Aachen: Pro contra Salafisten

Nahe des Aachener Elisenbrunnens haben am vergangenen Samstag (16.7.) ein paar Mitglieder der Partei Pro-NRW einen Informationsstand betrieben. Möglich war dies nach Ansicht von Ordnungsamt und Polizeiführung in Aachen scheinbar nur durch massive Polizeipräsenz. Es waren mehr Polizisten als Pro-NRW Mitglieder vor Ort. Wollte man so Schutz für die Infostandbetreiber schaffen oder Zeichen setzen, dass rechte Gruppierungen in Deutschland unter Generalverdacht stehen (vom Staatsschutz war auch ein Beamter anwesend)?

(Von Max)

Jedenfalls musste die Polizei einschreiten, als einige wohl „linksorientierte Jugendliche“ versuchten, mit Megafon und Papierzetteln eine der von ihnen so beliebten Gegendemonstrationen aus dem Boden zu stampfen. Dies gelang jedoch nicht, da die Polizei darauf hinwies, dass man dazu eine Genehmigung benötige. Die Linken waren hörbar empört darüber. Sie konnten nicht verstehen, dass sie (als Linke im Kampf gegen Rechts!) so etwas bräuchten.

Eine linke Aktivistin beschimpfte dann noch ein Pro-NRW Mitglied als„Faschistenschwein“. Worauf hin der Verunglimpfte eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattete. Wer weiß, wie sich die Situation entwickelt hätte, wäre die Polizei nicht sofort aktiv geworden. Wir kennen ja genügend Beispiele von linker Gewalt.

Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnte uns der Kreisvorsitzende von Pro-NRW in Aachen, Wolfgang Palm (55), einiges über die Reaktionen von Bürgern zu seinem Stand erzählen. Viele seien sehr angetan von dem, was Pro-NRW vermittelt. Dazu gehöre Kritik am Islam, eine Forderung nach mehr innerer Sicherheit und die Ablehnung von Transferzahlungen an die EURO-Pleite-Staaten. Viele Menschen hätten Angst nach Sonnenuntergang in die Stadt zu gehen, weil sie sich vor den so genannten „Gruppen Jugendlicher“ fürchteten. Diese machten mit Pöbeleien („was guckst du mich an“, „scheiß Deutsche“) und Gewalt auf sich aufmerksam. Außerdem machten sich besonders die bereits älteren Mitbürger Sorgen, ob trotz der angeblich notwendigen Transferzahlungen an andere Staaten (z.B. Griechenland) ihre Renten noch gesichert seien.

Ein weiterer pikanter Umstand ergab sich, da zeitgleich einige hundert Meter entfernt, ein Infostand von Fundamental-Islamisten (weder von Polizei noch Staatsschutz beobachtet) aufgestellt war. Bereits im Genehmigungs-Verfahren für die Infostände kamen sich Pro-NRW und die sunnitischen Muslime, ohne es zu wissen, in die Quere. Beide Gruppen bewarben sich für denselben Ort, um ihren Infostand zu betreiben. Der Infostand zur Verbreitung des Salafismus bekam die Zusage, Pro-NRW musste sich mit einer anderen Stelle zufrieden geben. Warum nicht beide Stände an dem ausreichend Raum bietenden Wunschplatz gleichzeitig sein durften, scheint unverständlich, da Pro-NRW noch nie durch Gewalt aufgefallen ist und sich zum Grundgesetz bekennt, und die Salafisten sich selbst doch als friedliebend bezeichnen.

Auffällig war auch der Qualitätsunterschied beider Stände. Während Pro-NRW aufgrund begrenzter Mittel mit einem Tisch, einem Schirm und Flyern auskam, fuhren die Salafisten in ihrem Zelt mehrere Hochglanzmagazine, Bücher und CDs auf (in Türkisch, Arabisch und sogar Deutsch!). Die Titel der Magazine ließen erahnen, dass ihr Inhalt Aufklärung verbreitet, wie zum Beispiel „Die Frau im Islam“, oder „Muslim und Christ im Dialog“. Bereits nach den ersten Seiten dieser „Aufklärungsliteratur“ wurde klar, dass es sich um reine Propaganda handelte.

Es waren kaum Argumente für den Islam vorhanden (da scheint es nur eine geringe Anzahl zu geben) aber dafür gab es reichlich negatives über das Juden- und Christentum zu lesen. So wird zum Beispiel verdeutlicht, dass Bibel und Rabbiner zur Frauenunterdrückung aufrufen würden. Dass die einzige Religion, die Apartheid von Mann und Frau noch heute auf breiter Front aktiv und aggressiv vertritt, der Islam ist, wird einfach ignoriert. Der Inhalt der CDs lässt sich schnell entlarven; alle angebotenen CDs (bedruckt mit der Internetadresse: www.EinladungZumParadies.de) enthalten Vorträge vom deutschen Konvertiten und Hassprediger Pierre Vogel… Und nach Recherche über die Herkunft der finanziellen Mittel des Infostandes, finden sich Quellen in Ägypten und Saudi-Arabien. Die Islamisierung Deutschlands wird also u.a. von diesen Ländern finanziert, und das sogar (durch Ägypten) mit deutschen Entwicklungshilfegeldern?

Sorgen über einen wachsenden radikalen Islam in Deutschland, die Gefährdung der Staatsfinanzen durch Transferzahlungen und die innere Sicherheit in Städten scheinen unsere „Spitzenpolitiker“ und Massenmedien nicht mit dem Volk zu teilen. Das brächten auch viele Bürger zum Ausdruck, so Palm. Sie hätten das Gefühl, dass ihre Interessen nicht mehr von den Alt-Parteien vertreten würden. So sei es das Ziel von Pro-NRW, weiterhin auf sich und die verdrängten Probleme in unserem Land aufmerksam zu machen.