Hausbesetzung mal anders

In Deutschland ist Hausbesetzung die Domäne linker Krawallmacher und künftiger Außenminister. Das muss nicht überall so sein. Hausbesetzung? Können wir auch – dachten sich in Belgien Mitglieder und Funktionäre des Vlaams Belang, einer islamkritischen Partei, die bei Wahlen im flämischen Teil des Landes immer hervorragende Ergebnisse erzielt.

Der „Blick nach Rechts“ überliefert uns die schöne Geschichte:

20 Abgeordnete und Aktivisten des rechtspopulistischen belgischen Vlaams Belang (VB) haben über Tage zeitweilig ein mehrere tausend Quadratmeter großes Gebäude in Antwerpen besetzt.

Die Immobilie soll laut Plänen der Stadtverwaltung von Antwerpen zu einer Moschee umgebaut werden. Unter den Hausbesetzern waren unter anderem die flämischen Parlamentsabgeordneten Filip Dewinter, Jan Penris, Wim Wienen, Pieter Huybrechts, Anke van Dermeersch und Frank Creyelman.

Um das Gebäude zu entweihen, haben die VB-Aktivisten auf dem Dach demonstrativ ein Grillfest mit Schweinefleisch und Wein zelebriert. Dewinter (Jg. 1962) ist Fraktionsvorsitzender des Vlaams Belang und Gemeinderatsmitglied in Antwerpen.

Das ist bewusst bescheiden ausgedrückt, denn Dewinter ist auch Fraktionsvorsitzender des VB im flämischen Parlament, wo seine Partei zu den drei größten gehört. Umso erfreulicher, dass man sich nicht zu fein ist, erfolgreiche Strategien der Linken auch einmal im Interesse des eigenen Volkes einzusetzen. Von solchen spektakulären Aktionen sind islamkritische Parteien in Deutschland weit entfernt. Leider.


Ein Beitrag vom Autorenteam QUOTENQUEEN