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Hartz IV: Massiver Missbrauch des Asozialstaats

Die BILD wird einmal mehr ihrer Rolle als „Ersatz für die fehlende rechtspopulistische Partei“ (DER SPIEGEL) gerecht. Mit einem geharnischten Kommentar erzürnt sich Rolf Kleine, seines Zeichens Leiter des Berliner Parlamentsbüros der Boulevard-Zeitung, über faule und unzuverlässige Hartz-IV-Bezieher.

(Von Thorsten M.)

Kleine schreibt:

Solche Meldungen bringen unseren Sozialstaat in Verruf! 828 708-mal mussten die Arbeitsagenturen im vergangenen Jahr die Stütze kürzen. Weil Hartz-IV-Bezieher Termine nicht wahrgenommen oder angebotene Jobs nicht angenommen haben. Als wollten sie alle Vorurteile bestätigen: faul, unzuverlässig – und eigentlich nur darauf aus, ohne Arbeit an Geld zu kommen.

Um es klar zu sagen: Die Mehrheit der Hartz-Empfänger ist nicht zu beneiden – alleinerziehende Mütter, Arbeitslose, die trotz zig Bewerbungen keinen Job finden, weil sie vielleicht schon über 50 sind.

Um so dreister sind diejenigen, die die Arbeitsagentur mit einem Geldautomaten verwechseln – Kohle her. Und tschüss.

Wer Geld vom Staat bezieht, hat verdammt noch mal die Pflicht, sich aktiv an der Suche nach einem neuen Job zu beteiligen. Alles andere ist Betrug – an den Millionen hart arbeitenden Bürgern, die mit ihren Steuern und Beiträgen das Geld für die Stütze aufbringen.

Und dafür jeden Morgen pünktlich zur Arbeit gehen.

Dem ist in der Analyse nichts hinzu zu fügen.

So lange es in Deutschland drei Millionen Arbeitslose gibt und wir jährlich hunderttausende Helfer aus Osteuropa brauchen, um unseren Spargel und unser Obst zu ernten, leben wir nicht in einem Sozialstaat, sondern in einem Asozialstaat! Bekanntlich gibt es bereits heute Millionen Menschen im Land, denen es finanziell mit ehrlicher Hände Arbeit nicht besser geht, als wenn sie sich beim Sozialamt melden würden.

Vielleicht müsste man einfach einmal damit beginnen, alleinstehende Hartz IV-Empfänger, die nicht eine gewisse „Mindesterwerbsbiographie“ vorweisen können (z.B. Arno Dübel), nur noch in Mehrbettzimmern in Wohnheimen auf Staatskosten zu beherbergen. Eine Lebensform, die in den letzten Jahrzehnten übrigens sehr viele junge Menschen sechs, 12 oder gar 15 Monate durch ihre Wehrpflicht – mindestens genauso unverschuldet – auf sich nehmen mussten. Es wäre höchst interessant, wie stark die Arbeitslosigkeit in Schland allein durch diese Maßnahme innerhalb von Wochen zurückginge.

Leider ist mit solch einer Politikänderung in einer Zeit, in der dümmliche grüne „Recht-auf-Faulheit“-Prediger die „Volksparteien“ vor sich her treiben, gleichwohl nicht zu rechnen.