EKD-Chef: Islam nicht Friedenswillen absprechen

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider (Foto), hat am gestrigen Mittwoch in einer Rede darauf hingewiesen, dass man dem Islam nicht den Friedenswillen absprechen darf. Christen, die in der „Religion des Friedens“ eine kriegerische Ideologie sehen, seien auf dem völlig falschen Weg. Es sei ein „Irrtum“ anzunehmen, dass der Islam oder andere Weltreligionen weniger am Frieden interessiert seien als das Christentum, sagte Schneider am 6. April in einem Vortrag in der deutschen evangelischen Kirchengemeinde in Genf.

Die Pressestelle der EKD schreibt:

Jedoch stünde es schlecht um den Frieden auf der Welt, wenn nur die Christen für ihn einträten. Doch auch in den anderen großen Weltreligionen gäbe es eine „tiefe Sehnsucht nach dem Frieden“. Dies sei ihm wichtig zu betonen, so Schneider, denn „angesichts des gewaltbereiten islamistischen Terrorismus, der sich in den Terroranschlägen des 11. September 2001 öffentlich zeigte“ gäbe es bei vielen Christen den Eindruck, der Islam oder andere Weltreligionen seien deutlich weniger am Frieden interessiert als das Christentum. Das aber, so der Ratsvorsitzende, sei „ein Irrtum“. Für keine der großen Weltreligionen bestehe ein „notwendiger oder gar unvermeidlicher Zusammenhang“ zwischen Religion und Gewalt. Doch trage häufig die Verbindung kultureller und religiöser Faktoren mit anderen, machtpolitischen, sozialen oder ökonomischen Anliegen zum Ausbruch von Gewalt oder zur Eskalation von Konflikten bei. Solche Konflikte, so der Ratsvorsitzende, könnten sich zwar „religiös artikulieren“ oder können „religiös legitimiert werden“, hätten aber in aller Regel „weder religiöse noch kulturelle Ursachen“.

Mit dieser Aussage schlägt der EKD-Vorsitzende Millionen von (wahrhaftigen) Christen ins Gesicht, die im Namen des Islam verfolgt und umgebracht werden!

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(Michael Böthel, PI-Lübeck)