Südländische Gewalt gegen Zugbegleiter

Auch aus dem Nordwesten Deutschlands gibt es einen gewalttätigen Übergriff im Nahverkehrsbereich zu berichten. Zwischen Bremen und Ritterhude wurde ein 65-jähriger Schaffner angegriffen, bespuckt und anschließend aus dem Zug gezerrt.

Der Zugbegleiter berichtete, er habe während der Fahrt einen der Täter zur Klärung eines Sachverhaltes angesprochen. Daraufhin habe dieser ihm sofort ins Gesicht gespuckt und ihn beleidigt. Einen Schlag zum Kopf habe er abwehren können. Dabei ist offensichtlich niemand von den Reisegästen dem Angestellten der Nordwestbahn zur Hilfe gekommen.

Die Morgenpost schildert den Fall so:

Karfreitag, 6.45 Uhr: Ein Zug der Nordwestbahn ist von Bremen nach Ritterhude unterwegs. Der Zugbegleiter spricht einen jungen Mann aus einer Gruppe an, möchte etwas klären. Der Mann spuckt dem Zugbegleiter sofort ins Gesicht, beschimpft ihn und versucht ihn ins Gesicht zu schlagen. Der Zugbegleiter wehrt sich, kann den Schlag Richtung Oberarm abwehren – erleidet dort „nur“ eine Prellung.

Als der Zug am Bahnhof Ritterhude hält, ziehen zwei Männer den Zugbegleiter auf den Bahnsteig, hindern ihn daran, die Polizei zu rufen. Danach halten ihn vier weitere Männer solange fest, bis der Zug ohne ihn weiterfährt. Die Gruppe flüchtet danach.

Die Polizei hat zwei Zeugen aus dem Zug vernommen, wertet Aufzeichnungen einer Überwachungskamera aus.
Der Mann, der gespuckt hat, ist zwischen 25 und 30 Jahren alt, ca. 1,70 Meter groß, hat dunkle Haare und trug eine Windjacke.

Einer der Männer, die den Zugbegleiter am Bahnsteig festhielten, ist zwischen 25 und 30 Jahren alt, ca. 1,80 Meter groß, vermutlich Südländer. Er trug eine schwarze Lederjacke.

Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung. Zeugenhinweise werden erbeten unter der Telefonnummer 0421/162 995. Die Hemmschwelle sinkt auf ein barbarisches Niveau. Einen 65-jährigen Schaffner zu schlagen, zu bespucken und dann aus dem Zug zu zehren, offenbart, wie die Verwahrlosung immer weiter um sich frisst. Sollte es sich bei den Tätern tatsächlich um zugewanderte „Südländer“ handeln, kann die einzige Antwort nur sofortiges Abschieben heißen!