Münchner Grünen-Politiker attackiert PI

Hakan KisaHakan Kisa (Foto), Vorsitzender eines Münchner Grünen-Ortsverbandes, hat in einem Kommentar auf gruene-muenchen.de die Rede „unseres“ Ministerpräsidenten Erdogan verteidigt und gleichzeitig PI sowie Pax Europa scharf attackiert, indem er sie als „menschenverachtende Organisationen“ bezeichnet. Es müsse „aktive politische Arbeit“ gegen „Islamophobie in der Gesellschaft“ geleistet werden.

(Von Michael Stürzenberger)

Der türkischstämmige Politiker, der es sogar auf die Liste der bayerischen Bundestagskandidaten geschafft hat, läuft sich offensichtlich langsam warm. Während hierzulande die öffentliche Bewertung des Auftritts des türkischen Ministerpräsidenten in Düsseldorf ziemlich eindeutig ausfällt, scheint Hakan Kisa ganz offensichtlich Gefallen an den Worten des großen osmanischen Führers zu finden:

Man kann den türkischen Premierminister mögen oder auch nicht – Fakt ist, dass er eine Beliebtheit genießt, von dem sogar Ex-Minister und Ex-Dr. zu Guttenberg nicht mal zu träumen wagen würde.

Die Empörung deutscher Politiker zum Auftreten von Erdogan war vorprogrammiert. Doch worüber genau ist man denn eigentlich empört? Was hat der türk. Premierminister gesagt, dass den CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dazu bewegt, dass er die Bundesregierung sogar dazu aufruft, den türkischen Botschafter einzubestellen.

„Feindlichkeit gegenüber dem Islam sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, genau wie Antisemitismus.“ hat Erdogan gesagt. Worte, die manch einer gerne für unnötig erklären wollen würde. Dem Antisemitismus kann und darf nicht mal ansatzweise Platz in unserer Gesellschaft geboten werden – und das ist gut so.

Das beruhigt uns enorm, dass Erdogan eine größere Beliebtheit als Guttenberg genießt. Fragt sich nur, bei welcher Klientel. Ansonsten fährt Kisa die übliche muslimische Verteidigungs-Strategie: Indem er die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam auf eine Stufe mit Antisemitismus stellt, versucht er Islamkritik abzuwürgen, auch wenn sie noch so faktisch belegt ist. Um von der eigenen menschenverachtenden Ideologie abzulenken, fährt Kiran heftige Tiraden gegen PI und Pax Europa (Grammatikfehler des türkischstämmigen Talentes wurden übernommen):

Doch wenn es um den Islam geht, dürfen Organisationen wie „Pro-Bayern“, „Bürgerbewegung Pax Europa“ oder „Politically Incorrect – PI“ ihr Feinbild, den Islam, offen auf die Straßen tragen, ohne dass hier eine größere Empörung sich in der Gesellschaft bemerkbar macht. Ganz im Gegenteil, hier muss sogar aktiv politische Arbeit geleistet werden, die sich gegen einer Islamophobie in der Gesellschaft bemüht, während diese menschenverachtende Organisationen auch noch von Mitgliedern der CSU geleitet werden.

Nun, die Angst vor dem Islam ergibt sich zwangsläufig, wenn man sich als „Ungläubiger“ in die „heiligen“ Schriften dieser „Religion“ einliest. Man muss schon mit dicken Scheuklappen ausgestattet sein, um nicht die akute Gefahr zu erkennen, die von diesen zeitlos gültigen göttlichen Anweisungen ausgeht. Es entspricht dem Versuch der Quadratur des Kreises, wenn muslimische Funktionäre ihre Gewalt- und Unterwerfungsideologie gebetsmühlenartig als „friedliche Religion“ darstellen wollen. Aber es gibt eben nur allzu viele Toleranzmenschen hierzulande, die diese Botschaft freudig aufsaugen, auch wenn sie mit der Realität rein gar nichts zu tun hat. Diese Menschen hoffen, bangen und wünschen eben solange, bis es kracht. Und selbst dann werden sie zuerst die Schuld bei sich suchen.

Hakan Kisa versucht im Weiteren händeringend, die Ansagen des Größten aller Türken zu rechtfertigen:

„Niemand darf die Rechte der Minderheiten ignorieren.“

Auch bei diesen Worten will jeder gleich rufen, „das ist doch selbstverständlich“. Doch die Realität sieht leider anders aus. Das Bundesamt für Statistik belegt immer noch Jahr für Jahr, dass vor allem, Menschen mit Migrationshintergrund die regelrechten Verlierer unserer Nation sind. Sei es bei der Suche nach Arbeit, Wohnung, Lehrstellen oder auch im Verdienstspiegel; in keinem anderen OECD-Land ist die Chance an die Gesellschaft des Gastgeberlandes anzuknüpfen so schlecht, wie in Deutschland. Und auch in keinem anderen Land in Europa ist die soziale Aufstiegsmobilität so sehr von der Herkunft abhängig, wie in Deutschland.

So tickt die linksgrün-sozialistische Weltanschauung: Wer sich nicht durch Fleiß und Leistung auszeichnen kann, muss eben von der bösen Mehrheitsgesellschaft unterdrückt worden sein. Die einfachste und bequemste Entschuldigung für das eigene Versagen. Diese „Ungerechtigkeit“ müsse laut Kisan nicht nur vom Antidiskrimierungsgesetz, sondern auch noch von Regierungsorganisationen bekämpft werden:

Während in anderen Ländern neben einem Antidiskriminierungsgesetze auch Regierungsorganisationen vorhanden sind, die solche Diskriminierungen auch ahnden, begnügt sich Deutschland sich gerade mal damit, dass sie Migrationsbeauftragte einberufen, die ihre Arbeit nur darin sehen, sich regelmäßig in Moscheen einladen zu lassen und sonst aber fordern, dass man den Menschen mit Migrationshintergrund, das von ihrem Grundgesetz gesichertes Recht auf Sozialhilfe, zu streichen.

Kisan versucht auch tatsächlich noch, die Forderung Erdogans nach dem primären Erlernen der türkischen Sprache hierzulande zu rechtfertigen:

Aber auch die Aussage an sich, zuerst die eigene Muttersprache zu lernen, bevor man dann die Sprache des Landes lernt, in der man aufwächst, wird von vielen Sprachwissenschaftlern vertreten. Die automatisierte Antwort der Unionspolitiker, man müsse immer zuerst die deutsche Sprache lernen, ist insofern auch verwerflich, da den Menschen damit suggeriert wird, dass somit viele, wenn nicht sogar alle, Integrationsprobleme sich von alleine auflösen würden. Auch so kann man sich natürlich vor seiner Verantwortung drücken!

Merke: Nicht der einzelne Bürger ist für sich und seinen Erfolg verantwortlich, sondern die Gesellschaft und die Politiker. Auf diese Weise schafft man sich unselbständige Mündel, die man dann von der selbst geschaffenen Integrationsindustrie, in der die eigenen Gesinnungsgenossen auf gutbezahlten Jobs sitzen, betreut werden. So funktioniert das linksgrüne System, das diese Republik bereits tief unterwandert hat. Hakan Kisa verteidigt jetzt auch noch den Assimilationsspruch von Erdogan:

Wir vor drei Jahren in Köln wiederholte Erdogan auch seinen Aufruf: „Ja zur Integration, nein zur Assimilierung. Niemand darf uns von unserer Kultur trennen.“

Dass gerade Unionspolitiker sich über diese Worte aufregen ist völlig unverständlich. Es wird nicht lange dauern, dass gerade diese Politiker dann in Talkshows sich darüber unterhalten werden, dass man sich einer Leitkultur anpassen müsse.

Die Kultur und die Tradition eines Menschen prägt seine Identität. Zu fordern, dass man sich einer bestimmten Leitkultur anpasst und gleichzeitig sich über die Worte „Nein zur Assimilation!“ empört, ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu übertreffen.

Hier muss man sich jedoch auch eingestehen, dass es sich hierbei nicht mehr um die Kultur derer handelt, die vor Generationen aus der Türkei nach Deutschland ausgewandert sind.

Als Beispiel für diese „Angleichung“ an die deutsche Kultur bringt Kisa nun allen Ernstes eine gestiegene Scheidungsrate bei der türkischstämmigen Bevölkerung, deren Ehen mit Partnern aus der Türkei offensichtlich nicht mehr so gut halten wie früher:

Über die Jahrzehnte hat sich bei den Deutsch-Türken eine eigenständige Kultur etabliert, die sich von der türkischen Kultur aus der Türkei sehr weit entfernt hat.

Dies zeigt sich auch in vielen Punkten, allen voran jedoch in der Zahl der bi-nationalen Ehen (sprich der Ehen, die zwischen Deutschen und Deutsch-Türken geschlossen werden) und den Eheschließungen mit einem Partner aus dem Herkunftsland.

Während, gerade bei den Türken hier in Deutschland, früher weit mehr Mischehen eingegangen worden sind, nimmt die Tendenz, auf den Heiratsmarkt des Herkunftslandes zurück zu greifen, immer weiter zu. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Scheidungsrate bei diesen Ehen. Mittlerweile gleichen sich die Scheidungsraten zwischen den bi-nationalen Ehen und den Eheschließungen aus dem Herkunftsland immer weiter an.

Dies ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Lebensweise, die Kultur, die Tradition, ja sogar die Sichtweise auf die Religionsausübung, zwischen den hier lebenden Türken und denen aus der Türkei erheblich unterscheiden.

Bei diesen Menschen hat sich eine eigenständige Kultur in Deutschland etabliert, die eindeutig„Made in Germany“ ist. Sie ist weder deutsch, noch türkisch!

Da können wir ja beruhigt sein. Die Scheidung wird von den hierzulande lebenden Türken aus der deutschen Leitkultur übernommen. Da kann ja dann in Zukunft im Bereich Integration nichts mehr schiefgehen. Bei der Landesgeschäftsstelle der bayerischen Grünen kann man sich bei Bedarf über deren politische Ansätze austauschen:

» fabian.hamak@bayern.gruene.de