„Die Angst ist ein Meister aus Deutschland“

„Wir sollten uns schämen“, schreibt der Japanologe Reinhard Zöllner in einem furiosen Artikel in der WELT! Wir hätten die „Freundschaft der Japaner in ihrer größten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg bitter enttäuscht“. Hysterie, Unprofessionalität, Gefühl- und Taktlosigkeit bis zum Zynismus sei das ganz besondere Markenzeichen der Deutschen gewesen. Die Haltung zu Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe „eine Aneinanderreihung von peinlichen Desastern“:

Ein Vergleich auf Google Trends belegt: In keiner anderen Nation des Westens wurde nach dem 11. März so häufig und intensiv über die Apokalypse gesprochen wie in Deutschland. Nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel besaß die Katastrophe „ein geradezu apokalyptisches Ausmaß“ – „durchaus ein angebrachter Begriff“, wie auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger befand. David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachsen, wollte wegen der Apokalypse auch nicht gleich wieder „zur Tagesordnung übergehen“. Genausowenig die Grünen in Bayern und Hessen, die eine „Apocalypse now!“ einforderten. Die evangelische Kirche veröffentlichte ein dazu passendes Gebet mit dem Titel „Apokalypse Japan“. Evangelikale Christen sahen das Geschehen in einem Land, dessen Bevölkerung zu 99 % nicht an den christlichen Gott glaubt, als „ein apokalyptisches Zeichen im biblischen Sinn“. VELKD-Bischof Gerhard Ulrich sagte in einer Predigt noch am 20. März, seit Tagen tobe in Japan die Apokalypse. Das bewog die „Spiegel“-Redaktion, in einer stundenlangen Redaktionskonferenz, verstärkt durch gebürtige Japaner, darüber nachzudenken, was „Apokalypse“ auf Japanisch heißt.

Ich konnte es ihr auch nicht erklären. Denn dieses Wort gibt es im japanischen Sprachschatz nicht. Sehr zum Erstaunen der deutschen Öffentlichkeit wollen sich die Japaner auch nach gut zwei Wochen noch nicht damit abfinden, dass die Sonne, bildlich gesprochen, für sie untergegangen sein soll. Und das, obwohl Tausende von Deutschen von Herzen kommende, aber grausam taktlose Evakuierungsangebote machten: Man habe noch ein Landhaus am Gardasee…

Lesen Sie den ganzen Artikel hier mit schlimmen Beispielen wie dem deutschen THW, das unter Zurücklassung der Ausrüstung  gleich abgehauen ist, bevor die Türken kamen, oder der unsägliche NDR-Korrespondent Hetkämper, der kein Japanisch spricht, dafür aber den Führerbunker und GAU ins Spiel brachte, oder die heuchlerische Lufthansa! Volle Zustimmung! Man darf gespannt sein, wie sich das noch auswirkt, wenn die Katastrophe vorbei ist!