Kaum jemand in einem freiheitlichen, demokratischen Rechtstaat wird auf den Gedanken kommen, sich selbst zur Präsidentin und / oder zum Regierungschef, zum Minister mit oder ohne Geschäftsbereich oder zur Fraktionsvorsitzenden einer Partei zu ernennen – es sei denn, er oder sie wäre größenwahnsinnig, ein Befürworter totalitärer Systeme oder ihm sei sonstwie die Geistesgegenwart entschwunden. Islamkritikern hingegen wird gern der Vorwurf gemacht, sie seien „selbsternannt“.

Das diffamierende des Begriffs „selbsternannt“ entlarvt Siegfried Kohlhammer im ersten Essay seines Buches „Islam und Toleranz“, den er mit „Anstelle eines Vorworts“ überschrieben hat. Er schreibt:


Kritiker des Islam, des kulturellen Systems des Islam oder auch nur einzelner Aspekte davon, können sicher sein, früher oder später „selbsternannte Islamkritiker“ genannt zu werden, und das nicht nur von Muslimen, islamischen Gelehrten oder Geistlichen, von muslimischen oder nichtmuslimischen Islamforschern, sondern auch von säkularen Laien, vor allem im Feuilleton seriöser deutscher Zeitungen – von selbsternannten Islamkritiker-Kritikern sozusagen. Googelt man die Wortkombination, erhält man mehr als 20.000 Treffer, versucht man dasselbe mit „selbsternannte Atomkraftkritiker“ erzielt man ein paar Dutzend Treffer, von denen keiner diese Wortkombination wörtlich enthält. Noch seltener sind „selbsternannte Faschismuskritiker“ oder „selbsternannte Kommunismuskritiker“; die „selbsternannten Kapitalismuskritiker“ bringen zwar fast 4.000 Treffer, aber nur einer davon gibt die Wortkombination wörtlich wieder. „Selbsternannte Stuttgart-21-Kritiker“ gibt es nicht einen, auch wenn das Stichwort massenhaft Treffer erzielt. Islamkritiker scheinen auffällig oft zur Selbsternennung zu neigen. (Dagegen gibt es zwar zahlreiche „Religionskritiker“, aber keine „selbsternannten“ – das versteh, wer will.) Nimmt man das Ergebnis als Indiz ernst, dürfte es zwar unautorisierte Religionskritik geben, nicht aber die einer bestimmten Religion, des Islam.

„Selbsternannt“ ist keine neutrale Bezeichnung, noch weniger ein Lob: Es ist deutlich negativ, bezeichnet einen illegitimen Anspruch. „Das Attribut selbsternannt ist kein Kompliment an den Selfmademan. Es ist ein Schimpfwort, und zwar eins der tückischen, durch nichts widerlegbaren, gegen die der Beschimpfte wehrlos ist. Was es ihm an den Kopf wirft, ist eine Art Amtsanmaßung: dass er sich als etwas ausgibt, wozu er nur von anderen gemacht werden könnte“, schreibt Dieter E. Zimmer in der ZEIT (Zeitspiegel) vom 23. September 1999. Generell soll damit eine nicht erwünschte Meinung, vor allem eine Kritik delegitimiert werden: „Selbsternannter Kritiker“ bringt es auf über 90.000 Treffer bei Google, wobei jede Art missliebiger Kritik so bezeichnet werden kann – betreffe sie Filme oder Popmusik, die Politik sowieso, selbst ein „selbsternannter Klitschko-Kritiker“ findet sich so gegeißelt. (Die „selbsternannten Experten“ bringen es auf über 70.000). Anders als Zimmer meine ich aber, dass dieses „Schimpfwort“ durchaus widerlegbar ist (soweit es einen faktischen Kern impliziert) und man sich sehr wohl dagegen wehren kann.

Was die Wirkungskraft dieses Schimpfworts ausmacht, ist die Tatsache, dass es einen Bereich gibt, in dem es sinnvoll angewendet werden könnte: wo bestimmte Tätigkeiten oder sprachliche Äußerungen (wie etwa ein Gerichtsurteil oder eine ärztliche Diagnose, aber auch Kritik, Peer-Review zum Beispiel) tatsächlich Expertenwissen und -fähigkeiten, und zwar von zuständigen Institutionen anerkannte, voraussetzen. Das reicht vom Klempner und Dachdecker bis zum Richter oder Chirurgen. Wir ließen uns ungern von einem, dem die entsprechenden Voraussetzungen fehlen, den Blinddarm operieren oder über den Atlantik fliegen (oder auch nur eine Heizung installieren), weil wir davon ausgehen, dass das Vorhandensein derartiger anerkannter Befähigungen eine hohe Wahrscheinlichkeit des Gelingens bedeutet, deren Fehlen dagegen ein hohes Risiko. Das Vortäuschen einer derartigen offiziell oder institutionell anerkannten Befähigung wird aber in der Regel nicht mit dem Wort „selbsternannt“ bemängelt, sondern eben als Täuschungsmanöver, als „Hochstapelei“. So bestraft der § 132a des Strafgesetzbuches den Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen. „Geschütztes Rechtsgut“, schreibt Wikipedia dazu, „ist der Schutz der Allgemeinheit vor dem Auftreten von Personen, die sich durch unbefugten, d.h. nicht ‚verdienten’ Gebrauch von Bezeichnungen den Schein besonderer Funktionen, Fähigkeiten und Vertrauenswürdigkeit geben.“ Eben das insinuiert – heimtückisch, wie Zimmer richtig bemerkt – die Formulierung „selbsternannter Islamkritiker“, die den Vorteil hat, die juristische Terminologie zu vermeiden, die allzu offensichtlich auf den Fall von Islamkritik nicht zutrifft. Kritische Äußerungen über den Islam, so wird dabei stillschweigend unterstellt, bedürfe einer amtlich oder anderweitig anerkannten Befähigung (eines abgeschlossenen einschlägigen Fachstudiums zum Beispiel) und einer Approbation durch zuständige Autoritäten; wer darüber nicht verfügt, soll von Islamkritik Abstand nehmen, wie einer, der nicht Medizin studiert hat, auf die Behandlung von Patienten verzichten muss.

„Haben Sie überhaupt Abitur?“ fragte Franz Josef Strauß einst einen, der ihm mit kritischen Fragen zusetzte. „Selbsternannter Islamkritiker“ lässt den gleichen autoritätsgläubigen Geist erkennen. Es wird fälschlich unterstellt, dass es in unserer Gesellschaft besonderer oder gar offizieller Berechtigungsnachweise bedarf, um Kritik üben zu dürfen. Richtig ist vielmehr, dass in einer freien Gesellschaft jeder jeden und alles kritisieren kann – und zwar auch dann, wenn er Schulabbrecher ist und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Das ist bitter für die Leute mit Abitur oder einem abgeschlossenen Hochschulstudium – aber so ist es. Historisch war es eines der Hauptargumente der Gegner der Demokratie, dass die ignorante Masse, der illiterate Pöbel, der von Policey- und Cameralwissenschaft, [sic] Diplomatie und Völkerrecht nicht nur keine Ahnung hatte, sondern nicht einmal von deren Existenz wusste, mitreden und die Geschicke des Gemeinwesens mitbestimmen sollte: „Vox populi – vox Rindvieh“, um noch einmal den wortgewaltigen F.J. Strauß zu zitieren. Und es ist ja auch nicht so, dass es an Beispielen dafür fehlte. Nur fehlt es eben auch nicht an entsprechenden Beispielen auf der Seite der Studierten und der Experten. (Fußnote dazu: Christopher Cerf und Victor S. Navasky, The Experts Speak: The Definitive Compendium of Authoritative Misinformation, New York, 1998). Insgesamt hat sich das Prinzip der freien Meinungsäußerung, und das kann, wie gesagt, auch „frei von jeglichen Kenntnissen“ bedeuten, bewährt. Wer sich ahnungslos öffentlich zur Quantenphysik, Steuerreform oder Mediävistik äußert, riskiert, dass ihm niemand zuhört, und wenn ihm jemand zuhört, dass er sich lächerlich macht: Das sind schon zwei ziemlich starke – und offenbar ziemlich erfolgreiche – Verhinderungs- und Blockierungsmechanismen. „Selbsternannte“ Kritiker abzulehnen, ist Ausdruck einer vormodernen, antiliberalen und undemokratischen Geisteshaltung, und insofern verwundert es nicht, sie bei den Verteidigern des Islam anzutreffen.

Um eine unzutreffende Islamkritik zu kritisieren und zu delegitimieren, genügt eben die Bezeichnung „selbsternannt“ nicht, es bedarf der Kritik, die Mängel und Unwissenheit nachweist. Das ist ein wenig zeitaufwendiger, aber so funktioniert das in einer freien Gesellschaft. Und es funktioniert insgesamt gut, trägt zur Erweiterung des Wissens und zur Vermeidung von Irrtümern bei. John Stuart Mill hat die klassische liberale Begründung dafür vorgelegt: „… das besondere Übel der Unterdrückung einer Meinungsäußerung liegt darin, dass es am menschlichen Geschlecht als solchem Raub begeht. … Denn wenn die Meinung richtig ist, so beraubt man sie der Gelegenheit, Irrtum gegen Wahrheit auszutauschen; ist sie dagegen falsch, dann verlieren sie eine ebenso große Wohltat: nämlich die deutlichere Wahrnehmung und den lebhaftesten Eindruck des Richtigen, der durch den Widerstreit mit dem Irrtum entsteht.“ Und an anderer Stelle heißt es: „Unsere gesichertsten Überzeugungen haben keine verlässlichere Schutzwache als eine ständige Einladung an die ganze Welt, sie als unbegründet zu erweisen.“ Nun würden die Kritiker der „selbsternannten Islamkritiker“ es gewiss entrüstet von sich weisen, das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung antasten zu wollen, aber eben darauf zielt die Formulierung „selbsternannte Islamkritiker“ ab – deren Meinungsäußerungen sollen vom freien Meinungsaustausch als illegitim ausgeschlossen werden.


Soweit Kohlhammer auf den Seiten 7 bis 12 seines pointiert geschriebenen 200-seitigen Buches.

Aus Seite 36 sei noch zitiert:


Denn der regressive Sinnhunger und das infantile Bedürfnis nach Lenkung und Leitung durch übergeordnete Instanzen werden stets neue Theorien und Utopien erfinden. Die moderne Gesellschaft ist aber etwas für Erwachsene, die ihr Leben in die eigenen Hände genommen haben und auf eigenen Füßen stehen können, die selber bestimmen, was und wohin sie wollen, ohne dass eine Instanz ihnen „den Weg bezeichnen“ oder sie „vor Irrwegen warnen“ muss.


Den Schiffers, C. Roths, Bahners’ und allen anderen Verharmlosern oder Sympathisanten totalitärer Ideologien / Idiotien sollte das sehr zu Denken geben. Freiheitliche, demokratische Rechtsstaaten bedürfen zwar gewisser Regeln und Rechtsnormen für ein gedeihliches Zusammenleben der Menschen, jedoch keiner haarklein ausformulierten Vorschriften für das individuelle alltägliche Leben.

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45 KOMMENTARE

  1. „Selbsternannt“ ist keine neutrale Bezeichnung, noch weniger ein Lob: Es ist deutlich negativ, bezeichnet einen illegitimen Anspruch.

    Dies ausgerechnet von denen, die seit Jahren „Experten“ aus dem Boden stampfen, deren Befähigung ihrem Geschwätz nach oft in nichts anderem bestand als dem Lesen eines Buches zum Thema und einem Urlaub im entsprechenden Land.

  2. Selbsternannte“ Kritiker abzulehnen, ist Ausdruck einer vormodernen, antiliberalen und undemokratischen Geisteshaltung,

    OWeh, wir sollte Pflichtkritiker einführen, das wäre so was wie ein Pflichtverteidiger.

    He Arschl.ch verteidige den mal oder kritisiere die mal.

    Man kann wohl wirklich alles Sinnentstellen und bis in letzte pervertieren.
    Wer soll es den machen wenn es die nicht tun die spüren das was getan werden muss und die Aufgabe auch annehmen.

  3. @ #4 Jochen10

    Wer soll es den machen wenn es die nicht tun die spüren das was getan werden muss und die Aufgabe auch annehmen.

    Die dummen Unterstützer der Grünen und Linken bei den Medien und anderswo erklären jetzt genau das zum selbsternannten Unqualifizierten , woraus die Totengräber Europas selber entstanden waren: Widerstand von unten, Außerparlamentarische Opposition, Kampf gegen das Establishment – Ablehnung der bürgerlichen Bildung und Ausbildung:

    Was die selbsternannten „Guten“ zum Heiligtum erklärten, ist plötzlich bei ihren Gegnern Ketzerei! Die Grünen, die Linken, die Guten sind eine selbsternannte Religion, die ganz schnell jeden Widerstand beseitigen muss, um endgültig an die Macht zu gelangen.

    Leider sind sie zu dumm.

  4. #1 cosanostra100
    Jetzt fangt mal nicht an hier durchzudrehen. Was da steht ist Irrsinn.
    Es ist genug Energie auf viele Jahre da, es ist genug zu essen da … was sollte also 2011 passieren?

    Die Russen verhalten sich anständig, die Chinesen sind froh wenn die USA Wirtschaft nicht den Bach runtergeht sonst verlieren die noch mehr Geld weil die Haupt Dollar Gläubiger sind und die islamische Welt hat gerade genug damit zu tun sich selbst neu zu positionieren. Die werden derzeit weder Israel noch den Westen angreifen.
    Geld wurde schon immer verloren.
    Papiergeld wird immer die Eigenschaft haben seinem tatsächlichen Wert zuzustreben.

    Ich hoffe PI sorgt bald dafür das hier nicht so ein Schwachsinn publiziert wird der nur die Leute erschreckt. Es hat zudem auch nichts mit dem Islam zu tun. Wenn Ulfkotte auf Panikmache abfährt um seine Bücher besser zu verkaufen tut er uns einen Bärendienst.

  5. #6 Kybeline

    Das finde ich jetzt sehr witzig, denn mir ist auch schon seit geraume Zeit diese unsinnige Bezeichnung aufgefallen. Und vor ein paar Wochen hatte ich, als ich sie wieder mal traf, diesmal bei Terry Jones, der ein “selbst ernannter Prediger” bezeichnet wurde, ein paar Beispiele zusammen getragen.

    Keine Schweinerei bleibt unentdeckt. 🙂 Im Erfinden von Wörtern sind die Linksradikalen – wozu die Grünen auch zählen – schon immer groß, aber ebenso lange hapert es bei ihnen an der Umsetzung. Nichts haben sie zu Stande gebracht, nichts und gar nichts, außer einem debilen letzten massimo leader in Kuba und ein paar verfetteten grünen Politikern in Deutschland.

  6. Richtig Googlen kann der Herr Kohlhammer aber nicht, weil er den Begriff in Anführungszeichen hätte setzen müssen, um eine derartige Aussage zu machen.

    Im Grunde hat er aber recht, denn Google wirft dann folgende Ergebnisse aus:

    „selbsternannter Atomkraftkritiker“: 0
    „selbsternannte Atomkraftkritiker“: 1

    „selbsternannte Islamkritiker“: 222
    „selbsternannter Islamkritiker“: 77

  7. Ich kann gut mit dem Titel des:

    Selbsternannten
    Islamophobischen
    Islamisierungskritikers leben 🙂

    kurz SII lautsprachlich see (engl. sehen)

    Denn sehen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten die man haben sollten um das sehen (erkennen) zu können was sich da aufbaut.

  8. #1 cosanostra100 (24. Apr 2011 21:07)
    Nein, definitiv nicht. Die Spannung wird sich entladen.

    Wenn der Deutsche morgends aufsteht, aus dem Haus geht und vor Muslimen weg laufen muss; zum Bäcker rennt und feststellt, dass er für sich und seine Familie nichts zu Fressen kaufen kann und er ferner noch feststellen muss, dass im Supermarkt die letzten Lebensmittel von Muslimen gekauft werden, die von HartzIV leben, wird er spätestens aufwachen und konstatieren, dass er verarscht worden ist.

  9. Erstaunlich:
    „Selbsternannter Prophet“wird knapp 2000 mal gefunden.In Zusammenhang mit Mohammed nur 279 mal.

  10. Ein sehr schöner Artikel, der in aller Ausführlichkeit die Angelegenheit auf den Punkt bringt.

    Kein Islamkritiker ist „selbsternannt“. Seine eigene i. d. Regel ausführlichere Beschäftigung mit dem Thema und das Durchdenken der Zusammenhänge machen ihn jedoch zu einem solchen. Die Floskel „selbsternannt“ wertet dieses ab und impliziert, daß es jemanden bräuchte, der ihn zu solchem Denken und Handeln „autorisiere“. Sie gewährleistet, daß man sich ja nicht selbst mit dem Thema befassen, sondern die „Fachleute“, sprich Imame und einschlägige Personen „befragen“, ergo sich in die Rolle des Unmündigen schicken soll.

    Hierzu gilt das feine Sprichwort: „Wer einen Sumpf trocken legen will, der sollte nicht die Frösche fragen“.

  11. NEUER BEGRIFF: ISLAM-REALIST

    Wenn mir jemand vorhält, einer von diesen pöhsen „Islamkritikern“ zu sein, dann lautet meine Antwort: „Ich? Islamkritiker? Neeeeiiiin, bestimmt nich, woher denn? Ich bin einfach nur —— Islam-REALIST!“

    Und gegen REALISTEN kann doch keiner was haben, oder?

  12. Selbsternannte Kernkraftkritiker. Das muss ich mir merken. Aber auch selbsternannte Islamkritikkritiker ist nicht schlecht.

  13. Da wir uns aber nicht selbst als solche betitelt haben, sind wir demnach
    „ernannte selbsternannte Islamkritiker“

    Kompliziert *grübel*

  14. Das Attribut „selbsternannter Kritiker“ ist der gouvernantenhafte Versuch, eine Debatte nicht-argumentativ abzuwürgen, obschon selbstverständlich keiner teilnehmen müsste. Man kann es sinngemäss ziemlich gut übersetzen mit Halt die Klappe!
    Dahinter steht entweder ein elitäres und vordemokratisches Denken. Oder ein Argumentationsnotstand. Immerhin wird eingeräumt, dass die Kritik wirksam und relevant ist. Ansonsten könnte man ja sowohl Kritik als auch Kritiker kurzerhand ignorieren.

  15. Im Gegenteil, ih bin selbsternannter Islamkritiker. Da ich Islamkritiker werden wollte, dieses Studienfach aber nicht angeboten wird weder an einer Uni noch an einer FH, habe ich Islamkritik im Selbststudium erworben….

    Ich habe mich selbst sogar zum Dr. Dr. und Professor der Islamkritik ernannt, und möchte mich zusätzlich als Wissenschaftler der Islamkritik sehen.

    Denn wenn ich sehen, dass Gutmenschen auf Seiten des Islams auftreten, die einen Dr. Titel haben sich sich Wissenschaftlerin nennen, die weder die Steigerung von 3% auf 18% korrekt ausrechnen können und nicht rechnen können wieviel 10 : 5 ist…. und die nicht in der Lage sind eine Statistik zu lesen!!

  16. Zeitgenossen, die meinen sich zu allem und jedem unqualifiziert äußern zu müssen, sind aber ehrlich gesagt auch sehr unangenehm. Wer Fakten nicht kennt, kann weder als Kritiker noch als Befürworter ernstgenommen werden. Das gilt generell. Ich finde die Uninformiertheit über die EU viel gefährlicher, weil die europäische Einheit für Deutschland sehr viel bedeutender – lebensnotwendiger – ist, als Kenntnisse über den Islam. Er ist eine Herausforderung unter vielen, aber ich wage zu behaupten, dass er nicht unsere größte Herausforderung sein wird.

  17. Da kommen selbsternannte Kritiker der Islamkritiker daher um ihnen Selbsternennung vorzuwerfen. Pradox.

    Doch, es ist schon klar dass den systemverliebten Apparatschiks nichts weniger gelegen kommt als ein denkfaehiges muendiges Volk.

    „Sie verbeugen sich vor dem Buchstaben des Gesetzes aber verletzen das Herz des Gesetzes“ Jesus Christus wusst gaaaaanz genau von welchen hintervotzigen Heuchlern er sprach.

  18. Die „wahren Experten“ werden von den Medien selbst ernannt.
    ARD/ZDF/BILD: „Unser Experte für …“

  19. Zu Kommenatr 1: Nur, dass die Jugend nicht „weltweit ohne Perspektive ist“, sondern: absolut durchgeknallt und fehlgeleitet. Die Gegen(un)kultur, Drogen und politisches Phrasentum haben sämtliche Inhalte entkernt!

  20. #9 Nelson

    Du kamst mir zuvor, ich wollte das Gleiche zum Thema „richtig googeln“ schreiben. Übrigens: die Eingabe von „Selbsternannte Stuttgart-21-Kritiker“ liefert genau einem Treffer – und der führt zu diesem Artikel.

    Aber davon abgesehen: Ein guter und längst überfälliger Artikel. Oder gab es in irgendeinem Feuilleton jemals einen Artikel zum Thema „selbsternannt“?

  21. > Dies ausgerechnet von denen, die seit Jahren “Experten” aus dem Boden stampfen, deren Befähigung ihrem Geschwätz nach oft in nichts anderem bestand als dem Lesen eines Buches zum Thema und einem Urlaub im entsprechenden Land.

    Das sind die sich gegenseitig ernennenden Experten. Auch da gibt es wirkliche qualitifizierte Expertenkreise und eben Xpertenkreise.

  22. > Ich kann gut mit dem Titel des:

    > Selbsternannten
    > Islamophobischen
    > Islamisierungskritikers leben 🙂

    Das wäre noch ein guter Spruch für ein T-Shirt …

  23. es ist typisch für die grünlinks geprägte öffentliche Wahrnehmung andere Meinungen zu delegitimisieren und Andersdenkende wie einstmals in der Sowjetunion und der DDR zu pathologisieren und für dumm hinzustellen. Demokratisch ist es nicht!

  24. „Allahu Akbar“ rief der selbsternannte Sprengexperte bevor er sich in die Luft sprengte.

  25. > es ist typisch für die grünlinks geprägte öffentliche Wahrnehmung andere Meinungen zu delegitimisieren und Andersdenkende wie einstmals in der Sowjetunion und der DDR zu pathologisieren und für dumm hinzustellen.

    Das Problem sitzt viel tiefer, das hast du nur noch nicht verstanden. Wenn du nicht links bist dann *bist du dumm*. Dir fehlt einfach die Grundvorraussetzung für Intelligenz.

    Die Erklärung ist einfach: Das Problem der weitaus meisten Menschen ist in der Frage festzumachen, wer denn nun Fachmann ist und wer nicht. Das können nur sehr wenige Menschen wirklich beurteilen. Deswegen sind Scharlartane auch entsprechend erfolgreich.

    Also braucht man Schubladen. Wer dort reinpasst, der zählt erst mal als intelligent. Früher war es mal der Adel, dann war es der Herr Kommerzialrat, dann der Doktor und bei den Gutmenschen ist es derjenige, der in der Zeitung xy was schreiben darf.

    Wer also eine Meinnug hat, die die FAZ nicht abdruckt, der ist dumm. Denn wärest du intelligent – wäre also deine Meinung qualifiziert – dann würdest du dort ein Forum bekommen.

  26. „Denn der regressive Sinnhunger und das infantile Bedürfnis nach Lenkung und Leitung durch übergeordnete Instanzen werden stets neue Theorien und Utopien erfinden. Die moderne Gesellschaft ist aber etwas für Erwachsene, die ihr Leben in die eigenen Hände genommen haben und auf eigenen Füßen stehen können, die selber bestimmen, was und wohin sie wollen, ohne dass eine Instanz ihnen „den Weg bezeichnen“ oder sie „vor Irrwegen warnen“ muss.“

    Na, wenn das nicht sogleich für Christen gilt…
    Gibt sich PI am Odermontag plötzlich gottlos – oder wie?

  27. Als „Selbsternannte“ bezeichnen Gewissenlose die Menschen, die noch ein Gewissen haben!

    Wir lieben DIE FREIHEIT!

    Schalom

  28. #28 Wolfgang (25. Apr 2011 10:21)

    > Ich kann gut mit dem Titel des:

    > Selbsternannten
    > Islamophobischen
    > Islamisierungskritikers leben 🙂

    Das wäre noch ein guter Spruch für ein T-Shirt …

    Sie dürfen es gerne gratis verwenden, nur dann bitte „idea by ComebAck“ drunterschreiben …. 🙂

  29. Der selbsternannte TrittExperte Trittin ist seit Jahren als selbsternannter DosenExperte bekannt. Er gilt auch als selbsternannter BonusMeilenRaffer.

  30. Stets der gleiche Schmarren.

    Bei Ideologen, gleich welcher Ideologiegattung (besser vielleicht ‚Ideologieaustattung‘), sind Menschen, die irgendwas anders sehen, als es die jeweilige Ideologie zuliesse, neuerdings und umgehend „fremdernannte“ Populisten, wenn und falls sich die freiheitlich geaeusserte Meinung u./o. Auffassung als abweichend u./o. kontraer zur Ideologie des jeweiligen Ideologiegattunganhaengers darstellt.

    „Selbsternannte Ideolgiepopulisten“, ist man fast geneigt zu erwidern. Das aber ist zu billig, und all zu haeufig auch falsch.
    Denn, Ideologen plappern nur nach. Insb. das, was ihnen brauchbar erscheint, oder soweit, als sie irgendwas zu einer angelesenen, drittvernommenen Ideologie verstanden haben zu glauben.

    Im Falle der linken Ideologen, die sich nachgerade als Gralshueter „links“ gewaehnter Ideologien nach vorne schreien und durchwueten, ist diesen aber im Zweifel auch egal, ob sich ihre Vehemenz auch tatsaechlich an (vorgeblichen) Ideologiedogmen festmachen liesse. Hauptsache, der Linksideologe waehnt sich in einer Meinungsmehrheit. Dann passt’s schon, mit „links“.

    So kennen die Linken leider nicht einmal die Ideologiepflichtdenke ihres juedischen Ideologieuebervaters Karl Marx, und dessen Aussagen bzgl. „Islam“.
    Dazu nicht von „selbsternannten Linksideologiefantasten“ zu sprechen, faellt i.d. Tat schwer.
    Denn sie biegen sich ihre linke Fantasiewelt stets und immer so zurecht, wie es gerade mainstream ist, oder zumind. lageaktuell guenstig scheint.

    Gut, dann sind es auch nicht einmal mehr Linksideologen, sondern nur noch oportunistische Linksschwafler. Und die erkennt man daran, dass sie als einziges „Ueberzeugungsmittel“ ihrer (tagesform) „Ideologieverteidigung“ Gewalt und Injurien kennen.

    Und, bei diesen Typen von „Chaoten“ zu sprechen, taete der Mathematik und Physik schweres Unrecht.
    Denn aus einem Chaos gebiert die Mathematik u. Physik wunderbare Ordnungen.

  31. Ausgezeichneter Artikel!

    Habe den Eindruck, dass beim Thema „freie Meinungsäußerung“ in D teilweise noch Nachholbedarf besteht, da hängen uns noch „Schatten aus der Vergangenheit“ an.
    Finde, das merkt man auch bei der Obrigkeitshörigkeit (ggü. Polizei etc.), die es so in anderen Ländern so nicht (mehr) gibt.

  32. Weil es dazu passt:

    „Dialueg“

    Aus: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/38859.html

    „… Wien (KAP) Einen pessimistischen Blick hat der Präsident der ökumenischen „Pro Oriente“, Hans Marte, auf die Chancen eines Religionsdialoges zwischen Christen und Muslimen geworfen. „Alle unsere Partnerkirchen im Nahen Osten halten einen Religionsdialog mit dem Islam für sinnlos. Es geht ihnen einzig und allein um gleiche Bürgerrechte und vor allem um Religionsfreiheit“, berichtete Marte in einem Interview für die Osterausgabe der „Wiener Zeitung“ über schlechte Erfahrungen der Minderheitskirchen in muslimisch dominierten Ländern.
    Die koptischen Christen in Ägypten würden mitteilen, „man könne mit den Muslimen ebenso wenig reden wie mit den Kommunisten. Es fehle eine eigentliche Theologie, sie zitierten nur, was im Koran stehe“. Dessen wissenschaftliche Erforschung sei verboten, weil er als unmittelbares Wort Gottes geglaubt werde, so Marte. …

    Tja, so isset nun mal, Herr Bundesinnenminister.

  33. #39 Theo (25. Apr 2011 13:47) 😉

    Richtiger noch: Ein f.d. Establishment annehmbarer Islamkritiker, sollte selbt Imam sein. Gerne auch Ex-Taliban, und heute gemaessigster „Islamist“.

  34. Ein die Freiheit liebender Demokrat, und Anhaenger der FDGO, wird nicht zum „Islam“-Kritiker ernannt, er wird hierzu qua Verfassung verpflichtet.

  35. #32 Rechtspopulist (25. Apr 2011 11:04)

    „Denn der regressive Sinnhunger und das infantile Bedürfnis nach Lenkung und Leitung durch übergeordnete Instanzen werden stets neue Theorien und Utopien erfinden. Die moderne Gesellschaft ist aber etwas für Erwachsene, die ihr Leben in die eigenen Hände genommen haben und auf eigenen Füßen stehen können (…)“

    Na, wenn das nicht sogleich für Christen gilt…
    Gibt sich PI am Ostermontag plötzlich gottlos – oder wie?

    Das kommt ganz auf den Gott an. Ich konnte als Christ obige Sätze jedenfalls auch vor Ostern schon voll unterschreiben.

  36. @ #30 Jeremias (25. Apr 2011 10:46)

    “Allahu Akbar” rief der selbsternannte Sprengexperte bevor er sich in die Luft sprengte.

    Einer der steilsten Kommentare, die ich bislang gelesen habe !

    Thanks for this.

  37. @ #39 Theo

    Wer legitimer Islamkritiker sein will braucht ein Zertifikat vom lokalen Imam.

    Meinst du die Spuren der Steine am Kopf?

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