Henryk M. Broder hat den ihm für die TV-Serie „Deutschlandsafari“ verliehenen Journalistenpreis des Deutschen Kulturrates aus Protest gegen antidemokratische Äußerungen gegen den Besuch von Thilo Sarrazin in Berlin-Kreuzberg zurückgegeben.

In einem offenen Brief begründet der Autor seinen spektakulären Schritt: „Sie sind der falsche Preisgeber“:

Sehr geehrter Herr Zimmermann,

vor etwas mehr als einem Monat hat der Kulturrat, dessen Geschäftsführer Sie sind, Journalistenpreise verliehen, darunter auch einen Preis an das Team der „Deutschland-Safari/Entweder Broder“.

In der Begründung hieß es: „Mit der fünfteiligen Serie…werden ironisch Vorurteile über Muslime, Juden und Christen pointiert präsentiert. Die Jury hebt insbesondere hervor, dass neben den satirischen Überhöhungen der beiden Protagonisten Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad auch gesellschaftspolitische Fragen wie Integration, Religionszugehörigkeit und kulturelle Vielfalt in Deutschland thematisiert werden.“

Nun habe ich in der „Berliner Morgenpost“ gelesen, was Sie zu dem Besuch von Thilo Sarrazin in Kreuzberg gesagt haben: „Es ist wirklich mehr als peinlich, wenn ‚Aspekte‘, ein renommiertes Kulturmagazin, es offensichtlich nötig hat, einen solch vorhersehbaren Eklat zu inszenieren. Wer Thilo Sarrazin unter sichtbarer filmischer Beobachtung durch Berlin-Kreuzberg und Neukölln schickt, kalkuliert mit wütenden Reaktionen.“

Peinlich in diesem Zusammenhang ist nicht der Besuch Sarrazins in Kreuzberg und der Versuch des ZDF, das Ereignis zu dokumentieren, peinlich ist nur Ihre unsägliche Stellungnahme, mit der Sie sich auf die Seite des Pöbels stellen, der in Teilen von Kreuzberg mittlerweile das Sagen hat.

Selbst wenn Sarrazin und das ZDF vorgehabt hätten, einen Eklat zu inszenieren, so ist das in einer funktionierenden Demokratie, die nicht von Kulturräten verwaltet wird, ein legitimes Mittel, auf Umstände, Missstände und Zustände aufmerksam zu machen, deren Existenz gerne geleugnet wird.

Und es ist genau das, was Hamed Abdel-Samad und ich in unserer TV-Serie gemacht haben, als wir eine NPD-Versammlung, eine Runde ehemaliger Stasi-Funktionäre und eine Moschee in Duisburg besuchten. Dafür haben Sie uns einen Preis verliehen.

Im Lichte Ihrer Äußerungen zu Sarrazin finde ich nun, dass wir den Preis nicht verdient haben beziehungsweise dass Sie der falsche Preisgeber sind. Ihre Haltung ist antiaufklärerisch, paternalistisch und reaktionär, sie fördert die Einrichtung von No-go-Areas, die es in einer offenen Gesellschaft nicht geben darf.

Deswegen gebe ich den Preis, den Sie mir verliehen haben, mit sofortiger Wirkung zurück. Von weiteren Zumutungen Ihrerseits bitte ich abzusehen.

H. M. Broder, Manchester, 20. Juli 2011


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN

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94 KOMMENTARE

  1. H.M. Broder ist ein geistiges Genie, dem kein Intellektueller das Wasser reichen kann!

    Ein aufrichtiger und ehrenwerter Mensch, von dessen Sorte es nur noch ganz wenige in diesem Lande gibt.

  2. Klasse !!
    Hat jemand eine aktuelle Liste o.ä. über Sarrazin Auftritte ?
    Man bekommt es sonst erst in der Tageszeitung mit, wenn es vorbei ist.

  3. Herr Broder, meine Hochachtung für diesen Schritt und diese prägnante Stellungnahme. Wir sind nicht immer einer Meinung – wäre auch langweilig – aber Sie haben Charakter. Chapeau!

  4. Die Leute schauen zu Herrn Border auf, weil er sich NICHT instrumentalisieren laesst. Und angesichts der Ereignisse, muss man schon fast davon ausgehen, dass die Preisverleihung an Herrn Broder mit genau diesem Gedanken erfolgte. Tja, da ging die Rechnung, die fuer den Filz und Kluengel so typischerweise funktioniert, nicht auf—–sich naemlich mit der Preisverleihung die Loyalitaet zu erkaufen.

  5. Broder ist echt Klasse.
    Es gibt gute Nachrichten.

    München (dapd). Der Publizist Henryk M. Broder wird seine „Deutschland-Safari“ in der ARD fortsetzen. Die zweite Staffel der Sendung solle Anfang September starten, sagte ein ARD-Sprecher der Nachrichtenagentur dapd am Freitag in München. Ein genauer Sendetermin für das wöchentliche Format im Ersten steht noch nicht fest. Fünf Ausgaben sind geplant.

    http://www.zeitong.de/ng/da/2011/07/01/ard-zeigt-ab-september-zweite-staffel-von-broder-sendung/

  6. Henryk ist schon geil.
    Und das beste ist, man kann ihn weil Jude nicht als Nazi diskreditieren.
    Ein Konservativer, liberaler klar denkender kämpferischer Demokrat, Respekt!

  7. Großartiger Kommentar von Broder, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war.

    Das immer weiter um sich greifende Gutmenschentum und politisch überkorrekte Gebaren der Journalisten unserer Einheitspresse entwickelt sich immer mehr zur größten Bedrohung unserer westlichen Freiheit, zumal ohne dieses Phänomen weder der Islam noch die EU-Diktatur oder sonstige Gefahren auch nur den Hauch einer Chance hätten.
    Und was geschieht statt dessen? Heute abend hetzt das ZDF wieder einmal aufs neue gegen Fox News und Bill O’Reilly. Daß die Gründung von Fox News mit einem etwas konservativeren Profil durch Murdoch lediglich eine Reaktion auf die extrem einseitige und linke Berichterstattung von MSNBC war (hier ist vor allem Keith Olbermann zu nennen), interessiert hierzulande selbstverständlich niemanden, denn linke Meinungsmache ist schließlich »gut«, nicht wahr?

  8. Ich liebe den Herrn Broder! Er hat Charakter und beweist es wieder einmal.!!!!! Weiter so, Herr Broder!!!

  9. #12 wolaufensie (21. Jul 2011 00:57)
    Er soll sich mal gefälligst ein Beispiel an
    Thomas Bellut nehmen,

    Ja diese türkische Marionette wird im Ehebett gesteuert .. Seine Frau is Türkin , hat Büro in der Türkei und ist nebenbei hochbezahlte Moderatorin im ZDF

  10. #14 Zahal (21. Jul 2011 01:02)

    Witzig ist, das er den Vorwurf (besser Einwand) von Broder unbemerkt damit eingesteht:

    „Darüber hinaus muss erlaubt sein, darauf hinzuweisen, dass, wer Thilo Sarrazin unter sichtbarer filmischer Beobachtung durch Berlin-Kreuzberg und Berlin-Neukölln schickt, mit wütenden Protesten kalkuliert.“

    Oder bin ich blöd???

  11. #10 Wueterich (21. Jul 2011 00:52)

    Er könnte ja mal Dirk Stegemann, Rolf Wiegand oder Philip Stein besuchen. Oder die Aleviten in Kreuzberg.

  12. Meinen tiefsten Respekt Herr Broder.
    Äußerst konsequent und vorbildlich sich nicht vor fremde „Karren“ spannen zu lassen.
    Weiter so, Deutschland braucht mehr Männer (und Frauen!) ihres Formates.
    Ich freue mich jetzt schon auf die Deutschlandsafari 2.0.

  13. WahrerSozialDemokrat (21. Jul 2011 01:16)

    Witzig ist, das er den Vorwurf von Broder unbemerkt damit eingesteht:

    “Darüber hinaus muss erlaubt sein, darauf hinzuweisen, dass, wer Thilo Sarrazin unter sichtbarer filmischer Beobachtung durch Berlin-Kreuzberg und Berlin-Neukölln schickt, mit wütenden Protesten kalkuliert.”

    Nein, der Zimmermann ist blöd. Bei dem verliehenen und zurückgegebenen Preis geht es um den puk-Preis. Und puk steht für „Gesellschaft und Politik“. Die Verhältnisse in Kreuzberg haben offenbar damit nichts zu tun, weder mit Politik noch mit Gesellschaft 🙂

  14. #19 WahrerSozialDemokrat (21. Jul 2011 01:16)

    Nöööööö, blöd bist du nicht, du hast es schon genau richtig verstanden…..

    Jetzt aber wirklich Gute nacht

  15. Sehr geehrter Herr Broder,

    Sie hatten auf PI viele Freunde, sie haben auf PI viele Freunde, und sie werden auch weiterhin viele Freunde haben.
    Sie sind einer der wenigen Journalisten, die auch mit Biss auf die Missstände aufmerksam machen und sich vorzüglich artikulieren können.

    Broder Akbar!!!

  16. Olaf Zimmermann, – Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats…

    ist das sowas wie Wächterrat des GEZ-Universums ?

    …und überhaupt , müsste es heutzutage
    nicht mittlerweile richtiger lauten : Olaf Zimmermann, – Geschäftsführer
    des Deutschen KulturEN-Rates ?

    Apropos, wäre dieser zurückgegebene Preis nicht eine schöne Gelegenheit um Frau Bellut endlich mal einen verdienten Medienpreis zu schenken…? Bei so viel geleisteter KulturEN-Arbeit müsste DAS doch endlich mal honoriert werden. …und jetzt, wo doch der schöne Preis doch sonst verfällt …?!

  17. In diesem Land muss jeder, der Broder einen Preis gibt damit rechnen, ihn bei nächster Gelegenheit zurückgereicht zu bekommen. Das Liegt daran, dass es bei uns viel zu wenige Broders gibt. Und dies wiederum hat zur Folge, dass unser Land so abenteuerlich unter die Räder gekommen ist. Broder könnte der Letzte sein, der das Licht ausmachen wird. So ist das halt, wenn man seine Intelligentia in die Gasöfen schickt.

    Gespenstisch. Ein Hugenotte kämpft um den Fortbestand von Deutschland, wird von Muslimen angepöbelt, was ein arischer Medienschaffender hämisch kommentiert und deswegen einen an einen Juden verliehenen Preis an den Kopf geworfen bekommt. Das Licht ist wohl schon aus.

  18. Programm-Tip!

    Heute, Deutschlandfunk:

    09:35 Uhr

    Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    – Islam und Demokratie –
    Ist ein Rechtsstaat auf der
    Basis der Scharia vorstell-
    bar?

    Ein Gespräch mit der Islam-
    wissenschaftlerin Gudrun Krä-
    mer, Berlin
    – Harry Potter und der Tod –
    Welche Jenseitsvorstellungen
    der Publikumsrenner bedient
    – Vom Aussterben bedroht –
    Ein Besuch im letzten arme-
    nischen Dorf der Türkei

  19. Geschätzter Herr Broder, Sie haben dafür meinen Respekt als denkender Mitbürger und interessierter Leser Ihrer Bücher.
    Ich meine ja auch, dass ein kluger Kopf, wie Thilo Sarrazin, voraus sehen konnte, wie in etwa die Sache ausgehen wird. Er hat sicher nicht erwartet, dass ein ungebildeter fanatisierter Pöbel in der Lage ist, mit ihm ein niveauvolles Streitgespräch auf seinem Niveau zu führen.
    Es mag ja auch etwas heuchlerisch sein, wenn Sarrazin angeblich tief in Gedanken versunken den Schauplatz verlassen hat. Ich behaupte, dass er aus diesem Abenteuer absolut keine neuen Erkenntnisse gewonnen hat. Es konnten höchstens seine vorhandenen Erfahrungen bestätigt werden.
    Trotzdem steht es niemand zu, in deshalb zu diffamieren. Ich glaube, dass Sarrazin dieses Kreuz auf sich genommen hat, um den immer noch Untätigen und Naiven zu demonstrieren wie weit die Okkupation gewisser Straßenzüge und Viertel bereits fortgeschritten ist. Ihm, dem deutschen Steuerzahler, wird von einem von uns ausgehaltenen fremden Pöbel verboten, die von ihm mitfanzierte Straße zu betreten!? Das stelle man sich einmal vor!
    Wenn die Sache inszeniert war, dann war sie gut inszeniert und sicher nicht ohne „Hallo -Aufwachen-Wirkung“ bei einigen Blauäugigen, welche in feineren Vierteln zu Hause sind und ihre Kinder lieber auf unterschichtfreie Privatschulen schicken. Ich bewundere seinen Mut seine bürgerlichen Rechte wahrzunehmen, hinzugehen wohin es ihn beliebt, so lange er sich auf öffentlichem Grund befindet und dafür das Risiko einzugehen, nicht unerheblichen körperlichen Schaden zu erleiden.

  20. #Zahal
    kommt doch bekannt vor oder, immer die saelbe leier „……….huch aber herr broder…..
    wir bessermenschen vom PUK …… man wird doch , in einer demokratur-IN, die medien kritisieren dürfen….“
    ist doch genau wie bei der israelkritik. 😉

  21. #14 Zahal (21. Jul 2011 01:02)

    Dieser Auftritt Sarrazins in Kreuzberg war für mich wie eine Sitzung auf dem Klo: eine Erleichterung. Hier haben sich die Bewohner vorgeführt wie es ihrer Kultur entspricht.

    Was musste ich mir immer anhören, daß die Deutschen eine schlechte Kultur hätten. Nun bin ich von diesem Trauma befreit.

    Deshalb ein Dankeschön an Güner Balci und Thilo Sarrazin!

  22. Dazu gehoert etwas: jemandem, der einen mit Lob bedenkt, der einem schmeichelt, so einen Preis vor die Fuesse zu werfen und zu sagen: „Du nicht.“ Hut ab, ich haette es nicht gekonnt.

    Es ist zwar bruesk und „undankbar“, aber in der Sache genau das richtige Signal.

  23. Oh, Zimmermann’s Antwort hätte man sich denken können: „Man kann ja wohl noch XYZ kritisieren dürfen“. Diese kindischen ‚Trotzdem‘-Argumente sind echt für die Katz‘.

  24. Broders wie wir ihn kennen. Schnörkellos, sauber und charakterlich einwandfrei. Er ist eben ein Mann mit Kreuz.

  25. Meinen tiefsten Respekt!

    Ich wünsche ihm weiterhin alles Gute bei seinem Tun!

    Wir brauchen noch viel mehr Broders in diesem unseren Lande, auch wenn er einzigartig ist 😉

  26. Dem Broder ist nichts „heilig“; und das ist auch gut so…

    Weiter so, Henryk!

  27. Berlin Kreuzzug, Duisburg Müxlüh, Köln Ehrenmord – die bekanntesten deutschen „Banlieus“ – wo brennende Autos, dunkle Stoffkäfige und herumschlendernde osmanische Dandys und Müßiggänger die ihre Frauen putzen schicken, zur Tagesordnung gehören.

    Freiwillig sich in solche „Sphären der archaischen, islamischen Düsternis“ zu begeben ist für einen Islam-Kritiker schon ein gewagtes Unterfangen.

    Ich frage mich nur, warum Sarrazin dies überhaupt getan hat? Etwa, um auf die Kritik- und Demokratieunfähigkeit unserer liebreizenden, Kulturbereicherer medienwirksam hinzuweisen?

    Nun, einerseits ist ihm dies wieder einmal gelungen, andererseits ist diese Tatsache jedem unvoreingenommenen, zivilisierten Mitteleuropäer sowieso klar. Allerdings dürfte jedem klar sein, was die grün-links-islamliberalen Massenmedien aus seiner Aktion wieder einmal machen:

    „Provokation“ wird hysterisch geschrien.

    Broder gibt seinen Preis zurück und das zu Recht. Warum tut er dies nicht genauso medienwirksam wie Sarrazin seine Aktion inszeniert hat?

    Ein professionelles Marketing wäre hier angeraten gewesen.

    Trotzdem: Weiter so!

  28. 20.Juli 2011.
    Deutschland Absurdistan braucht wieder Widerstands und Freiheitskämpfer für die Freiheit, Demokratie,Menschenrechte und Meinungsfreiheit.
    Weiter so Herr Broder.
    Gegen islamistische Unterwerfung, Faschismus und Diktatur.

  29. Bravo!!H.M.Broder,einer der Wenigen,die nicht einknicken.Auch wenn man versucht hat,ihn mit einem Preis zu besämftigen!

  30. Mensch, Broder, wenn wir Sie, und Ihren treffenden, spitzen sowie pointiert-kritischen, im wahren Sinne journalistischen „Broderismus“ nicht haetten, muessten wir Sie dringend erfinden.

    Sie sprechen mir aus dem Herzen. Und, wenn der Gf. des ‚Deutschen Kulturrats‘, Zimmermann, glaubt, mit seinen platten, inadaequaten Auesserungen „deutsche Kultur“ der Gegenwart zu repraesentieren, kann ich nur sagen, dass mein Nick voellig richtig gewaehlt ist.

    Lieber Herr Broder, bitte weiter so!
    Was auch immer Sie schreiben, ist mir, insb. im Sinne ‚deutscher Kultur‘ der Gegenwart, stets lesens- und wahrnehmenswert, und ja, auch hoffnungsspendend.

  31. Wer sich ein Bild von den Dhimmis, Islamapologeten und den Lautsprechern des Islam machen will, die Deutschland islamisch psychopathologisieren wollen wird da fündig.
    Es fängt gleich richtig gut an…
    http://www.kulturrat.de/dossiers/islam-dossier.pdf

    Editorial von Olaf Zimmermann
    „Dies ist die Schrift, an der nicht zu zweifeln
    ist“, so beginnt die zweite Sure nach dem obligatorischen „Im Namen des all-barmherzigen
    und all-gnädigen Gottes“ im Koran, der heiligen
    Schrift der Muslime. Mich hat dieses Buch schon
    lange interessiert, obwohl ich es wegen meiner
    mangelhaften Sprachkenntnisse nicht im arabischen Original lesen kann, sondern auf, wie
    viele Muslime sagen, absolut unvollkommene, weil
    entstellende, deutsche Übersetzungen angewiesen
    bin. Und trotzdem begeistert mich die besondere
    Sprache, die ich auch in den Übersetzungen zu
    spüren glaube. Wie bei weltlicher Lyrik oder den
    Psalmen aus dem Alten Testament lasse ich mir
    auch die Suren am liebsten von meinem iPod bei
    langen Zugfahrten vorlesen. Es eröffnet sich ein
    unvergleichlicher kultureller Kosmos.
    Wenn ich dann auf einer solchen Zugfahrt eine
    Tageszeitung aufschlage, finde ich mit großer
    Wahrscheinlichkeit mindestens einen Artikel über
    den Islam in enger Verbindung zu Terror und
    Menschenrechtsverletzungen. Kälter kann eine
    kalte Dusche kaum sein! “

    Ja, lieber Olaf Zimmermann, der Islam ist nichts für Warmduscher.Zimmermann ist übrigens der Geschäftsführer von`s janze.

    Wenn Sie schreiben möchten, hier werden Sie geholfen:
    http://www.kulturrat.de/kontakt.php

  32. #14 Zahal (21. Jul 2011 01:02)

    Dank f.d. Hinweis. Habe ich nun gelesen.

    Freilich kann der Gf d.D. Kulturrats Kritik ueben. Auch, und gern, an Sendeformaten des Staatsfunks. Und er hat sie auch, aus seiner Sicht, begruendet.
    Dagegen ist nichts einzuwenden, und basiert auf pers. Meinungsfreiheiten.

    Aber niemand muss den Positionen Hr.Zimmermann zwingend Folge leisten, oder sie gar als gelungen goutieren, wo sie dazu noch in der Funktion des Gf. D.Kulturrates entaeussert wurden.
    Die Auesserungen v.Hr.Zimmermann sind kontraproduktiv in der Diskussion um die Probleme bei der Imigration und Integration so vieler Anhaenger der faschistoiden Ideologie „Islam“.
    Broder hat das, auch aus meiner Sichtweise, richtig gesehen und konsequent gehandelt.

  33. #45 perikles67 (21. Jul 2011 07:21)

    Bravo!!H.M.Broder,einer der Wenigen,die nicht einknicken.Auch wenn man versucht hat,ihn mit einem Preis zu besämftigen!

    —————–

    Einer, der auch nicht einknickt:

    Herr Ewald Stadler (BZÖ).

    http://www.youtube.com/watch?v=fPdbKWenlI8

    Die Mitglieder des Bundestages sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

  34. Broder hat Charakter und Grundwerte- Standards: Solidarität, Loyalität, Anstand,
    Zivilcourage.

    „Wo die Freiheit Deines Mitmenschen beginnt, hört Deine auf“.
    Das gilt auch umgekehrt.

  35. Es ist doch ein Hammer, wenn ein Mensch aufgrund eines Sachbuches, welches ohnehin keiner von den Kulturschätzen gelesen hat, nicht mehr ohne Angst vor dem Lynchmob durch die Strasse gehen kann.

    Und dieser journalistische Hetzer stellt sich natürlich politisch korrekt auf die Seite der Terrorschätze – wie nicht anders zu erwarten.

    Anders herum möcht ich mal sehen, was los wäre, wenn ein türkischer Politiker durch deutsche Strassen laufen und vor laufender Kamera vertrieben worden wäre.
    Da wären der ganze verdammte Bundestag, die Gewerkschaften, Kirchenfunktionäre und andere elitäre Gruppen pauschal auf das eigene Volk in ihrem pathologischen Selbsthass auf die eigene Kultur losgegangen.

    Von weiteren Zumutungen Ihrerseits bitte ich abzusehen.

    Diesen Satz könnte jeder vernunftbegabte Bürger diesr Republik gegenüber den Massenmedien ungesehen seit vielen Jahren unterschreiben…

  36. Der Vorsitzende des Kulturrates – Olaf Zimmermann – ist ein leidenschaftlicher Islam-Fan.

    Und trotzdem begeistert mich die besondere Sprache, die ich auch in den Übersetzungen zu spüren glaube. Wie bei weltlicher Lyrik oder den Psalmen aus dem Alten Testament lasse ich mir auch die Suren am liebsten von meinem iPod bei langen Zugfahrten vorlesen. Es eröffnet sich ein
    unvergleichlicher kultureller Kosmos.

    Er hat das unsägliche „Dossier Islam“ herausgegeben. Unter maßgeblicher Führung von unserem Taqiyya Champion Aiman Abdullah Mazyek ergehen sich Hochschullehrer und Politiker ihren islamophilen Neigungen. Einzig ein Verfasungsschutzler – Herr Fromm – darf was Kritisches schreiben. Die Schrift ist mit Steuergeldern und Geldern der Robert-Bosch-Stiftung erstellt worden. Jetzt soll auch noch eine Folgeschrift kommen.
    Wer sich den Tag verderben will:
    http://www.kulturrat.de/dossiers/islam-dossier.pdf

  37. Olaf Zimmermann versucht auf miese Art Henrik M. Broder mit Lächerlichkeit zu töten. „Der will einen Preis zurückgeben, welchen er gar nicht bekommen hat“, wäre ja auch ein scharfes Schwert, wenn es nicht gelogen wäre.
    Broder weist in seinem offenem Brief ausdrücklich darauf hin, dass DAS TEAM den Preis erhalten hat und nicht er als Einzelperson. Trotzdem hat er jedes Recht der Welt als Einzelperson aus dieser fragwürdig gewordenen „Ehrung“ auszusteigen, wenn Ereignisse eintreten, welche er nicht akzeptieren will.
    Er gibt seinen Anteil, welcher ja kein kleiner ist, nachdem er letztendlich die Leitfigur der Serie darstellt, zurück.
    Was sich jetzt abspielt, ist einerseits die charakterlose Reaktion eines beleidigten Olaf Zimmermann, andererseits die Politik des Opportunen der Vetreter der „öffentlichen Anstalten“ und der Medien. Deren diverse Abhängigkeiten kennt man, deshalb sind deren absehbaren Reaktionen völlig unerheblich für den Respekt, welcher Broder für seinen Schritt zukommt.
    Henrik M. Broder, Thilo Sarrazin, Bürgermeister Buschkowsky, Innenminister Friedrich, kommt bitte raus aus eurem Einzelkämpferdasein, welches manchmal an den alten Don Quichotte erinnert, und schließt euch zusammen, unter welcher Flagge auch immer. Dass diese keinerlei linke oder rechte Extremstandpunkte signalisieren wird, steht in Kenntnis der beteiligten Persönlichkeiten und ihrer politischen Herkunft ausser Frage.
    Dies ist ein Hilferuf von einem, welcher seine Kinder und Enkelkinder in einem glücklichen Deutschland sehen möchte, welches bevölkerungsmäßig zu seinem Vorteil „bunter“ geworden ist, jedoch die, aus einer mittelalerlichen Eroberungsideologie entspringende Gefahr endgültig gebannt hat, der Hilferuf von einem der mit einer „bunten“ Familie, bestehend aus zwei bestens integrierten chinesischen und drei deutschen Mitgliedern glücklich ist und glücklich bleiben möchte.

  38. Ergänzung zu 53:
    Ganz besonders erschütternd ist der Aufsatz von Regina Ammicht Quinn. Sie ist:

    Die Verfasserin ist Professor in für Theologische Ethik am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingenund leitet dort den Bereich „Ethik und Kultur “. Seit 2010 ist sie ehrenamtliche Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung mit Sitz im Staatsministerium Baden-Württemberg In ihrem Aufsatz geht sie scharf gegen die Kritiker einer Moschee am Ground Zero vor. Diese Kritiker sehen in dieser Moschee eine Verhöhnung der 3000 Opfer von 9/11. Frau Quinn wirft nun diesen Kritiker eine Diffamierung amerikanischer Werte vor.

    Solange solche Autorinnen eine Professur für Ethik haben und Ministerien beraten, brauchen wir uns doch nicht zu wundern.

  39. Broder ist einer der ganz wenigen, die man auch jungen Leuten als Vorbild empfehlen kann – standfest, mit scharfem Verstand und Intellekt, mit Werten und Witz. Es ginge Deutschland erheblich besser, wenn es mehr Menschen vom Schlage Broders gäbe.

  40. Ist eigentllich bekannt, ob sich angesichts dieser skandalösen Landnahme jemand aus der SPD vor seinen Parteigenossen Sarrazin gestellt hat?

  41. Broder, das ORIGINAL.
    Ein Mann mit Rückgrat.
    Das ohrenbetäubende Schweigen der Berufsempörten (Muslimverbände, Grüne, Wowi und Co.) zum Sarrazin-Besuch und zur Etablierung der rotgrünen und muslimischen Gewaltherrschaft in Teilen der deutschen Hauptstadt ist ein Beweis der Feigheit dieser „Demokraten“…

  42. Bravo Herr Broder!!!

    Sie haben Charakter und lassen sich nicht vor fremde Karren spannen.
    Sie haben meine Hochachtung.

  43. Konsequent! Wird Zeit, dass Herr Broder mal wieder im Fernsehen „eingeladen“ wird. Er könnte sicherlich manche Debatte in die richtige Richtung lenken.

  44. Ich mag ihn nicht uneingeschränkt.

    Aber ich ziehe trotzdem meinen Hut vor Herrn Broder.
    Respekt.

    „Eier, wir brauchen Eier.“

  45. Ist mir egal. Ich habe Wowereit, Ströbele und mutlu angezeigt, da sie die Aktionen gegen Sarrazin gerechtfertigt haben.

    Und sollte einer dieser Typen wieder von Rassismus in der Mitte der Gesellschaft reden, dann werde ich sie halt wegen Volksverhetzung anzeigen, auch wenn es diesen Straftatbestand so nicht gibt. Druck muss erzeugt werden, solange bis die Einwanderung durch den Ehegattennachzug gestoppt wird und ausländische Straftäter abgeschoben werden

  46. Ist mir egal. Ich habe Wowereit, Ströbele und mutlu angezeigt, da sie die Aktionen gegen Sarrazin gerechtfertigt haben.

    Und sollte einer dieser Typen wieder von Rassismus in der Mitte der Gesellschaft reden, dann werde ich sie halt wegen Volksverhetzung anzeigen, auch wenn es diesen Straftatbestand so nicht gibt. Druck muss erzeugt werden, solange bis die Einwanderung durch den Ehegattennachzug gestoppt wird und ausländische Straftäter abgeschoben werden

    Nachträglich dazu: Eigentlich sollten alle die drei anschreiben. Die sollen Druck verspüren. Sarrazin hatte einen Termin und hat nichts falsch gemacht. SArrazins Vertreibung ist der Skandal und nicht Sarrazins Besuch in Kreuzberg.

    Die dummen grünen Faschos merken nicht mal, dass alle ihre Argumente sich gegen sie selbst richten. Sarrazin ist in Kreuzberg unbeliebt, grüne und türkische Nazis sind in Deutschland unbeliebt. Türken pöbeln ständig in Kreuzberg.

  47. Klar, unpolemisch und ohne unnötige Eiferei formuliert! Diesen Ton wünschte ich mir von unserer Seite immer in der Auseinandersetzung!

  48. Mit der fünfteiligen Serie…werden ironisch Vorurteile über Muslime, Juden und Christen pointiert präsentiert.

    Vielmehr wurden viele Vorurteile doch bestätigt. Was für eine Schönfärberei hier betrieben wird.

    Von weiteren Zumutungen Ihrerseits bitte ich abzusehen.

    Der Mann hat einfach Klasse!

  49. Hier ein superber Kommentar eines Tagesspiegel-Lesers zum Thema:

    http://www.tagesspiegel.de/medien/thilo-sarrazin-schafft-sie-alle/4416178.html

    Bravo, Broder!

    Zeig diesen saturierten, alten Säcken des Establishment noch einmal exemplarisch auf, wogegen sie sich in ihrer Jugend zur Wehr setzten und wovon sie heute noch schwärmen, wenn sie an der Apo-Theke ihre Heldentaten von damals Revue passieren lassen.

    Damals gab es den Spontispruch: Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern uns immer gewarnt haben. Inzwischen sind die meisten 68er genau die geworden, die sie früher bekämpft haben. Fett, feist und am Trog der Macht gelandet, beißen sie jeden weg, der es wagt ihrer Meinung zu widersprechen.

    Die, die aufgebrochen waren, den Diskurs zu fordern, verweigern ihn heute mit schalen Begriffen und repressiven Techniken der Diffamierung und Extremismusunterstellung.

    Das, was sie als autoritär erlebt haben und bekämpfen wollten, ist ihnen zur zweiten Natur geworden: Der Muff unter den Talaren quillt heute aus den Anzügen oder offenen Hemden der Festkomitees und Ehrenredner mit Parteibuchgläubigkeit.

    Aus jeder Pore dampft ihnen der totalitäre und rechthaberische Anspruch, die Welt und die Menschen nach Gusto formen zu dürfen. Jedes Preis- ist auch immer ein Schweigegeld des linken Meinungskartells.

    Ich hätte es niemals besser schreiben können.

  50. #13 Freidenker07

    Gegen Nazivorwürfe wehre ich mich, indem ich meine Gegner selbst als Nazis bezeichne. Na, dämmerts? 😉

    Im Gegensatz zu Islam- und Linksnazis kann ich das aber gut erklären.

  51. Broder Rulez 😉
    Ich finde diese Liberale Sendung mit im eigentlich nicht gut, sie zeigen Ihn und einen Moslem sehr integriert und friedlich! und gebildet! aber es ist haamer lustig! er sowiso, und ja wenn jeder wäre wie die 2, wird auch niemand mehr Demonstrieren gehen 😉

  52. Hallo,
    einer der wenigen geistreichen Köpfe in Europa der die Gefahren die auf uns zukommen rücksichtslos beim Namen benennt.
    Hochachtung vor diesem Mann, der hat noch Eier in der Hose und keine Zwiebeln

  53. “Es ist wirklich mehr als peinlich, wenn ‘Aspekte’, ein renommiertes Kulturmagazin, es offensichtlich nötig hat, einen solch vorhersehbaren Eklat zu inszenieren. Wer Thilo Sarrazin unter sichtbarer filmischer Beobachtung durch Berlin-Kreuzberg und Neukölln schickt, kalkuliert mit wütenden Reaktionen.”

    Typische Argumentation dieser ach so verständnisvollen und alles entschuldigenden Zu-KreuzeHalbmond-Kriecher. Beim notorischen Heuchler Günter Grass klang das im Karikaturenstreit so:

    Von den gewalttätigen Reaktionen zeigte sich der 78jährige Autor wenig überrascht. Es sei die fundamentalistische Antwort auf eine fundamentalistische Aktion des Westens …

    http://www.faz.net/artikel/C31315/karikaturenstreit-grass-kritisiert-karikaturen-als-gezielte-provokation-30033029.html

    Nicht überraschend, daß Grass einer der Lieblingsfeinde Broders ist. Hier vernichtet er ihn nach Strich und Faden:

    Grass war unter den ersten, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 um Verständnis für die Motive der Terroristen warben und die Ursachen des Terrors im Westen lokalisierten. (…) So war es nur konsequent, dass Grass anlässlich der Bewerbung Lübecks zur Kulturhauptstadt Europas den Vorschlag machte, eine Lübecker Kirche zur Moschee umzuwidmen. Das wäre „eine große Geste“ …

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,431695,00.html

  54. Herr Broder ist ein Trost in unserer Lügokratie, möge ihm sein Mut erhalten bleiben und möge er auf sich achten , wir brauchen ihn. —

  55. Eines Tages werden Journalisten, die aufrichtig, mutig und fair und sachlich berichten, sich mit der Redewendung schmücken wollen: „Ich bin ein Broder!“

  56. Danke Herr Broder,für Ihre bewundernswerte Haltung. Mit Ihnen und Menschen wie Herrn Sarrazin,
    sowie den „Vielen“ aus der deutschstämmigen Bevölkerung die mit Ihnen eines Sinnes sind,sollte
    ein Umbruch zu Gunsten der deutschen Kultur gelingen. An den Kommentaren auf PI erkennen Sie wie wertvoll Ihr Angagement ist.

  57. Das nenne ich Rückgrat und Zivilcourage. Ich hoffe Herr Broder bleibt uns noch recht lange erhalten.

  58. Antwort von Broder an Zimmermann 🙂

    Handkäs mit Medienkritik
    Sehr geehrter Herr Zimmermann,

    es gibt drei Dinge, die ich nicht leiden kann: Labskaus, Handkäs mit Musik und Schlaumeier, die heute nicht zu dem stehen, was sie gestern gesagt haben. Sie können “Medienkritik” von morgens bis abends betreiben, sich die ARD, das ZDF und die Privaten vornehmen, so viel und so oft Sie wollen. Niemand wird Sie daran hindern, ich auch nicht.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/handkaes_mit_medienkritik/

    Ich liebe diesen Mann wegen seiner Schärfe…

  59. ach ja, das gehört dazu:

    Wie lange dauert es, bis ein ganz normaler deutscher Journalist, der nach einem Fettauge sucht, um seine dünne Suppe damit anzureichern, bei den Juden oder in Israel landet? Nur wenige Nanosekunden. Stefan Hupka von der Badischen Zeitung, dem Leibblatt der Tochter, hat es mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit von Kreuzberg nach Jerusalem geschafft. Er schreibt:

    “Man wird doch wohl noch nach Kreuzberg gehen dürfen, das ist Sarrazins krude Botschaft, etwa so wie Ariel Scharon, als er 2000 sagte, man wird doch wohl noch nach Ostjerusalem gehen dürfen, und mit Leibwächtern auf dem Tempelberg auftauchte.”

    http://www.badische-zeitung.de/unterm-strich-man-wird-doch-wohl-noch?r=149#l

    Eine Superleistung, die ihn dazu qualifiziert, einen Ehrenplatz auf einem der Schiffe der nächsten Flottilla zu bekommen, am besten auf dem Frauendeck, zusammen mit Inge Höger und Annette Groth. Sollte dann auch der in Hamasburg weltberühmte “Völkerrechtler” Norman Paech mit an Bord sein, könnte er der badischen Dampfnudel erklären, was den Tempelberg von …

    Noch ein Broder:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hupka_sucht_und_findet/

  60. Broder for Praesident!

    Herr Wulff, Bitte treten Sie ab. Sie verdienen nicht dieses Amt zu bekleiden.

  61. In der FAZ hat sich auch Regina Mönch mit einem hervorragenden Kommentar zu den Einlassungen Olaf Zimmermanns zu Wort gemeldet:

    Olaf Zimmermann faselt von Seriosität

    Sarrazin ist der Feind, das Symbol für das Deutschland der Rassisten. Wer sich mit ihm zeigt, ist beschmutzt. So haben es jene beschlossen, die glauben, die Deutungshoheit über den Ton auf den Straßen zu haben. Der Dreh muss schließlich abgebrochen werden, weil der Pöbel es so will. Der stolze Wirt darf seine Geschichte vom Aufstieg, vom Tellerwäscher zum Millionär, nicht erzählen und auch keine seiner Fragen stellen, auf die er sich sorgfältig vorbereitet hat. Und schon gar nicht darf er diese Gäste bewirten, sonst droht Boykott. Auch die Alevitische Gemeinde, die gern mit ihrer Offenheit kokettiert, gibt dem Druck nach.

    Am Montag nun setzte der Deutsche Kulturrat dieser denunziatorischen Unkultur die Krone auf. Sein Geschäftsführer Olaf Zimmermann, dessen Pressemitteilungen Redaktionen jeden Tag nerven [ 😉 ], unterstellte dem ZDF, es habe den Eklat, der Einschaltquoten wegen, inszeniert. Er faselt von Seriosität, die Schaden genommen habe, hält es aber nicht für nötig, mit den Autoren des Films zu reden, geschweige denn Balcis Bericht über die Säuberung des Diskurswesens zu lesen. Dass er die Presse- und Meinungsfreiheit mit Füßen tritt, ficht den Eiferer Zimmermann nicht an. Was kommt als Nächstes – Schwarze Listen und Zensur?

    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E5A68F06FC21644FCB6C88D2B8F879FCA~ATpl~Epalmversion~Scontent.html

  62. Broder gibt Journalistenpreis zurück

    Auch wenn der Broder sich manchmal etwas überheblich von seinen „Fans“ bei PI distanziert – der Mann hat Charakter.

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