Der vor zwei Jahren in Berlin gegründete „Stresemann Club“, eine Plattform rechtsliberaler Parteimitglieder der FDP, wird beim Bundesparteitag am kommenden Wochenende in Rostock durch mehrere Aktionen auf sich aufmerksam machen.

Zur Verteilung an Delegierte, Gäste und Pressevertreter wurden mehrere tausend Imagefolder gedruckt, die an verschiedenen Stellen „unter die Leute gebracht“ werden sollen. Sie tragen den Titel: „ACHTUNG! LINKSKURS führt in die Sackgasse“ und setzen sich kritisch mit dem von Teilen des Parteiestablishments beabsichtigten Linksschwenks auseinander. „Lieberalismus“ wird das in Kreisen des Clubs auch genannt. Der Folder kann bereits jetzt unter stresemannclub.de abgerufen werden.

Außerdem setzt sich der Club kritisch mit dem geplanten „Euro-Rettungsschirm“ auseinander und unterstützt den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, der einen vom Kurs der Bundesregierung abweichenden Antrag gestellt hat. Unter dem Titel „GENUG GEZAHLT“ werden Postkarten an die Delegierten verteilt, die für eine Zustimmung zum Antrag und eine Ablehnung des Rettungsschirms werben. Die Postkarte kann ebenfalls vorab im Internet abgerufen werden (Vorder- und Rückseite). Beide Aktionen werden flankiert durch ständig aktuelle Berichterstattung auf dem Blog des Clubs sowie auf den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.

Außerdem sind noch einige Überraschungsaktionen geplant, über die man derzeit noch nichts sagen möchte. „Wir möchten mögliche Gegenmaßnahmen verhindern,“ erklärt Sven Tritschler, der stellvertretende Vorsitzende der Rechtsliberalen, „denn das wird einigen Linksauslegern in unserer Partei sicher nicht schmecken.“

Bisher sei der Stresemann Club überwiegend mit Aufbauarbeit beschäftigt gewesen, aber in Anbetracht der Krise der Liberalen sei es dringend an der Zeit, an die Öffentlichkeit zu gehen und die Parteimitglieder offensiv anzusprechen. Tritschler meint hierzu: „Das letzte was dieses Land braucht, ist eine weitere Mitte-Links-Partei, die Wähler haben die FDP nicht wegen Ihres klaren Kurses abgestraft, sondern weil sie in der Bundesregierung kaum erkennbar ist.“

Der Platz der FDP sei schon immer rechts von der Union gewesen, das gelte in der Ära Merkel mehr denn je. „Daran können einige Verirrungen in den 1970er-Jahren nichts ändern, auch dann nicht, wenn einige Fossilien in der Partei das nicht verstehen wollen.“

„Als wir uns vor zwei Jahren organisiert haben, dachten wir nicht, dass es so schlimm werden könnte und dass wir einmal so dringend benötigt würden. Das überwiegend positive und gerade in letzter Zeit immer stärker werdende Feedback von der Parteibasis zeigt uns aber, wie dringend notwendig unser Schritt war.“

Der Stresemann Club ist eine Initiative überwiegend junger Mitglieder der FDP, die sich für eine rechtsliberale Erneuerung ihrer Partei einsetzen. Er wurde im Oktober 2009 in Berlin gegründet und hat derzeit (Stand April 2011) ca. 120 Mitglieder und mehrere hundert Interessenten und Sympathisanten.

Seit April 2010 hat der Club ein Grundsatzprogramm, die Kölner Grundsätze. Neben traditionell liberalen Forderungen wie Steuersenkungen, Deregulierung und Bürgerrechten betont man darin klassisch-rechte Themen wie z.B. strenge Ausländerpolitik und konsequente Verfolgung von Straftätern.

» Weitere Informationen unter info@stresemannclub.de

(Pressemitteilung des Stresemann-Clubs)

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29 KOMMENTARE

  1. Solche Leute braucht DIE FREIHEIT.
    Hier würde was zusammenwachsen, was zusammengehört.

  2. Die FDP wird mit ihren neuen Yuppies und ihrer linksliberalen neuen „Anpasshaltung“ in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
    Die alte LIBERALITÄT sehe ich (leider) nicht mehr.

  3. Wegen Leuten wie jene im StresemannClub habe ich 2009 die FDP gewählt.
    Was kam heraus. Penetrant hängte Guido seine Schwulität vor jede Kamera, die da ihm in die Quere kam.
    Auf Teufel komm raus trieb sich die Schnarre in MoscheeKreisen herum. Wohl so eine Art Strich für reifere Frauen.

  4. Wer den traditionellen liberal-sozialen und national-liberalen Kurs möchte, ist in der PFF “Die Freiheit” von René Stadtkewitz am besten aufgehoben.

    Wenn es der Stresemann-Club wirklich ernst meint, soll er die Konsequenzen ziehen und mit den ultravolksfeindlichen Anarcho-Neoliberalisten abrechnen durch sofortigen Parteiaustritt aus der fdp.

    An den Konsequenezn dieses Clubs wird sich zeigen, ob er es ernst meint oder nur Teil des Täuschungssystems der fdp ist.

    Es gibt keine liberale ALternative zur PFF „Die Freiheit“!

  5. #3 weber, oder so theo, oder so (12. Mai 2011 13:37)

    Genau das trifft auf linksgestrickte FDPler zu.

  6. @#4 Jeremias:
    „Auf Teufel komm raus trieb sich die Schnarre in MoscheeKreisen herum. Wohl so eine Art Strich für reifere Frauen.“

    Mein Tag ist aufgehellt worden, danke 😉

  7. Überall gärt es, es werden Dinge beim Namen genannt, die in Deutschland vor Sarrazin noch tabu waren. Aber wir wollen Taten sehen, Taten!

  8. @#4 Jeremias:
    “Auf Teufel komm raus trieb sich die Schnarre in MoscheeKreisen herum. Wohl so eine Art Strich für reifere Frauen.”

    Langsam habe ich den Eindruck, unsere Politiker sind alles Konvertiten.

  9. Diese Totengräber werden genauso wenig wie die von der CDU erfolg haben.
    Die sollten sich der Freiheit anschließen.
    Ein kleiner guter Blick in die Zukunft
    Die Freiheit schafft es genauso wie die BIWs ins Parlament. Dann werden sich viele von der FDp trennen

  10. Stresemann-Club? National-liberal ? Sowas gibt´s ?

    Potztausend. Fürwahr ein spärliches Feigenblatt. Hoffentlich fällt niemand drauf rein und gefährdet die 1,8 Prozent bei der nächsten Wahl.

  11. Ich würde mir einen Schwenk der FDP wünschen, wie es der österreichischen FPÖ gelang.

    Allerdings, wenn sich wirkliche Interessensvertreter der einheimischen Bevölkerung auf FDP, CSU/CDU, Pro-Bewegung, Die Freiheit und/oder Republikaner verteilen – ich weiß nicht, wie es um die politische Schlagkraft steht ?

  12. info@stresemannclub.de

    Ihr Strategie-Papier

    Etwas schwammig und leider , wie links-politisch korrekt ,

    kein Wort über Migrantengewalt, Abschiebung von Migranten die seit Jahrzehnten in den Sozialkassen sich ungeniert auf Kosten der Rentenkassen bedienen,

    Kein Wort über die Islamisierung , die 87% der Deutschen ablehnen

    Kein Wort über Überprüfung von über 2000 türkischen Brückenköpfen ( Moscheenvereine) DITIB einer AUSLÄNDISCHEN Staatsmacht auf Deutschem Boden
    Ein türkisches Ministerium darf ungestört hier mit 100 türkischen Ministeriumsangestellten , die kei Wort Deutsch sprechen , antideutsche Propaganda treiben , ohne dass die Politik auch nur ansatzweise einschreitet

    etwas dünn dieses Papier

    MfG

  13. Hmm,

    gibt es den SC nicht faktisch schon seit 10 Jahren? Wusste garnicht, dass der noch aktiv ist und von Stahl, der sicherlich viel Verdienste hat, aber auch ein Garant dafür ist, wenn organisatorisch nix voran geht, immer noch durch die Lande tourt.

    Ansonsten: In der Sache wirklich hilfreich ist es vermutlich nicht, Schäffler ausgerechnet jetzt zu umarmen, dürfte der Geruch des „rechts-liberalismus“ (was immer dies auch sein soll) wohl so manchen Delegierten der sich sonst ein Herz fassen würde mal wieder ein mulmiges Bauchgefühl machen.

  14. #1 Jeremias (12. Mai 2011 13:29)
    Solche Leute braucht DIE FREIHEIT.
    Hier würde was zusammenwachsen, was zusammengehört.

    leider ist dF ein Mogelpackung.

  15. Absolut uninteressant. Die FDP, das sind Frau Schnarrenberger (Kommentar überflüssig) und „Türkei in die EU“ Westerwelle.

    Wer von denen tatsächlich noch Mut und Verstand hat, sollte zur PRO-Bewegung gehen!

  16. Es ist eine BINSENWEISHEIT das es in JEDER Partei konservative Kräfte gibt… aber im Ernst… WEN interessiert derzeit noch die Meinung der FDP, außer wenn sie für die lfd. Legislaturperiode relevant wäre.

    Denn spätestens nach der nächsten Bundestagswahl hat sich das Thema des früheren „Königsmachers“ FDP sowieso erledigt!!!

  17. Leider ist es für so einen Verein bei der Postenbeschaffungspartei FDP wohl zu spät. Ich habe auch lange mit der FDP als rechte, liberale Alternative geliebäugelt und sie auch gewählt, aber ich glaube der Zug ist abgefahren.

  18. Der Platz der FDP war schon immer „rechts“ von der CDU? Da scheint jemand aber kein historisches Gedächtnis zu haben. Naja, das kann ja nicht überraschen, wenn man sieht, wer in dieser schrumpfenden Partei als Hoffnungsträger gesehen wurde und wird. Lustig, dass sich eine kleine Klientelpartei auch noch „Flügel“ leisten will. Da wir beim Klientel sind – das besteht wohl immer noch hauptsächlich aus Hoteliers, Apothekern und natürlich Teilen der Wirtschaft – insbesondere der Banken. Möchten sich die Damen und Herren der sog. „Rechtsliberalen“ etwa wirklich mit den doch sehr überschaubaren Unterstützern anlegen, indem sie gegen den „Rettungsschirm“ für Portugal wettern? Dumm nur, dass Portugal 33 seiner insgesamt 220 Milliarden Auslandsschulden in Deutschland hat – der Rettungsschirm also größtenteils sehr eindeutig im deutschen Interesse ist und aus diesem Grund auch von allen Parteien (außer der Linken) mehrheitlich unterstütz wird. Bestimmt nicht, weil sie so ein großes Herz für Portugal haben. Wie kann man sich nur ins eigene Bein schießen und dafür auch noch um Unterstützung oder auch nur Verständnis werben?

  19. Wie viele Leute haben bei der letzten Wahl ihre Hoffnung aud die FDP gesetzt und sind reingefallen?

    Was für eine Wende war denn das? Und wer fühlt sich von denen nicht ver…..?

    Ich jedenfalls wähle DIE FREIHEIT!

  20. 62 Jahre BRD mit Kanzlern aus CDU und SPD.
    Von diesen 62 Jahren BRD war die FDP grob gerechntet 43-44 Jahre an der jeweiligen Regierung unterschiedlichster Färbung beteiligt.

    Das ergibt, das auch nur „grob“ gerechnet, nur ca. 18 Jahre, in denen die FDP in der „Opposition“ war.

    Und die wollen mir weismachen, dass sie schon immer rechts der CDU/CSU waren? Ich schlage hiermit der FDP und dem Stresemann Club ein Wappensymbol zur Steigerung des Wiedererkennungswertes vor:

    http://www.tetti.de/FEHMARN2001/bilder/fehm200103503.jpg

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