Tobias-Raphael Bezler alias Robert AndreaschDer bayerische Verfassungsschutz hat Kritik an einer geplanten Veranstaltung der Akademie für Politische Bildung Tutzing zum Thema Rechtsextremismus geübt, weil an dieser auch Referenten mit Kontakten zur linksextremen Szene wie Tobias-Raphael Bezler alias Robert Andreasch (Foto l.) teilnehmen. „Es ist ein Problem, wenn Vertreter von Organisationen, die wir nicht ohne Grund in unseren Jahresberichten als linksextremistisch aufführen, von anerkannten Bildungseinrichtungen als Experten eingeladen werden“, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT.

Hierzu erreichte uns folgender Gastbeitrag von Dr. Erik Lehnert:


Wie sehr die politische Bildung auf den Hund gekommen ist, kann man aktuell einem Tagungsprogramm der Akademie für Politische Bildung Tutzing entnehmen. Vom 6. bis 10. Juni sollen dort Lehrer fortgebildet werden und zwar in Sachen „Rechtsextremismus – Gefahr für Toleranz und Wertegemeinschaft“. Das klingt zunächst sehr gewohnt und damit unproblematisch: Dass man sich mit gesellschaftlichen Phänomenen (und seien sie noch so klein) vertraut macht, leuchtet ein. Schließlich müssen ja auch Lehrer wissen, wovon sie reden.

Nun gibt es in Deutschland nicht nur das Phänomen des Rechtsextremismus, sondern auch das des Linksextremismus, der sich im Gegensatz zum Rechtsextremismus nicht auf Meinungsdelikte beschränkt, sondern oftmals gewalttätig auftritt. Trotzdem kann sich der Linksextremismus einer gewissen gesellschaftlichen Akzeptanz erfreuen. Dieser merkwürdigen Diskrepanz, die aufgeweckten Schülern durchaus auffällt, müsste sich die Tagung in Tutzing zuwenden, wenn sie ihrem eigenen Anspruch gerecht werden wollte.

In den Richtlinien der Akademie für Politische Bildung Tutzing heißt es nämlich u.a.: „Die Akademie wird die Vielfalt der in einer freiheitlichen Lebensordnung möglichen politischen Positionen anerkennen und versuchen, aus dem Verständnis ihrer Verschiedenheit das Gemeinsame herauszuarbeiten. Sie muss lehren, wie Menschen in einer pluralistischen Welt geordnet zusammenleben können, ohne das eigene Gewissen oder das der anderen zu beschweren.“

Insofern müsste sie sich mit dem „Extremismus“ beschäftigen und diesen in all seinen Facetten als Gegenposition zur Freiheitlich Demokratischen Grundordnung herausarbeiten. Selbst wenn man sich dabei zunächst auf den Rechtsextremismus konzentriert, könnte man das im Sinne der genannten Richtlinien gestalten. Dazu müßte man dann anerkannte Experten einladen, die von dem Phänomen Rechtsextremismus etwas verstehen (etwa Uwe Backes oder Eckhard Jesse). Stattdessen macht die Tagungsleitung den Bock zum Gärtner und lädt mit Andrea Röpke und Robert Andreasch (dessen Klarname Tobias-Raphael Bezler lauten soll) Referenten ein, die, gelinde gesagt, Kontakte zur linksextremistischen Szene haben und in deren Organen veröffentlichen.

Tobias-Raphael Bezler alias Robert AndreaschIm Vordergrund Tobias-Raphael Bezler alias Robert Andreasch bei der Fotojagd auf vermeintliche Rassist_innen, Hetzer_innen und Ausländerfeind_innen. Die gemachten Nahaufnahmen finden sich dann auf einschlägigen linksextremen Seiten wieder.

Was die Lehrer von diesen Leuten lernen sollen, ist, wenn man sich die Publikationen der beiden anschaut, klar: Rechts von der Mitte, die von linksextrem bis linksliberal reicht, hat es keine legitime politische Position zu geben. Dass das Unsinn ist und der Idee politischer Bildung, die ja zur eigenen Urteilsbildung befähigen soll, Hohn spricht, wird bei der Tagung vermutlich unerwähnt bleiben. Wie die Akademie für Politische Bildung Tutzing damit ihren ausdrücklichen Zweck, „die politische Bildung in Bayern auf überparteilicher Grundlage zu fördern und zu vertiefen“, erfüllen will, bleibt ihr (staatlich finanziertes) Geheimnis.

Kontakt:

Akademie für Politische Bildung Tutzing
Buchensee 1
82327 Tutzing
Tel.: 08158/256-0
Fax: 08158/256-51
info@apb-tutzing.de

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

41 KOMMENTARE

  1. „auf vermeintliche Rassist_innen, Hetzer_innen und Ausländerfeind_innen.“

    Warum übernimmt der Autor diese Schreibweise?

  2. Ironischerweise nennt sich diese Einrichtung dann auch noch „Akademie für Politische Bildung Tutzing“.

  3. Tja, das passiert wenn linksextremistische Mainstream-Medien und linksradikale Bildungseinrichtungen auf die harte Realität prallen, hier repräsentiert durch den Geheimdienst, andernorts durch die Gerichte, wenn auch meist nur noch die höheren.

    So etwas kann ein typischer, autoritär veranlagter Linker aufgrund seiner engstirnigen, zusammengebastelten, geistigen Parallelwelt erst einmal nicht verstehen, er ist jetzt wütend, frustriert und ein Stück weit betroffen. Das versiffte linke Establishment ist Gott sei Dank zu durchgegendert, als dass von ihm jetzt Gefahr ausgehen würde. Für so etwas sind dann die steuerfinanzierten roten SA-Truppen zuständig…

  4. Umgekehrt gab es bekanntlich einen Riesen-Bohei, als es die Akademie Tutzing wagte, einen Herrn Sarrazin einzuladen.

  5. Lehrer sind oft ein Fall für sich.
    Viele ewig Gestrige Alt-68er immer halten immer noch an ihren starren Ansichten fest.
    Sie denken nicht frei. Sie nehmen nicht die totalitären Seiten des Sozialismus wahr vergessen die Werte zu schützen, für die unsere Vorfahren kämpften.
    Und sie sind so gut, weil sie an ihre Sache glauben. Sie stehen dazu. Man DARF links sein. Links ist angeblich intellektuell, also schonmal hoffähig.
    Und sie glauben, links ist gut.

    Wer sich selber als konservativ bezeichnet, muss immer noch teilweise fürchten als hinterwäldlerisch oder andere auschließend bezeichnet zu werden, also als nicht gut für die Allgemeinheit.

    Ich bin mir sicher, die Ansichten zu „rechten“ Anschauungen haben sich in den letzten Monaten in großen Teilen der Bevölkerung geändert.

    Der Trend wird sich durchsetzen, die Leute haben erkannt, dass die Linken mit vielen unlauteren Mitteln ihre Meinungshoheit durchsetzen wollen.
    Allein das macht sie schon unglaubwürdig.

    Ich suche immer noch andere Bezeichnungen für „rechts“, konservativ und „links“.
    Abstrakte Begriffe behindern eine klare Darstellung und sind nicht überzeugend.
    Was kann man noch sagen?

  6. Akademie für Politische Bildung? Treffender wäre der Name Propagandaministerium. Und die Selbsteinordnung „Zweck, die politische Bildung in Bayern auf überparteilicher Grundlage zu fördern“ ist schlichtweg ein Hohn. Was würde eigentlich passieren, wenn die NPD, nein es reicht schon die neue FREHEIT ein Institut mit solcher Intention zu gründen? Obwohl, ich kenne die Antwort…

  7. #1 TanjaK (08. Jun 2011 20:08)

    Benutz ich auch mal und ist dann als Ironie zu verstehen. Ich glaube es müsste aber _Innen (mit großen I) geschrieben werden… 😉 Ista ber egal…

  8. OT Wenn man den DLF so hört könnte man zu dem Schluss kommen das er seine „Journalisten“ bei der NPD rekrutiert und anschließend zur Ausbildung nach Peking schickt. In der um 18:40 ausgestrahlten Sendung klagte der Moderator über die Israelis die gar ihr Land verteidigen wollen und denen es gar nicht in den Sinn kommt kollektiven Selbstmord zu begehen. Einziger Lichtblick für den Moderator waren einzelne linke Israeli mit wenig Patriotismus dafür aber mit impertinenten Sendungsbewußtsein, kennt man ja hier auch. Link Mp3 Audioformat DLF. http://tinyurl.com/6bbgdc9

  9. ANTIFA-EXTREMISTEN sind derzeit die schlimmsten Terroristen in Deutschland. Diese Leute sind in sozialen Abgründen aufgewachsen, haben keine Zunkunft! Was tun dagegen?! Genau! Einer Gemeinschaft anschliessen, wo man das Gefühl bekommt beliebt und in einer Gruppe zu sein. Das einzige was man dagegen tun kann, ist die Bildung in allen Teilen Deutschlands an erster Stelle zu setzen. Denn noch sowas wie das 3. Reich, darf uns nicht geschehen, denn dann ist es aus mit Deutschland.

  10. Ich finde, es ist eine echte Sensation, dass der Bayerische Verfassungsschutz klar Stellung bezieht und die „Lehrerfortbildung“ als Extremistenveranstaltung entlarvt. Solche Nachrichten über staatliche Behörden findet man nicht alle Tage.

  11. hallöle, wie bekommen wir denn jetzt noch schnell genug eine Versammlung ähnlich der Linken hin?Wir brauchen Fanfaren, große Lautsprecher und sonstiges um diesen „Unterricht“ zu stoppen.#

  12. #16 DemVolkeDeutschlands (08. Jun 2011 20:58)

    Einfach via Facebook 15.000 Leute zu einer Riesenparty einladen…

  13. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube der war am Donnerstag in Stuttgart und hat sich das Ganze wie ein Regisseur von erhöhter Position angeschaut. Als ich in die Runde fragte, wo denn die Nazis seien, antwortete er, die kommen noch. In welcher Organisation ist er?

  14. Mit 10000 Panzern und dem Warschauer Pakt haben es die Kommunisten nicht geschafft den Westen und die Demokratie zu zerstören. Mit den Linken und den Grünen klappt es ohne eine Granate abzufeuern.

  15. Von der Achse des Guten:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/graue_woelfe_gehoeren_zu_deutschland/

    Graue Wölfe gehören zu Deutschland

    Dass man das mit den Rechtsextremen nicht durcheinanderbringt: bei NPD und so sind es Aufmärsche und Schulungsstätten, bei den Grauen Wölfen sind es Kultur- und Kongresszentren.

    Man hätte gedacht, dass der Kampf gegen rechts von der Mitte so was nicht zulässt, wenn man auf den Schwindel vom Kampf gegen rechts hereingefallen ist. Kampf gegen rechts ist nichts weiter als Geld verschmeißen, um die linken Verfassungsfeinde einzubinden, und aus deren Sicht ist Kampf gegen rechts Geld abgreifen und sich im Recht fühlen.
    Die Frankfurter Tante für multikulturelle Propaganda und Volkssensibilisierung sah erst keinen Handlungsbedarf, weil sie für Handlungsbedarf nicht zuständig ist, inzwischen will sie das Umfeld der Grauen Wölfe sensibilisieren.
    Au ja, soll sie machen.
    Sie hat ja gezeigt, dass das geht. Auf ihre Äußerungen hin möchte man ihr eine klatschen, zu Aufweckzwecken, aber das tut man nicht, und schon ist man wieder etwas sensibilisierter und toleranter geworden.
    Vielleicht schafft sie es ja, dass sich die Partner-Rechtsextremen in Grüne Wölfe und Wölfinnen umbenennen.

  16. „Rechtsextremismus – Gefahr für Toleranz und Wertegemeinschaft“

    Das Gegenteil von „Wertegemeinschaft“ ist „Multikulti“, das Gegenteil von Toleranz verkörpern der Islam und die Linke.. Daher geht die „Gefahr für Toleranz und Wertegemeinschaft“ nicht von „Rechts“ aus, sondern von Multikulturalisten, Linken und dem Islam.

  17. @ #24 charis
    ich als schweizer schaue eigentlich täglich das morgenmagazin, das auf ard + zdf läuft. Eigentlich eine angenehme Sendung ! Jedoch sobald der cosmoTvMigrant Till Nassif und Dunja Hayali auf dem Bildschirm auftauchen, diese linksLinken SÄÜE,…….. WIRD S O F O R T ❗ umgeschaltet ❗ 😈 ❗

  18. Der von mir verlinkte Artikel enthält folgende gerichtsverwertbare Aussagen:

    lobten sie sich in Artikeln im rassistischen Weblog „Politically Incorrect“ (Verleumdung)

    und um das rassistische PI-Blog (Verleumdung)

    deutlichen rassistischen und antisemitischen Ausfälle des Schweizer SVP-Funktionärs [Feyersinger] (Verleumdung)

  19. Verfassungsschutz hui. (Sollten vielleicht eine Nachschulung für Demokratie machen…gleiches gilt für die Polizei)

    Links- oder Rechtsextremismus gehört verboten.

    PDS und NPD NEIN DANKE

  20. „Die Akademie wird die Vielfalt …blablabla[viel populistischer Senf].. „ohne das eigene Gewissen oder das der anderen zu beschweren.“

    In anderen Worten, dem Vater oder Bruder der dessn Tocher oder Schwester abschlachtet soll man dessen Leben nicht noch zusaetzlich erschweren indem man ihm ins Gewissen redet..

    Also mir kommen immer wieder die Grausbirnen hoch wenn ich solch sinnlose kontraproduktives Schmalz lese, von angeblich ‚hochintelligenten‘ Professoren produziert..

    WAS SIND DAS WAS FEUR WASCHWEIBER IN DEN UNIs ??? Haben die eigenltich alle im Schatten?

  21. Der Sozialistische Filz wuchert wieder im deutschen Lande, dass es die Spatzen von den Daechern pfeifen!

    5VOR [20]12 !!!

  22. In dieser Fresse erkennt man Verbortheit, eine vorhandene Wutproblematik sowie eine maßlose Selbstgerechtigkeit.

  23. „… der Idee politischer Bildung, die ja zur eigenen Urteilsbildung befähigen soll,…“

    Wann soll das gegolten haben?
    In welchem Land?

  24. #26 charis (08. Jun 2011 21:49)
    Vielen Dank für die guten links, die du hier und woanders bringst! Ich glaube, du bist noch nicht lange bei PI oder?

  25. Erschütternd, dass auf dem Gründungsparteitag einer demokratischen Partei Leute wie dieser Tobias-Raphael Bezler alias Robert Andreasch vor der Türe herumlungern. Hier wird er lange darauf warten müssen, dass ihm jemand seinen in Taiwan produzierten Fotoapparat aus der Hand schlägt.

  26. @ #11 beaniberni (08. Jun 2011 20:34)

    Wer noch glaubt das die Türkei zu Europa gehört sollte dies mal lesen:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13420069/Erdogan-stellt-seine-Gegner-als-Feinde-Gottes-dar.html

    Erdogans Zeit läuft. Wenn der Mahdi beginnt seine Karten aufzuspielen, dann ist er am Ende und das weiß er. Sein Traum vom türkischen Weltreich ist dann Vergangenheit. Er wird dann – so es nach dem Mahdi ginge – wahrscheinlich ein Satrap (Regierungsbeamter in Persien) und zuständig für das heutige Südland. Aber dafür muss er seine Position bis zum letzten Atemzug halten, auch dann wenn der Mahdi beginnt mit seinem Atombombenpoker.

Comments are closed.