PI-Interview mit Heidi, der „mutigen Deutschen“

Heidi, die 'mutige Deutsche'Ein mit dem Handy gefilmtes Video vom Rande der Salafistenkundgebung in Frankfurt hat sich in den letzten Tagen zum Renner auf Youtube entwickelt. Das Video zeigt eine aufgebrachte Frau, die Passanten wütend dazu aufruft, endlich etwas gegen Leute wie Pierre Vogel zu unternehmen. Selbst eine Version mit englischem Untertitel zirkuliert mittlerweile im weltweiten Netz und wurde schon mehr als 100.000 mal aufgerufen. Sie wird inzwischen als die „mutige Deutsche“ bezeichnet, die trotzig Pierre Vogel und seinen Anhängern die Stirn bietet. PI hat die tapfere „Streiterin für das Abendland“ inzwischen ausfindig gemacht. Auf nähere Angaben zu ihrer Person wollen wir hier – man bedenke! – zu ihrem Schutz verzichten. Heidi stand uns für einige Fragen Rede und Antwort.

PI: Heidi, Sie sind ungewollt über Nacht zu einem kleinen „Internetstar“ geworden und sogar Glenn Beck hat in seiner Radioshow über Sie berichtet. Was ist das für ein Gefühl? Ist Ihnen der Trubel unangenehm?

Heidi: Am Anfang war es schon komisch, ich habe mich gefragt, ob ich richtig gehandelt habe. Aber inzwischen muss ich immer wieder darüber lachen. Einige der Kommentare auf Youtube empfinde ich als „unterhalb der Gürtellinie“. Etwas mehr Respekt kann man doch verlangen. Respekt ist auch eine Tugend, die einige wieder erlernen dürfen.

Sind Sie seither von Menschen auf Ihren Auftritt angesprochen worden?

Nein.

Erzählen Sie uns bitte kurz, wie Sie die Salafisten-Veranstaltung in Frankfurt erlebt haben und was Sie zu Ihren Worten bewogen hat?

Vielleicht sollte ich kurz erklären, warum ich dort aufgetaucht bin: Als das letzte Mal Pierre Vogel in Frankfurt am Main mit seinen Anhängern auf dem Römerberg erschien, war ich ziemlich geschockt. Die evangelische Kirche war geöffnet und die radikalen Moslems benutzten sie als Stützpunkt. Das konnte meiner Meinung nach nur mit Genehmigung der dortigen Kirchenleitung geschehen. Die Atmosphäre auf dem Römerberg war erdrückend. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen standen getrennt. Als ich männliche Jugendliche mit Handschlag begrüßen wollte, so wie es in Deutschland üblich ist, verweigerten sie mir diesen. Sie empfinden eine Frau als schmutzig und geben deshalb nicht die Hand.

Dieses Mal wollte ich eigentlich nicht wieder dabei sein. Eine Freundin aus dem Libanon drängte mich schon Tage vorher und sagte immer wieder mit Nachdruck: Heidi, wir müssen etwas unternehmen, wir müssen etwas dagegen tun. Als ich auf den Platz kam, war die Stimmung schon sehr angespannt, überall Polizisten mit schusssicheren Westen. Der eigentliche Veranstaltungsort war mit Barrikaden abgesperrt.

Das erste Mal war ich auch stolz auf die Linken, die die Veranstaltung wirkungsvoll mit Parolen und Fahnen für Israel gestört haben. Wobei ich deren sonstige Ansichten nicht vertrete. Meine persönliche Motivation bestand einfach darin, zu sehen und zu fühlen, was in meiner Stadt abgeht. Außerdem habe ich gebetet. Ich will, dass Frankfurt in Frieden lebt.

Wie kam es dann zu der bekannten Szene?

Die Auseinandersetzung auf dem Video entstand dadurch, dass ich muslimischen Mädchen, die vorher lauthals verkündigten: „Das ist unsere Religion…“ erklären wollte, wie verschieden Jesus und Mohammed mit einer Sünderin, also einer Frau, umgegangen sind:

1. Jesus
Die Religiösen bringen eine beim Ehebruch ertappte Frau und wollen sie steinigen. Jesus antwortet diesen religiösen Menschen: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Die Sünderin hingegen entlässt er mit den Worten: „Sündige hinfort nicht mehr.“ (Die Bibel, Neues Testament)

2. Mohammed
Eine ähnliche Szene: Eine Frau, wieder ohne schuldigen Mann, wird beim Ehebruch ertappt. Sie ist inzwischen schwanger und wird Mohammed vorgeführt. Er entlässt sie, bis sie das Kind geboren hat. Sie kommt wieder und er entlässt sie noch einmal bis das Kind entwöhnt ist. Jetzt wird ihr das Kind weggenommen und sie wird gesteinigt.

Das Verhalten von Jesus und Mohammed in diesen sich ähnelnden Geschichten zeigen sehr deutlich den grundlegenden Unterschied der beiden Glaubensrichtungen. Das habe ich versucht diesen Mädchen zu erzählen.

Ein Moslem, rechts neben mir im Bild, konnte dieses Gespräch nicht ertragen und mischte sich aggressiv ein. Er war der Anlass, dass das Feuer in mir durchbrach, anders kann ich es nicht erklären. Danach war mir alles egal. Ich wollte nur die Wahrheit herausrufen.

Sind Sie also Christin?

Es kommt darauf an, wie Sie das verstehen. Eigentlich ja, aber wenn ich bedenke, wer sich alles Christ nennt und es dann doch nicht ist, dann möchte ich nicht so bezeichnet werden. Viele Moslems meinen sogar Hitler, den sie wegen der erfolgreichen Judenvernichtung so verehren, wäre Christ gewesen. Dann bin ich auf jeden Fall keiner.

Wenn ich den Begriff allerdings anders verwende, wenn Sie sagen, dass ein Christ ein Nachfolger von Jesus Christus ist, dass er Jesus und sein Wort, die Bibel liebt und sie als Maßstab für sein Handeln nimmt, dann bin ich Christin und das von ganzem Herzen. Es gibt für mich kein größeres und liebevolleres Vorbild für mein Leben als Jesus.

Viele, die sich das Video angeschaut haben, waren angetan von Ihrer Zivilcourage. War Ihnen die Gefährlichkeit Ihres Auftritts in der Situation bewusst und sind Sie danach in irgendeiner Form bedroht worden?

Der Gefährlichkeit des, wie Sie es nennen „Auftritts“, war mir voll bewusst, trotzdem wusste ich, dass mir nichts passieren konnte. Die Polizei hätte nichts verhindern können, ich stand zu dicht in der Masse. Die Bildzeitung hatte vor einigen Monaten einen Slogan: „Die Wahrheit braucht immer einen Mutigen, der sie ausspricht.“ Das habe ich getan.

Ein Polizist hat sich in der Situation direkt schützend vor Sie gestellt. Gab es danach noch ein kurzes Gespräch mit dem Beamten?

Ja, er war sehr nett. Ich habe auch die anderen Polizisten gelobt. Viele haben mir geantwortet, dass sie jetzt auch lieber zuhause auf dem Sofa sitzen würden. Ich bin stolz auf unsere Polizei, die die Karre der Verantwortlichen immer wieder aus dem Dreck ziehen muss. Sie tun mir oft leid, da sie sich in Gefahr begeben, oft sinnlos. Vielleicht sollten sie auch mal streiken.

Gab es für Sie ein „Aha-Erlebnis“, weshalb Sie sich so engagiert gegen die Islamisierung positionieren?

Das ist ganz einfach zu beantworten. Dadurch dass ich viel mit jungen Menschen zu tun habe, die meisten davon sind Moslems. Welches der schrecklichen Beispiele, die mich immer noch bewegen, soll ich erzählen?

Das von dem jungen Deutschen in Offenbach, der blond und blauäugig war und deshalb als Nazi beschimpft wurde, oder von dem verschleierten marokkanischen Mädchen, das mich um Hilfe anflehte, weil sie Angst hatte, dass die Brüder ihrer Freundin, die mit einem deutschen Freund geflüchtet war, ihr wegen Mitwisserei etwas antun wollten, oder von der 18-jährigen Sofia (mit deutschem Pass!), die einen Tag nach ihrem 18. Geburtstag verschwand, in der Schule nicht mehr auftauchte, vorher monatelang von ihrem Bruder beschattet wurde, weil sie einen Freund hatte, der Hindu war. Ich habe alles Mögliche versucht, ihr zu helfen. Ohne Erfolg! Oder von der 19-jährigen jungen Frau aus Pakistan, die mich weinend auf dem Handy anrief und mir erzählte, dass ihr Vater sie massiv geschlagen und in der Wohnung eingesperrt hatte, nur weil irgendein Junge eine SMS geschickt hatte. Oder, oder… Jetzt wissen Sie, was mich wirklich bewegt.

Welche Gefahr geht Ihrer Meinung nach von einer Gruppe, wie der von Piere Vogel aus?

Auch das ist einfach zu beantworten, da wir auf deutschem Boden in diesem Bereich fast ein Jahrhundert leidvolle Erfahrungen gemacht haben. Wir hatten die braune und rote Pest. Tut mir nicht leid, ich kann dieses Gedankengut nicht anders bezeichnen, weil Millionen von Menschen darunter gelitten haben und das bis heute.

Unser Gehirn ist das Kampffeld. Wir Menschen sind eigentlich alle gleich. Was uns unterscheidet, ist, was wir denken, denn danach handeln wir auch. Denken ist Probehandeln!

Was Pierre Vogel betreibt, ist ganz einfach raffinierte Gehirnwäsche, so wie es bei Hitler, Goebbels, Stalin, Honecker und wie sie alle hießen der Fall war. Er wendet sich dabei gezielt an die ausländischen Jugendlichen, weil diese sowieso oft ein Problem mit ihrer eigenen Identifikation haben. Sie sind zwischen der Welt, aus der ihre Familien kommen, und der deutschen Realität hin- und hergerissen. Sie haben es nicht leicht. Islam bedeutet für viele von ihnen, sich ein Stück mit der anderen Welt ihrer Vorfahren zu identifizieren. Das ist die offene Tür, die Vogel benutzt. Er multipliziert sein schlechtes Gedankengut in diese jungen Leute. Das ist die eigentliche Gefahr. Alles andere sind dann Folgen daraus, über die ich im Moment noch gar nicht nachdenken möchte. Aus diesem Grunde bin ich auch gegen Islam-Unterricht an unseren Schulen!

Betätigen Sie sich auch an anderer Stelle aktiv gegen die Islamisierung oder war Ihr Auftritt in Frankfurt eher zufällig?

Nein, ich betätige mich nicht aktiv. Ich beziehe aber Position, wo ich kann.

Was würden Sie den PI-Lesern empfehlen. Wie sollten sie sich gegen die Islamisierung zur Wehr setzen?

Hass ist auf jeden Fall die falsche Antwort. Wir können Hass nicht mit Hass beantworten! Ich glaube, wir haben noch eine Chance. Wir müssen zurück zu unseren jüdisch-christlichen Wurzeln, die der Segen für unser Land bis heute sind.

Viele Menschen, vor allem auch Frauen, haben gekämpft für die Rechte, die wir alle, auch die Muslime, heute genießen. Diese Freiheiten müssen wir bewahren. Wenn wir das jetzt nicht schaffen, wird es wahrscheinlich zu spät sein. Es gibt Dinge, die müssen in einer bestimmten Zeit erfolgen; verpassen wir diesen Zeitpunkt, dann können wir gemachte Fehler kaum rückgängig machen.

Wir hatten nicht nur zwei Weltkriege. Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Es ist das Land der Reformation. Hier wurde die Bibel von Marin Luther ins Deutsche übersetzt. Anschließend entstand der Buchdruck. Viele Erfindungen, Fortschritte entstanden durch unser Volk. Wir sollten uns daran unbedingt erinnern. Ich liebe mein Land, ich liebe Deutschland, wo man Deutsch spricht. Weil ich es liebe, bin ich auch bereit, das Land und seine Menschen, soweit es mir möglich ist, zu verteidigen.

Jemand hat gesagt: “Nur wer sein Land liebt, wird den Preis bezahlen, es zu verteidigen.“ Das ist eine Wahrheit, über die es sich lohnt nachzudenken. Jeder muss das tun, was in seiner Möglichkeit steht. Aber ich weiß, dass wir neben einer politischen Antwort auf den Islam auch eine geistliche haben müssen. Die Christen in Deutschland und Europe müssen aufwachen!

Heidi, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute für Ihr weiteres Engagement.

» Jetzt mit englischer Übersetzung!