Frankfurt: Grüne Jugend verhöhnt Christentum

Frankfurt: Grüne Jugend verhöhnt ChristentumDeutschland ist auf dem Weg, eine verwahrloste Gesellschaft zu werden, der nichts mehr heilig ist und die sich gänzlich dem Tanz um das Goldene Kalb verschrieben hat. Zumindest drängt sich einem dieses Bild auf, wenn man vernimmt, dass die „Grüne Jugend Hessens“ am Karfreitag meinte, vor dem Frankfurter Rathaus einen „Flashmob“ gegen das Feiertags-Tanzverbot organisieren zu müssen. Schließlich ist es ja unerhört, wenn die deutsche Dauerparty alle Jahre wieder – und noch dazu an einem Freitag Abend – von stillem Andenken an den Kreuzigungstod Christi gestört wird.

(Von Thorsten M.)

Die Analogie zu der alttestamentarischen Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ist frappierend. Auch die Juden waren einem sehr finsteren Abschnitt ihrer Geschichte entkommen, als sie dem Kult um das Goldene Kalb verfielen.

Ob der Frankfurter Ordnungsdezernent, Volker Stein (FDP), der eine strenge Durchsetzung des Feiertagstanzverbots über Ostern ankündigte, deswegen gleich zum „Moses“ taugt, steht freilich auf einem anderen Blatt. In jedem Fall inspirierte er einige der „Demonstranten“ zum Tragen seines Portraits als Gesichtsmaske.

Ansonsten versammelten sich wohl etwa 1000 Aktivisten mit MP3-Playern auf den Ohren und still vor sich hintanzend auf dem Römerberg. Sicher waren sie alle stolz auf sich, sei es, weil sie endlich sagen konnten, auch einmal an einem „Flashmob“ teilgenommen zu haben oder weil sie sich so cool, gewaltfrei und zivilcouragiert einem „bösen Verbotsstaat“ wiedersetzt haben.

Der Gedanke, dass ein bisschen Demut vor irgendetwas einfach jedem Menschen gut tut, kam dabei wohl keinem in den Sinn. Und sollte Demut vor dem Kreuzigungstod Christi – gedacht als Opfer für uns Menschen – nicht auch jedem Agnostiker, Atheisten oder einfach Gedankenlosen möglich sein?! Spielt es für die Ehrung von Jesus, liebe Atheisten, wirklich eine Rolle, ob dieser Gottes Sohn ist? Ist ersatzweise Zurückhaltung aus Respekt vor unseren Vorfahren, denen wir unseren Wohlstand maßgeblich verdanken und denen dieser Tag nuneinmal heilig war, denn nicht möglich? (Oder waren es doch die Türken, die Deutschland aufgebaut haben?)

Wenigstens bezieht an dieser Stelle auch einmal die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau klar Stellung und äußert: „Selbstverwirklichung verträgt sich nicht mit den Gedanken zu Karfreitag“. Dass Kirchensprecher Roger Töpelmann dazu meint, noch sagen zu müssen, beim Karfreitag handele es sich um einen Feiertag, der auf die Leiden in der Welt, wie in Fukushima und Libyen, aufmerksam mache, zeigt gleichwohl die tiefe Verunsicherung des deutschen Klerus, inwieweit das Christentum „noch zu Deutschland gehört“.

Der christliche Jahreskreis und seine Feiertage sind unabhängig von der eigenen Religiosität schützenswerte Bestandteile unserer europäischen Identität. Auch Agnostiker und Atheisten sollten sich daher gegen solche Verhöhnungen unseres kulturellen Erbes durch dumm-grünen Nachwuchs, der am Rande seiner Parteitage auch mal auf Deutschlandfahnen uriniert, zur Wehr setzen. Menschen, denen nichts heilig ist, haben in jedem Fall noch kein Land vor Unglück bewahrt und umso mehr Völker ins Verderben gestürzt. Die Grünen werden für diese Erkenntnis ganz sicher nicht den Gegenbeweis antreten.