SPIEGEL hetzte 13 Redakteure auf den Papst

Nicht uninteressant, die Story! Der langjährige SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek nannte das eigene Journal ein „antikirchliches Kampfblatt“, und nun sind seine Kollegen verschnupft. Matussek hat sich schon länger als Katholik geoutet und eben dazu auch ein Buch im SPIEGEL-Verlag veröffentlicht. Der Vorwurf geht aber zurück auf die hohe Zeit der schrillen Berichterstattung über die sexuellen Mißbrauchsfälle in der Kirche vor einem Jahr. Man erinnere sich beispielsweise an Bischof Mixa.

Nun hat Matussek aus dem Nähkästchen geplaudert und erzählt, daß der SPIEGEL damals 13 Redakteure auf Papst Benedikt ansetzte mit dem Ziel, ihn in den Mißbrauchssumpf hineinzuziehen und einen Scoop zu landen. Gefunden haben sie nichts. Und jetzt lassen die rotgrünen Nihilisten vom SPIEGEL darüber diskutieren, ob sie tatsächlich ein antikirchliches Kampfblatt sind. Das ist lächerlich. 13 Vollzeitredakteure abzustellen, um den Papst abzuschießen, sagt doch alles. Der verlogene Kampagnen-Journalismus ist doch geradezu ein SPIEGEL-Merkmal. Originalton Matussek:

Der SPIEGEL ist ein antikirchliches Kampfblatt, das kann man schon so sagen. Als ich das Papstbuch von Peter Seewald besprach, das ich toll fand, rief mich der stellvertretende Chefredakteur an und sagte: „Pass mal auf, wir haben 13 Leute an der Front, die versuchen, dem Papst Verwicklungen in den Missbrauchsskandal nachzuweisen. Da kannst Du doch nicht kommen und den Papst freisprechen!“

Mit Sicherheit hätte auch jeder mit einem Millionenhonorar rechnen können, der als glaubhaftes Mißbrauchsopfer des ehemaligen Kardinals Ratzinger zum SPIEGEL gekommen wäre. Matussek hat übrigens, was die damalige Kampagne anging, folgende Rechnung aufgemacht:

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: 0,1 Prozent der Missbrauchsfälle stammen aus den Reihen der katholischen Kirche. Also 99,9 Prozent ereignen sich in protestantischen Glaubensgemeinschaften, in Rudervereinen und in erster Linie in den Familien; da ist der größte Skandal. In einer Gesellschaft, in der alles auseinanderfällt – moralisch, sittlich, finanziell – sind die Familien ein Tatort geworden. Aber indem sich jetzt alles auf die katholische Kirche konzentriert, was den schönen Nebeneffekt hat, dass man alle möglichen Ressentiments und Rechnungen noch begleichen kann, geraten die eigentlichen Problemfelder aus dem Fokus.

Das Foto zeigt einen SPIEGEL-Titel nach der sogenannten „Regensburger Rede“ des Papstes im September 2006, als die Mohammedaner weltweit anfingen zu randalieren. Auch damals stand der SPIEGEL natürlich überwiegend auf Seiten der Moschee.