„Mein Kampf“ – oder mein „Krampf“?

Man hört und liest es von Zeit zu Zeit immer wieder – auch im Kommentarbereich von PI: «Hitlers ‚Mein Kampf’ ist verboten.» Woher solche „Weisheit“ stammen mag ist mir schleierhaft. Denn – so wünschenswert es auch wäre: „Verboten“ ist dieses Machwerk eines Armen Irren zumindest in Deutschland keineswegs, dem von seinem Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel unter dem Eindruck des Westfeldzugs und der Eroberung der Benelux-Staaten und Nordfrankreichs bescheinigt wurde, „der größte Feldherr aller Zeiten“, also der „Gröfaz“ zu sein. Posthum sage ich Ihnen vielen Dank, Herr Generalfeldmarschall Keitel; damit haben Sie zur Prägung eines sehr schönen Akronyms beigetragen, das in den Folgejahren und bis heute zur wohl berechtigten Verhöhnung Ihres „Führers“ verleitet hat.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising)

Hitlers „Mein Kampf” ist nicht verboten, sondern das Copyright © – das Urheberrecht – liegt derzeit (!) beim Freistaat Bayern, der dieses Buch einfach nicht neu auflegt. Wozu auch? Wer braucht solchen geistigen wie auch sprachlichen Schund, von dem man angesichts der Holprigkeit des Textes annehmen kann, dass sein Autor der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig war? Historiker eventuell, Neo-Nazis wahrscheinlich [Hitler hatte bis zu seinem Selbstmord am 30. April 1945 einen offiziellen Wohnsitz in München gemeldet; damit wird der Urheberrechtsanspruch des Freistaats Bayern an „Mein Kampf” begründet – Hitler war anno 1945 übrigens Reichsmark-Milliardär (!). Wie er an diese Tausend Millionen herangekommen sein könnte, mag man sich am Beispiel diktatorischer / tyrannischer Kleptokratien heutzutage anschauen].

Das Copyright an einem Text, an einem Buch oder an einem anderen künstlerischen Werk erlischt – gemäß deutschem Urheberrecht – 70 Jahre nach dem Tod des Autors, in diesem Fall also mit Ablauf des 30. April 2015. Außer, der Autor hat anonym oder unter Verwendung eines Pseudonyms veröffentlicht oder etwas anderes verfügt und sein Werk z.B. zur weltweit freien und zeit-unabhängigen Verwertung gestellt, wie ich es mit meinem Aufsatz „Das Islam-Prinzip“ gehalten habe. Vergleiche aber auch die Begriffserklärung zum Copyright!

Ab dem 1. Mai 2015 darf „Mein Kampf” in Deutschland in deutscher Sprache oder in Übersetzungen – auch unkommentiert und ohne Verletzung irgendwelcher derzeitiger Rechtsnormen oder Rechtsansprüche – von jedermann neu herausgegeben werden.

Leider — aber so ist die momentane Rechtslage in Deutschland.

Anders die Situation in den Niederlanden. Ein befreundeter niederländischer Schriftsteller hat dankenswerterweise für mich recherchiert und schreibt:

In NL ist der Besitz und das Verleihen dieses Buches (von Bibliotheken) nicht verboten. Das gilt auch für die niederländische Übersetzung.

Der niederländische Staat behauptet, das Copyright der niederländischen Übersetzung zu haben und hat (deswegen) im Jahre 1974 den Handel mit einer Neuausgabe dieses Buches verboten.

1997 teilte die niederländische Regierung mit, dass der Verkauf von „Mein Kampf“ verboten ist, und dass nur eine wissenschaftliche Neuausgabe nicht strafbar sein könnte. 2007 erklärte der niederländische Kultusminister Ronald Plasterk, dass von ihm aus Hitlers Buch erhältlich sein müsste. Eine knappe Parlamentsmehrheit war nicht seiner Meinung.

Eine Rechtsetzung wie in den Niederlanden kann ich mir ab dem 1. Mai 2015 auch in Deutschland gut vorstellen, denn:

Es gibt eine andere Hetzschrift, die in ihren 19 späten, also den endgültigen Kapiteln die Widerwärtigkeit von Hitlers „Mein Kampf“ teils weit übertrifft, deren Text von einem Armen Irren in der Wüste zusammenphantasiert wurde und für das man sich in Deutschland – aber auch weltweit – zum Wohle der Menschheit ein Verbot vergleichbar des Verbots von „Mein Kampf“ in den Niederlanden wünschen sollte …

Geert Wilders von der niederländischen „Partij Voor de Vrijheid“ (PVV) hat somit Recht, wenn er fordert: „Verbied de Koran“. Denn das, was für die eine Hetzschrift gilt, muss auch für die andere Hetzschrift rechtswirksam werden.

Eckhardt KiwittZum Autor: Eckhardt Kiwitt ist Angestellter in einem Verlag, Mitglied der „Bürgerbewegung Pax-Europa“ und Autor des Aufsatzes „Das Islam-Prinzip“ sowie Gestalter des PI-Kalenders 2011. Laut LMU-Dozent Stefan Jakob Wimmer gehört er in die Riege der „prominenten Islamkritiker“.


(Hinweis: Gastbeiträge geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder. Wenn Sie selber einen Artikel beisteuern wollen, schreiben Sie uns: info@blue-wonder.org)




Friedenskurs mit Terroristen bringt mehr Terror

Bombenanschlag in JerusalemDadurch, dass man wieder einmal darauf spekuliert hat, Israels Hass- und Todfeinde würden sich durch Geschenke und Zugeständnisse besänftigen lassen, muss Israel nach dem jüngsten Anschlag (PI berichtete) mit einer neuen Terrorwelle rechnen. Erst vor kurzem wurde eine Siedlerfamilie in Itamar massakriert, heute wurde ein Anschlag auf einen Bus verübt, der in eine Siedlung fahren sollte, außerdem schlugen vier Raketen und sieben Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelischem Gebiet ein.

Die Welt berichtet über die Hintergründe:

Da nach dem Sturz Mubaraks die Blockade Gazas von ägyptischer Seite gelockert wurde, wird sich die Aufrüstung der radikalislamischen Hamas wohl weiter intensivieren. Aber auch die Hisbollah im Libanon ist – den dort stationierten Unifil-Friedenstruppen zum Hohn – bis auf die Zähne bewaffnet und harrt eines neuen Waffengangs gegen Israel.

Erstmals seit 2004 hat es in Jerusalem wieder einen Anschlag auf einen Bus gegeben.
Während der jüdische Staat so Gefahr läuft, in einen Zweifrontenkrieg verwickelt zu werden, sieht er sich wachsendem internationalem Druck ausgesetzt, durch Zugeständnisse an die Palästinenser den Nahost-Friedensprozess voranzubringen. Die Anerkennung eines bald einseitig ausgerufenen Palästinenserstaates auch durch westliche Staaten ist nicht ausgeschlossen.

Das Kalkül des Westens, durch Nachgeben Israels ließen sich dessen Todfeinde besänftigen, dürfte jedoch ein fataler Trugschluss sein. Wer jüdische Zivilisten mordet, will den ganzen Weg zur Vernichtung des jüdischen Staats gehen.

Es geht den Palästinensern nicht um ein paar Häuser auf vorher völlig kahlen und unbewohnten Hügeln, an denen Sie niemals Interesse zeigten, bevor der erste Jude darauf gesiedelt hat. Der sogenannte Widerstandskampf der muslimischen Araber in Israel ist in Wahrheit nichts anderes, als der Versuch, durch die Gründung eines erfundenen „Palästinas“, Israel zu zerschlagen und die Juden zu vernichten, im Heiligen Land wie auf der ganzen Welt.

Video zum heutigen Anschlag, bei dem eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt wurden:




Polenz vermasselt EU-Beitritt der Türkei

Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages und ehemaliger CDU-Generalsekretär, referierte am 21. März 2011 auf Einladung des Deutsch-Türkischen Forums der Berliner CDU zum Thema „Die Türkei, ein Mitglied für die EU und ein Modell für die arabische Welt“. Schnell wurde klar, dass dies eigentlich eine Werbeveranstaltung für ein von ihm selbst verfasstes Büchlein sein sollte, das stapelweise zum Kauf von 10 Euro bereitlag und in dem er seinen Herzenswunsch formuliert: „Besser für beide – Die Türkei gehört in die EU“.

(Von Bärchen, PI-Gruppe Berlin)

20 solcher Veranstaltungen habe er bereits absolviert, erklärte Polenz, er freue sich nach Vorstellung der Grundthesen seines Buches auf eine spannende Diskussion. Und tatsächlich sollte die Diskussion sehr spannend werden. Konnte man den ersten Teil der Veranstaltung als „Ruprechts Märchenstunde“ abhaken, tobte im zweiten Teil eine CDU-interne Schlacht der Argumente, die für Polenz und das Deutsch-Türkische Forum in einem Desaster endeten, wie man es für einen amtierenden Politiker selten erlebt hat. Doch von Anfang an.

Gekommen waren etwa 50 Besucher, die Hälfte davon türkischer Abstammung – dem Anschein nach gut betuchte Geschäftsleute sowie einige Jungfunktionäre – die andere Hälfte deutschstämmige CDU-Mitglieder oder –Sympathisanten, außerdem drei Mitglieder der PI-Gruppe Berlin, die einmal versuchen wollten zu verstehen, wieso sich Polenz seit Jahren mit derartiger Vehemenz für einen EU-Beitritt der Türkei starkmacht, obwohl sich seine eigene Partei wie auch 80-90 Prozent der deutschen Bevölkerung in Umfragen regelmäßig klar dagegen aussprechen.

Auf Volkshochschulniveau

Großspurig begann Polenz, er habe in seinem Buch alle nur denkbaren Gegenargumente gegen den türkischen EU-Beitritt aufgelistet und sie allesamt entkräftet. Wer ein Gegenargument bringe, das er nicht entkräften könne, der habe „was gut“ bei ihm. Entsprechend gespannt waren wir auf seine Beispiele, und umso größer war die Enttäuschung, als er eine Gegenüberstellung auf Volkshochschulniveau präsentierte:

Gegenargument: Die Türkei ist doch viel zu groß, die Balance innerhalb der EU geht kaputt.

Entkräftung Polenz: Seit dem Vertrag von Lissabon sind Mehrheitsentscheidungen möglich, auch die Türkei muss sich da einfügen; außerdem gab es vor dem EG-Beitritt von Großbritannien vor 50 Jahren ähnliche Bedenken wie heute bei der Türkei.

Gegenargument: Die Türkei gehört nicht in die EU, ist kulturell-religiös zu verschieden.

Entkräftung Polenz: Es ist sehr gefährlich, die Identität von Menschen nur auf den Faktor Religion zurückzuführen, das führt automatisch zur Konfrontation. Daher die Botschaft (zum Mitschreiben, wie Polenz betonte): „Wir sind auf mannigfaltige Art verschieden, deshalb haben wir auch auf mannigfaltige Art Gemeinsamkeiten.“ Und was das „christliche Abendland“ angehe, so sei die heutige Türkei bis ins 10. Jahrhundert hinein auch christlich gewesen, sogar der Heilige Nikolaus stamme aus Myra in der heutigen Türkei. Mit einer Ausgrenzung der Türkei würden wir daher unsere eigenen Wurzeln ausgrenzen.

Türkei-Beitritt? Null Problemo!

Nun kam Polenz auf die deutsche Innenpolitik zu sprechen. Warum, sinnierte er, falle uns eine faire Integrationsbilanz so schwer? Ganz einfach: Weil niemand über die vielen erfolgreich Integrierten rede. „Probleme fallen auf, Lösungen nicht.“ Deshalb sei die Sarrazin-Debatte auch so unfair gelaufen. Viele Menschen in Deutschland glaubten: Wir haben eine Menge Probleme mit den eingewanderten Türken, also bekommen wir bei einem Beitritt der Türkei noch mehr Probleme. Auch diese Menschen könne er jedoch beruhigen, denn die Gründe, wieso Türken ausgewandert seien – wirtschaftliche Gründe und Menschenrechte – fielen ja bei einem EU-Beitritt der Türkei weg, da eine starke Wirtschaft und respektierte Menschenrechte Beitritts-Voraussetzungen seien. Im Übrigen könne jedes EU-Land lange Übergangszeiten vereinbaren.

Der türkische EU-Beitritt bringe allen Seiten nur Vorteile: der Türkei, weil Europa eine „Leitplanke“ sei, damit diese nicht in übersteigerten Nationalismus und Islamismus abgleite. Für Europa, weil die Türkei eine wichtige „Energiebrücke“ sei und dabei helfe, aus der Abhängigkeit vom russischen Erdöl loszukommen. Zudem könne die EU über die Türkei besser die Krisenregionen Kaukasus und Naher Osten beeinflussen. Nicht zuletzt werde bei einem Beitritt der Türkei das europäische Modell von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechten auch für islamische Länder interessant. Und die EU habe wiederum die Chance, ein „neues Selbstverständnis zu entwickeln und alte Selbst- und Fremdzuschreibungen zu überwinden“.

Nach diesem Phrasen-Feuerwerk wie aus einer Hochglanzbroschüre durfte das Publikum ran. Moderator Ertan Taskiran gab den gewünschten Tonfall vor: viele Menschen seien ungeduldig und wüssten nicht, was denn die Türkei noch alles tun müsse, um endlich eine klare Beitrittsperspektive zu erhalten. Die offizielle CDU-Linie, die nur eine „privilegierte Partnerschaft“ vorsehe, sei daher immer schwerer vermittelbar. Ja, erwiderte Polenz, zwar werde seine Position in der CDU nur von einer Minderheit geteilt, interessanterweise aber auch von den meisten CDU-Oberbürgermeistern deutscher Großstädte, denn die wüssten, dass viele Türkischstämmige sich persönlich abgelehnt fühlten, wenn man „ihr Land“ nicht wolle.

Aufruhr an der CDU-Basis

Was nun geschah, war erstaunlich und wohl von niemandem so erwartet worden. Das Publikum revoltierte. Fast 20 Fragen wurden gestellt bzw. Anmerkungen gemacht, die ausnahmslos ihr Missfallen an der von Polenz vertretenen Position ausdrückten. Anfangs erwies dieser sich dabei als äußerst geschmeidig, nickte zu allen Bedenken, behauptete, er wisse das alles genau, und gerade deswegen müsse ja die Türkei in die EU. Doch am Ende verlor er die Beherrschung.

Publikum: Bei vielen Türken gibt es eine starke Abgrenzung gegen andere Kulturen und Religionen, Konvertieren zum Christentum wird als Todsünde angesehen, ohne dass der türkische Staat dem entgegenwirkt. Vor 100 Jahren gab es noch 20 Prozent Christen in der Türkei, heute unter 1 Prozent.
Giftiger Rundumschlag einer jungen türkischen CDU-Funktionärin: Es ist sehr schade, dass hier Islam und Islamismus gleichgesetzt werden. Die Türkei achtet die Frauenrechte, lange vor Frau Merkel war in der Türkei eine Frau Regierungschefin. Wieso regen sich alle über die Türkei auf und niemand über so korrupte Länder wie Bulgarien und Rumänien?

Polenz: Es gibt seit dem Mittelalter in Europa eine historische Türkenfurcht. Aber auf Seiten der Osmanen haben auch protestantische Ungarn gegen die Habsburger gekämpft. Daher kommt unser Ausdruck „Kruzitürken“. Ich kenne die Situation der Christen in der Türkei sehr gut und weiß, dass sie nicht zufriedenstellend ist. Doch der einzige Hebel, um sie zu verbessern, ist der EU-Beitritt.

Publikum: Eine Türkin hat neulich zu mir gesagt: Wenn ihr die Türkei nicht aufnehmt, seid ihr gegen mich! So etwas höre ich oft, und das zeigt mir, dass eine Integration der hier lebenden Türken nicht stattgefunden hat.

Polenz: Wir müssen uns auch mit unserer eigenen Migration, etwa in die USA, beschäftigen. Bis heute pflegen die Nachkommen der deutschen Siedler ihre Bräuche und essen Bratwurst. Man kann also zwei Länder lieben.

Türkische CDU-Funktionärin: Der türkische Nationalismus hat historische Ursachen. Im Westen wird das Individuum geschützt, in der Türkei die Nation. Das muss man wissen.

Publikum: Ich bin erschrocken darüber zu hören, dass die Türkei beleidigt ist, weil man ihr „nur“ eine privilegierte Partnerschaft anbietet. Und ich verstehe nicht, wieso hier behauptet wird, der türkische Nationalismus habe historische Ursachen, aber mit keinem Wort gesagt wird, dass dieser Nationalismus überwunden werden muss.

Türkische CDU-Funktionärin: Wieso denn auch?

Publikum: In der Türkei darf kein Christ ein staatliches Amt bekleiden oder Offizier werden. Die Türkei hat zusammen mit den anderen islamischen Ländern die Kairoer Erklärung der Menschenrechte unterschrieben, die die Menschenrechte der Scharia unterordnet.

Polenz: Die Scharia ist ja kein unveränderlicher Kanon. Auch im Privatrecht wenden wir Schariarecht an, wenn es mit der Werteordnung unseres Grundgesetzes übereinstimmt.

Publikum: Ich bin Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker: Wo sind denn die Armenier, Aramäer und Assyrer, die in der Türkei gelebt haben? Alle weg! Und heute droht Erdogan den paar verbliebenen Armeniern eine erneute Vertreibung an. Die Türkei muss sich für ihr Handeln verantworten.
Kopftuchfrau im Publikum: Das ist alles nicht wahr!

Polenz: Das Bewusstsein in der Türkei ist noch nicht so weit. Aber es gibt im Internet ermutigende Basisinitiativen, die sich mit der Geschichte der Armenier auseinandersetzen.

Publikum: Sollte die EU dann nicht auch die Ukraine oder Russland aufnehmen? So könnte sie ebenfalls ihre Energieversorgung sichern und Einfluss auf die Krisengebiete im Kaukasus und im Nahen Osten nehmen.

Polenz: Die Türkei hat ein längeres Anrecht auf die Mitgliedschaft, die Ukraine und Russland wollen gar nicht.

Publikum: Ich habe gelesen, dass Erdogan gesagt hat: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Polenz: Erdogan und seine Partei AKP haben sich sehr verändert. Die AKP sagt heute: Wir sind so etwas wie die CDU auf muslimisch. Deshalb gibt es auch eine Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien auf Bundesebene.

Publikum: Herr Polenz, Sie sind doch eigentlich ein deutscher Politiker, der den Anspruch hat, Politik zum Wohle des deutschen Volkes zu machen. Warum respektieren Sie den Wunsch des Volkes nicht, das einen EU-Beitritt der Türkei nicht will? Da könnten Sie doch genauso gut Politik im türkischen Parlament machen.
Zwischenruf eines Jugendfreundes von Herrn Polenz im Publikum: So hat Goebbels geredet!

Polenz: Und Sie sind das deutsche Volk, ja? Selbstverständlich vertrete ich deutsche Interessen! Kein Land hat von der europäischen Einbettung so sehr profitiert wie Deutschland, auch durch den Vertrauensvorschuss nach dem zweiten Weltkrieg!

Furioses Finale

Nach diesem Beitrag wurde es turbulent. Etliche Besucher riefen durcheinander, und auch um Polenz´ Selbstbeherrschung war es geschehen: Er merke wohl, sagte er deutlich aufgebracht, dass die Integration in Berlin viel schlechter gelöst sei als in westdeutschen Städten, wolle aber der Berliner CDU Folgendes ins Stammbuch schreiben: Kein CDU-Bürgermeister werde mehr in einer Großstadt gewählt, wenn er sich nicht um seine türkischstämmigen Wähler bemühe. Jeder hier müsse sich fragen, wie werbewirksam für die türkischstämmigen Mitbürger an diesem Abend einige Beiträge gewesen seien. Als daraufhin wieder empörte Zwischenrufe ertönten, wurde Polenz laut: „Mein Güte, ich opfere hier einen Abend, um der CDU in Berlin auf die Sprünge zu helfen, habe extra meinen alten Jugendfreund aus Münster zu dieser Veranstaltung eingeladen und muss mir dafür so etwas anhören! Sind wir hier noch alle in einer Partei, oder nicht? Wenn Sie so weiter machen, werden Sie bei den nächsten Wahlen nur noch auf dem vierten Platz landen!“

Mit dieser Publikumsbeschimpfung endete die Veranstaltung. Kein Schlussapplaus, nur konsternierte Blicke der CDU-Türken und empörtes Gemurmel der Deutschen sowie händeringendes Entsetzen bei Moderator Ertan Taskiran, der wohl auch nicht verstand, wie die geplante Friede-Freude-Eierkuchen/Börek-Veranstaltung so hatte entgleisen können.

„Der war früher bei Mili Görüs“, flüsterte ein vor mir sitzendes Mitglied der Jungen Union seinem Nachbarn zu. Als ich zum Ausgang ging, sprach ich den Moderator darauf an: „Stimmt es, dass Sie früher bei Mili Görüs waren?“ – „Ja, na und?“

Dann gingen wir die Treppe hinunter zum Ausgang, hinter mir der junge Mann von der Jungen Union und Polenz, und ich hörte, wie der Jüngere sagte: „Herr Polenz, Sie haben sich ja wirklich sehr weit von den tatsächlichen Problemen der Bevölkerung entfernt. Ich biete Ihnen einen privaten Rundgang durch einige Berliner Bezirke an, damit Sie mal selbst sehen, wie schlecht leider die Integration im Alltag funktioniert.“ – „Was Sie da behaupten!“, brauste Polenz ein letztes Mal auf und wies mit dem Finger hinter sich: „Die sind doch alle phantastisch integriert!“

Das hatte ich allerdings vorher auch gedacht: dass wenigstens die CDU-Türken einigermaßen integriert seien. Dieses Vorurteil lässt sich jedoch nicht aufrechterhalten. Unter den 20 türkischstämmigen CDU-Mitgliedern war nicht Einer, der bei der Diskussion auch einmal Versäumnisse des türkischen Staates oder Fehler der eigenen (ehemaligen?) Landsleute bei der Integration in Deutschland eingeräumt hätte. Stattdessen: eiserne Verteidigung der türkischen Politik, Anprangerung deutscher Vorurteile, viele böse Zwischenrufe, wenn ein deutscher Fragesteller Kritisches anzumerken hatte. Bei dem „Deutsch-Türkischen Forum“ scheint es sich um nichts anderes als Erdogans fünfte Kolonne zu handeln. Und leider weisen auch die (zumindest die an diesem Abend anwesenden) Türken in der CDU wie überdurchschnittlich viele ihrer Landsleute einen eklatanten Mangel an Selbstkritik und Empathie auf sowie die Tendenz, sich persönlich beleidigt zu fühlen, wenn ihr (ehemaliger?) Staat oder der Islam kritisiert werden.

Das Zusammenspiel von atemberaubender Naivität und Ignoranz sowie skrupellosem Machtinstinkt, das Ruprecht Polenz an diesem Abend offenbarte, lässt sich nur noch als schizophren bezeichnen. Da dies alle Anwesenden gemerkt haben, hat er seinem Herzenswunsch einen Bärendienst erwiesen. Als Gegner eines EU-Beitritts der Türkei sollte man sich daher wünschen, dass Polenz die Promotion-Tour für sein Buch noch möglichst lange fortsetzt. Trotzdem schmerzt es, aus nächster Nähe miterleben zu müssen, wie die „Eliten“ ticken, die seit Jahren die Geschicke unseres Landes bestimmen und jetzt dabei sind, es gegen die Wand zu fahren.

Bleibt eine allerletzte Frage: Was haben die etwa 20 einfachen Parteimitglieder, die aus Interesse am Thema erschienen waren, eigentlich noch in der CDU verloren? Mitten im Wahljahr scheint die Berliner CDU in rasantem Tempo zu zerfallen. Das könnte für diese Partei noch sehr gefährlich werden, zumal sich – gerade in Berlin – mit der FREIHEIT momentan eine Alternative aufstellt, die vom CDU-Schlingerkurs verstörten Wertkonservativen eine neue Heimat bieten könnte.

» ruprecht.polenz@bundestag.de




Viele Verletzte bei Bombenanschlag in Jerusalem

Viele Verletzte bei Bombenanschlag in JerusalemErstmals seit 2004 hat es heute in Jerusalem wieder einen Anschlag auf einen Bus gegeben, bei dem es nach ersten Angaben mindestens 31 Verletzte, 15 von ihnen schwer verletzt, gegeben haben soll. Die Wucht der Bombe, die in einer Tasche versteckt war, erschütterte umliegende Gebäude des Busbahnhofs bis in mehrere hundert Meter Entfernung.

SpOn berichtet:

[…] Auf der Website der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ war die Rede davon, der Sprengsatz sei an einem Telegrafenmast befestigt gewesen.

Sanitäter kümmern sich um die Opfer. Mindestens vier Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, hieß es. Hunderte von Schaulustigen drängen sich in der Umgebung des Anschlags. Israels Premier Benjamin Netanjahu verschob einen Staatsbesuch in Russland, zu dem er eigentlich noch am Mittwoch hatte aufbrechen wollen.

Die Wucht der Detonation ließ nach Angaben von „Haaretz“ die Scheiben in zwei vollbesetzten Bussen der Linien 14 und 74 bersten. Der Knall sei in der ganzen Innenstadt zu hören gewesen.

Der Hintergrund des Anschlags ist noch unklar. Alle Eingänge zur Altstadt wurden abgesperrt. Sicherheitskräfte durchkämmen die Gegend nach möglichen weiteren Sprengsätzen. Die Behörden gehen davon aus, dass palästinensische Radikale hinter der Tat stecken. Bekannt hat sich aber noch niemand. […]

Live-Blogging zu dem Terroranschlag gibt es auf Israel Matzav und The Muqata.

(Spürnase: Mies van der Rohe)




SPD-Spitzenkandidat für EU-Beitritt der Türkei

Einfalt scheint das Leitmotiv von Nils Schmid zu sein, wenn es um so wichtige Themen wie Integration und möglicher EU-Beitritt der Türkei geht. Seine Haltung dazu lässt sich auf den einfachen Nenner bringen: Wer deutsch sprechen kann, ist prinzipiell integriert und wer die Menschenrechte achtet und eine gewisse Wirtschaftskraft erreicht hat, kann in die EU aufgenommen werden. Nach Schätzungen des vielleicht zukünftigen baden-württembergischen Ministerpräsidenten, könnte die Türkei daher in zehn bis 15 Jahren beitrittsreif sein.

(Von Thorsten M.)

Schon vor einem Jahr äußerte er diesbezüglich zum damals scheidenden Ministerpräsidenten und designierten EU-Kommisar Günther Oettinger:

Gerade auch „die traditionell hervorragenden Beziehungen Baden-Württembergs“ mit der Türkei im Maschinenbau, der Kfz-Industrie sowie in der Chemie- und Energiebranche müssten dazu führen, dass Oettinger künftig in der EU-Kommission keine Blockadehaltung einnimmt, sondern vielmehr „eine treibende Kraft“ bei der konkreten Westorientierung der Türkei werde. „Oettinger muss seine neue Funktion annehmen und darf den gesetzten Verhandlungsrahmen mit klaren Beitrittskriterien nicht in Frage stellen, indem er weiter parteipolitische Süppchen kocht.“

Nils Schmid sieht dabei auch keinen Widerspruch zu seiner sonstigen Forderung, die Bürger durch Volksabstimmungen, z.B. bezüglich Atomkraftwerke oder Stuttgart 21, an wichtigen Entscheidungen teilhaben zu lassen. Dann müsste er in seiner Argumentation nämlich der Tatsache Rechnung tragen, dass in Deutschland eine deutliche Mehrheit von oft 80-90% der Befragten gegen einen EU-Beitritt der Türkei ist.

Wie und ob er zukünftig Tunesien, Ägypten, Algerien oder gar Libyen den Beitritt zur EU verweigern will ist nicht überliefert.

P.S.: Leseraufruf! Übrigens gibt es ein interessantes türkischsprachiges Interview mit Nils Schmid. Wer des türkischen mächtig ist und vielleicht darin interessante Passagen entdeckt, schicke uns bitte eine Übersetzung an info@blue-wonder.org. Hier das Video:


Sonderberichte zur Wahl in Baden-Württemberg

Wohl keine Wahl in diesem Jahr hat ein ähnliches Potential zur „Schicksalswahl“ zu werden, wie die Landtagswahl in Baden-Württemberg am kommenden Sonntag. Baden-Württemberg ist neben Bayern das einzige Bundesland, das seit den 50er-Jahren durchgängig eine von Konservativen geführte Landesregierung hatte. Für den kommenden Sonntag stehen nicht nur die Zeichen auf Wechsel, es könnte darüber hinaus sogar noch zum ersten grünen Ministerpräsidenten kommen. Doch selbst die Alternative eines SPD-Regierungschefs ist für Islamkritiker alles andere als rosig, da es sich bei deren Kandidat um einen bekennenden Türken-Lobbyist handelt. PI wird in den nächsten Tagen in verschiedenen Einzelberichten über die Zumutungen dieser Wechsel-Perspektiven berichten. Die schwierige Gewissensentscheidung, ob man nun CDU-FDP wählt, oder durch islamkritische Alternativen und Wahlenthaltung letztendlich das linke Lager stärkt, können wir dabei niemandem abnehmen.

Bisheriger Sonderbericht zur BW-Wahl:

» Nils Schmid droht mit Schulquoten für Migranten




Wie Moslems über Stütze, Kuffar & Jihad denken

Auf der Internetseite „Q & S – Islam nach Quran und Sunnah“ hat vor fünf Tagen der Leser „Daoud Islamovic“ eine Diskussion mit dem Thema „Niemals heiraten, weil ich nicht arbeiten will“ eröffnet. Was dann alles an Einträgen folgte, ist es wert, der arbeitenden Kuffar-Gesellschaft zugänglich gemacht zu werden. Hier wird deutlich, wie diese Moslems die Ungläubigen verachten, sich aber durchaus von ihnen zum Nulltarif versorgen lassen.

(Von Michael Stürzenberger)

„Daoud Islamovic“ hat also keine Lust zu arbeiten und fragt sich nun, ob er deswegen auch nicht heiraten darf. Er schreibt:

Salam Alaikum wr wb, ich wollte euch mal fragen inwiefern die Pflicht zur Heirat besteht. Ich will nicht arbeiten gehen und mein Leben lang vom Staat leben. Dass ich dann kaum Chancen habe dass eine Frau mich heiraten würde, nehme ich in Kauf. Ich wollte fragen, ist das halal, dass ich mir sage aus dem Grund weil ich immer nur vom Staat leben möchte, dass ich dann auf die Heirat verzichte?

Ganz ehrlich, ich hatte mal versucht Arbeit zu finden aber bekam nur Absagen, mittlerweile aber finde ich es ganz gut arbeitslos zu sein und von niemandem gebraucht zu werden. Es ist nur Dunja, hier will ich nur Allahs Zufriedenheit erreichen. Als Arbeitsloser kann man seinen Pflichten viel besser nachgehen wie Gebet, Fasten etc.

Jetzt weiß die arbeitende Bevölkerung wenigstens, warum sie täglich von morgens bis abends buckeln geht und dadurch kräftig in die Sozialsysteme einzahlt: Damit unter anderen dieser Rechtgläubige den ganzen Tag Zeit zum Beten und Fasten hat. Das Beste dabei: Beim Rezitieren der Koranverse wird ihm noch deutlicher, wie unwert diese Ungläubigen sind und dass man sie doch schnellstmöglich unterwerfen sollte. Aber so ganz sicher ist sich dieser Moslem mit seinem Schlaraffenleben dann doch nicht und stellt die Frage in den Raum, ob das Einsacken von Hartz IV vielleicht doch „haram“ sein könnte:

Man darf doch islamisch gesehen immer nur Hartz4 beziehen ohne zu arbeiten, oder? Einige Ahlu-Bida Typen wollen mir erzählen ich müsste arbeiten gehen, mein Hartz4 wäre haram etc.

Die Antwort des Lesers „Mu’aawiyah“ dürfte ihn dann aber bei seinen religiösen Bedenken beruhigen:

Was für Bid’ah Leute sind denn das? Generell ist es schon richtig, dass der Muslim seinen Lebensunterhalt selbst verdienen sollte und nicht von den Kuffaar abhänig sein sollte und sich nicht erniedrigen sollte, wenn er in der Lage ist. Und es gibt tatsächlich Gelehrte, so wie du auf der Seite von Shaykh al-Munnajid findest, die sagen, dass es haraam ist dieses Geld zu nehmen, wenn du nicht die Bedingungen erfüllst, damit du es benötigst. Aber wenn du keine Möglichkeiten hast, so ist es halaal für dich.

Nun dreht dieser Daoud Islamovic, der wohl ein Konvertit aus Serbien ist, wie sich im späteren Gesprächsverlauf herausstellt, richtig auf mit seinen islamischen Vorstellungen. Dieses Pamphlet liefert einen tiefen Einblick, wie manche (wer weiß, wie viele?) Moslems mitten unter uns ticken:

Gegen diese dreckigen Kufar ist jede Maßnahme halal, ich denke man müsste erstmal klären ob es in diesem Kufr-Staat halal ist Steuern zu zahlen, die Schweine geben alles für die Kriege in Afghanistan und im Irak aus oder finanzieren die hohen Löhne von Merkel und dem anderen Abschaum.

Man kann ganz einfach aus solchen Maßnahmen rauskommen, mich lassen sie auch in Ruhe, der Typ im Amt meinte selber dass ich ein hoffnungsloser Fall bin und mich auf lebenslang Sozialhilfe einstellen sollte. Ich muss nicht mal lügen und werde dennoch abgelehnt. Ist ja keine Lüge dass ich im Grunde nicht wirklich Lust habe zu arbeiten. Dazu hab ich ne Polizeiakte die so dick ist wie ein Telefonbuch. Wenn ich die schlimmsten Sachen ausdrucke werde ich eh abgelehnt ohne jemanden anzulügen. Natürlich ist das taktisch nicht klug, jemand der wirklich arbeiten gehen will würde das nicht machen. Aber ich möchte ja garnicht. Mir reichen diese 359€, meine 1 Zimmer Wohnung die der Staat bezahlt. Wenn ich was brauche gehe ich nebenbei schwarz arbeiten.

Muawiyah, es sind allesamt Sufis, viele davon sind Kufar da sie Shirk machen, Demokratie anerkennen etc. Ich will sie nicht Kufar nennen, aber allahu alem ob sie Muslime sind. Weiss ja nicht ob sie Nasiha bekommen haben und ich habe kein Wissen, dennoch distanziere ich mich von diesen modernen Typen. Der Muslim von dem ich Steuergelder bekomme kriegt es insallah als Sadaqa gut geschrieben!

Was habe ich als Typ ohne Schulabschluss und ohne Chance auf irgendeine Ausbildung schon für Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Nur Jobs, wo ich ca. 800€ verdiene und mich dafür erniedrigen und kaputt arbeiten müsste!
Dazu könnte ich dort sicher nicht immer regelmäßig beten, könnte nicht zu Jumuah Gebet, man würde was wegen Bart meckern etc. Dazu den ganzen Tag mit dreckigen Kufar die nur über Alkohol, Frauen und anderen Sünden reden.

Ich sag mal so, soll man mir eine Arbeit geben, wo ich 1500€ verdienen kann und wo nur Muslime arbeiten, dann bin ich dabei. Natürlich muss ich dort beten dürfen etc. Ansonsten ist es doch wohl für mich ratsamer weiter vom Staat zu leben.

Ist doch richtig nett, wie sich Menschen in ihrem Heimatland bezeichnen lassen dürfen, die so einem wie diesem „Daoud Islamovic“ ein Schlaraffenleben ohne Arbeit finanzieren: „Dreckige Kuffar“ und „Schweine“. An diesem Punkt mischt sich Administrator „Tariq“ ein, der zumindest zum Thema Arbeit noch eine vernünftige Einstellung zu haben scheint, auch wenn er die Nicht-Moslems in Deutschland ebenfalls als „Kuffar“ bezeichnet:

Kann man als gesunder, arbeitsfähiger Mensch ein Leben lang HartzIV beziehen ohne die Behörden zu betrügen? Das Vermögen was man da zu Unrecht verzehrt ist übrigens nicht nur das der Kuff?r, sondern auch das vieler Muslime, welche in die Sozialkassen einzahlen, und wir werden ohne Zweifel danach gefragt werden.

Wenn du Probleme dabei hast Arbeit zu finden, dann nutze die Möglichkeiten dich weiter zu qualifizieren. In Deutschland ist man in der luxuriösen Situation, dass einem das alles gefördert wird…

Darauf antwortet der arbeitsunwillige Moslem:

Die Kufar meinten zu mir, wenn ich ein Abschluss nachmachen möchte, dass ich keine Stütze mehr bekomme. Da ich nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe.

Leser „Mu!affiyah“ wollte einen Beleg für die Aussage, dass gegen die „dreckigen Kuffar“ jede Maßnahme halal sei. „Daoud Islamovic“ liefert ihn:

Jemand der in Ägypten studiert hat, hat es mir so erklärt, dass jede Maßnahme gegen die Führer der Kufar die die Verträge gebrochen haben halal ist, auch finanziell gesehen:

At-Tauba (9, Vers 11):

„Wenn sie aber nach ihrem Vertrag ihre Eide brechen und euren Glauben angreifen, dann bekämpft die Anführer des Unglaubens – sie halten ja keine Eide, so dass sie (davon) ablassen.“

Er benutzte diesen Vers dafür.

Jetzt entwickelt sich die Diskussion langsam in Richtung Jihad.“ Mu’aawiyah“ meint:

Und in welcher Weise bekämpfst du denn die Anführer des Kuffr? Und ich bitte dich, überprüfe deine Niyyah, ob es tatsächlich ist, um ihnen zu schaden oder damit du es komfortabler hast. Bitte antworte nicht darauf, sondern frag dich selbst, und überprüfe deine Niyyah. Weiterhin solltest du darüber nachdenken, ob es im Sinne des Jihaads ist, in Deutschland zu bleiben und die Kuffaar zu „bekämpfen“ indem man Arbeitslosenhilfe empfängt und kaum Geld übrig bleibt um deine bedürftigen Geschwister mindestens mit Geld zu unterstützen, wenn es schon nicht mit Nafs und Lisaan getan wird

Der Hartzer entgegnet:

Bruder, wenn man nebenbei schwarz arbeitet bleibt mehr übrig als wenn man eine Vollzeitstelle hat.

Nun schaltet sich „Abu Shiddah“ ein, der sich die „Hamburger Lektionen“ wohl ganz genau angesehen hat:

ich möchte die Geschwister doch daran erinnern, dass es in solchen Angelegenheiten (arbeiten, Steuern zahlen, maal der kuffaar zu nehmen etc. verschiedene Ansichten gibt, die man nicht totschweigen sollte und die man von Shaykh Fizazi und Shaykh al-‚Awlaqi kennt. Siehe dafür die Aufnahmen von Shaykh Fizazi aus der Quds Moschee (als „Hamburger Lektionen“ auch auf deutscher Sprache) und die neue Fatwa von Shaykh al-‚Awlaqi aus der „Inspire“(Ausgabe Winter 2010).

„Mu’aawiyah“ will, das „Daoud Islamovic“ mehr zum Djihad beiträgt als Sozialhilfe zu kassieren:

Akhil kareem, dass es Meinungsverschiedenheit gibt in dieser Sache ist klar, und darüber streitet auch keiner hier. Nur in welcher Form erfolgt dieses Maal nehmen von Kuffaar? Indem man sein ganzes Leben hier sitzt mit Arbeitslosenhilfe und nix beisteuert zum Jihaad (ich rede Allgemein und nicht auf jemanden speziellen bezogen)? Ich denke wir sollten nicht in den Tafseel dieser Sache reingehen, da keiner von uns das Wissen dazu besitzt, noch es vorteilhaft ist für irgendjemanden von uns wäre. wa Allaahu a’lam

„Abu Shiddah“ beklagt sich nun darüber, wie schwer es Moslems doch in Deutschland hätten und es besser sei, Stütze zu kassieren, als in einem Beruf zu arbeiten, bei dem man „haram-Tätigkeiten“ ausführen müsse:

Zusätzlich wollte ich noch einige Dinge anmerken. Es ist kein Geheimnis, dass es ein Muslim in diesen Kufr-Ländern extrem schwer hat. Wer einen Bart trägt (und auch ein gewisses Bartwachstum besitzt) wa , der weiß, dass Arbeit zu finden extrem schwierig ist. Zudem muss man darauf achten, dass kein haraam in diesen Tätigkeiten enthalten ist, falls man Arbeit finden sollte. Das entnehmen wir, wie die Brüder hier sicherlich wissen, ebenso aus der Fatwa von Shaykh al-Munajjid, der da sagt, dass es besser ist, Stütze zu nehmen, als eine haraam Tätigkeit auszuführen.

Nun wissen wir alle, dass Menschen verschiedenste Begabungen haben -oder eben nicht (damit ist keinesfalls der Threadersteller gemeint). Nicht jeder könnte einen handwerklichen Beruf erlernen indem eventuell Bart geduldet wird oder es keinen Ikhtilaad gibt. Was ich mitbekommen habe – und Allah ist mein Zeuge- ist, dass viele Brüder unbedingt Arbeit gesucht haben. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Doch um welchen Preis ya ikhwati? Einige arbeiten mit Frauen zusammen, haben die Bärte rasiert, gehen den absurdesten, erniedrigensten Tätigkeiten nach, so dass man sich als Muslim nur fremdschämen kann in welch einer Lage sich diese Personen befinden.

Die Vorgesetzten, die meist dreckige Kuffaar sind lachen sich ins Fäustchen, dass sie einen Muslim unter sich haben und ihn nach Strich und Faden kommandieren können. Witze und dumme Sprüche an der Tagesordnung.
Entspricht das der Ehre eines Muslims? Viele stellen es so dar, als wäre es ehrenlos nicht zu arbeiten, aber was ist Arbeit? Wozu dient Arbeit? Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

Bevor man nicht die Möglichkeit hat -und die scheint der Bruder hier nicht zu haben – einer Tätigkeit nachzugehen, die frei von haraam und Erniedrigung für den Muslim ist, so denke ich, dass derjenige ehrbarer ist, welcher sich diesem Verbotenen, Erbärmlichen enthält und das Geld der Kuffar nimmt. Viele haben eine falsche Vorstellung, scheint mir, und denken „Ich mache mich abhängig.“ Liebe Brüder….falls ihr es nicht gemerkt habt, die meisten von uns sind „abhängig“ von den Launen ihrer Vorgesetzten und von deren Ermessen.

Ich bitte Allah ta’ala darum uns die Wahrheit als wahr erkennen zu lassen und das Falsche als falsch…..

Man muss sich das einmal vorstellen: Manche Moslems müssen doch tatsächlich in Deutschland mit Frauen zusammenarbeiten. Eine solche Erniedrigung ist tatsächlich schwer zu ertragen. Und sich von „dreckigen Kuffar“ etwas sagen lassen zu müssen, das geht schon mal gar nicht. Es wird also Zeit, dass es möglichst schnell noch viel mehr Moslems in Deutschland gibt, so dass man nicht mehr mit den „dreckigen Kuffar“ zu tun haben muss. Auf den Einwand des Administrators „Tariq“, dass der hartzende Moslem bei einer Weiterbildung BAFöG beziehen könnte, entgegnete dieser:

Es bringt mir doch nichts. Auch mit einer normalen Ausbildung verdient man höchstens 1300. Wenn ich dann meine Miete von 600 knapp bezahlt bekomme (2 Zimmer) und fast 400 Stütze hab ich schon 1000 drin. Wenn ich dann rechne, dass ich um 300euro mehr zu haben 160 Stunden im Monat arbeiten muss, habe ich einen Stundenlohn von 1,85. Ist doch lächerlich oder nicht?

„Tariq“ hat durchaus Verständnis für das Gefühl der „Erniedrigung“ des Stütze-Moslems und freut sich mit denjenigen, die in der Arbeitswelt nur mit ihresgleichen zu tun haben:

Solange man in diesem Land lebt wird man immer seinen Anteil an Erniedrigung erfahren, egal ob man arbeitet, arbeitslos ist oder ein Geschäft betreibt. Glücklich sind die wenigen, die einen muslimischen Arbeitgeber haben und nur mit Muslimen zu tun haben. Der Rest muss sich vor seinem Chef klein machen, oder vor dem Arbeitsamt oder vor seinen Kunden oder Geschäftspartnern. Dennoch wird man nicht bestreiten können, dass mehr Ehre darin liegt seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, anstatt von Almosen der Kuff?r zu leben.

Das kann aber unter dem Strich alles kein Dauerzustand sein, weder so noch so. Das Ziel muss sein dieses Land zu verlassen und dafür braucht man ohne Zweifel etwas finanziellen Spielraum den es zu schaffen gilt.

„Daoud Islamovic“ bezeichnet nun die Beamten in der Sozialbehörde, die ihn mit seinem Lebensunterhalt versorgen, als „Schweine“:

Die Leute die vom Amt schikaniert werden kennen ihre Rechte nicht, und das nutzen diese Schweine aus. Ich habe meine Erfahrungen gemacht und werde sogut wie in Ruhe gelassen. Die wissen schon dass ich unbelehrbar bin, bieten mir garnichts mehr an etc. da sie wissen dass ich mir nichts gefallen lasse und der nächste Hammer auf sie zu kommt. Die denken sich, lieber geben wir dem sein Geld, anstatt uns mit dem rumzuärgern.

Und wo soll ich denn hin? In mein Kufarland Serbien, dessen Staatsbürger ich bin? Wo ich um mein Leben fürchten muss, wenn ich dort sage dass ich vom orthodoxen Glauben zum Islam konvertiert bin? Dort würde man mich umbringen und die Polizei dort würde noch mitmachen. Ich habe es viel schwerer als z.B. ein deutscher Konvertit, der es einfach so hier in der Öffentlichkeit sagen kann. Meine Familie hat es alhamdulilah akzeptiert, nur wenn ich es in Serbien offen sagen würde, wäre ich schon ziemlich lebensmüde.

Man könnte vielleicht jemandem aus dem Jemen oder Afghanistan sagen er soll die Hijra machen, dort ist ein wenigstens etwas islamisches Umfeld, dieser Bruder hat dort sicher Familie die ihn unterstützt, aber ich habe dort niemanden. Wie gerne würde ich dieses Land hier was ich seit 20 Jahren verachte verlassen, aber momentan habe ich keine Möglichkeit, trotzdem mache ich weiter Dua zu Allah swt. dass er mir einen Ausweg schafft.

Seit dieser „Islamovic“ zum Islam übergetreten ist, verachtet er Deutschland also. Gut zu wissen. Ob er in Serbien tatsächlich umgebracht werden würde, wenn er dort verkündet, zum Islam konvertiert zu sein, bleibt dahingestellt. Aber aus dem Blickwinkel seiner neuen Religion müsste er für eine solche Reaktion ja durchaus Verständnis haben. Nun schaltet sich „DienerDesBarmherzigen“ ein:

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was dieses ganze Drumherumgerede soll sub??nall?h..

Wir sind in Deutschland und man hat es als Muslim sehr schwer eine Arbeit zu finden, die für uns erlaubt ist.. aber man kann sich wohl ein wenig bemühen eine Arbeit zu finden die erlaubt ist. Zudem ist es eine Demütigung, wenn man zu der Arge rennt und die Beamten um Geld anbettelt. Es ist klar, dass jemand der sich Mühe gibt und wirklich keine Arbeit findet, von Harz4 ect leben darf.. und All?h weiß es am Besten.

Wenn man sich jedoch die Beiträge des Threaderstellers durchliest, da fragt man sich ernsthaft, ob er es überhaupt versucht, eine Arbeit zu finden. Er redet davon, dass 1000 Euro nicht viel sind.. sub??nall?h.. Man sollte sich ernsthaft mal Gedanken machen, ob man nicht seine Ansprüche etwas herunterschrauben sollte. Der Threadersteller wohnt, wie ich aus anderen Beiträgen entnehmen kann, in Köln. Selbst, die Madakhilah schaffen es dort eine Arbeit zu finden, die ?al?l ist und sie gehen mit Qam?s dorthin.

Wir Muslime sollten uns mal Gedanken machen. Viele Brüder wünschen sich von Herzen eine erlaubte Arbeit zu finden und bekommen einfach keine.. Trotzdem geben sie nie auf.. Das soll eine kleine Na?i?a sein an die Brüder..

wa All?hu a?lam

Sozialhilfe-„Islamovic“ scheint alle Tricks zu kennen, mit denen man der lästigen Arbeitsvermittlung entgehen kann:

Bruder, wenn man einmal den Dreh raus hat muss man nicht mehr oft zum Amt. Es ist ausserdem das gute Recht jeden Bürgers dieses Kufr-Staates Arbeitslosengeld 2 zu beziehen. 1000euro bekomme ich doch schon vom Amt…ich kann doch dann die Zeit besser nutzen als 8 Stunden am Tag Knochenarbeit zu leisten. Zum Beispiel für das lernen der Religion.

Es gibt an jeder Arbeit was auszusetzen. Entweder Bart abrasieren, mit Frauen zusammenarbeiten, diese Kufar lassen Musik laufen, viele Berufe sind von vorne herein ausgeschlossen da man mit Zinsen, Alkohol, Schweinefleisch etc. arbeiten muss. Ausserdem muss man berücksichtigen dass ich garkeine Qualifikation vorweisen kann.

Wenn du ja weisst, wo es in Köln Arbeit geben soll, dann kannst du mir ja sicher sagen wo, oder nicht? Es gibt sogar Leute mit abgeschlossenen Ausbildungen die seit Jahren Hartz4 Empfänger sind! Wieso sollten die dann so einen wie mich nehmen, der nur Abgangszeugnis hat und niemals gearbeitet hat?

Der arme Moslem hat es aber schon wirklich schwer. Er könnte beim Arbeiten mit Musik, Zinsen, Alkohol, Schweinefleisch, Frauen etc konfrontiert sein. Das ist ihm aber beim besten Willen nicht zuzumuten. „Ibn Saleh“ zitiert nun vom perfekten Vorbild aller Moslems, dem Propheten Mohammed:

Folgende Aussage des Gesandten sollte dir etwas zu denken geben: „In der Tat heirate ich Frauen. Wer gegen meine Sunnah handelt der gehört nicht zu mir.“

Der Leser „as-Sarim al-Maslul“ versucht jetzt so etwas wie Moral in die innermuslimische Diskussion hineinzubringen:

Arbeiten gehen, mein fauler Bruder. Mach viel Adhkar am Morgen und suche Zuflucht bei Allah vor der Faulheit.

„Daoud Islamovic“ will sich aber lieber durchfüttern lasen, nebenbei schwarz arbeiten und viel beten:

Ja, ich habe keinerlei Qualifikationen vorzuweisen. Und wenn ich noch weniger habe als ich vom Amt bekommen kann, warum soll ich mich dann bei den Kufar kaputt machen? Dann lieber diese Energie für das lernen der Religion nutzen, ausserdem kann man nebenbei schwarz arbeiten.

Bevor wir klären ob es Pflicht ist zu arbeiten, klären wir doch mal lieber ob es überhaupt halal ist an diese dreckigen Kufar Steuern zu zahlen? Man finanziert somit den Krieg in Afghanistan und im Irak und finanziert die hohen Löhne der Politiker. Ansonsten hat Abu Shidda alles dazu gesagt, jazak allahu khairan.

Und wieso erniedrigen? Was ist eher erniedrigend? Einen Antrag auszufüllen und abzugeben, oder jeden Tag mit dreckigen Kufar zu verbringen die sich darüber kaputt lachen dass Kanacke putzen kommt?

Klar könnte man eine Familie versorgen, Hartz4 und Schwarzarbeit ist mehr Gehalt als ein durchschnitts-Arbeiter der sagen wir mal 1300€ nach Hause bringt. Nur die Muslime heutzutage wollen mit ihrem Schwiegersohn angeben, klar hört es sich besser an wenn man sagen kann, dass der Schwiegersohn Arzt, Inguiner etc. ist als wenn man sagt er lebt vom Staat. Aber wir sollten nicht wie die dreckigen Kufar werden, deren Lebensinhalt Arbeit ist. Arbeit ist nur dafür da Geld reinzubekommen, nicht für mehr.

Abu Djalil, unterstelle mir nichts. Du hast kein Wissen um zu urteilen ob ich etwas für die Religion tu oder nicht. Dass ich zu faul bin für weniger zu arbeiten als Hartz4 das gebe ich zu, sollte aber verständlich sein…

Ich würde gerne heiraten, aber finde als Hartz4-Typ mal eine Frau..

Der Stütze-Moslem stellt also die Frage, ob es „halal“ ist, den „dreckigen Kuffar“ Steuern zu zahlen – aber es scheint ihm kein Problem zu bereiten, von diesen minderwertigen Ungläubigen Hartz IV zu kassieren. Es ist bisher ja auch noch kein Fall bekannt, bei dem sich ein Moslem bei der Auszahlung von Weihnachtsgeld beleidigt gezeigt hat. Weihnachtsbäume in öffentlichen Gebäuden hingegen haben schon zu erheblichen Protesten der Rechtgläubigen geführt. Administrator „Tariq“ stellt jetzt tatsächlich das Lügen und Betrügen im „Haus des Krieges“ in Frage:

Das mag sein, doch darf der Muslim in D?r al-?arb lügen und betrügen? Oder will man den Gang zum Arbeitsamt zum Feldzug und die Lüge zur Kriegslist erklären?.

„Daoud Islamovic“ entgegnet:

Wieso muss ich denn lügen und betrügen? Einfach meine schlechten Seiten aus der Vergangenheit hervorheben, etwas taktisch schlecht darstellen etc. was denkst du was die sich denken wenn du denen ein Zeugnis mit nur 6en und 700 Fehlstunden vorlegst? Dazu noch weitere nützliche Dokumente.
Wie mir ein Alim erklärt hat, ist es halal die Regierung der Kufar zu betrügen.

Diese Unterhaltungen auf „Q & S – Leben nach Quran und Sunna“ geben wieder einmal einen vielsagenden Einblick in die Denkweise von Moslems, die tief in ihrer „Religion“ verwurzelt sind. Was Deutschland und Europa noch alles bevorsteht, wenn sich diese Minderheiten in Richtung Mehrheiten weiterentwickeln, kann sich zum jetzigen Zeitpunkt noch kein unwissender „Kuffar“ vorstellen. Denn solange in der Freizeit- und Vergnügungsgesellschaft noch alles funktioniert, wird kaum einer aus seinem Heile-Welt-Denken rauskommen. Es muss, wie so oft in der Geschichte der Menschheit, erst zu einer größeren Katastrophe kommen, damit die Masse aufwacht.

(Spürnase: obambi)




Interview mit dem Sanitäter von Itamar

Edi ItelmanArmee-Sanitäter Edi Itelman (Foto), war der erste, der beim Haus der von palästinensischen Terroristen brutal ermordeten Familie Fogel (PI berichtete) in der Siedlung Itamar eintraf. In einem Interview schildert der junge Mann, was er sah als er nach dem Anschlag bei dem Haus eintraf und was bei diesem Anblick in ihm vorging.

Itelman erzählt:

Ich betrat den ersten Raum und sah ein dreijähriges Kind (Eldad) auf dem Teppich liegen mit drei Stichwunden in der Brust und ich legte meinen Arztkoffer hin, um ihn zu behandeln. Für einen Moment dachte ich, er wäre noch am Leben. Wir haben dann gemerkt, dass er es nicht mehr war.

Ich betrat daraufhin denn zweiten Raum von rechts. Dort lag ein 12-jähriges Kind (Yoav) abgeschlachtet auf seinem Bett. Das ist das richtige Wort, es zu beschreiben. Seine Kehle war aufgeschlitzt. Es war ein grotesker Anblick, ein unschöner Anblick. Der Kopf war beinahe vom Hals getrennt.

Ich gehe dann in den dritten Raum und sehe die Mutter (Ruth) in ihrer eigenen Blutlache am Boden liegen. Sie hatte verschiedene Stichwunden. Sie sah auch tot aus. Ich prüfte ihren Puls und ihre Atmung, aber da war nichts. Im selben Raum befand sich der Vater. Auch er sah tot aus, ohne Puls und Atmung. Er hatte eine einzige Stichwunde etwa beim Hals. Zum Schluss fand ich das Baby.

Das Baby (Hadas) lag unter ihm. Als ich den Vater (Udi) zuerst fand, konnte ich es nicht erkennen, es sah wie ein Bettlaken aus, aber es war kein Bettlaken. Man weiß ja nicht, was man findet. Ich drehte ihn um und fand heraus, dass es ein Baby war.

Auch das Baby war mit einer Stichwunde in den Schädel getötet worden. Vermutlich hatte der Vater versucht, sein Kind zu schützen. Alle fünf Familienmitglieder lagen abgeschlachtet in ihrem Blut, jede Hilfe kam zu spät. Sie starben etwa eine halbe Stunde bevor Itelman eintraf. Doch sie hätten auch nicht gerettet werden können, wenn die Sanitäter früher vor Ort gewesen wäre.

Itelman spricht über seine Gefühle am Tatort:

Als Sanitäter behandle ich so viele Leute und in diesem Fall konnte ich für die ganze Familie nichts tun. Sie lagen einfach tot vor meinen Augen. Ich konnte überhaupt nichts für sie tun. Als Fachmann war es absolut frustrierend.

Persönlich dachte ich als erstes an meine Tochter, die nicht viel älter ist als diese Kinder, sie ist fünf. Es war hart für mich. Ich habe Angriffe von Terroristen gesehen, ich habe Selbstmordanschläge gesehen und ich habe viele solche Dinge gesehen, aber in diesem Fall ging es mir persönlich nah. Es ist nichts Persönliches dabei, sich mit einer Bombe um die Brust gebunden in die Luft zu jagen. Man explodiert einfach und jeder im Umkreis stirbt. Es gibt keine Kontrolle darüber, wer stirbt. Aber jemanden zu erstechen, ist sehr persönlich.

Da waren drei Kinder und die Terroristen, gut sie haben ihre Ideologien, das habe ich verstanden – ich sage nicht es ist ok, es ist falsch, aber soviel habe ich kapiert, wegen des Konflikts – aber drei Kinder zu erstechen, das ist absolut nicht zu verstehen. Man begreift es nicht. Man kann niemanden verstehen, dar zu so etwas fähig ist.

Das ist, was mich so beunruhigt hat, drei Kinder. Wie kann man sich vorstellen, kleine Kinder zu verletzen und sie mit solcher Brutalität abzustechen. Es lag eine immense Brutalität in diesen Morden. Es war nicht einfach jemand, der einen Fremden abgestochen hat, es war da ein Riesen Ausmaß an Brutalität. Man sah, dass die Terroristen wieder und immer wieder zugestochen hatten, bis sie (die Opfer) tot waren.

Bereits am nächsten Tag musste Itelman einen Palästinenser mit chronischer Bronchitis behandeln. Er erledigte seinen Job so professionell wie möglich. Der Palästinenser überlebte.

Das vollständige Interview mit Edi Itelmann lesen Sie hier.




Atompolitik: Rutte wirft Merkel Populismus vor

Atompolitik: Rutte wirft Merkel Populismus vorDer niederländische Ministerpräsident Mark Rutte (r.) hat Angela Merkel in scharfer Form für ihre wechselhafte Haltung in der Atompolitik kritisiert. Er nannte die Entscheidung der deutschen Bundeskanzlerin, nach den Vorkommnissen in Japan sieben Atomkraftwerke, die vor 1980 gebaut worden sind, vorläufig vom Netz zu nehmen, merkwürdig und angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Deutschland populistisch.

Die WAZ berichtet:

Aus Haager Regierungskreisen verlautet ferner, dass wegen der bevorstehenden Wahlen in Deutschland die Entscheidung der Bundeskanzlerin, sieben ältere Atomkraftwerke abzuschalten, eine ,,populistische“ sei. Sowohl der Haager Regierungschef Mark Rutte als auch Wirtschaftsminister Maxime Verhagen betonten am Wochenende, dass die Niederlande die einzige für die Stromerzeugung operative Kernzentrale des Landes in Borssele nicht schließen werden.

Möglicherweise eine zweite oder gar dritte Kernzentrale

Auch werde man an den Plänen festhalten, um in der südwestlichen Provinz Zeeland möglicherweise eine zweite oder gar dritte Kernzentrale zu bauen. ,,Es gibt auch nach den Ereignissen in Japan keinen Grund, von diesen Plänen abzurücken, um neue Kernkraftwerke in den Niederlanden zu errichten,“ sagte der Haager Wirtschaftsminister Verhagen. Verhagen betonte auch, dass der Atommeiler Borssele ,,sicherer ist“ als beispielsweise die Atomanlagen im japanischen Fukushima oder die Atomkraftwerke in Deutschland, die vor 1980 gebaut worden sind.

,,Wir haben Borssele modernisiert. In Deutschland ist das bei den älteren Kernkraftwerken nicht geschehen,“ sagte Verhagen. Das Kernkraftwerk Borssele liege außerdem in einer Region in der es so gut wie keine Erdbeben gebe. Es sei auch so konstruiert, dass es einer bis zu 7,50 Meter hohen Flutwelle standhalten könne. ,,Die höchste Flutwelle, die wir in dieser Region je hatten, war die der Sturmflut von 1953. Die damalige Flutwelle war fünf Meter hoch,“ hielt der Wirtschaftsminister fest.

Zustimmung in der Bevölkerung

Auch in Borssele selbst scheint sich die Zustimmung der Bevölkerung zur Atomenergie trotz der schrecklichen Ereignisse in Japan nicht geändert zu haben. „Ich war oft in der Kernzentrale. Es gibt dort so viele Back-up-Systeme. Die Anlage ist sicher,“ sagt Jan Krijnen, der in Borssele einen Supermarkt führt und auch Mitglied der dortigen freiwilligen Feuerwehr ist. Provozierend fügt er hinzu: „Wer war denn zuerst da, die Kernzentrale oder wir? Wer neben dem Kernkraftwerk nicht leben will, der braucht hier nicht zu leben. Wenn es hier in der Vergangenheit Demonstrationen gegen die Kernenergie gab, dann waren das Demonstranten, die gar nicht hier leben. Die reisten an, demonstrierten und gingen wieder.“

Es ist überraschend, mit welcher Gelassenheit die meisten der 1500 Einwohner von Borssele über die Kernzentrale reden. „Wir sind Realisten. Das Kraftwerk sichert auch Arbeitsplätze“, stellt David van de Graaf fest. Auch er ist felsenfest davon überzeugt, dass das Kernkraftwerk sicher ist. „Daran zweifle ich nicht.“

Der Gemeinderat in Borssele jedenfalls ist fest entschlossen, für den Bau einer zweiten Kernzentrale zu stimmen. Und die Regierung will diesen Bau nach wie vor genehmigen. Holland setzt weiter auf Kernkraft.

Möglicherweise findet Merkel eine weniger schwankende und nicht an der Tagesstimmung orientierte Politik „nicht hilfreich“…