an und bat, sie besuchen zu dürfen. Im Oktober 2010 empfing sie mich in ihrer Wohnung im Raum Stuttgart. Ich traf eine sehr freundliche alte Dame, die vor allem darunter leidet, dass so viele Angehörige ihrer Generation schon dahingegangen sind. Auf meine Frage hin, wer sie für die Bürgerbewegung »Pax Europa« gewonnen habe, konnte sie sich nicht recht erinnern. Ein Interview mit Cem Özdemir, das vor Jahren im Fernsehen gesendet wurde, habe sie geärgert. Vermutlich, so meinte sie, habe sie dann auf einen Brief oder eine Annonce von »Pax Europa« hin einen kleineren Betrag gespendet und sei so in die Kartei gelangt. Die Leute – vor allem Michael Stürzenberger aus München – die sie für das Internet interviewt hätten, seien ausgesprochen nett und höflich gewesen. Sie selber habe das Video noch nicht gesehen. Es fehlen in ihrem Haus auch die technischen Möglichkeiten hierfür.

Wie das folgende Video dokumentiert, haben wir Susanne Zeller-Hirzel nach dem Schnitt unseres Interviews besucht und ihr den Film zur Freigabe gezeigt. Sie sah sich alles ganz genau an und bat uns auch, eine für ihre Nachbarn heikle Passage herauszuschneiden. Also entspricht Oechslens Darstellung, sie hätte das Video „noch nicht gesehen“, nicht der Wahrheit:

Außerdem ist Susanne Zeller-Hirzel eine belesene Frau, die schon viele Bücher über den Islam studiert hat. Am 11. September vergangenen Jahres nahm sie an der Pax Europa-Demo am Stuttgarter Rathausplatz teil. Oechslens Behauptung, sie wisse von BPE und vom Islam kaum etwas, ist an den Haaren herbei gezogen. Genauso seine abstruse Verharmlosung der SS-Division Handschar, was wir ihm schon in unserem Artikel über die Podiumsdiskussion in Geretsried nachgewiesen haben.

So fällt das mühsam konstruierte Argumentationsgerüst des evangelischen Islambeauftragten gegen BPE, PI und die Islamkritik in sich selbst zusammen.




Bern: Demo-Verbot vor den Schweizer Wahlen

Linksautonome BernIm Oktober 2007 demonstrierten gewaltbereite Linke gegen eine friedliche Wahlveranstaltung der SVP (PI berichtete) und richteten in der ganzen Stadt Chaos und Zerstörung an (Foto). Um derartige Szenen im Wahljahr 2011 zu verhindern, hat Bern sowohl der SVP als auch den Linken das Demonstrieren im Wahlmonat Oktober verboten.

Der Blick berichtet:

Die Berner Stadtregierung will keine „Schande von Bern“ mehr. Sie beschloss gestern, während des ganzen Oktobers keine Wahlkundgebungen auf dem Bundesplatz zu bewilligen. SP und SVP hatten Gesuche dafür eingereicht.

Auch dreieinhalb Jahre nach den Krawallen von Bern während einer SVP-Wahlveranstaltung hat die Regierung offenbar immer noch die Bilder der Ausschreitungen zwischen dem Schwarzen Block und der SVP vor Augen. Begründet wird der Entscheid aber damit, dass der Bundesplatz bereits von der Wahlplattform der SRG belegt sei. Zudem finde in dieser Zeit eine Jubiläumskonferenz der Interparlamentarischen Union mit über 1000 Parlamentariern statt.

Als Ausweichdatum schlägt die Regierung den Parteien den 3. oder den 10. September vor.

Wird die „Schande von Bern“ 2.0 dann also in den September verschoben? Die SVP will die schriftliche Antwort der Regierung abwarten, bevor sie über das weitere Vorgehen entscheidet. Keiner der Teilnehmer an der SVP-Veranstaltung war an den Krawallen 2007 beteiligt. Ihre „Schuld“ an den linken Gewaltausbrüchen lag in ihrer bloßen Existenz.




Sarrazin-Mobbing: Wolffsohn sagt aus Protest ab

Einen Tag vor der Veranstaltung hatten am 23. Februar die Initiatoren der Gesprächsreihe „Halberstädter Abend“ Thilo Sarrazin als Gesprächsgast ausgeladen. Wie Pfarrer Harald Kunze (Evangelisches Kirchspiel Halberstadt) und Pfarrer i.R. Hartmut Bartmuß (SELK) mitteilten, geschah dies aufgrund des „unerträglich gewordenen“ Drucks insbesondere der Evangelischen Landeskirche. Vor allem die geschiedene und wiederverheiratete Magdeburger Bischöfin Ilse Junkermann („bis dass der Tod uns scheidet“) tat sich bei diesem „Exorzismus“ aus der Halberstädter Winterkirche als treibende Kraft hervor.

Die Veranstalter waren von dieser Hexenjagd so betroffen, dass sie den für den 14. April fest geplanten Auftritt des Münchner Historikers und Publizisten Prof. Michael Wolffsohn zum letzten Gesprächsabend der 2005 gestarteten Diskussionsreihe erklärten.

Doch auch dazu wird es jetzt nicht kommen, da Michael Wolffsohn seinerseits „entsetzt“ – aus Solidarität mit Thilo Sarrazin – die Teilnahme abgesagt hat. Der Historiker, der zu den führenden jüdischen Intellektuellen in Deutschland gehört, protestiert mit seiner Entscheidung, wie er mitteilte, gegen die „Unkultur der Raus-Rufe“. Der 63-Jährige erklärte in seinem Absageschreiben an die Veranstalter klipp und klar:

Früher hörten meine Eltern und Großeltern ‚Juden raus!’ Dann mussten sie raus, um ihr Leben zu retten. Jetzt rufen sogenannte Demokraten, offenbar auch von kirchlicher Seite: ‚Sarrazin raus!’“ Zu Demokratie, Rechtsstaat sowie Meinungs- und Medienfreiheit gehöre, dass auch der jeweils „andere Teil“ zu Wort komme und gehört werde. „Muss ausgerechnet ich als Jude jene ‚kirchliche Seite’ an den Geist der Bergpredigt erinnern ‚Liebe deinen Feind!’?“

Der Historiker würdigt zugleich die Veranstalter, die in „guter demokratischer Tradition“ in den Vorjahren auch unbequeme Redner eingeladen hätten.

P.S.: Übrigens sei an dieser Stelle für alle, die ihn nicht kennen, einmal erwähnt, dass Michael Wolffsohn einer der interessantesten konservativen, deutschen Intellektuellen ist. Im Gegensatz zu lautstarken Vertretern des Zentralrats der Juden in Deutschland (Kramer!), hat er z.B. in seinem Buch „Keine Angst vor Deutschland!“ einen Weg aufgezeigt, wie man trotz des Holocausts ein positives Selbstverständnis als „deutsch-jüdischer Patriot“ entwickeln kann. Darüber hinaus tat er sich als Unterstützer des „Zentrums gegen Vertreibung“ des BdV hervor, sowie von Eva Herman gegen die Kernersche Fernseh-Inquisition. Auch ignoriert er bei der Einwanderung in Deutschland nicht die Integrationsdefizite, die er für ein Sicherheitsrisiko hält.

Kontakt:

Landesbischöfin Ilse Junkermann
Am Dom 2
39104 Magdeburg
Fon 0391/5346-225
Fax 0391/5346-226
landesbischoefin@ekmd.de




Frankfurter Flughafentäter rief laut ‚Allahu Akbar‘

Der Attentäter Arid (oder Arif) Uker.Nach den derzeitigen Ermittlungen einer Sonderkommission deutet alles darauf hin, dass es sich bei den tödlichen Schüssen des 21-jährigen Arid (oder Arif) Uker, Foto l., auf zwei US-Soldaten vor dem Frankfurter Airport um einen Terroranschlag handelt. Uker soll Kontakte zu der deutschen Salafisten-Szene um Pierre Vogel, Sven Lau, Abou Ibrahim Nagdie und Abdullatif gehabt haben. Letzterer gilt als einflussreicher Prediger im Großraum Frankfurt. Nach BILD-Informationen arbeitete der gläubige Muslim Uker am Frankfurter Flughafen und soll bei dem Anschlag laut „Allahu Akbar“ gerufen haben.

Die WELT berichtet:

Arid U. wollte ein Blutbad anrichten, Menschen töten, die er für Ungläubige hält, die Kriege gegen Muslime führen und deshalb aus seiner Sicht sterben müssen. Ausgerüstet mit einer Pistole und einer beachtlichen Menge Munition, machte sich der 21-jährige Deutsch-Kosovare am Mittwochmorgen auf den Weg zur Arbeit am Flughafen Frankfurt am Main.

Am Nachmittag wartete U. außerhalb des Terminals 2 auf seine Opfer – amerikanische Soldaten. Ein gutes Dutzend Militärpolizisten der US-Luftwaffe, stationiert im britischen Lakenheath, kam mit einer Maschine aus London. Sie trugen keine Uniformen, sondern zivile Kleidung und sollten von Frankfurt aus weiter zur US-Militärbasis Ramstein reisen. Von dort aus sollten die Männer in den kommenden Tagen in den Kriegseinsatz im Irak bzw. nach Afghanistan abfliegen.

Noch bevor die Gruppe Amerikaner aus dem Flughafen-Terminal zum wartenden Bus kam, stieg Arid U. in das Fahrzeug. Offenbar konnte er als Flughafenmitarbeiter problemlos Zugang erhalten. Kaum hatten die US-Soldaten im Bus Platz genommen, eröffnete Arid U. mit seiner Waffe das Feuer, traf mindestens einen Amerikaner in den Kopf, einen weiteren in den Oberkörper. Auch der Fahrer des Busses wurde getroffen, sackte schwer verletzt in seinem Sitz zusammen.

Offenbar gezielter Anschlag gegen US-Armee

Die US-Soldaten, die zum Zeitpunkt des Attentats unbewaffnet waren und überrascht wurden, versuchten panikartig aus dem Bus zu fliehen. Nur dem Umstand, dass die Schusswaffe Arid U.s plötzlich klemmte, ist es zu verdanken, dass es keine weiteren Opfer gab. Der kosovarische Todesschütze ließ die Pistole fallen und flüchtete zurück in den Flughafen-Terminal, wo ihn kurze Zeit später Beamte der Bundespolizei überwältigten und festnahmen.

Zwei US-Soldaten tötete Arid U., mindestens zwei weitere wurden durch die Kugeln des Attentäters schwer verletzt. Hätte er gekonnt, hätte U. die Bluttat vermutlich ohne zu zögern fortgesetzt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie US-Präsident Barak Obama verurteilten das blutige Attentat aufs schärfste. Deutsche Sicherheitsbehörden nahmen sofort die Ermittlungen auf, in die inzwischen auch das BKA und eine amerikanische Ermittlergruppe des FBI involviert sind.

Internetspuren entlarven Täter als fanatischen Islamisten

Es gilt festzustellen, ob Arid U. ein Einzeltäter war, oder Teil einer Gruppierung. An der islamistischen Motivation des Todesschützen dürfte inzwischen wohl kein Zweifel mehr bestehen. Arid U. war ein Islamist. Er sah sich im Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen, das belegen Internetspuren, die der 21-Jährige in den vergangenen Monaten hinterließ.

Arid U., wurde in Deutschland geboren, wuchs in Frankfurt-Sossenheim auf und machte dort seinen Realschulabschluss. Seine Familie stammt aus Mitrovica im Kosovo, kam aber bereits vor 40 Jahren in die Bundesrepublik. Die Familie U. gilt als religiös, jedoch nicht als fanatisch.

Der Vater soll im Kosovo Imam gewesen sein. Sein Sohn, so Vater U., sei am Mittwoch nicht von der Arbeit gekommen, mehr wisse er nicht. Im Kosovo berichtet der Onkel, Arid sei ein gläubiger Muslim, ein junger Mann der seine Religion ernst nehme.

Im Internet findet sich ein Arid U., der sich als Verteidiger des Islam gab, ein junger Mann, der die Welt in Gläubige und Ungläubige einteilte, islamistische Rap-Musiker und Youtube-Prediger verehrte. „Abu R.“ nannte sich der 21-Jährige im Cyberspace, verbreitete Youtube-Links zu Dschihad-Hymnen und ließ seinem Hass auf Juden und Schiiten freien Lauf.

„Selbst wenn jemand zum Dschihad aufrufen würde“, schrieb Arid U.: „Na und? Das ist nun mal Teil dieser schönen Religion. Man darf nun mal Ungläubige bekämpfen, wenn man angegriffen wird.“

Der Islam und die Muslime, so Arid, würden angegriffen. Die Deutschen würden sich vor einer Ausbreitung der Religion fürchten. „Die wollen halt lieber, dass sich die Muslime anpassen und gefälligst an den Weihnachtsmann glauben“, schrieb Arid U. im Dezember.

Hass auf Deutschland und die „Ungläubige Merkel“

Das Land, in dem er lebte und aufwuchs, schien Arid U. in den vergangenen Jahren immer mehr abzulehnen. Deutschland, unter der Führung der „Ungläubigen Merkel“, habe sich mit der Solidarität zu Israel auf die Seite der Juden geschlagen, so der gebürtige Kosovare, „das ist wie eine Kriegserklärung“.

Und Arid U. wollte in den Krieg ziehen. Am heimischen Computer bereitete sich der Islamist auf den Dschihad vor. „Black Ops“ heißt eines jener Kriegsspiele, die der 21-Jährige leidenschaftlich gern spielte.

„Wie früher, nur am Zocken“, kommentierte ein alter Schulfreund. „Ein Profi muss halt immer in Übung bleiben“, so Arids Antwort. Ein Foto von sich beschrieb der Todesschütze von Frankfurt mit den Worten: „Das ist mein Killerblick.“

Arid U. sympathisierte mit der radikalen Salafisten-Szene

Interessant dürfte für die Ermittler sein, ob Arid U. am Mittwoch auf eigene Faust handelte, als er loszog, um Amerikaner zu töten. Aus den Internet-Spuren lässt sich ablesen, dass der Deutsch-Kosovare zumindest mit der deutschen Salafisten-Szene und ihren Größen Pierre Vogel, Sven Lau, Abou Ibrahim Nagdie und Abdullatif sympathisierte. Letzterer gilt als einflussreicher Prediger im Großraum Frankfurt.

Mehrfach wurden Sheikh Abdullatif Kontakte zur radikalen Szene bis hin in militante Dschihadisten-Kreise nachgesagt. In der vergangenen Woche durchsuchte die hessische Polizei mehrere Wohnungen in und um Frankfurt, darunter auch die von Abdullatif.

Die Beamten beschlagnahmten Material und verhörte den gebürtigen Marokkaner, nahmen ihn jedoch nicht fest. Abdullatif, so die Vermutung der Ermittler, soll junge Muslime für den Dschihad angeworben haben, um sie nach Afghanistan und Pakistan zum Terror-Ausbildung zu vermitteln.

Der Berliner Ex-Rapper Deso Dogg, der zum Islam konvertierte und sich nun „Abu Malik“ nennt, beeindruckte den Frankfurter Attentäter Arid U. augenscheinlich besonders. „Ich liebe dich für Allah!“, kommentierte der Deutsch-Kosovare ein Video des ehemaligen Musikers. „Abu Malik“, der für die salafistische Missionarsbewegung „Die Wahre Religion“ Vorträge in Moscheen hält, geriet jüngst für ein umstrittenes Lied in die Kritik, in dem er den Dschihad und das Märtyrertum verherrlichte.

Arid U. saugte das islamistische Gedankengut offenbar auf. Aus dem Computerspiele-Fan wurde Schritt für Schritt ein gewaltbereiter Islamist. „Mögen die Augen der Ungläubigen niemals ruhen“ – diesen Ausspruch eines muslimischen Feldherrn, wählte U. als sein Lieblingszitat.

In Frankfurt gibt es inzwischen einen Aufruf der FREIEN WÄHLER Frankfurt zu einem Trauermarsch für die ermordeten US-Soldaten:

Die FREIEN WÄHLER in Frankfurt trauern um die am Mittwoch am Flughafen ermordeten beiden Amerikaner und sind in Sorge um deren schwerverletzten Landsleute. Den Angehörigen drücken wir unser Mitgefühl aus. Die FREIEN WÄHLER rufen alle Frankfurter Bürgerinnen und Bürger auf, mit einer Sondersitzung der Stadtverordneten und einem Trauermarsch in den nächsten Tagen ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Opfern und dem amerikanischen Volk zu bekunden. Frankfurt hat seit vielen Jahren besonders enge Beziehungen zu den USA, das muss unter dem Schock der Mordtat gerade jetzt öffentlich deutlich gemacht werden.

Nach allen bislang vorliegenden Informationen handelt es sich bei dem Täter um einen 21-jährigen jungen Mann aus dem Kosovo, bei dem islamistische Motive vermutet werden können. Sollten sich diese Vermutungen bestätigen, bekäme die anhaltende Diskussion um Integration und Islam in Frankfurt auf schreckliche Weise neue Nahrung, an der keine Seite interessiert gewesen ist und auch nicht interessiert gewesen sein kann.

Gleichwohl müssen in der Pflicht gegenüber den Opfern und zum Schutz gegen weitere Bluttaten sehr unangenehme Fragen gestellt werden: Wenn so schnell geklärt werden konnte, dass der Täter Kontakte zu islamistischen Kreisen hatte – wen hat das nicht rechtzeitiger alarmiert? Wenn der Täter sich so gut am Tatort und über die zeitlichen Abläufe auskannte – wer hat ihm geholfen oder ihn unterstützt? Wenn der Täter schon lange in Frankfurt lebte – vor wem sind wir dann noch sicher?

Die gängigsten Phrasen der offiziellen Frankfurter Integrationspolitik lauten: „Von Fremden zu Frankfurtern“ und „Wir sind alle Frankfurter“. Wer sich gegen diese Phrasen sträubt oder verweigert, gilt in unserer Stadt schnell als „Rassist“ oder „islamfeindlich“. Der Mörder Arif U. war im Sinn all der „Vielfalt“-Ideologen ein „Frankfurter“. Wir haben Angst vor solchen „Frankfurtern“ – und wir haben leider bösen Grund dazu.

Hier Screenshots der Facebook-Seite von Arid Uker. Er firmiert dort unter „Abu Reyyan“. Seine Gruppen sprechen für sich. Näheres zu seinem Facebook-Profil auf campus-blog.net.

Screenshot 1:

Screenshot 2:

Screenshot 3:

Screenshot 4:

Screenshot 5:

Screenshot 6:

Screenshot 7:


» Tagesspiegel: Gezielter Angriff auf Amerikaner
» Tartsch: Attentat ein “armed jihadist assault”

(Danke an alle Spürnasen)




Provinzwahlen: Wahlerfolg für Geert Wilders PVV

Geert Wilders mit Limburgs Spitzenkandidatin Laurence StassenBei den gestrigen Provinzwahlen zur Ersten Kammer in den Niederlanden hat der erstmalig mit seiner Partij voor de Vrijheid (PVV) angetretene Geert Wilders (auf dem Foto mit Limburgs Spitzenkandidatin Laurence Stassen) einen sensationellen Wahlerfolg erzielen können. Die islamkritische Freiheitspartei wurde in 16 Gemeinden stärkste Kraft und konnte sich mit 12,4 Prozent der Stimmen auf Anhieb 10 der 75 Senatorenmandate in der Ersten Kammer des Parlaments sichern.

Prognose des Fernsehsenders NOS von 0.15 Uhr heute Nacht:

Der österreichische Standard berichtet:

Islamgegner Wilders als großer Gewinner

Provinzparlamente neu gewählt – Regierung verfehlte knapp Mehrheit im Oberhaus

Den Haag – Die von Islamgegner Geert Wilders gestützte Mitte-Rechts-Regierung der Niederlande hat bei Wahlen eine Mehrheit im Oberhaus des Parlaments offenbar knapp verfehlt. Nach Auszählung rund 98 Prozent der Stimmen kamen die regierenden Rechtsliberalen (VVD) und Christdemokraten (CDA) sowie die mit ihnen verbündeten Freiheitspartei (PVV) von Wilders in der Nacht auf Donnerstag auf 37 der 75 Senatorenmandate in der Ersten Kammer des Parlaments.

Die vor fünf Monaten angetretene Mitte-Rechts-Regierung bräuchte im Oberhaus mindestens 38 Mandate, um ihre politisches Programm ohne Abstriche umsetzen zu können. Gewählt wurden am Mittwoch die 566 Abgeordneten aller zwölf Provinzparlamente. Sie müssen am 23. Mai über die Zusammensetzung des für die Gesetzgebung wichtigen Senats in Den Haag entscheiden. Dabei sind Abweichungen von der jeweiligen Parteilinie möglich, so dass das Regierungslager den Rückstand noch aufholen könnte.

Wilders: „Unglaublich stolz“

Als Gewinner gilt die populistische Wilders-Partei. Sie punktete mit sozialpolitischen Versprechen und der Forderung, die Einwanderung aus islamischen Ländern deutlich zu reduzieren. Die PVV nahm zum ersten Mal an Provinzwahlen teil. Wilders sagte, er sei „unglaublich stolz“. Stärkste Kraft wurde die VVD von Ministerpräsident Mark Rutte, gefolgt von der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (PvdA). Die größten Verlierer sind die gemeinsam mit der VVD regierenden Christdemokraten. Sie hatten bei den Provinzwahlen 2007 noch fast ein Viertel aller Stimmen bekommen.

Etwa 54 Prozent der fast 13 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Erstmals seit 1995 lag die Beteiligung an Regionalwahlen wieder über der 50-Prozent-Marke. Beobachter führten das auf die Bedeutung des Urnengangs für die Regierungspolitik zurück.

Statement von Geert Wilders nach dem großen Wahlerfolg:

Bei NOS.nl gibt es ständig aktualisierte Inormationen zur Wahl:




Mozart auf Türkisch?

Mozart auf Türkisch?Orientalische Schalmeienklänge haben die Menschen in Mittel- und Westeuropa bereits im Hochmittelalter inspiriert, und so gibt es in der europäischen Musik aus dieser Zeit manche Anklänge an die Musik des Orients. In der Janitscharenmusik aus der Zeit der Wiener Klassik findet sie (hier und hier) ebenfalls ihren Widerhall.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising)

Unter der doppeldeutigen Überschrift „Entführung auf Türkisch“ berichtet der Hessische Rundfunk über ein Projekt der Oper in Frankfurt am Main und meint dazu: „Kein Problem“.

Konkret geht es um die Aufführung von W. A. Mozarts Singspiel in deutscher Sprache „Die Entführung aus dem Serail“, das jetzt in einer „Sondervorstellung“ an der Frankfurter Oper in türkischer Sprache aufgeführt werden soll.

„Die Oper Frankfurt hat sich zu diesem ungewöhnlichen Projekt entschlossen, um einen eigenen Beitrag zur gerade geführten Integrationsdebatte zu leisten“, teilte das Haus mit. Gezeigt werde eine auf 90 Minuten gekürzte Version des Singspiels, das in Teilen allerdings noch auf Deutsch gesungen und von türkischen Übertiteln begleitet werde.

Warum dieses im Original zweieinhalbstündige Singspiel – eine Vorform der Operette*; mehr dazu am Ende dieses Beitrags – auf 90 Minuten gekürzt werden muss, um es auf Türkisch aufzuführen, wird leider nicht erklärt. Vielleicht liegt es daran, dass die türkische Sprache zu den agglutinierenden Sprachen gehört, womit Sätze, die im Deutschen aus mehreren Wörtern bestehen, ggf. in einem Wort wiedergegeben werden können, was sich dann z.B. so liest:

„Ben“ ist das türkische Wort für „ich“, „benim“ heißt „mein“, und „ev“ ist das Haus. Nun heißt „mein Haus“ auf türkisch allerdings nicht „benim ev“, wie man dies gemäß indogermanischer Grammatik erwarten würde, sondern „evim“. Und das deutsche „Er / sie ist in meinem Haus“ liest sich im Türkischen in dem Wort „evimdedir“, wobei zwischen „er“ und „sie“ nicht unterschieden wird.

Warum in der Ankündigung des Hessischen Rundfunks von türkischen „Übertiteln“ statt, wie sonst üblich, von Untertiteln die Rede ist, kann nur vermutet werden. Ist die türkische Sprache der deutschen Sprache in Frankfurt möglicherweise bereits übergeordnet?

Mozarts „italienische“, also italienischsprachige Opern werden üblicherweise in der Originalsprache aufgeführt, weil darin der Text, die Melodien und die Rhythmen aufeinander abgestimmt sind. So kennt man das gewöhnlich auch von den Opern französischer oder italienischer Komponisten.

Wenn nun aber Mozarts „Entführung aus dem Serail“ an der Frankfurter Oper in türkischer Sprache – noch dazu stark gekürzt – aufgeführt werden soll, weil dies angeblich der „Integration“ dienlich sein soll (der Integration von WAS?), dann wird die Interpretation wegen des agglutinierenden Charakters der türkischen Sprache möglicherweise „ein wenig“ holprig ausfallen.

Können sich die seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Türken eine deutsche Oper nicht in deutscher Sprache anhören, dem Text dann nicht folgen?

Armutszeugnis!

» info@oper-frankfurt.de


* Zur Operette, die aus dem Singspiel hervorging, sei noch angemerkt, dass sie ihren Höhepunkt in den Werken des aus Offenbach bei Frankfurt stammenden deutsch-jüdischen Komponisten Jakob Eberst fand, der unter dem Namen Jacques Offenbach in seiner Wahlheimat Paris so bekannte Werke schuf wie den Can Can aus „Orpheus in der Unterwelt“ oder die „Barcarolle“ aus seiner unvollendeten Oper „Hoffmanns Erzählungen“.