Ängste der Bürger: Mehr Polizei in Pforzheim

Die Ängste der Bürger nehmen auch im Nordwesten Baden-Württembergs gelegenen Pforzheim zu. Die Behörden haben darauf reagiert: In der Goldstadt wird fortan mehr Polizei-Präsenz gezeigt.

Die „Pforzheimer Zeitung“ berichtet:

Die Polizei wird zumindest bis zum Herbst mehr Präsenz in der Pforzheimer Innenstadt zeigen. Verstärkt werden die Beamten der Reviere Nord und Süd von der Hundestaffel, der Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei (sie geht im Bahnhofsbereich Streife) und den Mitarbeitern des städtischen Vollzugsdiensts. Die zusätzlichen Streifen – immer zwei Beamte – sind unter der Woche täglich zwischen 14 und 22 Uhr unterwegs und in der Nacht auf Samstag bis in den Morgen.

Zweimal im Monat wird auch von Samstag auf Sonntag Streife gelaufen. Polizeichef Burkhard Metzger reagiert damit auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger, das nicht deckungsgleich ist mit der Statistik, die Pforzheim als zweitsicherste Großstadt im Land ausweist. „Zahlen sind das eine, Unwohlbefinden das andere“, sagt dazu Oberbürgermeister Gert Hager. Die erste Bilanz nach zwei Wochen Zusatz-Streifen: 100 Kontrollen, eine davon bezogen auf eine auffällige, zwölfköpfige Gruppe am Waisenhausplatz, zehn Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, zwei Personen in der Ausnüchterungszelle.

Die ausufernde Kriminalität lässt sich auch durch „schöngefärbte“ Statistiken nicht mehr verbergen. Besorgte Bürger spüren das hereinbrechende Unheil. Politik und Justiz tun gut daran, dies endlich ernst zu nehmen.