In einem aktuellen Artikel berichtet Bild-Online über die zunehmend verworrenen Hintergründe der TV-Dokumentation von Güner Balci über Thilo Sarrazin. Mit darin verwickelt: Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ. Dem soll sogar der Diebstahl von Videoaufnahmen vorgespielt worden sein, weil die Produktionsfirma „Lona-Media“ das Verschwinden derselben vortäuschen wollte.

Das alles klingt so unglaublich, dass man selbst der Bild-Zeitung nicht zutrauen kann, es erfunden zu haben. Den ganzen Artikel gibt es hier.

Auch der „Danke Thilo-Mann“ Dr. Markus Hoppe vom Blog Zivilisationscourage stand Güner Balci für ihren „gestohlenen“ Film Rede und Antwort. Hier das Video zum Interview:

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59 KOMMENTARE

  1. Es sind gerade die integrierten Türken, die das linksgrüne Kartell als erstes über die Klinge springen lässt. Restaurantbesitzer, Aleviten, jetzt Güner Balci.

    Als integrierter Türke würde mir das zu denken geben.

  2. Ja, ja, Frau Balci hätte sich mal besser frühzeitig von Thilo Sarrazin „distanzieren“ sollen. Das grünrot verlogene Meinungspack mit Alleinbeherrschungsanspruch duldet keine Abweichler von der ideologischen Linie und pflegt „Kollaborateure“ entweder in den Gulag zu wünschen oder in das real-existierende medial-soziale Abseits zu manövrieren.

    Also, Distanzieren ist die Devise, so wie es der gut integrierte Autor Cigdem Toprak auf „Achgut.com“ vormacht.

    Allerdings hat Cigdem Toprak vor der Veröffentlichung nicht mehr probegelesen und so geht seine Distanzierung voll daneben und das nicht nur im Hinblick auf pauschale Verunglimpfungen von PI-Lesern und PI-Machern.

    Also hier das Malheur….

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/es_verschlaegt_mir_die_sprache/

    Die schrecklichen Ereignisse in Oslo haben mir regelrecht die Sprache verschlagen, und ich habe tagelang verdrängt, dass ich darüber nun einen Beitrag schreiben wollte. Weil mir die Worte fehlen.
    […]
    Selbstverständlich habe ich in meinen Beiträgen provoziert. Aber nicht, um zu hetzen und zu Gewalt und Hass aufzurufen, sondern um etwas in den Köpfen der Menschen bewegen zu können.

    Sicherlich, es gibt sie. Dafür braucht man lediglich auf pi-News die Kommentare zu Artikeln über Muslime zu lesen und man findet fremdenfeindliche und rassistische Bemerkungen gegen Muslime.

    Für derartige Beleidigungen und Positionen lasse ich mich aber nicht instrumentalisieren.
    […]
    Komischerweise wird mir vorgehalten, ich sei sunnitenfeindlich und alevitenfreundlich. Dabei habe ich auch die Alevitische Gemeinde in Berlin für ihr Verhalten gegenüber Sarrazin kritisiert. Prompt wurde mir unterstellt, ich würde einen Rassisten wie Sarrazin verteidigen.

    [b]Nun, Sarrazin ist für mich kein Rassist. Er ist zwar ein umstrittener Wissenschaftler, aber keiner, der keine Gewalt anwendet oder befürwortet.[/b][/blockquote]

    Tja, jetzt muß sich wohl Toprak bald eifrig von dieser Aussage über Thilo Sarrazin distanzieren. Das kommt davon, wenn man vor lauter Distanziererei und Buckelei vor der rotgrünen Meinungsmafia selbstbefreiend nach Worten ringt.

  3. @ #1 Stefan Cel Mare (30. Jul 2011 01:34)

    und nicht zu vergessen der Handy Laden Inhaber mit der riesigen Deutschlandfahne, der regelmäßig Besuch von der linken SA bekommt.

  4. Die taz ist noch unschlüssig, ob sie das ganze „krude“ finden soll (vor allem, weil Balci den Sarrazin gar nicht so „krude“ findet):http://www.taz.de/RBB-gegen-Guener-Balci/!75374/

    #3 Hausener Bub (30. Jul 2011 01:48)
    Schon lustig, dass auf einmal ganz viele offen bekennen, regelmäßig PI zu lesen: Cigdem Toprak, Wolfgang Benz, Armin Laschet, Sabine Schiffer, Albrecht von Lucke (taz), Yassin Musharbash und viele mehr (bitte ergänzen).

  5. @johann: Naja, man will sich informieren was die Kameraden gerade machen, ich würde mir da nichts einbilden, im Gegenteil.

  6. Diese Meinungsmanipualtionsmafia der GEZ ist nur entgegen zukommen, wenn ihr ihnen die finanziellen Mittel entzieht. Was glaubt man eigentlich, warum eine Zwangspauschalabgabe installiert werden soll? Was glaubt man eigentlich, wie sehr z.B. Intendanten sich wie die Made im Speck in Zwangsabgabegelder wälzen und obendrein auf perfider weise den Zuschauer einer Meinungsmanipulation unterwerfen? GEZ gehört abgeschafft und die Zwangsabgabe die kommen soll, vor das Verfassungsgericht. Ich sage nicht, das alles schlecht ist. Aber das wenig gute unter GEZ bleib zu vernachlässigen, denn das fangen freie Sender dann auf. Wählt euer Fernsehen selbst aus und lasst euch das nicht aufzwingen. Wenn sie schon ihre unsägliche Meinungsmanipulation durch einen Staats- und Bildungsauftrag unter die Bürger bringen wollen, sollen sie eine Set-Top-Box auf dem Mark bringen und die Schwarzseher ausschließen und jeden selbst entscheiden lasen, ob jemand dieses Angebot erwerben will. Aber dann würden sie pleite gehen und hätten kaum noch Einfluss und man könnte sich nicht mehr die Taschen voller Zwangsabgabegebühren stopfen. Und den Rotfunk Parteien wäre ihr Instrument entzogen worden. Unglaublich eigentlich, wie sehr die Parteien in den Medien verwurzelt sind.

  7. Das ist alles so dümmlich gelaufen, das man gar nicht weiß, wo man mit journalistischen Vorwürfen anfangen soll! Streng genommen war es eine alberne Posse!

    Ob nun Frau Balci mit ihrem Migrantenbonus zu hoch pokerte oder Herr Sarrazin mit seiner Naivität zu niedrig, weiß ich nicht!? Aber dem GEZ-Gebühren-Fernsehn geht es definitiv weniger um Inhalt und vielmehr um Seilschafts-Posten…

    Und der Rest waren entweder billige Statisten oder gut bezahlte „Kampf gegen Rechts“-Akteure, der politischen „Eliten“ oder zukünftigen ***gelöscht***

  8. RBB-Sprecher Justus Demmer zu BILD:Zudem sei das Projekt belastet worden, weil Balci „im Zuge der ZDF-Produktion selbst zum Gegenstand der Debatte wurde“.

    Eine Runde Mitleid für Justus Demmer. Normalerweise bekommen Fimemacher, die zum Gegenstand der Debatte werden, den Grimme-Preis und alle schlecken sich die Finger nach ihnen.

    Der blanke Wahnisnn ist allerdings, dass der Zwangsgebührenfunk sich selbst konkurrenz machen will. Da sind wohl ein paar Sender zuviel. Entweder den RBB oder das ZDF abschaffen.

    .

  9. #5 johann (30. Jul 2011 02:01)

    Schon lustig, dass auf einmal ganz viele offen bekennen, regelmäßig PI zu lesen: Cigdem Toprak, Wolfgang Benz, Armin Laschet, Sabine Schiffer, Albrecht von Lucke (taz), Yassin Musharbash und viele mehr (bitte ergänzen).

    Ich finde noch viel witziger, dass sie sich auf ihrer Islamophobenjagd im Massenmördermanifest eine ausführliche Bombenbauanleitung auf die Festplatte oder den USB-Stick geladen haben. Das wird dem BKA gar nicht gefallen.

  10. Grundgesetz

    Artikel 5.(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

    _________

    Und gleichzeitig wird auf allen Kanälen mehr oder weniger deutlich das Verbot von PI gefordert. Man muß keine Anhänger von obskuren Verschwörungstheorien sein, um nicht zu kapieren, was hier schleichend abläuft.

  11. Natürlich ist es eine Integrationsmafia und eine dazu bezahlte Medienmafia ,die den abeitenden Bürger so manche Fragen stellt…????
    Drum werden auch kritische Fragen dazu, so vehemmmend unterdrückt…..ist doch klar…..also stellt euch nicht Fragen sondern kümmert euch um die Antworten…[..] 😀

    Gruß

  12. Gut, daß es „Bild“ gibt, hahaha ….

    Ein unglaublicher Skandal !!

    Ich hätte nie gedacht, daß Deutschland

    In Frage von Intrigen Frankreich das Wasser

    reichen könnte, so geschehen ….

    ++

  13. Cigdem Toprak im Hinblick auf pauschale Verunglimpfungen von PI-Lesern und PI-Machern scheint mir doch auch zu Kategorie „Wolf im Schafspelz „zu gehören

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/

    Das Interessante ist, dass die wahren “Moslemhasser” a là PI-News-Leser meine Meinung und mich als Person überhaupt nicht unterstützen. Und genau da liegt auch der wesentliche Unterschied zu einem moslemfreundlichen, aber islamkritischen Menschen: Er stellt Bedingungen für das gemeinsame Zusammenleben in Deutschland und auf der Welt auf. Dass viele muslimische Migranten die deutsche Sprache nicht beherrschen oder Deutschfeindlichkeit an den Tag legen, ist ein großes Problem. Diese Art der Kritik ist berechtigt.

    Aha .. Durch Kritik alleine wird sich da aber nichts ändern

    Weil der Kritiker sich Gegenkritik wünscht. Wie Broder, Sarrazin und ich. Ganz anders als ein Rassist, der im Idealfall die Ausreise aller Muslime fordert. Im schlimmsten Fall sie aber körperlich verletzt.

    Wer verletzt hier wen Herr Taquiya? 90 % der Täter in Berlin sind MUSLIME Laut der IGM und schon machen Sie wieder die Muslims zu den Juden von heute ???

    Und warum steht mir als Steuerzahler nicht das Recht zu , das mein Geld vernünftig verwendet wird , und nicht zum Fenster hinaus geworfen wird für arbeitsunwillige Parallelgesellschaften , die Deutschland NUR probleme bereiten ???

  14. # Chester

    Cigdem Toprak :
    Und genau da liegt auch der wesentliche Unterschied zu einem moslemfreundlichen, aber islamkritischen Menschen

    Anscheinend hat dieser „Herr“ Die Quadratur des Kreises gelöst …. Moslemfreundlich und Islamkritisch sein …

  15. Ich habe nie GEZ-Gebühren gezahlt. Das kann ich den anderen Lesern auch nur empfehlen.

    Wenn man Güner Balci unterstützen möchte, kann man auch einfach ein Buch von ihr kaufen. Die sollen gar nicht schlecht sein.

  16. Tuerkei: Was ist Tuerkei, und wenn ja, wie viele?

    Dramatische Spaltung in der Türkei: Die Führung der türkischen Streitkräfte hat geschlossen ihren Rücktritt erklärt – mehrere hochrangige Kommandeure legten aus Protest gegen die Regierung von Premier Erdogan ihren Dienst nieder. Dutzende Generäle stehen seit Wochen unter Putschverdacht. …

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777447,00.html

    Was nicht wenige, auch hier bei PI, schon laengst ausmachten, unsere Volkszertreter und Tuerkei-EU-Traeumer aber schlicht nicht fuer wahr haben wollen, wir nun deutlicher und evidenter in seinen Auspraegungen.
    Die Tuerkei spaltet und rudimentiert sich, Schlag um Schlag, zunehmend. In eine Art ‚Iran 2.0‘, und den Rest-Atatuerk-Tuerkeianhaengern sowie Minoritaten-Spaltinseln.
    Nun haben die Militaerspitzen den Gottesstaatswahn-Erpressern, endlich, die rote Karte gezeigt. Frei nach dem Motto, „dann macht doch euren Dreck alleine!“.

    Erst die Justiz, nun das Militaer. Tuerkei verrudimentiert als Idee des Staatsgruenders mehr und mehr.
    Fuer die Sicherheit in der Region ein zunehmendes Manko. Die Frage der Mitgliedschaft i.d. NATO, der deut. Ruestungsgueter f.T., sollte rasch diskutiert werden. So ein „Partner“ ist wohl kaum als solcher zu bezeichnen.

    Was nun, Tuerkei in der Zwangsabschaffung?

  17. Zitat aus der FAZ (Schirrmacher, vom 28.7.2011)

    Fallengelassenes Rollenmodell für aufstiegswillige junge Türkinnen: die Journalistin Güner Balci.

    ***

    Vor einigen Jahren konnte Frau Balci ihre Bücher und Fernsehbeiträge gut verkaufen,
    an Zeitungen und ins Fernsehen.
    Aber aus dem Bereich „Problemgebiete mit Ausländern“ ist auf Dauer kein Einkommen zu erzielen, von dem man leben kann.
    Wenn jede Zeitung das einmal gebracht hat, dann besteht kaum noch ein Bedarf ein Fortsetzungsgeschichten.

    Der Zuschauer will es entweder gar nicht sehen (und den Kopf in den Sand stecken) oder er will Lösungen sehen.
    Genauso wollen auch die Zeitungen und Fernsehsender keine schlafenden Hunde wecken.

    „Zur Zeit arbeitet sie als freie Journalistin und Fernsehautorin.“

    Quelle: Wikipedia
    Ich habe einmal beim Hessischen Rundfunk gesehen, was das heißt.
    Diese Leute sind als Tagelöhner beschäftigt, sie werden tageweise, auftragsweise beschäftigt.

    Frau Balci hat in dem Machwerk von Aspekte Herrn Sarrazin verraten (es sein denn, der Film wurde von Anderen so zurechtgeschnitten).
    Gleichzeitig wird sie von den Sendern fallengelassen wie eine heiße Kartoffel.
    Damit ist vorerst einmal die Lebensgrundlage vernichtet. Ein altbewährtes Mittel, und mit diesem Mittel wird vielen Millionen Menschen in Deutschland Angst gemacht.

    Kurz vor dem Fernsehbericht von Aspekte über Sarrazin in Kreuzberg wurde ein zehnminütiges Gespräch mit Frau Balci gesendet. Man konnte ihr dabei ansehen, wie sehr sie nervlich angespannt und belastet war. Sie schien schon zu ahnen, was auf sie zukommt.

  18. „der Koran ist der Islam und der Maßstab, also bitte keinen Etikettenschwindel betreiben, Islam kritisieren heisst Koran kritisieren und sich nicht daran hochziehen was Menschen machen die ja dem Koran widersprechen, der Islam ist ein? durch den Koran geschützter Begriff, nur im Koran ist der Islam definiert.
    IslamPower2010 vor 2 Tagen

    Ein Kommentar von Salafisten aus Pierre Vogels Umfeld,die auf Youtube zu ihrem selbst eingestellten, folgendem Video,genauso,wie an anderen Stellen linksgerichtete Medien u.Politiker der Islamkritik, (hier u.a.PI und sogar Merkel) unterstellen,an Oslo,etc. Schuld zu sein und das durch ihr Zurückrudern sogar eingestehen würden.
    http://www.youtube.com/watch?v=MNMdK7ubSY4

    U.a. würde Ibrahim Abu Nagie laut Aussage der Einsteller des Videos auch angeblich „zu Unrecht“ für „symbolische,nicht strafbare Äusserungen“ (u.a, Juden sollten umgebracht werden) rechtlich verfolgt und würde darüber hinaus von „Islamhassern“ Morddrohungen erhalten,woran wiederum Islamkritik schuld wäre.

  19. Balci hat zum selben Thema fürs ZDF und ARD Filme gedreht, obwohl ihr das vertraglich untersagt war. Dafür hätte ich sie auch rausgeschmissen.

  20. zu #25 widerstand

    Neben den Aussagen zum Koran und Islam,(welche im Kommentarbereich unter dem Video) von den Einstellern geäussert werden,….

    …beachte man,dass (im Video selbst) nicht etwa Abu Nagies Äusserungen über das Töten von Juden (welches nach ihm „jetzt passieren solle“),
    http://www.youtube.com/watch?v=3NjS1rOlai4&feature=related

    oder dass er im Islamunterricht ganz Koran-konform seine Schüler gegen „Ungläubige“ aufhetzt,
    http://www.youtube.com/watch?v=eTxjMkStgTY
    Schuld an Anfeindungen,oder sogar vermeintliche, genannte Drohungen gegen ihn schuld sein könnten,………..sondern ausschliesslich Islamkritik sei schuld.

  21. #1 Stefan Cel Mare (30. Jul 2011 01:34)

    Es sind gerade die integrierten Türken, die das linksgrüne Kartell als erstes über die Klinge springen lässt. Restaurantbesitzer, Aleviten, jetzt Güner Balci.

    Als integrierter Türke würde mir das zu denken geben.

    Korrekt!

    Damit kommen die linksgrünen DiskursdresseurInnen überhaupt nicht klar!

    Wenn Thilo Sarrazin seine Meinung vertritt, naja, der ist eben blond und blauäugig, schlimm, aber ein „Arier“, da ist nichts Anderes an „faschistischen“ Ansichten zu erwarten.

    Aber die linksgrünen SittenwächterInnen laufen Amok, wenn die integrierten Intellektuellen wie Necla Kelek, Seyran Ates, Güner Bacli oder Serap Cileli zur Sache die Stimme erheben, denn dann versagt die rassistische Rollenverteilung Guter Migrant-Böser Deutscher!

    Ich denke da nur an den Brandbrief der linksgrünen „Migrationssoziologen“ gegen Necla Kelek:

    Wikipedia

    Kurz vor der Herausgabe von Keleks familiensoziologischer Studie Mitte März 2006 veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit am 2. Februar 2006 einen als Petition bezeichneten Offenen Brief zur Integrationspolitik in Deutschland, der von 60 Wissenschaftlern aus dem sozialwissenschaftlichen Fachbereich im Allgemeinen und der Migrationsforschung im Besonderen unterschrieben worden war; Verfasser waren die Bremer Professorin für interkulturelle Bildung Yasemin Karaka?o?lu und der Kölner Psychologe und Journalist Mark Terkessidis.[8] Er richtete sich u. a. gegen die prominente Stellung Keleks im offiziellen politischen Diskurs und wirft ihr vor, mittlerweile „unwissenschaftlich“ zu arbeiten. Während Kelek in ihrer Dissertation noch seriös geforscht habe, verallgemeinere sie nun – entgegen ihren damaligen Forschungsergebnissen – in ihrem Buch und ihren Zeitungsbeiträgen Einzelfälle zu exemplarischen Gattungsmerkmalen der muslimischen Migranten. Man bestreite keineswegs die Existenz von Zwangsheiraten und „Ehrenmorden“, doch seien arrangierte Heiraten (die von Zwangsheiraten zu unterscheiden seien) unter anderem auch auf die Entstehung von Heiratsmärkten zwischen Herkunftsland und Migrationsziel zurückzuführen, die wiederum „Ergebnis der Abschottungspolitik Europas“ seien; sie seien also oft durch den Wunsch nach legaler Einwanderung motiviert. Dies könne nicht gesehen werden, wenn man – wie etwa Kelek – generell den Phänomenen ein Deutungsmuster der pauschalen Gegenüberstellung von „dem Islam“ und „der westlichen Zivilisation“ überstülpe.

    Kelek erhielt in derselben Ausgabe der Zeitung die Möglichkeit zu einer Replik eingeräumt, die auch von der Tageszeitung taz am 3. Februar abgedruckt wurde.[9]


    Sie ging auf die gegen sie gerichteten Vorwürfe nicht näher ein, und warf ihrerseits den Unterzeichnern der Petition vor, unwissenschaftlich zu argumentieren. Ungeachtet der realen Zustände verträten diese die Illusion der geglückten Integration muslimischer Migranten. Trotz täglich dieser Ansicht widersprechender Ereignisse versuchten die Vertreter der akademischen Mehrheitsmeinung lieber die Überbringerin der schlechten Nachricht zu kritisieren als ihre eigenen Ansichten und ihr „ideologisches Konzept des Multikulturalismus“. Sie spitzte ihre Erwiderung zu, indem sie den „Kritiker[n] aus der gut ausgestatteten Welt der öffentlich finanzierten Migrationsforschung“ vorwarf, „seit 30 Jahren für das Scheitern der Integrationspolitik verantwortlich“ zu sein. Der wahre Zweck ihrer Einrede sei die „Angst um ihre Forschungsmittel“.

  22. Mit darin verwickelt: Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ

    Sarrazins 464 Buchseiten sind 464 Mäusefallen. Und der Ball springt immer noch. Falle nach Falle schnappt zu.

    Die Frage ist doch eher wer da in welche Fallen tritt.

    Wer Mausefallen in Mäusefallen umdichtet bei dem sind auch diverse handwerkliche Fehler bei der Berichterstattung möglich.

    Von der Ideologie dieser Hippies ist nur Abfall zu erwarten.

    Für derlei Traktate empfehle ich Ablage RUND welche für die Aufnahme von Abfall bestens geeignet ist.

    Bloggy

  23. #22 Kueltuervertriebener

    „Nun haben die Militaerspitzen den Gottesstaatswahn-Erpressern, endlich, die rote Karte gezeigt. Frei nach dem Motto, “dann macht doch euren Dreck alleine!”.

    Ich glaube eher,daß das Militär den Gottesstaatswahn-Erpressern (unfreiwillig) die grüne Karte zum Freifahrtschein gegeben hat,weil sie von der Regierung mit den neuen (islamischen) „Demokratie-“ Reformen zum grossen Teil entmachtet und zu stark unter Druck gesetzt wurden.

    Ähnlich,wie bei manchen Oppositionellen,denen von der AKP vor dem Wahlkampf geraten wurde sich zu beugen,bevor sie irgendwann die „Konsequenzen“ zu spüren bekämen.

  24. Statt sich übers DDR-TV zu vermarkten, sollten kritische Journalisten, Filmproduzenten das Internet nutzen. Es ist freier, unabhängiger und wird von immer mehr Bevölkerungsschichten konsumiert. Daß ÖR hat seinen Zenit schon lange überschritten. Teuer, veraltet, unattraktiv, links-grün, abhängig und wenig informativ.
    Jetzt GEZ abmelden!

  25. In einem Punkt ist Sarrazin inkonsequent:

    Anstatt sich von dem muslimisch-linken Pöbel in Berlin bedrohen zu lassen, sollte er endlich in DIE FREIHEIT oder sonstwo eintreten.
    Das würde mehr bewirken als die Tour durch fremde Galaxien.

  26. #22 Kueltuervertriebener

    Da scheint das Projekt Ergenekon vollendet zu werden. Die Presse geknebelt, die Justiz auf Linie der AKP, das Militär entmachtet. Adolf Erdowahn kommt dem Gottestaat wirklich immer näher. Wenn so etwas EU-Mitglied wird, wäre die Bezeichnung Eurabia wirklich gerechtfertigt. Nicht gut!

  27. @ Hausener Bub u. Chester: Cigdem Toprak ist kein „Herr“, sondern eine intelligente junge Frau alevitischer Abstammung, die in ihrem Blog auch schon eine Menge Vernünftiges geschrieben hat. Wären alle Zuwanderer so aufgeschlossen wie Frau Toprak – auch wenn sie PI offenbar nicht mag, innerlich aber stärker davon inspiriert zu sein scheint als sie sich selbst zuzugestehen bereit ist – gäbe es keine Integrationsprobleme in Deutschland. Leider gehört sie zu einer verschwindenden Minderheit unter den türkischstämmigen Immigranten. Das Bild hier wird bekanntlich durch die dumpfe Masse ungebildeter und dialogunfähiger Anatolier gebildet, die den unsäglichen Familiennachzug perfektioniert haben, vielfach innerhalb der mehr oder weniger entfernten Verwandtschaft heiraten und hier überwiegend direkt in unsere Sozialsysteme einfallen. Ich wünschte, wir hätten drei Millionen Cigdem Topraks in Deutschland!

  28. # 6 Johann:
    „#3 Hausener Bub (30. Jul 2011 01:48)
    Schon lustig, dass auf einmal ganz viele offen bekennen, regelmäßig PI zu lesen: Cigdem Toprak, Wolfgang Benz, Armin Laschet, Sabine Schiffer, Albrecht von Lucke (taz), Yassin Musharbash und viele mehr (bitte ergänzen).“
    ————-

    Das ist formell zwar zutreffend, jedoch eine Beleidigung für die weltoffene C. Toprak, mit solchen faschistoiden Figuren und Islam-Lobbyisten in eine Reihe gestellt zu werden.

    Festzuhalten bleibt natürlich, dass viele regelmäßig auf PI lesen, von denen man es nicht unbedingt erwarten würde.

  29. OT:

    Frau Sabine Schiffer erklärt auf D-Kultur einmal wieder, warum Islamkritik „böhse“ ist.
    Ohne Werbung machen zu wollen, nannte sie zufällig wieder wen? Logisch pi-news…

  30. #19 Leberecht von Kotze

    „Wenn man Güner Balci unterstützen möchte, kann man auch einfach ein Buch von ihr kaufen. Die sollen gar nicht schlecht sein.“

    —–

    Zustimmung! „Arab Queen“ und „Arab Boy“ gehören zu den Highlights der islamkritischen Literatur aus türkischstämmigem Milieu. Außerem sind sie sehr einfühlsam geschrieben, man merkt, dass es Balci auch um Menschen und Schicksale geht, nicht nur um „große Politik“.

  31. Um den Verlauf der zukünftigen Entwicklung der Türkei und manchen arabischen Staaten,wie Ägypten zu prognostizieren,braucht man kein Hellseher zu sein,sondern man muss nur ein paar Kentnisse vom Islam haben und das Verhalten seiner religiösen Vertreter beobachten.

    In Europa stösst das in der Bevölkerung auf Ablehnung.
    Die meisten Leute wollen sich weder von Islamisten ihren Glauben aufzwingen lassen,noch wollen sie sich von der Politik einreden lassen,sich in ihren eigenen Ländern anderen Religionen,oder Kulturen zu unterwerfen.

    Die Politik muß endlich mal anfangen nachzudenken,

  32. @ #37 Tiefseetaucher

    Vielen Dank für die Aufklärung.

    Die westoghusische Sprachfamiilie, zu der türkisch gehört, macht es einem wahrlich nicht einfach Männlein von Weiblein zu unterscheiden. 🙂

    Jetzt steht es 1 zu 1 zwischen Toprak und mir, denn sie hat mittlerweile ihren fürchterlichen grammatikalischen Faux-Pas gegenüber Thilo Sarrazin…

    Nun, Sarrazin ist für mich kein Rassist. Er ist zwar ein umstrittener Wissenschaftler, aber keiner, der keine Gewalt anwendet oder befürworte

    …im Achgut-Artikel korrigiert.

    Wer weiß, vielleicht hat sie ja heute Nacht PI gelesen. Hallo Frau Toprak!

  33. #21 Eurakel „FAZ nutzt das Fachwissen von Bloggern, weil die eigenen Redakteure zu lasch sind:

    Blogger interviewen Steinbrück zum Euro

    http://www.faz.net/artikel/C30351/peer-steinbrueck-im-gespraech-ist-politik-wirklich-so-ohnmaechtig-30476065.html

    ————

    Ich widerspreche Dir insofern als FAZ-Redakteure und viele Gastkommentatoren in der Frage Euro/Transferunion so deutlich wie in keinee andere deutsche Tageszeitung Stellung bezogen haben. Es wurde hier eine Menge Kritik am Irrweg Merkels, Schäubles und der gesamten Eurokratenkaste geübt.
    Was dagegen – zumindest aus meiner Sicht – ärgerlich ist, ist der Schlingerkurs dieser Zeitung in Sachen Islam/Islamkritik. Da ist zu viel durch die Bahners, Schirrmachers, Heftys geprägt und wird zu viel Offensichtliches aus Gründen des politischen Opportunismus unterdrückt. Das zeigt sich schon bei den Leserkommentaren. Schreibt mal einen gegen Schäubles Euro-Fimmel, der wird zu 90 Prozent gebracht, wenn nicht gerade üble Beleidigungen darin enthalten sind. Bei Pro-Sarrazin-Kommentaren liegt die Erfolgsaussicht dagegen bei etwa 30 Prozent.

  34. Zu #42 Tiefseetaucher:

    Sorry, der eine Satz ist mir in der Hast völlig daneben geraten. Muss heißen:

    … insofern als FAZ-Redakteure und viele Gastkommentatoren – u.a. Fachleute wie Sinn, Henkel, Hankel etc. – in der Frage Euro/Transferunion so deutlich wie in keiner anderen deutschen Tageszeitung Stellung bezogen haben.

  35. Zur hier angesprochenen Frage, in welche Richtung sich die Türkei entwickelt: Es wurde auf PI von ganz vielen Postern von Anfang an viel klarer gesehen als in der Politik oder im Lager der Desinteressierten, die meinen, Türkei sei das, was sie jeden Sommer bei ihrem All-Inclusive-Antalya-Urlaub zu sehen bekommen.

    Die Türkei ist definitiv mit Vollgas auf dem Weg in eine islamische Diktatur. Viele Schriftsteller und kritische Intellektuelle wurden bereits mundtot gemacht und schmoren in den nicht allzu komfortablen türkischen Gefängnissen. Erdogan und seine AKP-Gefolgsleute glauben, sie könnten das Heft voll in der Hand behalten und diese Diktatur selbst ausüben/kontrollieren. Ich bin mir da langfristig nicht so sicher. Das Ganze könnte irgendwann eine Eigendynamik entwickeln und der durch Erdogans Politik immens gestärkte Islam könnte immer mehr Kompetenzen in eigener Hand verlangen und an sich reißen – das wäre dann der Weg in den Gottesstaat und die Mullah-Diktatur, deren grausiges Beispiel Iran mich immer wieder aufs Neue erschaudern lässt.

    Die Dummheit, Naivität aber auch Hinterlist europäischer und deutscher Politiker in der Türkei-Frage ist entlarvend. Wenn ideologisch beschränkte Deutschland-Hasser wie Killerwarze Roth oder die Türkei-Lobbyisten Polenz und Laschet (beide CDU) die Türkei schön und demokratisch „singen“, ist das eine Sache und interessenbedingt zu interpretieren. Wenn aber ein Westerwelle jeden Akt der AKP zur Entmachtung der Generäle, die wie nichts anderes für Atatürks säkulare Idee standen, als Meilenstein auf dem Weg zu mehr Demokratie bejubelt, zeigt das, wie einfältig und geistig beschränkt dieser Mann eigentlich ist.

    Die Türkei ist längst für die westliche, zivilisierte Welt und Europa verloren. Wenn man sie doch noch in die EU hinein bugsiert, kann man auch gleich den Iran, Afghanistan und den Sudan aufnehmen.

  36. @ #46 Fragezeichen

    Ja, langsam deucht auch den Paladinen der Obrigkeit:

    „Die Vorzüge einer multikulturellen Gesellschaft werden meist von einer gebildeten und wohl situierten Mittelschicht gepriesen. Deren Angehörige aber werden durch die Gnade gespaltener Arbeits- und Wohnungsmärkte gerade davor bewahrt, in ihrem Alltag das zu praktizieren, was sie predigen“
    (Häußermann/Siebel Stadtsoziologie. Eine Einführung. Seite 74 Franfurt/Main und New York: Campus).

  37. Das größte Problem sind nicht die vielen Grünen und Sozen in den Redaktionsstuben. Dss größte Problem sind die Unternehmen und Politiker, die sich haben kaufen und unterwandern lassen von islamischer Seite.

  38. #37 Tiefseetaucher (30. Jul 2011 11:05)
    ja, da ist mir ein Fehler unterlaufen.
    Cigdem Toprak gehört wirklich nicht in diese Reihe.

    #21 Eurakel (30. Jul 2011 05:47)
    im Tsp-Forum zum Schneider-Artikel bist du auch, nicht wahr?

  39. OT

    Kirchenbeauftragter: „Recht zum Moscheebau außer Frage“

    Etwa 7000 Muslime wohnen in Thüringen. Wie die Christen wollen auch sie in Thüringen eigene Kindergärten und Friedhöfe sowie Islamunterricht in der Schule. Mit Helmut Wiesmann beschäftigt die Deutsche Bischofskonferenz der Katholischen Kirche einen eigenen Beauftragten. Mit ihm sprach Hanno Müller

    Herr Wiesmann, welche Kontakte gibt es zwischen Katholischer Kirche und Muslimen?

    http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Kirchenbeauftragter-Recht-zum-Moscheebau-ausser-Frage-2021966184

  40. Dazu auch die Frankfurter Rundschau vom 29.07.2011

    In diesem Artikel stellt sich der Ablauf anders dar als in den zuvor erschienenen Artikeln und auch wie in der rbb-Stellungnahme.

    Laut Frankfurter Rundschau war dem rbb die aspekte-Produktion bekannt, und war vom rbb auch genehmigt worden
    (aber die Produktionsfirma Lona Media sagt,
    nichts vom aspekte-Film gewusst zu haben, Zitat aus der rbb-Stellungnahme: „Ausschlaggebend war, dass entgegen eindeutigen schriftlichen Absprachen zur selben Thematik ein Magazinbeitrag für das ZDF realisiert und vor der für die ARD geplanten Dokumentation gesendet wurde“).

    Auszug aus der FR:
    “Frankfurter Rundschau
    Sarrazin
    Kein Marsch durch Kreuzberg

    Güner Balci hat für den RBB an einer Doku über Sarrazin gearbeitet – und auch einen Beitrag für die ZDF-Sendung “Aspekte” zum selben Thema gedreht. Der RBB wird seine geplante Doku nicht mehr zeigen. Die nötige Exklusivität sei nicht mehr gegeben.
    Im ZDF-Magazin Aspekte lief Güner Balcis Beitrag, der Sarrazin in Kreuzberg zeigt. Im RBB wird er nicht sehen sein.
    Im ZDF-Magazin “Aspekte” lief Güner Balcis Beitrag, der Sarrazin in Kreuzberg zeigt. Im RBB wird er nicht sehen sein.

    Es war eine Räuberpistole, die FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher gestern im Feuilleton seiner Zeitung ausbreitete. Es ging um eine abgesetzte TV-Doku über Thilo Sarrazin, um angeblich geraubte Aufnahmen und den RBB, es ging um Notlügen und Selbstbetrug und um die Gefährdung der „hochbegabten Fernsehjournalistin“ Güner Balci, die durch diese Melange entstehe.

    Aber der Reihe nach: Der RBB hatte bei einer Produktionsfirma einen Film in Auftrag gegeben, der sich ein Jahr nach der Veröffentlichung von Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ noch einmal mit dessen Thesen und der Debatte darüber befassen wollte.
    Als Co-Autorin des auf 45 Minuten angelegten Films war Güner Balci engagiert worden. Für die Doku gab es bereits einen Sendeplatz Ende September in der ARD. Etliches Filmmaterial lag schon vor, darunter auch ein aufgezeichnetes Gespräch mit Frank Schirrmacher, der in der Doku zu Wort kommen sollte.

    Doch plötzlich soll der Film nicht mehr erscheinen, zumindest nicht mehr mit Güner Balci als Co-Autorin. Die Produktionsfirma versucht, das Projekt zu retten und tischt Schirrmacher die – wie sie später zugibt – „Notlüge“ auf, die Bänder seien gestohlen worden.
    Man müsse noch einmal mit ihm drehen. Güner Balci weiß davon auf Nachfrage Schirrmachers nichts. Ebenso wenig wie der RBB, der am Dienstag entscheidet, die Doku abzusetzen.

    Begründung: Güner Balci habe für die ZDF-Sendung „Aspekte“ einen Beitrag zum selben Thema gedreht und sei dafür mit Sarrazin durch Kreuzberg spaziert. Das sei ein zentraler Punkt auch des RBB-Films gewesen. Schirrmacher nennt die RBB-Begründung deshalb fadenscheinig. Der RBB sei mit dem Thema Sarrazin einfach überfordert.

    Irritation über „Aspekte“

    Der Sender weist das zurück. Man habe von dem „Aspekte“-Beitrag gewusst, ihn Güner Balci sogar genehmigt, allerdings mit der Auflage, dass dadurch die Exklusivität des RBB-Beitrages nicht beeinträchtigt werde, sagt Sprecher Justus Demmer. Dazu habe eben auch ein Besuch Sarrazins in Kreuzberg gezählt. (Anmerkung von mir: Sarrazin war aber beim Dreh Mai/Juni in Neukölln, bei aspekte in Kreuzberg, jeweils mit einer unterschiedlichen Zielgruppe)

    Umso mehr habe den Sender irritiert, dass Balci mit Sarrazin für das ZDF durch Kreuzberg gelaufen sei und auch noch behauptet habe, Sarrazin stelle sich erstmals den Menschen, über die er so kritisch schreibe. Erstmals! Wo doch das RBB-Team schon vor Wochen Sarrazin bei einem Gang durch Kreuzberg begleitet habe. Den Ärger darüber habe der Sender Frau Balci in einem Gespräch mitgeteilt.
    Wenn man die Aussagen richtig versteht, fühlt sich der RBB also von Güner Balci um eine vermeintlich gute Idee betrogen. Güner Balci und die Produktionsfirma waren gestern zunächst nicht für ein Gespräch zu erreichen.”
    http://www.fr-online.de/kultur/medien/kein-marsch-durch-kreuzberg/-/1473342/8723252/-/index.html

  41. Die FR behauptete gestern, der RBB habe von dem „aspekte“-Beitrag gewusst, ihn sogar genehmigt: Ich glaube kein Wort, völlig unüblich in der Branche. Laut „taz“ von gestern habe der RBB, „nun sichtlich um Transparenz bemüht“, dem Blatt „einen Auszug aus einer Mail“ vorgelegt, „laut dem der RBB tatsächlich die Produktionsfirma um absolute Exklusivität anhält“, was wahrscheinlicher klingt.

    Und Schirrmacher soll nicht so scheinheilig tun, als habe Balcis „kleiner Film“ für das ZDF „keine Rolle“ gespielt: Wer mit der FAZ einen langen Artikel über, sagen wir mal, Kreuzberg bei Nacht verabredet und zwischendurch schonmal eine Kleinigkeit zum gleichen Thema an die „Frankfurter Rundschau“ verkauft, kann den FAZ-Artikel vergessen.

    Aber bevor nicht die Produktionsfirma Lona-Media erklärt, warum man glaubte, zu einer „Notlüge“ greifen zu müssen und warum das Interview mit Schirrmacher ohne Balci wiederholt werden sollte, tappen wir alle im Dunkeln. Balci gehört übrigens zum festen Team von Lona-Media.

  42. @#53 Heta: Güner Balci ließ bis jetzt nichts dazu verlauten, obwohl sich doch alles um sie dreht in dieser Geschichte. Sehr merkwürdig.

    Alle bisherigen Medienberichte, dazu die rbb-Stellungnahme, sind in sich nicht schlüßig, nicht plausibel und stelleweise widersprüchlich.

    Güner Balci soll bitte Stellung dazu nehmen. Alleine sie könnte Tageslicht in diese undurchsichtige Geschichte bringen. Solange Balci sich nicht äußert tappen wir im Dunkeln.

  43. #54 faktenscheck:

    Noch besser wäre es, wenn Nicola Graef eine Erklärung abgäbe, Geschäftsführerin von Lona-Media und Hauptautorin des geplanten Sarrazin-Films. War sie schon bei „Kampf im Klassenzimmer“, fiel nur leider, weil Mihigru interessanter ist, meistens unter den Tisch. „Tod einer Richterin – Kirsten Heisig“ stammt auch von den beiden. Aber Graef wird einen Deuwel tun, sich öffentlich zu erklären.

    Wenn Lona-Media das Schirrmacher-Interview ohne Balci wiederholen wollte, kann das doch nur heißen, dass die Firma den Film ohne Balci weitermachen wollte. Balci ist als Autorin ohnehin zu oft im Bild. Und dann auch noch mit dieser affigen Sonnenbrille auf dem Kopf.

  44. #56 Heta, interessant. War auch gerade auf der lonamedia-Seite, stimmt, auf der Seite „team“ ist Balci nicht mehr dabei.

    Was aber der Grund dafür war und ist…ich tappe da völlig im Dunkeln. Hat die Politik da Einfluß genommen auf den rbb, und rbb danach auf lona-media, sprach das Ergebnis dieser Produktion zu sehr für Sarrazin…

  45. Ich glaube, es ist ganz einfach: Normalerweise scheren sich die Zeitungen nicht darum, was in „aspekte“ läuft, aber in diesem speziellen Fall dürfte Balci selbst kräftig die Werbetrommel gerührt haben: Der Beitrag lief am 22. Juli, und schon am 14. Juli wusste die „B.Z.“, dass Sarrazin „in Kreuzberg unerwünscht“ ist, mit Hinweis auf „aspekte“, am Tag danach erzählte Balci selbst ausführlich in der „Welt“, was in Kreuzberg los war (ohne Hinweis auf „aspekte“), PI am gleichen Tag: „Sarrazin bei Aleviten in Berlin: ,Hau ab!‘“,
    dann kamen alle anderen, täglich, soviel Reklame hatte „aspekte“ noch nie, am 19. Juli folgten „stern“, FAZ usw.

    Macht sich nicht so gut, wenn man in der Hauptsache für eine Firma arbeitet, die das gleiche Thema für die ARD bearbeitet.

  46. SPON gestern:

    …Auch die „Welt“ mutmaßte, „dass am Ende doch politische Erwägungen für den Entzug des Projekts ausschlaggebend waren“, und die „Bild“ titelte schlicht „Skandal um Sarrazin-Film“.

    Steile Thesen – die allerdings übergehen, dass es im Sendergeschäft üblich und selbstverständlich ist, auf Exklusivität zu bestehen, wenn es um brisante Themen und Figuren geht – um so mehr, wenn die Autoren selbst eine gewisse Prominenz haben.

    In dieser Hinsicht stärkt die bereits zitierte E-Mail des RBB die Position des Senders: Offenbar gab es seitens der Berliner TV-Anstalt eine klare Ansage gegenüber der Produktionsfirma, in deren Auftrag Balci gearbeitet hat. Die Autorin selbst sagte allerdings der „FAZ“, nichts von schriftlichen oder mündlichen Absprachen über Exklusivität gewusst zu haben. Balci war für SPIEGEL ONLINE nicht zu erreichen – auch die Produktionsfirma Lona Media wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,777295,00.html

    Wenn das stimmt, tut Balci so naiv oder weiß wirklich nicht, wie’s im Mediengeschäft zugeht.

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