Ali Ertan ToprakDie WELT berichtete vor ein paar Tagen, dass SPD und Grüne bei den türkischstämmigen Aleviten derzeit massiv an Ansehen verlieren. Ali Ertan Toprak (Foto), der zweite Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, attackiert im Interview mit Redakteur Till-R. Stoldt beide Parteien scharf wegen ihrer Islampolitik. Dies wiegt umso schwerer, da Toprak selbst Grünen-Mitglied ist.

(Von Michael Stürzenberger)

Nachdem die Aleviten in der Türkei eine unterdrückte Minderheit sind, die in der Vergangenheit übelste Erfahrungen mit dem sunnitischen Islam machen mussten, sind sie viel sensibilisierter, was die Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde Diyanet auf den deutschen Ableger DITIB anbelangt. Sie haben auch die 37 Toten nicht vergessen, die bei dem Brandanschlag bei einem alevitischen Festival im türkischen Sivas durch einen Mob von über 20.000 aufgebrachten Sunniten ums Leben kamen. Kein Wunder also, dass Ali Ertan Toprak im Interview kein Blatt vor den Mund nimmt:

Welt Online: Herr Toprak, Sie sind Grünen-Mitglied. Trotzdem scheint es, als kühle sich Ihr Verhältnis zu Rot-Grün derzeit ab, oder?

Ali Ertan Toprak: Allerdings, SPD und Grüne beziehen in der Islampolitik Positionen, die sich immer deutlicher von unseren unterscheiden. Die Parteien, die früher zum Beispiel für Frauenrechte auf die Straße gingen, zeigen heute Verständnis für die Rolle, die der traditionelle Islam der Frau zuweist, also für ihre Unterdrückung. Man hat den Eindruck, als dürfe man bei SPD und Grünen nicht über die Wertekollision des Islam mit unserer freiheitlichen Gesellschaft diskutieren.

Endlich spricht es mal jemand bei den Grünen aus: Diese Zensur muss schleunigst beendet werden. Zumal es ja umso verrückter ist, dass ureigenste Werte der Grün-Linken wie Gleichheit von Mann und Frau, Distanzierung von religiösem Fundamentalismus und Gewaltfreiheit durch das Kritikverbot am Islam mit Füßen getreten werden. Was für eine doppelmoralische Heuchelei, wenn Rot-Grün dem politischen Islam aufgrund von purer Wahltaktik und Machtbesessenheit überall den roten Teppich ausrollt.

Toprak greift auch den vom Koordinierungsrat der Muslime begleiteten Islamunterricht scharf an:

Welt Online: Enttäuscht fühlten sich jüngst von Ihnen aber rot-grüne Politiker. Die feierten den bundesweit ersten geplanten Islamunterricht in NRW als rot-grünes Projekt. Doch von Ihnen kam heftige Kritik.

Ali Ertan Toprak: Weil auch wir enttäuscht waren. Seit Jahren fordern wir, dass neben dem bereits eingeführten alevitischen Religionsunterricht auch islamischer Unterricht erteilt wird. Aber die Frage ist: mit wem? Rot-Grün setzt in NRW wie im Bund auf den Koordinierungsrat der Muslime (KRM) als Muslimvertreter. Das ist unverantwortlich.

Welt Online: Es gibt keine anderen Verbände. Und ohne kann man keinen bekenntnisorientierten Unterricht aufbauen.

Ali Ertan Toprak: Aber keiner der im KRM versammelten Verbände ist eine anerkannte Religionsgemeinschaft. Und alle sind auf ihre Weise problematisch. Die Ditib ist ein Ableger des türkischen Staates und soll dessen Interessen durchsetzen. Die Ditib-Imame müssen sogar einen Eid ablegen, dass sie dem türkischen Nationalismus ewig treu sind.

Als einziger Verband besitzt die Ditib im KRM ein Vetorecht. Ankara bestimmt demnächst also, was muslimische Schüler hierzulande lernen. Und in zwei der anderen Verbände sind vom Verfassungsschutz beobachtete antisemitische Islamisten wie die Milli Görüs oder türkische Rechtsradikale einflussreich. Laut Rot-Grün sollen sie offenbar entscheiden, welcher Islam in deutschen Schulen künftig gelehrt wird.

Welt Online: Das Curriculum ist aber weitgehend vorgegeben. Viel Einfluss haben die Verbände nicht.

Ali Ertan Toprak: Aber selbst wenn dem so wäre: Warum verkauft Rot-Grün die Zusammenarbeit mit Islamisten und Ultranationalisten auch noch lautstark als Erfolg? Hier werden Radikale salonfähig gemacht und rechtsstaatliche Standards gebeugt.

Das sitzt. Einmal in Fahrt, warnt Ali Ertan Toprak auch vor der Zwangsassimilierung, die Aleviten nicht nur in der Türkei immer wieder drohe, denn dies würde bereits auch schon in Deutschland versucht:

Welt Online: Aleviten klingen manchmal recht leidenschaftlich, wenn sie die bundesrepublikanischen Muslimverbände kritisieren. Warum?

Ali Ertan Toprak: Weil die türkeistämmigen Aleviten wissen, wie türkische Rechtsradikale, Islamisten und der türkische Staat Andersgläubige diskriminieren und zum Teil sogar verfolgen. Als zum Beispiel 1993 in der Türkei 35 Aleviten und Intellektuelle bei lebendigem Leib verbrannt wurden, waren es auch Vertreter der Milli Görüs, die den Mob aufgehetzt hatten.

Bereits in den 70ern verübten türkische Rechtsradikale Pogrome an Tausenden Aleviten. Einer der damaligen Rädelsführer ist der Gründer und Ehrenvorsitzende des Verbandes ATIB, der nun über den Zentralrat der Muslime mit am Tisch sitzen darf. Und der türkische Staat versucht noch immer, Aleviten zwangsweise in sunnitische Muslime zu verwandeln, auch in Deutschland. Über diese Zwangsassimilierung spricht bei SPD und Grünen aber niemand.

Welt Online: Drohen Ansätze von Zwangsassimilierung auch hierzulande?

Ali Ertan Toprak: Es sah zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen eine Zeit lang so aus, als lasse sich Rot-Grün zum Gehilfen der türkischen Zwangsassimilierung machen. Die Vertreterin des NRW-Schulministeriums erklärte sogar in der Islamkonferenz, dass alle als muslimisch erfassten Kinder für den Islamunterricht verpflichtend angemeldet werden sollten.

Welt Online: Also auch alevitische Kinder, wenn sie einen türkischen Pass haben?

Ali Ertan Toprak: Genau, der türkische Staat drückt jedem seiner Bürger den Stempel „Islam“ in den Ausweis, ob im In- oder Ausland. Eine Minderheit der hiesigen Aleviten hat aber auch die türkische Staatsbürgerschaft. Wenn diese alevitischen Kinder erst im Islam-Unterricht sitzen und sich dort abmelden müssen, wird unweigerlich sozialer Druck einsetzen, dieses Bist-du-kein-Moslem-oder-was-Mobbing, das wir aus der Türkei zur Genüge kennen.

Dort müssen außer den Christen alle Kinder den Zwangsislamunterricht besuchen. Wer sich wehrt, bekommt nicht nur sozialen, sondern auch juristischen Druck zu spüren. Eine Light-Variante drohte bislang in NRW.

Welch wunderbare demokratische Verhältnisse, welch vorbildliche Religionsfreiheit. So ist die Türkei doch längst reif für den EU-Beitritt, nicht wahr, Herr Polenz, Frau Roth, Herr Edathy? Und deren Handlanger sitzen bereits in deutschen Ministerien. Ein Abteilungsleiter der NRW-Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin bezeichnete Toprak gar als „opportunistisches Arschloch“.

Welt Online: Auf die Spitze getrieben wurde das Misstrauen gegen Rot-Grün aber durch andere Ereignisse?

Ali Ertan Toprak: Ja, die Alevitische Gemeinde wurde vom Bundesfamilienministerium beauftragt, ein Aufklärungsprojekt gegen Extremismus unter Türkeistämmigen aufzubauen. Zu dem Zweck haben wir zum Beispiel dem NRW-Integrationsministerium einen Fragebogen geschickt, in dem wir um Einschätzungen baten zu Ausmaß und Ursachen von Islamismus und Nationalismus unter jungen Türkeistämmigen.

Welt Online: Mit welchem Ergebnis?

Ali Ertan Toprak: Mit gar keinem. Die Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin antwortete gar nicht, dann fragten wir bei ihrem Abteilungsleiter nach. Der verweigerte jede Auskunft und ließ mir vor Zeugen und von ihm unbestritten ausrichten, ich sei ein „opportunistisches Arschloch“.

Welt Online: Weil Ihr Projekt vom CDU-geführten Bundesfamilienministerium geleitet wird, obwohl Sie als Grüner doch Rot-Grün verbunden sein sollten?

Ali Ertan Toprak: Das war vermutlich der Hintergedanke. Geschockt sind wir aber nicht nur von der Respektlosigkeit, sondern von der offenbar fehlenden Bereitschaft der Landesregierung, sich mit islamistischen und ultranationalistischen Tendenzen unter Türkeistämmigen zu beschäftigen. Auf dem rechten Auge ist Rot-Grün in NRW wie anderswo oft blind – wenn es um Migranten geht.

Die islamische Unterwanderung findet in NRW also bereits intensiv statt. Offensichtlich gedeckt bis hinauf zur Ministerpräsidentin:

Welt Online: Was geschah nach dem verbalen Aussetzer aus dem Ministerium?

Ali Ertan Toprak: Die Alevitische Gemeinde hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 18. März angeschrieben, personelle Konsequenzen gefordert und um eine baldige Antwort gebeten. Doch die Staatskanzlei hat sich nicht gerührt.

Welt Online: Wie erklären Sie sich das?

Ali Ertan Toprak: SPD und Grüne halten uns Aleviten offenbar für Störenfriede, weil wir fordern, Nationalismus und Extremismus überall zu ächten – auch unter Türkeistämmigen. Dazu fehlt bei SPD und Grünen die Bereitschaft, vermutlich mit Blick auf Wählerstimmen.

Wir werden also unbequem und bekommen sofort die kalte Schulter gezeigt. Auch auf Bundesebene beobachte ich bei SPD und Grünen eine Tendenz, Migranten nur zu schätzen, solange sie uns „anwaltlich“ vertreten dürfen. Das nennt man Bevormundung.

Welt Online: Ein Beispiel?

Ali Ertan Toprak: Wie kann die Bundes-SPD fordern, alle Migranten sollten sich aus der Islamkonferenz zurückziehen, weil der Bundesinnenminister sich distanziert zum Islam geäußert hat? Das ist doch unsere Entscheidung! SPD und Grüne sollten sich nicht zu sicher fühlen. Inzwischen haben die Aleviten auch in anderen Parteien Wurzeln geschlagen.

In der CDU hat sich ein Christlich-Alevitischer Freundeskreis gegründet. Niemandem ist entgangen, dass es die CDU war, die in der Islamkonferenz erstmals mit den Migranten gesprochen hat – und nicht nur über sie. Und Aleviten wissen zu schätzen, dass zumindest die Bundes-CDU wachsamer gegenüber extremistischen Türkeistämmigen ist als Rot-Grün.

Die Aleviten stellen laut eines anderen WELT-Artikels etwa ein Drittel bis ein Viertel der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland. Darin werden sie auch als „Integrationsvorbilder“ und „Die anderen Türken“ in Deutschland bezeichnet. Die alevitische Gemeinde in Deutschland zählt 500.000 Mitglieder. Ein Potential, das sich eine Partei mit der richtigen Politik durchaus zunutze machen könnte.

Ungeklärt ist aber weiterhin die Stellung der Aleviten im Islam. Sunniten bewerten sie meist als „Ungläubige“, da sie den Propheten nicht als unbedingtes Vorbild sehen und den Koran auch nicht komplett wörtlich nehmen. Sie haben eine gewisse Zwitterstellung, die sich auf Dauer wohl kaum halten lässt. Denn was haben sie vom Islam noch verinnerlicht, wenn sie die beiden zentralen Pfeiler, den Propheten und den Koran, nicht vorbehaltlos akzeptieren? Manch einer sieht sie als verkappte Christen, die nur nicht den letzten Schritt machen können, da es sonst gefährlich für sie würde. Man wird sehen, welche Entwicklungen die Zukunft bringt…

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43 KOMMENTARE

  1. aleviten sind wunderbare menschen. deswegen wurden und werden sie ja auch in der türkei verfolgt und diskriminiert.

    hätten wir statt 2.5 mio. türkische sunniten hier 2.5 mio. türkische aleviten, hätten wir sogut wie keine integrationsprobleme.

    der heinz buschkowsky sagte ja auch, dass die einzigen türken in seinem bezirk, die in seine behörde ausbildung und praktikum machen und ihre kinder anständig bilden, die aleviten sind.

  2. Danke Herr Stürzenberger.

    Welt Online: Herr Toprak, Sie sind Grünen-Mitglied. Trotzdem scheint es, als kühle sich Ihr Verhältnis zu Rot-Grün derzeit ab, oder?

    Ali Ertan Toprak: Allerdings, SPD und Grüne beziehen in der Islampolitik Positionen, die sich immer deutlicher von unseren unterscheiden. Die Parteien, die früher zum Beispiel für Frauenrechte auf die Straße gingen, zeigen heute Verständnis für die Rolle, die der traditionelle Islam der Frau zuweist, also für ihre Unterdrückung. Man hat den Eindruck, als dürfe man bei SPD und Grünen nicht über die Wertekollision des Islam mit unserer freiheitlichen Gesellschaft diskutieren.

    Volltreffer, gebt dem Mann in einer werteorientierten Partei eine neue Heimat, er sollte sich mal das Programm der Freiheit anschauen.

    Andreas

  3. Das ist schon starker Tobak! Aber ob er Christen und Atheisten als Gleichberechtigte neben dem alevitischem Islam ansieht, bezweifle ich.

  4. umal es ja umso verrückter ist, dass ureigenste Werte der Grün-Linken wie Gleichheit von Mann und Frau, Distanzierung von religiösem Fundamentalismus und Gewaltfreiheit durch das Kritikverbot am Islam mit Füßen getreten werden.

    Das erscheint erst mal unlogisch. Ist aber logisch, wenn man das Ziel hat, unsere freiheitliche jüdisch-christlich-humanistische Kultur zu bekämpfen. Der Feind Deines Feindes ist Dein Freund.

  5. Die durch ihre kritischen Dokumentationen und Talkshow-Auftritte bekannte Journalistin und Autorin Güner Balci ist ebenfalls Alevitin.

  6. Besten Dank, Herr Stürzenberger, dass sich endlich mal bei PI jemand um diesen brisanten Artikel kümmert.
    Ich dachte schon, dieser Elfmeter wird verschossen, diesen link habe ich schon am 22.4. als Tipp geschickt.
    7 Tage, in dieser Zeit produzieren Herr Muselmann und Frau Muselfrau weltweit eine ganze neue Armee.

  7. Ihre Abneigung für die SPD, die Grünen und die Linken in allen Ehren,

    aber soweit ich mich erinnern kann, werden in einer parlamentarischen Demokratie die Entscheidungen von der Regierung getroffen.

    Darum heißt sie auch so: Regierung. Weil sie regiert. Dieser Regierung unterstehen Geheimdienste, der wissenschaftliche Dienst, das Justiz-, Innen- und Arbeitsministerium, um nur einiges zu nennen.

    In der Regierungskoalition befinden sich folgende 3 Parteien: CDU/CSU/FDP. Die Stimmen dieser 3 Parteien können z.B. Vorschläge der Grünen mit der 4-fachen Mehrheit überstimmen.

    Wer der Opposition die Schuld für ein im Bundestag verabschiedetes Gesetz gibt, macht sich auf der politischen Bühne zum Kasper.

    Und: ja, mir ist bekannt, dass Vorgängerregierungen bestimmte Entscheidungen zu verantworten haben.

    Mir ist jedoch nichts von einer Verpflichtung bekannt, die Entscheidungen von Vorgängerregierungen weiterzuführen und zu verschärfen.

    Wenn dies so wäre, wären Wahlen überflüssig, weil die jetzige Regierung ja auch nur den Kurs der Vorgängerregierung fortführen müsste.

    Merkel wird auf der Bühne der Weltpolitik von all ihren Kollegen beneidet. Welcher Politiker wünscht sich nicht auch ein Volk, das die Schuld für den Regierungskurs bei der Opposition sucht?

    PS: Ich bestreite mitnichten, dass die Grünen eine Gefahr für das Volk darstellen. Nur eben keine unmittelbare. Noch kann die Regierungskoalitin die Grünen vollständig neutralisieren.

    Dass sie es nicht tut, sollte uns zu denken geben. Das Märchen, dass 422 Abgeordnete der Regierungskoalition von Claudia Roth genötigt werden, so abzustimmen, wie sie es tun, kann doch kein vernunftbegabter Mensch glauben.

  8. Yavuz der Grausame – Yavuz Selim I.:

    Selim war blutrünstig und unerbittlich.
    Er ließ während seines Krieges gegen Ismail I. 40.000 Aleviten hinrichten, da er ein Bündnis der Aleviten mit Ismail befürchtete.“

    – wikipedia.org/wiki/Yavuz_Sultan_Selim

    Wie heißt wohl die Mannheimer DITIB-Großmoschee?
    Richtig geraten: Yavuz-Sultan-Selim-Moschee!
    Wer’s nicht glaubt:

    http://moschee-mannheim.de

  9. „Die Aleviten stellen laut eines
    anderen WELT-Artikels etwa ein Drittel bis ein Viertel der
    türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland. “

    Endlich mal ne gute Nachricht.

  10. Aleviten:

    „Sunniten bewerten sie meist als „Ungläubige“, da sie den Propheten nicht als unbedingtes Vorbild sehen …“

    Wie reschpegtlos!

    „Ibn Sharib erzählt, Ib Abdul Talib habe gesagt: ‚Immer wenn seine Frauen sich in ihrer monatliche Reinigung (d.h. Menstruation) befanden, sah ich den Gesandten Allahs (sws) des öfteren in der Nähe seiner Kamelherde. Dort pflegte er liebevollen Umgang mit den weiblichen Tieren, wandte sich aber mitunter auch den Jungtieren beiderlei Geschlechts zu.'“
    Sahih Al-Buchari

  11. Islamunterricht hat in deutschen Schulen nichts zu suchen, egal ob alevitisch sunnitisch oder sonstwie.
    Kinder sollen Wissen vermittelt bekommen, das sie später befähigt, ihr eigenes Geld zu verdienen, und die Werte unser freiheitlichen demokratischen Grundordnung, zusammen mit europäischen Ethikstandards. Im Rahmen eines Ethikunterrichtes kann man sie natürlich mit allen Religionen wertneutral bekannt machen. Aber dumpfe Religionsverblödung, wie sie besonders der Islamunterricht praktiziert, hat an deutschen Schulen nichts verloren, sonst sind wir bald auf dem geistigen Niveau von Somalia oder Obervolta.

  12. Bravo, Herr Toprak! Es gibt eben auch Einwanderer aus der Türkei, die sich im Großen und Ganzen gut integrieren, nämlich die Aleviten! Die mutige und immer wieder muslimkritischen Klartext redende Journalistin Güner Balci ist ein weiteres Beispiel hierfür. Solche Menschen sind TATSÄCHLICH eine Bereicherung für unser Land. Statt diese als Mitkämpfer gegen den politischen Islam willkommen zu heißen, verbünden sich diese ignoranten Multi-Kulti-Wichser von SPD und den Grünen mit den pseudomoderaten, in Wahrheit aber radikalen Islamverbänden. Umso mehr ist es geboten, dass sich die islamkritischen Kräfte um Kontakte zu den alevitischen DEUTSCHEN bemühen.

  13. Die Aleviten, die ich persönlich gefragt habe, bezeichneten sich mir gegenüber selber als Christen! bzw. waren empört, als ich meinte, sie seien ja auch Mohammedaner.
    Sie sehen sich meiner Erfahrung nach nicht dem Islam zugehörig.

  14. 1/4 der „Türken“ in De. sind Aliviten.
    Aber dennoch entscheidet Ditib was türkisch oder islamisch ist.
    Wären alle Türken Aliviten gäbe es kein Erdogan.
    Wären alle Muslime Aliviten gäbe es keine Kopftuch Diskussion.
    Wären alle Muslime Aliviten gäbe es keine Moscheen.

    Bomben Sunniten oder Shiiten zaubern Gutmenschen Aliviten aus den Ärmel und sagen:“Seht, diese weltoffene Türkin und Muslima sie trägt kein Kopftuch!“…und ich:“Ach, Alivitinnen tragen nur Kopftücher, wenn es zur Kleidung passt….wie auf PRO 7 unsere sexy norwegische „Aufklärerin“! (Kein Kopftuch bei Alivitinnen) ca. 25% der Türken in De. sind Aliviten.

    Seltsam das „unsere Guties“ stets sagen wir differenzieren nicht…ich habe das Gefühl das es umgekehrt ist!

  15. Auf die Zahl (25 % seien Aleviten) würde ich mich nicht verlassen.
    Nach meinen eigenen, natürlich nicht repräsentativen Erfahrungen, sind weniger als 1 % alevitisch und ein paar der Älteren sind kemalistisch.
    Die absolute Mehrheit – besonders bei den Jüngeren – ist sunnitisch.

  16. #16 muezzina

    dann frage ich mich wo die alle geblieben sind. In der Türkei leben bis Heute ca. 20% und die Mehrheit in Laufe der knapp 45 Jahren ist in den Westen abgehauen. In der Regel nach Deutschland. Anfang der 80er Jahre versuchte das türkische Militär die Aliviten zu „sunnitisieren“. Übrigens mit dem selben Islamunterricht wie Deutsche Guties ihn an deutschen Schulen fördern (perverse Parallelen).

  17. Es gibt ca. 600.000 Aleviten in Deutschland.
    Ich konnte persönlich nach einer Podiumsdiskussion in Recklinghausen mit Ali Toprak reden. Er ist sehr offen und ehrlich. Eigenschaften, die dem Islam nicht innewohnen.

    Aleviten bereiten in der Tat keine Integrationsprobleme. Das Gegenteil ist der Fall. Sie distanzieren sich von den Gewaltsuren und suchen die spirituelle Komponente des Islam. Sie tanzen, singen, tragen kein Kopftuch und sind nicht streitsüchtig. Siehe Günar Balci
    Danke für den Artikel Michael Stützenberger. weiter so.

  18. …und noch etwas, was die Sunniten extrem ärgert. Die Aleviten sind in D. als Religionsgemeinschaft anerkannt…

  19. Was das türkische Militär nicht schaffte vollenden die Deutschen „toleranten Gutmenschen“! Die Ausrottung der Aliviten auf dem „Altar der sunnitischen Toleranz“.

    Das nennt ich ganz „progressiv Multi-Kulti“!

  20. Die Parteien, die früher zum Beispiel für Frauenrechte auf die Straße gingen, zeigen heute Verständnis für die Rolle, die der traditionelle Islam der Frau zuweist, also für ihre Unterdrückung. Man hat den Eindruck, als dürfe man bei SPD und Grünen nicht über die Wertekollision des Islam mit unserer freiheitlichen Gesellschaft diskutieren.

    Welch ein fremdenfeindlicher Rassist, dieser Ali Ertan Toprak!

    Aber Schluss mit lustig:

    Für Linksgrün sind halt die islamisch-türkischen Wählerstimmen unverzichtbar geworden. Um der Macht willen räumen die meisten Politiker bereitwillig Positionen, die früher als unverhandelbar dargestellt wurden.

    Da außerdem vor allem (aber nicht nur) Linksgrüne die Grenzen unseres Landes zugunsten eines weiteren Ansturms türkischer Linksgrün-Wähler zu schleifen gedenken, wird Herr Troprak sich auf eine drastische Verschärfung der Lage einstellen müssen.

  21. Auch auf Bundesebene beobachte ich bei SPD und Grünen eine Tendenz, Migranten nur zu schätzen, solange sie uns „anwaltlich“ vertreten dürfen. Das nennt man Bevormundung.

    Genau das gehört zum linksgrünen Syndrom: die Menschen für unmündig zu erklären. Und unmündige Menschen brauchen natürlich eine feste Hand, die sie führt. Weswegen grüne und Linke auch so demokratiefeindlich sind.

  22. Dass sich die Aleviten irgendwann umentscheiden müssen, dafür sehe ich keinen Anlass, Herr Stürzenberger.
    Was die Herkunft der Aleviten betrifft, habe ich zunehmend den Verdacht, dass das eine aus der Not geborene Religion ist, um sich vor der Gewalttätigkeit der Sunniten zu schützen. Dieser „Schutz“, wenn es denn der Zweck ist, ist heute nicht weniger wichtig als früher.

  23. Hat Herr Toprak erkannt, bei welchen Schwachmaten er seine Zeit verschwendet?

    Nun, die Grünen mögen sektenähnliche Strukturen haben, aber noch gibt es keine Todesstrafe bei einem Austritt.

    Es gibt noch andere Parteien. Solche Menschen wären sicher auch bei „Die Freiheit“ willkommen.

    Vor Jahren bekam ich mal in FFM an einer Supermarktkasse einen Streit zwischen Türken mit. Die beschimpften eine Kassiererin, offensichtlich auch Türkin, übelst in einem Mischmasch aus deutsch-türkisch. Sie erzählte mir dann, das so was dauernd passiert, da sie Alevitin sein. Und das die Aleviten in Deutschland noch mehr von den Türken verfolgt würden, als in Türkei. Die Polizei weigere sich anzeigen aufzunehmen.

    Auch am 20. April waren auf der Demo gegen Vogel Aleviten.

  24. #1 mehrdad (29. Apr 2011 16:39)

    …wenn das Wörtchen wenn nicht wär… aber im Ernst… WEN interessiert die Meinung der Aleviten in Deutschland außer ein paar Intellektuelle?

    Wir haben doch schon bei den Kopten festgestellt, welche „“Rasse““… oder vielmehr welche faschistische Religion von ROT-GRÜN und auch von den „C“-Parteien unterstützt wird!

  25. Einer meiner besten Freunde ist ein hochgebildeter in Deutschland geborener und aufgewachsener Schriftsteller. „Sein“ Islam ist genau wie beschrieben stark von Mystik geprägt. Rumi und Hafez sind sind seine Sterne.

    Wir müssen uns klar sein, dass wir alle Migranten, die nicht unter die Fuchtel der Scharia wollen, für ein gemeinsames Vorgehen gewinnen müssen. Das wird uns stark machen!

  26. Assad gehört auch zu den Alawiten.
    Darum weiss er auch wie man von den Islamisten respekt fordert.

  27. #33
    Nicht nur das, wir müssen sie sogar beschützen, da sie hautnah erlebt haben, was wir heute erst wissen, verdammt es wird Zeit, dass wir alle, welche die gleiche Meinung haben, unsere Kräfte mobilisieren und den Islam aus Deutschland befördern ;(

  28. gerade das Thema Frauenrechte im Islam zeigt die ganze reaktionäre Verlogenheit der ganzen rot grünen Positionierung, deswegen bin ich auch bei den Grünen nach 20 Jahren raus. Z. B das Verbot für deutsche Mosleminnen einen Biodeutschen zu heiraten (weil der Christ ist)- ein absolutes Tabuthema der deutschen linksgrünen Bewegung.
    Danke an Herrn Toprak, was dieser aufrechte Mann an unflätigen Beleidigungen von Promi-Rotgrünen zu hören bekam ist ein typisches Zeichen wie ungern sein Eintreten für freiheitliche Positionen gesehen ist

  29. Diese Politiker- Volksverräter sind so schlimm wie die Islamisten.
    Geistlos, hirnlos usw.

  30. Viele Deutsche sind nicht auslanderfeindlich sonder islamfeindlich.
    Warum lügen Politiker, MSM und Böse Gutis-Antifas usw. sooooo

  31. #42
    Dann beschäftigen sie sich ein bissi mit der Materie, dann brauchen sie die Aleviten nicht zu beleidigen.
    Sie leben nach den Lehren des Ali, das hat rein gar nichts mit Mohammed zu tun, Augen aufmachen und lernen…
    Sie gehören zwar theoretisch zum Islam, legen aber keinen Wert darauf ihn so extrem auszuleben, das hat nichts mit faul zu tun, sondern mit Überzeugung. Faul ist, wenn man sieht, wie sein Land islamisiert wird und nichts dagen unternimmt, die Aleviten beziehen wenigstens öffentlich Stellung DAGEGEN.

  32. #29 Israel_Hands (29. Apr 2011 19:26)

    Da stimme ich Ihnen zu! Hab neulich noch mal wieder zu dieser Dynamik, zu dieser Apparatschik-Mentalität der Rot-Grünen den guten Solschenyzin zur Hand genommen… „Archipel GULAG“ … müsste VERPFLICHTENDE Lektüre in allen Schulen sein… aber diese Vorstellung ist wohl so wahrscheinlich, wie die, dass die Berliner KomIntern-Kasper irgendetwas in unserem Sinne entscheiden würden…

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