SPD-Politiker: Papst ist verdammungswürdig

Der ehemalige Staatsminister der Regierung Schröder, Rolf Schwanitz (Foto l.), eine jener Roten Socken aus Restbeständen Ost, die rechtzeitig den Absprung in die SPD-West geschafft haben, ist empört, dass ein religiöses Staatsoberhaupt im Bundestag eine Rede halten soll.

(Von Kooler)

Nach Ansicht von Schwanitz ist das mit der religiösen Neutralität des Staates nicht vereinbar und birgt gar die Gefahr der Missionierung von Abgeordneten in sich.

Seine Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen. Einige Genossen hat es offenbar schon im Vorfeld erwischt, denn sie haben das geheime Rundschreiben des Herrn Schwanitz veröffentlicht.

Schwanitz empört sich selbstverständlich nicht über eine Rede des religiösen Fundamentalisten Recep Erdogan, Chef des regierungseigenen, faschistischen Missionswerks DITIB, der offen fordert, die Deutsche Kultur und Bevölkerung auszumerzen und Deutschland in eine von Ankara regierte türkisch-islamische Provinz zu verwandeln.

Wen Rolf Schwanitz als schlimmsten Feind der Deutschen ausgemacht hat ist vielmehr der Oberbayer Joseph Aloisius Ratzinger, derzeit Staatsoberhaupt des Vatikan.

Ein Mann der, im Gegensatz zum Linken Motto, dass Deutschland ein schnellstmöglich zu korrigierender Fehler der Geschichte ist, seine Heimat liebt und nicht nur eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Welt ist, sondern wahrscheinlich der bislang bedeutendste Deutsche Sympathieträger der Geschichte.

Nach Ansicht von Schwanitz aber findet eine Mehrheit der Deutschen Papst Benedikt XVI. verdammungswürdig, weil er ein übler Diktator und Unterdrücker ist und AIDS verbreitet.

Nun kann man dieser Meinung sein, aber förderlich für die SPD sind solche Ausfälle aus dem Fundus der SED wohl kaum.

Im Übrigen kann ja Herr Schwanitz in den hintersten Reihe im Bundestag Platz nehmen, wo er ohnehin am Besten aufgehoben ist. Dort ist er auch keinerlei Gefahr ausgesetzt, versehentlich durch einen Spritzer Weihwasser für sein ganzes weiteres Leben verseucht zu werden…

» rolf.schwanitz@bundestag.de