Ostern nicht zum „Hasenfest“ verkommen lassen

Thalia HasenfestOstern, das Auferstehungsfest Christi, ist der wichtigste Feiertag im christlichen Jahreskreis. Doch in den letzten Jahren ist es im Zug der Eier- und Hasenvermarktung und Schwärmereien zum Neuheidentum immer populärer geworden, Ostern auf die süßen Langohren zu reduzieren, zumal Hasen modern politisch-korrekt auch nicht zu christlich anmuten. „Hasenfest“, das klingt schon beinahe wie Opferfest oder Zuckerfest.

Eine Vorkämpferrolle unter jenen, die nicht einmal mehr den Namen beibehalten, sondern Ostern nur noch als „Hasenfest“ bezeichnen wollten, übernahm die Buchhandelskette Thalia (Foto), die bereits beim Boykott der Sarrazin-Bücher politisch-korrekt von sich reden machte (PI berichtete).

Sie hatte aber die Rechnung ohne den Bonner Stadtdechanten Wilfried Schumacher gemacht. Er ist nämlich einer, der sich entgegen dem oft gezeigten Kirchendhimmitum für Ostern als christliches Fest stark macht und der Christen dazu ermutigt, dass sie „Flagge zeigen sollen. Wir sollten aufpassen, dass aus dem Osterfest nicht das Hasenfest wird“.

Der Bonner General-Anzeiger berichtet:

Auf seine Stellungnahme, die er auch im Pfarrbrief abgedruckt und als Diskussionsforum bei Facebook verlinkt hat, habe er bereits einigen Zuspruch erfahren.

Unmut gibt es auch bei Bonner Protestanten: „Uns haben Menschen angesprochen, die betroffen und entsetzt vor den Werbebannern standen und sich in ihrem Glauben verletzt fühlten“, sagte Superintendent Eckart Wüster. „Ich kann diese Empfindungen gut verstehen.“

Osterhase und Osterei seien an sich schöne Symbole: Das Ei als Zeichen für neues Leben, der Hase als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. „Das Problem entsteht dann, wenn das Symbol den Inhalt verdrängt.“ Es sei zudem fragwürdig, wie sehr kommerzielle Interessen die Alltagskultur dominieren, so Wüster weiter.

„Umso mehr ist es unsere Aufgabe, den Menschen immer wieder neu zu vermitteln, welchen Grund Ostern hat, nämlich das Fest der Auferstehung von Jesus Christus, dass also Gott den Tod besiegt hat. Es ist das wichtigste christliche Fest. Wer Ostern auf den Hasen reduziert, verliert diese Hoffnung auf ein Leben, das auch im Tod Bestand hat“, so Wüster.

„Thalia entschuldigt sich bei denjenigen, die sich mit unserer aktuellen Werbung in ihrem christlichen Glauben verletzt fühlen“, sagte am Montag die Sprecherin der Zentrale, Mirjam Berle, vom GA auf die Kirchenkritik angesprochen.

Mittlerweile hat Thalia zurückgerudert und ihre Werbung auf „Osterfest“ geändert. Wilfried Schumacher sei Dank!

„Christus lebt, die Hasen sterben aus.“ (Kurt Marti, Schweizer Theologe und Schriftsteller)

(Mit Dank an alle Spürnasen)