Solarunternehmen sind größte Kapitalvernichter

Aktienverlauf des Berliner Solarspezialisten SolonUnter den 50 größten Kapitalvernichtern des vergangenen Jahres befinden sich mehr als ein halbes Dutzend Solarwerte. Dies teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mit. Platz eins nimmt dabei der Berliner Solarspezialist Solon ein: Wer vor fünf Jahren 1000 Euro in dessen Aktien investierte, verfügt heute gerade noch über 90 Euro. Auf Platz drei steht mit Q-Cells ein weiteres Unternehmen der Solarbranche. Hier bleiben dem Aktionär nach fünf Jahren gerade 125 Euro von 1000 investierten übrig.

Die Solarbranche beschäftigt nach Angaben der IG Metall rund 60.000 Arbeitnehmer. Jeder Arbeitsplatz ist nach Berechnungen des RWI bis 2006 bereits mit 153.000 Euro subventioniert worden und die Unternehmen und die Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn die Einspeisevergütungen weiter zurückgefahren werden. Vor zwei Tagen hat Umweltminister Röttgen in einem Interview mit der FAZ behauptet: „Wir haben heute bei einem Anteil von 17 Prozent erneuerbarer Energien beim Strom in dieser Branche 340 000 Arbeitsplätze.“

Die Grünen werben im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg mit dem „Green New Deal“. Im Wahlprogramm liest man: „Sie wollen den Industriestandort Baden-Württemberg ökologisch umbauen, indem sie die industrielle Kompetenz Baden-Württembergs zur Förderung grüner Ideen nutzen. So sollen neue, ‚grüne‘ Arbeitsplätze entstehen und die ökonomische Leistungsfähigkeit des Landes nachhaltig gestärkt werden.“

Fakt ist, dass solche Arbeitsplätze, egal ob es nun 60.000 sind oder 340.000, wie Röttgen behauptet, nur auf Subventionen basieren. Das RWI hat schon im Jahr 2004 berechnet, dass durch steigende Strompreise und Kaufkraftverluste mehr Arbeitsplätze verloren gehen als geschaffen werden. Gewinner der Solarblase sind Firmengründer wie der Solarworld-Chef Frank Asbeck, der es zu Reichtum gebracht hat. Asbeck stieß über die sozialistische deutsche Arbeiterjugend und die Jusos zu den Grünen. Solarworld wie auch andere Unternehmen der Branche gelten als Großspender der Grünen.