Manipulierte Fotos am Beispiel Kernenergie

Die Seriosität unserer Presse ist bei bestimmten Themen gleich null. Das fängt schon mit den Bildern an. Das trostlose obige Foto steht aktuell im Handelsblatt, also einer angeblichen Wirtschaftszeitung. Was will uns das getürkte Bild sagen? Dort hinten steht ein AKW, aus dem eine radioaktive Wolke hervorquillt, wodurch in der Nähe alle Palmen (oder Sonnenblumen) umknicken. Oder was sonst? 

Wo knicken in Deutschland Pflanzen wegen einem AKW? Und für diejenigen, die es immer noch nicht wissen, der grosse Betonturm bei den AKWs ist ein Kühlturm, aus dem harmloser Wasserdampf herauskommt. Sonst nichts. Genau diese Kühltürme sind es aber, die grundsätzlich der Volksverdummung dienen. Ein Beispiel sei noch gestattet.

Kühltürme dieser Art sah man heute schon vom SPIEGEL bis zu N-TV! Das Foto zeigt deutlich, daß hier nicht nur Wasserdampf, sondern rötlich glühende Teufelsglut aus dem Turm entweicht. Strahlung pur. Und wenn das Foto bei rotem Laternenlicht noch nicht giftig genug aussieht, kann Photoshop schnell nachhelfen. Giftgrün und grauschwarz sind auch beliebte Farben. Solche Manipulationen betreffen aber nicht nur die ungeliebten AKWs, die findet man bei allen Themen, von den friedlichen Demos der Antifa über den Islam bis zu Obamas abstehenden Ohren, die durch eine freundliche Perspektive unsichtbar werden! Nicht auszudenken, was Bush mit solchen Ohren passiert wäre! Obama und der Segelohr-Index siehe hier!




Selektieren die Ärzte schon wieder?

Es sieht so aus! Natürlich spricht niemand von Selektion, der Fachbegriff heißt „Priorisierung“ und läßt alle möglichen Deutungen offen. Das heißt, es kommen zwei Patienten wegen einem Herzinfarkt in die Klinik, und es ist nur ein Platz frei. Also kriegt der 45-Jährige Priorität und wird operiert, damit er wieder arbeitsfähig wird, und der 75-Jährige kriegt ein Placebo. Klingt übertrieben, aber in die Richtung starten wir. Und weil nicht der einzelne Arzt solche Entscheidungen treffen soll, verlangt die Ärzteschaft jetzt allgemeine Ranglisten von ganz oben in der Politik. 

Zusammen mit der viel propagierten und ach so humanen Sterbehilfe, die auch Kosten dämpfen wird, ergibt sich dann das ganze Bild. Es ist klar, daß zu Hause gespart werden muß, denn zentrale Regierungsziele wie die Senkung der Erdtemperaturen um 2 Grad, die Integration wildfremder Armutsflüchtlinge, die Unterstützung des „arabischen Frühlings“, der EU-Beitritt der Türkei und die Stabilisierung des Euro durch immerwährende Geschenke an Griechenland & Co kosten unter dem Strich Billionen. Da können keine übertriebenen Erwartungen erfüllt werden. Der Sterbende sollte Verständnis aufbringen. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden!




Ein humanistischer Nazi

Zum Neuen Deutschland gehört der neue Deutsche. Und der wird durch niemanden besser bespaßt und gleichzeitig repräsentiert, als durch den Kleinkünstler Hagen Rether, der heute in Frankfurt auftritt. Antiamerikanisch, antiisraelisch, proislamisch, kommunistisch und großes Maul. Aus diesem Anlass hat die Gruppe Morgenthau ein Flugblatt mit einem sprachlich wie inhaltlich meisterhaften Text verfasst, der den traurigen Zustand der besserwisserischen deutschen Spaßgesellschaft treffend beschreibt.

Haolam verüffentlicht das Flugblatt:

Am heutigen Sonnabend lädt sich die Frankfurter Kulturszene, die sich entgegen ihrem eigenen Anspruch vor allem durch lähmende Provinzialität auszeichnet, eine ganz besonders hässliche Figur des politischen Kabaretts in die Alte Oper. Hagen Rethers Programm verspricht „Liebe“ und liefert doch nur den wenig sublimierten Hass auf alles, was der deutschen Gemütslage widerstrebt. Auf seiner Website rühmt sich der Kleinkünstler, dem der Ekel ins Gesicht geschrieben steht, etwas zu besitzen, „das selten ist: eine Haltung. Er weicht nie aus, sondern bezieht Stellung, auch wenn die unbequem ist.“ Und zwar aus „wahrhaftiger, aber selten gewordener Liebe zur Wahrheit“.

Wer sich in Deutschland damit brüstet, laut und unverblümt die Wahrheit zu sagen, war schon immer mehr als nur ein gewöhnlicher Lügner. Das Großmaulgetue, das sich auf Wahrheit beruft, ist nichts anderes als das Ressentiment des Autoritären gegen all das, wovon es sich verfolgt fühlt. In einer Gesellschaft, deren Unbehagen an den eigenen Institutionen stetig wächst, deren Bürger endlich wieder gemeinsam auf die Straße gehen, Grün wählen, Spiegel lesen und den Tod eines Terroristen beklagen, dessen Exekutoren sie am liebsten am Strick sähen, hat ein sadistischer Jammerlappen wie der Rether eine prominente Funktion.

Das in seiner Ohnmacht eingesperrte und um sein Leben geprellte nachbürgerliche Subjekt erlebt, außer der eigenen Unzufriedenheit, nichts Bedeutsames mehr. Deshalb will es wenigstens kräftig fühlen. Emotionale Aufwallungen besorgen für den Moment den Ausgang aus der Langeweile, die einsetzt, sobald die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlassen. Weil sich die richtige Stimmung nicht von selbst einstellen will, gibt es für jedes Gefühl das passende Mittel: gegen Depression die Pille, für die Geilheit den Porno und für die politische Ekstase den Hassverkäufer. Hagen Rether beherrscht die Kunst, gelangweilte Deutsche für einige Momente in aufgeschreckte Deutsche zu verwandeln. Dabei bekommt das Publikum nur Bekanntes – das eigene Leben im Schnelldurchlauf: dumm rumsitzen und an den richtigen Stellen lachen. Die richtigen Stellen, das sind die, die jedem Trottel im Publikum deutlich machen, wer der Feind ist.

Rether geht bei seinen Evokationen meistens nur einen kleinen Schritt weiter als andere traurige Gestalten der Bespaßungsindustrie. Gerade weil er Nächstenliebe predigend Amerika den Krieg erklärt, weil er die Opfer des islamistischen Terrors verhöhnt und die verstorbene Frau seines Konkurrenten Herbert Grönemeyer noch ein zweites Mal kulturindustriell verwertet, indem er aus dessen öffentlicher Totenklage eine Lachnummer macht, verkauft er ein paar Karten mehr als diejenigen, die es weniger drauf haben, die konformierende Asozialität aus der Latenz zu locken. Es ist das Prinzip des deutschen Humors, dass die Pointe nur dann sitzt, wenn sie als Verächtlichmachung des Beargwöhnten zelebriert wird, sodass sich im Hohngelächter der Bescheidwisser erlösende Identität herstellt. Rethers Bürgschaft für die deutsche Sache besteht in dieser kathartischen Sabotage von Reflexion. Und er glaubt den Mist, den er verzapft; er ist der Jürgen Klopp der deutschen Ideologie. Für diese Authentizität liebt man ihn. Was ihm an Witz und politischer Überzeugungskraft fehlt, gleicht er durch mangelnde ästhetische Form aus.

Dass ihm vom Feuilleton dennoch immer wieder virtuose Sprachkunst mit brillantem Wortwitz angedichtet wird, spricht lediglich für die Verkommenheit der Schreiberzunft. Denn Rether spricht ein Deutsch, „vor dem es jede Sau im deutschen Lande, jedoch nicht dessen Bürger graust: die Sprache derer, die zwar deutsch fühlen, aber nicht können“ (Karl Kraus). Seine Vorträge sind kaum komponiert; er redet oft einfach, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Sätze oder ganze Abschnitte beendet er mit Floskeln wie „Ja aber hallo“, „ist doch so“ oder „geht’s noch?“, die im alltäglichen Sprachgebrauch signalisieren, dass der Sprecher an seine intellektuelle und sprachliche Grenze stößt. Wer weiß, vielleicht beschleichen den Pianoplauderer in solchen Momenten Selbstzweifel? Hat er etwa nicht Recht? Wie weit kann er gehen? Geht’s noch weiter, oder ist er bereits über das Ziel hinausgeschossen?

Gerade in dieser symbolischen Offenbarung der Nicht-Identität, des Sprachzerfalls, scheint Rether das getreue Abbild des Wutbürgers, in dem es rumort, der aber nicht weiß, was da warum in ihm rumort und gegen wen oder was seine Wut sich zu richten hätte. Die Funktion des deutschen Spaßmachers jedenfalls gleicht der des politischen Scharfmachers: Beide demonstrieren Identität. Sie verkörpern die Instanz, die es dem Publikum qua Identifikation erlaubt, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und die Wut über die gesellschaftlich produzierte Malaise an anderen abzureagieren.

Identität herrscht dementsprechend auch im Verhältnis von Text und Musik, mit der Rether seine Vorträge zu begleiten pflegt, so beispielsweise, wenn er die berühmte Sentenz aus dem Choralsatz der 9. Symphonie Beethovens zitiert und dessen zur harmonischen Europahymne verfratzte Komposition in Stellung bringt gegen die angebliche Kulturlosigkeit Amerikas. Rether beginnt seine Ode an die Freude so: „Geht’s uns gut! […] Sechzig Jahre Menschenrechte, davon acht Jahre Bush, ist doch mal’n Schnitt. […] Die Öl-Lobby im Weißen Haus, was hat die für Elend gebracht? America, home of the grave! Vor den Zynikern an der Wallstreet hätten wir mal Angst haben sollen, die letzten acht Jahre. Da hatte der zynische Zwerg bin Laden aber Bauklötze gestaunt, was die da, die Lehman Brothers, in drei Tagen zerstören. Gegen diese Kapitalverbrecher sind die unterbelichteten Bombenbastler von Al-Qaida ein Furz in den Wind. Das ist Globalisierung.“ – Das ist europäische Globalisierungskritik. Und die Musik gibt in Gestalt der Europahymne – die dem Inhalt der Hasstirade konvergierend das geeinte Deutscheuropa dem „großen Satan“ USA entgegensetzt – den Takt der Versöhnung vor.

Die infantile Regression, die in solchen weltgeschichtlichen Betrachtungen zum Ausdruck kommt, ist jedoch nicht alleine der individuellen Pathologie eines Spinners geschuldet. Nicht nur in Rethers Welt wimmelt es von Zwergen, Bauklötzen, Fürzen und bösen Menschen. Weil er eine spinnerte Welt stellvertretend rationalisiert, kommt er bei denen gut an, die immer wieder an deren Zumutungen scheitern. Was dabei herauskommt, wenn am Undurchschauten und Unbegriffenen die Wut wächst, ist bekannt und kann an Rether nochmals studiert werden. Schuld sind: Kapitalverbrecher, Börsenspekulanten und – selbstredend – Israel und seine Freunde.

Rether hat sich einmal selbst als „humanistischen Nazi“ bezeichnet. Als solcher träumt er vom endgültigen Sieg des Terrors über die Vernunft und einer Welt, in der niemand mehr die Friedhofsruhe der Mörder stört: „I had a dream. Stellen Sie sich vor, Amerika hätte nach dem elften September nichts unternommen. Nichts. Die Flugzeuge wären in die Türme gekracht, über dreitausend Menschen wären gestorben und es wäre furchtbar gewesen. […] Stellen Sie sich vor, Amerika wäre ein christliches Land. Man würde nicht an Rache denken, sondern an Vergebung.“ Es sei „ausgesöhnt die ganze Welt!“. „Es wäre auf keinen Fall schlechter, als es heute wäre“, meint Rether. „Herta Däubler-Gmelin wäre noch im Amt, und wir müssten uns nicht bei jedem Inlandsflug an die Klöten packen lassen.“ Die christliche Mitleidsethik, die Rether hier als rationale Methode der Terrorismusbekämpfung gegen die amerikanische „Cowboymentalität“ in Anschlag bringt – und die sich streng ans Schillersche Original hält („Groll und Rache sei vergeben / unserm Todfeind sei verzieh’n“) –, ist freilich nur eine oberflächliche Rationalisierung seines Unbehagens an der Kultur, die ihn dazu veranlasst, mit jenen zu sympathisieren, die ihr Misslingen befördern.

Doch bei so viel Utopie kommen auch wir ins Träumen: Stellen Sie sich vor, die Deutschen hätten ihr Mitgefühl nicht erst nach der Tötung bin Ladens entdeckt und nach den Anschlägen vom elften September an der Seite der USA und Israels den Kampf gegen den Islamismus aufgenommen, statt als selbstgefällige Moralapostel zu reüssieren; sie hätten dazu beigetragen, Saddam Hussein und andere Schurken zu stürzen, würden dafür sorgen, dass Ahmadinedjad und den Seinen endlich einer an die atomaren Klöten packt, und verhindern, dass Islamkritiker zusammen mit ordinären Rassisten in Sippenhaftung genommen werden; sie würden über Mohammed und andere Karikaturen des Weltgeistes lachen und den islamischen Tugendterror nicht länger kulturalistisch als arabische Eigenart verklären. Schließlich würde Hagen Rether zusammen mit Herta Däubler-Gmelin im Club Voltaire auftreten – aber niemand würde kommen. Ach, ginge es uns gut!

(Spürnase: Humphrey)


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN




Michael Mannheimer & Nassim Ben Iman im Dialog

Michael Mannheimer (l.) und Nassim Ben Iman im DialogZwei hochkarätige Islamkenner und -kritiker tauschten im Rahmen der „Göttinger Gespräche“ der Initiative1683.com ihre Kenntnisse und Erfahrungen zum Thema „Warum sind die meisten Islamwissenschaftler so weit von der Wissenschaft entfernt?“ aus.

Fakten über den Islam sollten von Islamwissenschaftlern nicht aus diplomatischen Gründen zurückgehalten werden. Dass einige Orientalisten selber zum Islam konvertiert sind, dürfte ein Grund dafür sein, warum Tatsachen über den Islam verschwiegen und verschleiert werden. „Schätzungsweise sind seit Entstehung des Islam 250 Millionen Menschen durch den Islam umgekommen“, so Michael Mannheimer, der PI-Lesern durch seine faktenreichen Essays bekannt ist. Viele Islamwissenschaftler scheuen sich davor, dieses Thema klar zu beleuchten. Die Konsequenzen einer öffentlichen Diskussion bezüglich der vielen Toten unter dem Islam, wären in den Augen vieler Islamwissenschaftler unkontrollierbar. Man fürchtet die Reaktion der islamischen Gemeinden.

In Deutschland gibt es schätzungsweise 600 bis 1600 gewaltbereite Moslems, wenn nicht sogar wesentlich mehr, so Michael Mannheimer. Selbstmordattentate sind für diese Gruppierung nicht tabu. Dem gegenüber gab es zu den Hochzeiten des RAF-Terrors in Deutschland ganze 35 bis 37 aktive Terroristen. Wenn man sich dieses Zahlenverhältnis genau anschaut, stellt sich die Frage, was 600 bis 1600 islamische Terroristen anrichten können, wenn schon der Terror von 37 RAF-Terroristen verheerend war.

Falsche Statistiken, Volksverdummung und künstlich konstruierter Frieden sind in Deutschland ein echtes Problem, so Nassim Ben Iman. Seit dem 11. September 2009 sind, laut Terrorismusstatistik, weltweit ca. 17000 bis 18000 Terrorattentate verübt worden. 99,9% wurden von Moslems verübt, um den sog. Ungläubigen zu schaden.

Soziale Umstände sind weder ein Grund noch eine Entschuldigung für Terrorismus, da die meisten islamischen Terrorakte in Europa und der USA nicht von ungebildeten oder armen Menschen verübt werden.

Vielmehr stellt man fest, dass sich gerade reiche, gebildete und gläubige Moslems unter der Gruppe der islamischen Terroristen befinden.

Es gibt sehr wenige Islamwissenschaftler, die klar darauf hinweisen, wer Mohamed war, wie er wirkte, welche Kriege er führte, wie viele Opfer es gab, wie sehr er sich persönlich am Schächten – Tötung eines Menschen durch Durchtrennung der Kehle – , beteiligte. Zigtausende fielen seinen Überfällen im Namen seiner selbsternannten Religion zum Opfer.

„Der Islam verbietet kritisches Denken und bewertet es als teuflisch“, so Nassim Ben Iman. „Es ist ein geistliches Phänomen, dass ein Moslem, der am Islam etwas als falsch empfindet, sich selber für einen Sünder hält und nicht den Islam als böse entlarvt“. Moslems sind einem immensem religiösen und gesellschaftlichen Druck aussetzt, der es untersagt, den Islam in Frage zu stellen. 1400 Jahre Islam zeigen deutlich, dass es keinen moderaten, friedlichen Islam gibt.

Ebenso zeigt das Verhalten von Regierungen in islamischen Ländern, dass offene Fragen und westliche Weltanschauungen unerwünscht sind. Die türkische Regierungsbehörde z.B. wechselt alle paar Jahre ihre Imame aus, damit diese islamkonform bleiben und nicht Gefahr laufen, die Denkweise der westlichen Welt zu übernehmen.

Hier das Video des Gesprächs zwischen Michael Mannheimer und Nassim Ben Iman:

» kontakt@initiative1683.com




Kein Armenier-Völkermord an Uni Stuttgart

Für heute war an der Uni Stuttgart ein Vortrag plus Diskussion zum Thema „Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich 1912-1922“ angesetzt. Auf Druck türkischer „Proteste aus Berlin“ hat die Uni den Vortrag abgesetzt. Sie wolle „neutral“ bleiben. Aha, wenn die Türken protestieren, gelten geschichtliche Tatsachen an deutschen Unis nichts mehr. Werden wir bereits von Ankara regiert? Die Veranstalter schreiben in ihrer Protestnote:

Die betroffenen Verbände halten es äußerst bedenklich, wenn fast einhundert Jahre nach dem Genozid an Armeniern, Assyrern/Aramäern sowie Griechen im damaligen Osmanischen Reich eine deutsche Universität nicht den Mut aufbringt, einen Raum für eine Gedenk- und Informationsveranstaltung zu vermieten, die der Aufarbeitung dieser Verbrechen und damit der Prävention künftiger Völkermorde dienen soll.

“Bei Verbrechen besteht grundsätzlich keine Möglichkeit des Rückzugs auf vermeintlich neutrale Positionen. Der Umstand, daß die Türkei offiziell bis heute den Genozid an über drei Millionen osmanischen Staatsbürgern christlichen Glaubens bestreitet und dessen öffentliche Erörterung auch im Ausland nach Möglichkeit zu unterbinden trachtet, kann zudem nicht handlungsleitend für eine deutsche Universität sein.”

Auch die FAZ berichtet heute! Hier die Kontaktseite der Uni Stuttgart und die Email-Adresse: poststelle@uni-stuttgart.de




Weser Kurier: Lesermanipulation im Wahlkampf

Dem geneigten PI-Leser ist die parteinahe Hofberichterstattung der meisten Zeitungen nicht unbekannt. Im Bremer Wahlkampf wurde das von panischer Verlustangst getragene „Zusammenspiel“ von Politik und Medien und die damit einhergehende Lesermanipulation so deutlich und nachvollziehbar, dass für die Zukunft sogar ein wenig Hoffnung aufkeimt.

Das kleinste Bundesland unterteilt sich in zwei Wahlbereiche. Im Wahlbereich Bremerhaven dominiert die konkurrenzlose „Nordsee-Zeitung“ die Printmedienlandschaft (PI berichtete) und im Wahlbereich Bremen der „Weser Kurier“ bzw. die Verlagsgruppe „Bremer Tageszeitungen AG“ mit Alleinstellungsmerkmal.

Der „Weser Kurier“ hat in seinem umfangreichen Onlineportal zur Wahl sowie in den gedruckten Tagesausgaben bereits früh und offen zur Schau gestellt, dass dieser die konservative Wählervereinigung „Bürger in Wut“ vermutlich wegen der vielversprechenden Prognosen im Vorwahlkampf besser nahezu in Gänze ignorieren wird. Im Kommentarbereich zu den Artikel wurde der Protest einiger Leser (z.B. hier und hier) diesbezüglich immer Lauter, jedoch konsequent weiter ignoriert.

Nachdem der Fraktionsstatus der BIW im Wahlbereich Bremen erfolgreich mit verhindert werden konnte, zeigt sich der Weser Kurier völlig erstaunt über das Abschneiden der Wahlalternative und berichtet um Schadensbegrenzung bemüht:

Profiteure der Proteststimmung

Bremen. Vor der Wahl in Bremen noch relativ unbekannt, tauchen sie jetzt schon in überregionalen Zeitungen und in der Tagesschau auf. Die „Bürger in Wut“ gelten als kleine Gewinner der Bürgerschaftswahl. Doch wer ist diese häufig als rechtspopulistisch bezeichnete Wählervereinigung eigentlich?

Noch wird im Postzentrum ausgezählt. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die „Bürger in Wut“ (BIW) in Bremerhaven und einigen Stadtteilen Bremens die Fünf-Prozent-Marke deutlich übersteigen werden. Derzeit (Stand: 25. Mai, 11 Uhr) hat die Wählervereinigung in Bremerhaven 7,1 Prozent der Stimmen und wäre damit viertstärkste Partei in der Hafenstadt. Ähnlich sieht es in Bremen Nord aus: In Blumenthal bekommen die BIW derzeit 7,6 Prozent und in Vegesack 6,4 Prozent – damit wäre ihnen auch hier der vierte Platz sicher, vor den Linken und der FDP. Die BIW sind somit auch in dieser Legislaturperiode wieder im Bremer Parlament mit einem Abgeordneten vertreten. Ihr Mann: Jan Timke. Er hatte bereits in den vergangenen Jahren ein Abgeordnetenmandat in der Bürgerschaft. Auf einmal bekommt die kleine Wählervereinigung mit 100 Mitgliedern im Land Bremen bundesweit große Aufmerksamkeit.

Viele Medien bezeichnen die BIW als rechtspopulistisch. Das hört Jan Timke nicht gerne. „Für den Begriff gibt es keine einheitliche Definition“, sagt er. „Wir sind nicht populistisch, wir bringen sachliche Fakten und stellen keine unerfüllbaren Forderungen.“ Timke möchte lieber als bürgerlich-konservativ bezeichnet werden. Einverstanden sei er auch noch mit dem kleinen Zusatz rechts-bürgerlich-konservativ. Sind die BIW also eine rechtsextreme Partei? In einem Atemzug mit NPD oder auch DVU will Timke nicht genannt werden. „Hier gibt es keinerlei Zusammenarbeit“, betont er. Würde man sich zusammentun, würde man zwar den Fraktionsstatus erreichen, aber es gehe schließlich nicht ums Geld, sondern um Inhalte.

Wählen ohne Gewissensbisse

Timke präsentiere keine Anti-System-Vereinigung, wie die NPD, die außerhalb des Verfassungsrahmens agiere, sagt der Politikwissenschaftler Lothar Probst von der Universität Bremen. „Timke hat sicherlich viel rechtes Protestpotenzial aufsaugen können. Er arbeitet auch durchaus mit rechtslastigen Parolen. Aber ein Rechtsextremist ist er nicht, er bietet insgesamt eine seriösere Alternative zur NPD.“

Sebastian Ellinghaus, stellvertretender Leiter der Bremer Landeszentrale für politische Bildung, sieht mehrere Gründe für den Stimmenzuwachs der BIW. Zum einen gebe es viele Menschen, die zwar am rechten Rand stünden, aber keine Verfassungsfeinde seien. „Für die NPD zu stimmen käme für diese Leute nicht Frage. Die „Bürger in Wut“ zu wählen ist das Äußerste, was sie mit ihrem Gewissen vereinbaren können.“ Zum anderen hätten sich die etablierten Oppositionsparteien durch personelle Querelen selbst im Weg gestanden.

„Hinzu kommt, dass Jan Timke durch seine Arbeit als Bürgerschaftsabgeordneter bereits eine gewisse Bekanntheit erlangt hat“, so Ellinghaus weiter: „Und er unterscheidet sich von den Vertretern der rechtsextremen Parteien dadurch, dass er an konstruktiver politischer Teilhabe durchaus interessiert ist.“ (…)

Trotz der absoluten Meinungsmacht der vorgenannten Zeitungen ist es den Wutbürgern gelungen, im Wahlbereich Bremerhaven die FDP sowie Linkspartei hinter sich zu lassen und in der kleinen Seestadt mit 7,4 Prozent zur viertstärksten politischen Kraft aufzusteigen.

MdBB Jan Timke hat es in Bremerhaven mit 3409 Kandidatenstimmen geschafft, die meisten Kommunalpolitiker rechts zu überholen und ist auf Platz 3 der beliebtesten „Volksvertreter“ vorgerückt.

Beim Erstantritt im Wahlbereich Bremen erreichte die konservative Wählervereinigung ein Ergebnis von 3,1 Prozent und somit ein Landesergebnis von 3,7 Prozent. Bei den Beiratswahlen in Bremen errangen die Wutbürger in 7 von 10 angetretenen Beiratsbereichen jeweils ein Mandat.

Das Beispiel im Bundesland Bremen zeigt deutlich, dass durch Präsenz in Internetblogs und überregionalen Medien die linke Meinungsdiktatur vor Ort in Teilen gebrochen werden kann, leider nur in einem sehr langwierigen Prozess…

» Sueddeutsche: Der Erfolg des Geert Wilders von Bremen

(Herzlichen Dank den vielen Spürnasen)




„Islamophobe haben in der CSU keinen Platz“

Josef Schmid: 'Islamophobe haben in der CSU keinen Platz'Die CSU München hat zur Gründung des Landesverbandes Bayern der neuen Partei DIE FREIHEIT eine Presseerklärung an die Münchner Medien geschickt. Darin wird herausgestrichen, dass beide Parteien „unvereinbare Positionen“ insbesondere beim Thema „Integration“ hätten. Man habe die Internetplattform „Politically Incorrect“ und die Aktivitäten der PI-Gruppe München sowie der Bürgerbewegung Pax Europa „seit langem äußerst kritisch beobachtet“.

(Von Michael Stürzenberger)

Die ehemaligen CSU-Mitglieder, die nun an der Gründung der neuen Partei in Bayern beteiligt sind, würden „Ansichten vertreten, die nicht mit den Überzeugungen der CSU München gerade bei diesem gesellschaftspolitisch so wichtigen Thema in Einklang zu bringen sind“, wie es Bezirkschef Dr. Otmar Bernhard formuliert. Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat, Josef Schmid (Foto oben), teilt den Journalisten wörtlich mit:

„Die CSU hat sich von diesen einzelnen ehemaligen Mitgliedern und deren islamophoben bzw. verhetzenden Äußerungen stets distanziert. Kräfte, die sich gegen die Religionsfreiheit aussprechen, teilen nicht die Grundwerte der CSU und haben in der Mitte der CSU keinen Platz.“

Es ist interessant, dass Schmid den Kampfbegriff „Islamophobie“ benutzt, den bekanntlich Ayatollah Khomeini Anfang der 80er-Jahre einführte, um jeden Ansatz von Islamkritik im Keime zu ersticken.

Dabei besitzt Schmid durchaus Islamkenntnisse. Er hat den Koran gelesen und bezeichnete ihn im persönlichen Gespräch unter sechs Augen am Rande des Fischessens der Münchner CSU am 19. Februar 2010 im Hofbräuhaus als „Handbuch zum Kriegführen“. Ist eine solche Äußerung nun auch „verhetzend“? Darf man die Wahrheit nur unter vorgehaltener Hand aussprechen? Schmid meinte im Gespräch aber, es gebe viele tolerante Muslime, die den Islam anders interpretierten. Als Beispiel nannte er den Lehrer und Soziologen Dr. Aydin Findikci. Der Alevit türkischer Abstammung warnt in der Münchner CSU seit knapp zehn Jahren eindringlich vor der Bedrohung durch den politischen Islam, so wie ihn beispielsweise Imam Bajrambejamin Idriz repräsentiert.

Höchst seltsam ist allerdings, dass in der Münchner CSU die Warnungen von Dr. Findikci nicht ernst genommen werden. Man ignoriert beharrlich die immer wieder von ihm vorgetragene Empfehlung, von islamischen Verbänden einen schriftlichen Verzicht auf die Scharia zu fordern.

In den Sitzungen des Integrationsausschusses der Münchner CSU wurden Redebeiträge von Islamkritikern durch den Ausschussvorsitzenden Marian Offman immer wieder regelrecht abgewürgt. Die erarbeiteten Vorlagen des „Arbeitskreises Integration“ unter Dr. Stephanie Hentschel passten der Führung der Münchner CSU wohl auch nicht ins Konzept – sie waren wohl zu islamkritisch – so dass man sie ungeachtet in der Schublade verschwinden ließ.

Was die Beurteilung des politischen Islams anbelangt, hätte sich Josef Schmid besser ein Vorbild an seinem Parteikollegen, dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, nehmen sollen, der die Führung der Münchner CSU in dieser Hinsicht als „blauäugig“ bezeichnete. Herrmann hatte auch in einem Brief an ein Vorstandsmitglied der Bürgerbewegung Pax Europa die Notwendigkeit unterstrichen, „islamistische Positionen und Personen“ einer „kritischen Öffentlichkeit“ auszusetzen, was zu einer „ehrlichen Debatte“ führen solle. Herrmann lehnte es auch entschieden ab, Islamkritik als „Islamophobie“ abzustempeln. Schmid hätte sich auch sein Hausorgan – den Bayernkurier – genauer durchlesen sollen, als dort der Islam in einem äußerst kritischen Artikel mit dem Titel „Ein Gott, der hasst“ detailliert beleuchtet wurde.

Und so bleibt einem Islamkritiker in der bayerischen Landeshauptstadt nur die Möglichkeit, der CSU den Rücken zu kehren. In München will man offensichtlich den Eindruck einer „modernen Großstadtpartei“ erwecken, und die hat eben multikulturell orientiert und absolut tolerant zu sein. In dieses Bild passt offensichtlich die Kritik an den gefährlichen Elementen einer „Weltreligion“ nicht, da immer mehr potentielle Wähler Angehörige dieser Konfession sind. Die Münchner CSU sieht sich offensichtlich auch als Wahrer der „Religionsfreiheit“, wobei sie den Begriff augenscheinlich auch im Sinne der Religionsausübung versteht. Dies hat aber schon der renommierte Staatsrechtler Dr. Albrecht Schachtschneider ganz anders bewertet und in seinem Buch „Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam“ festgestellt: „Der Islam ist verfassungswidrig“.

Offensichtlich hat man auch schon vor der demographischen Entwicklung in Deutschland kapituliert, denn im Rahmen des Fischessens am 19. Februar 2010 meinte der Bezirksvorsitzende Dr. Bernhard, dass man in Zukunft „ohne muslimische Wählerstimmen keine Wahlen mehr gewinnen wird“. Diese Erkenntnis hat dann wohl zu der Taktik geführt, einen äußerst wohlwollenden Islamkurs zu fahren. Schließlich will man im Frühjahr 2014 den Oberbürgermeister stellen, und der sollte dann möglichst Josef Schmid heißen. Diesem Ziel wird scheinbar alles andere untergeordnet.

Die unangenehmen Fakten des Islams dürfen eben nicht tabulos angesprochen werden. Dieser ungeschriebenen Regel des politisch-medialen Mainstreams, der das Land seit Jahren lähmt, hat sich wohl auch die Münchner CSU unterworfen. Wer dagegen verstößt, wird von den selbsternannten Zensurwächtern gnadenlos in die rechtsextreme Tonne getreten. Auch die BILD-Zeitung scheint sich immer wieder daran zu beteiligen. In der Berichterstattung sowie der Analyse der Bremen-Wahl beispielsweise klammerte das Blatt am Montag und Dienstag dieser Woche einfach die „Bürger in Wut“ aus, obwohl sie besser abgeschnitten hatten als die FDP. Und BILD München bringt nun in der Ankündigung der Gründung des Landesverbandes Bayern der neuen Partei „DIE FREIHEIT“ unter der Schlagzeile „Ex-Hohlmeier-Sprecher steigt bei Rechts-Partei ein“ folgende stigmatisierenden Sätze:

Der frühere Sprecher der CSU-Politikerin Monika Hohlmeier steigt bei der neuen Rechts-Partei «Die Freiheit» ein. Die Münchner CSU drohte deswegen am Freitag vorbeugend mit Parteiausschlussverfahren, falls aktive CSU-Mitglieder dort aktiv werden. Es gebe «unvereinbare Positionen insbesondere beim Thema Integration», erklärte Bezirkschef Otmar Bernhard. Der frühere Hohlmeier-Sprecher Michael Stürzenberger ist selbst inzwischen nicht mehr CSU-Mitglied. Stürzenberger ist in rechtsextremen Kreisen bekannt, weil er bei «Politically Incorrect» beteiligt ist – einer Internet-Seite von Islam-Gegnern, auf der serienweise Artikel gegen die Integration von Muslimen veröffentlicht werden.

Absurder geht es nun wirklich nicht. Bei PI ist noch nie ein Artikel „gegen die Integration“ von Muslimen veröffentlicht worden. Im größten deutschen Internet-Politblog wird vielmehr dargestellt, dass Muslime sich vielfach eben nicht integrieren wollen oder können, denn ihre religiösen Anweisungen schreiben ihnen nun mal etwas anderes vor. Die genauso simple wie faktisch falsche Gleichung „Politically Incorrect kritisiert den Islam, muss demnach also rechtsextrem zu sein“ wird auch nicht wahrer, je öfter man sie gebetsmühlenartig wiederholt. Gerade das Springer-Blatt BILD müsste doch registrieren, wie stark sich PI für Israel und den Erhalt der freien demokratischen Gesellschaft einsetzt. Aber was nicht ins vorgefertigte Schema passt, wird eben ignoriert.

Was DIE FREIHEIT betrifft: Diese Partei ist weder rechts noch links zu verorten, sondern sie ist angetreten, um die wachsenden Probleme dieses Landes mit gesundem Menschenverstand zu lösen. Um einen in vieler Hinsicht falschen Kurs zu korrigieren, angefangen von einer immer stärker werdenden EU-Gängelung über eine verfehlte Zuwanderungspolitik und wachsende Sicherheitsmängel im Inneren bis hin zu falschen Anreizen im Sozialsystem. Und um Wahrheiten tabulos anzusprechen, ohne sich dabei um die politische Korrektheit zu scheren. Das hat schon jetzt äußerst aufgeregte Reaktionen verursacht und wird mit Sicherheit noch jede Menge Staub aufwirbeln in diesem Land, auf das sich die selbstauferlegte Zensur der „Political Correctness“ wie zäher Klebstoff gelegt hat.

» muenchen@csu-bayern.de




Mutti hat Deutschland nicht zum Vorteil verändert

In ihrer Amtszeit – fünfeinhalb Jahre bisher – sägte Merkel „an sämtlichen politischen Eckpfeilern, die die Bundesrepublik über Jahrzehnte so erfolgreich gemacht hatten“. Schreiben Maxeiner und Miersch in der WELT. Und sie nennen die freie Marktwirtschaft, die auf dem Energie- und Umweltsektor Schritt für Schritt in eine staatlich gelenkte Planwirtschaft überführt wird. Dazu die Kappung der Westbindung und die Instabilität durch den Euro. Die Liste ließe sich meiner Ansicht nach noch verlängern. Weitere Links gemischt:

Seyran Ates: Schluß mit dem Kopftuch!
SPD erstmals seit 1906 unter halber Million Mitgliedern!
Berlin: Senat will kriminelles Kinderheim!
Neukölln: Arabisches Schweigen beim Schießerei-Prozeß!
Berlin: Burka-Trägerinnen angegriffen!
Alt-Präsident Herzog kritisiert EU-Politik der Regierung!
Kommt Serbien jetzt in die EU?
Österreich verklagt SVP-Werber wegen Verhetzung!
Warum wandern Spanier und Griechen nicht zu uns aus?
Schweiz: Bankgeheimnis wackelt nun im Inland! Selber schuld!
Viel zu wenig Halal im Supermarkt – noch!
Sinsheim: Islam an der Grundschule!
Werden Sie Sufi!
Erdogan derzeit gegen Polygamie!
Allahs Segen in der JVA Wiesbaden!

Bitte gerne Links posten! Danke!




Trichet und EZB in der Griechen-Pleite

Die Griechenland-Pleite hat viele Facetten, die in einem einzelnen Blog-Beitrag nicht besprochen werden können, hier nur das seltsame Verhalten des EZB-Chefs Trichet. Beobachtern der Szene fällt auf, wie vehement er sich gegen jede Umschuldung wendet. Umschuldung oder Schuldenschnitt würde bedeuten, die Griechen zahlen keine 100%, sondern zum Beispiel nur 50% zurück. Trichets Geheimnis ist ganz einfach.

Er hat im letzten Jahr damit angefangen, griechische Papiere in großem Umfang aufzukaufen. Die Basler Zeitung vermutet, daß es inzwischen mehr als 45 Milliarden Euro sind, dazu noch „rund 150 Milliarden Euro an Wertschriften, die die EZB von griechischen Banken als Kollateral akzeptiert hat“. Macht rund 200 Milliarden Euro. Nun müßte man Trichets Einstandskurse wissen. Konservativ gerechnet hat er mindestens 25% Verlust eingefahren, es könnten aber auch 50% sein. Trichet hat also allein mit Griechenland mindestens 50 Milliarden Euro in den Sand gesetzt, wenn nicht 100 Milliarden, und da er nicht will, daß dies rauskommt und er als gescheiterte Flasche in Pension geht, verhindert er eine Umschuldung mit allen Mitteln. Die Basler Zeitung schreibt drastisch, er drohe mit der Atombombe!

Nicht nur mir dürfte aufgefallen sein, wie locker und gelöst Axel Weber, Trichets designierter Nachfolger, die Bundesbank im April verlassen und alles hingeschmissen hat. Weber wird gewußt haben, was für ein Sauladen die EZB geworden ist. Natürlich haftet der deutsche Steuerzahler bei der EZB (mit 28%), und bitte nicht verwechseln: dies ist nicht der Rettungsschirm! Dort hängen wir mit 200 Milliarden drin. Das Beste an unseren Zeitungen sind nicht die Ergüsse der Journalisten, sondern die Leserkommentare. In der FAZ schreibt Leser Peter Mai:

Dank der europäischen Transferunion explodiert die deutsche Staatsverschuldung ja jetzt schon. Wenn das so weitergeht, dann wandert bald jeder zweite deutsche Steuereuro in die Pleiteländer. Und was da hingeht, das sehen wir nicht wieder, das dürfte wohl mittlerweile jedem klar sein. Welcher Parlamentarier das noch verantworten will, fragen Sie? Haben Sie wirklich den Eindruck, dass die Abgeordneten im deutschen Bundestag noch so etwas wie Verantwortungsgefühl besitzen. Diesen Glauben habe ich längst verloren. Und wenn der mittlerweile fast unausweichliche Zusammenbruch der Eurozone kommt, dann werden Sie sehen, wie schnell sich unsere hehren Politiker ins außereuropäische Ausland verdrücken, um dem gerechten Zorn des Volkes zu entgehen. Nein, unter denen gibt es niemanden mehr, der Ehre und Anstand besitzt.