Von Boetticher als Westentaschen-Berlusconi

Der deutsche Politbetrieb entwickelt sich immer mehr zu einem „Kasperle-Theater“. Heute wurde bekannt, dass der im Mai nominierte CDU-Spitzenkandidat für die in neun Monaten stattfindende Landtagswahl in Schleswig-Holstein kurz vor dem Rücktritt steht. Anlass für diesen wohl unvermeidlichen Schritt für den 40-jährigen ledigen Christian von Boetticher ist eine längst beendete Affäre aus dem letzten Jahr mit einer 16jährigen. Mutmaßungen von BILD am Sonntag zufolge hatte er das Mädchen bei Facebook kennengelernt.

(Von Thorsten M.)

Dies ist ein herber Schlag für die Nord-CDU, die aktuellen Umfragen zufolge noch marginal vor der vom Kieler Oberbürgermeister Thorsten Albig als Spitzenkandidat geführten SPD liegt.

Zwar ist es in der 68er-Republik längst auch für einen 40-jährigen Mann nicht mehr strafbar, mit einem 16-jährigen Schulmädchen anzubandeln, gleichwohl ist man sich in der CDU bewusst, dass diese Geschichte von Boetticher moralisch massiv angreifbar macht. Es ist sogar von „Erpressungs- und Bedrohungspotential“ die Rede. Nicht ganz klar ist darüber hinaus, ob er zu der Zeit zusätzlich mit Hamburgs CDU-Pressesprecherin Anna Christina Hinze liiert war, die man zumindest vor und auch nach der „Sugar-Daddy-Affäre“ als seine Lebenspartnerin ansah.

Ministerpräsident Carstensen, der von Boetticher zu seinem Kronprinzen gemacht hatte, äußerte entsprechend gegenüber der Zeitung „Schleswig Holstein am Sonntag“, dass er davon ausginge, dass der erst im Mai nominierte CDU-Spitzenkandidat „die richtigen Schlüsse zieht.“ Spötter würden inzwischen sagen: Da der Mann sich zusätzlich noch mit einem Doktortitel schmückt, könnte er schnell auch noch aus anderer Richtung unter Beschuss geraten.

Wie weiter auch n-tv berichtet:

„Das geht einfach nicht. Das kann man der Partei und der Bevölkerung insgesamt nicht zumuten“, sagte ein einflussreicher Christdemokrat, der ein Aus für den Juristen von Boetticher als Spitzenkandidat und CDU-Landeschef für unvermeidlich hielt. Das war bei weitem keine Einzelmeinung. Sollte der 40-Jährige nicht selbst seinen Rückzug anbieten, „dann würden wir ihn zwingen“, hieß es aus Führungskreisen der Nord-CDU. CDU-Landesschatzmeister Hans-Jörn Arp sagte, es sei schwer denkbar, dass von Boetticher Spitzenkandidat bleiben kann. „Dies ist eine Belastung auch für ihn persönlich.“

Auch wenn von Boetticher für die anstehende Sondersitzung des Landesvorstands geltend machen will, dass er „aus Liebe gehandelt und nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen habe“, wird ihm wohl auch zum Verhängnis werden, dass die CDU in ihm nie den aussichtsreisten Kandidaten für die Nachfolge von Peter Harry Carstensen gesehen hat. Sowohl Wirtschaftsminister Jost de Jager als auch Landtagspräsident Torsten Geerdts dürften sich nun wohl wieder Chancen ausrechnen. Dringend sei der CDU aber empfohlen, einen Kandidaten zu wählen, der durch das Vorhandensein einer Familie, Anlass zu der Hoffnung gibt, schon erwachsen zu sein.

Es ist schon mehr als abstoßend, welche Abgründe sich im Internet inzwischen für Heranwachsende auftun. Erst Freitag mussten wir von einem 15-jährigen Kind berichten, das über Facebook in der Prostitution gelandet ist. Heute erfahren wir, dass über diese Plattform mutmaßlich sogar 40-jährige Landtagsabgeordnete – sozusagen als „Westentaschen-Berlusconis“ – unsere Kinder verführen. Es gibt sicher keine verantwortungsbewussten Eltern einer 16-jährigen Tochter im Land, die das Vorgehen Herrn von Boettichers lustig und akzeptabel fänden.

Komisch nur, das die Schmieren-Journalie zwar an den Haaren herbeigezogen Zusammenhänge zwischen der schändlichen Tat Breivigs und der Chat-Tätigkeiten von PI-Lesern herstellt. Niemand kommt aber auf die Idee, sich Facebooks anzunehmen, obwohl es dort nachweislich reihenweise zu solchen Vorkommnissen kommt.

Eigentlich sollte man auf Schulcomputern erst einmal den Zugang zu Seiten mit erwiesenem Schaden für Heranwachsende sperren! – Schon interessant, dass man es dort aber vorzieht, den Bannstrahl auf PI zu richten.




Die Archetypen der Islamkritikphobie

In westlichen, aber auch in islamischen Gesellschaften herrschen diffuse und rational unbegründete Ängste vor Kritik am Islam. Diese diffusen Ängste werden oft als Neville Chamberlain Syndrom bezeichnet („Wilders-vergelijkt-obama-met-chamberlain“, NU, 2009). Sie treten fast ausschließlich aus sachfremden Gründen auf.

(Von Arent)

Sie zeigen sich in einer unbedingten Vermeidung von jeglicher verbaler Auseinandersetzung („Kreuzberg – die sozial befreite Zone“, Tagesspiegel, 2011, „Güner Balci und das Ende ihres Sarrazin Projekts“, Welt, 2011, „Demonstranten stürmen Kirchengelände“, Stuttgarter Zeitung, 2011). Sie führen in Anfangsstadien zu ängstlichen Reaktionen („Muslime empört über Benedikts Islam Schelte“, Spiegel, 2006). In fortgeschrittenen Fällen treten hysterische Verhaltensweisen auf („Unsere Hassprediger“, Süddeutsche, 2010; „Die Reaktionen auf Geert Wilders sind hysterisch, Welt, 2010). Das Endstadium ist fast immer lethal, sowohl für Islamkritiker als auch für Patienten („Protokoll eines Infernos, Spiegel, 2001; „Die Niederlande nach dem Mord“, FAZ, 2011). Diese Phobie ist daher eine der Hauptursachen von Gewalt in westlichen, aber auch islamischen, Gesellschaften. Das Auftreten dieses Symptombilds wurde in der Vergangenheit als Neville Chamberlain Syndrom (NCS), Islamkritikphobie oder Islamkritikfeindlichkeit, kurz IKP oder IKF bezeichnet („Geert Wilders und die Islamkritikphobie“, politicool.de, 2010). Um die IKP frühzeitig zu erkennen und sie wirksam behandeln zu können, ist eine Bekanntmachung mit den vielfach widersprüchlichen Symptomen und den dahinter stehenden sachfremden Ursachen unbedingt notwendig. Daher erfolgt hier eine kurze Einführung in die wichtigsten Typen der IKP.

Der Unwissende

Der Unwissende interessiert sich im Grunde weder für Islam noch für Islamkritik. Er hat entweder nicht die Zeit oder keine Lust sich mit Religionen zu beschäftigen und möchte eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Im Grunde bevorzugt er die Menschenrechte. Er hat daher eine gewisse Immunität gegen IKP. IKP tritt beim Unwissenden ausschließlich durch Übertragung durch den Journalisten auf. Geeignete Behandlung sind Argumente und Medienkritik. Der Unwissende erholt sich meist schnell von der IKP und es treten keine bleibenden Schäden auf.

Der Appeaser

Der Appeaser, auch als Neville Chamberlain-Syndrom bekannt, ist die am meisten verbreitete Form der IKP. Der Appeaser weist einen mittleren Kenntnisstand auf. Er denkt, dass wenn er das Krokodil füttert, es ihn dann vielleicht als Letzten frisst. Seine Phobie ist daher nur gering ausgeprägt, kann sich jedoch bei Kontakt zu Islamisten verstärken. Viele Funktionäre sind auch Appeaser („Merkel entrüstet über Sarrazin“, Spiegel, 2010, „Na klar, Sarrazin ist schuld“, Wiener Zeitung, 2011, „Ich bin mit dem grössten Macho klargekommen, Spiegel, 2009). Beste Behandlungsmaßnahme ist leider ebenfalls Kontakt zu Islamisten.

Der Journalist

Der Journalist hat ähnlich dem Unwissenden keinerlei Wissen über den Islam. Im Anfangsstadium hat der Journalist nur Angst um seinen Job. Er berichtet daher ausgesprochen IKPisch. Kontinuierliche IKP geprägte Berichterstattung führt jedoch zu einem dem Stockholm-Syndrom ähnlichen Krankheitsverlauf. Der Journalist fängt an sich mit der IKP zu identifizieren. In diesem Stadium treten erste Logikfehler in Artikeln auf, was die IKP im Falle des Journalisten frühzeitig erkennbar macht. In späteren Stadien mehren sich Versuche argumentative Auseinandersetzung zu vermeiden. An die Stelle von Argumenten treten persönliche Angriffe („Erdogans Ghostwriter, FAZ, 2011, „Die Spur des Bösen“, Spiegel, 2011). Im Endstadium verhindert die IKP das Schreiben von qualitativ journalistisch annehmbaren Artikeln. Der Journalist steigt dann entweder zum Feuilletonleiter auf („Krawall in Entenhausen“, Achgut.de, 2011) oder wird berufsunfähig. Geeignete Behandlung ist die sofortige Aufgabe der Tätigkeit als Journalist. Der Journalist sollte auch erwägen, einige Zeit alternativen Lebensentwürfen nachzugehen. Falls sich keine Symptome mehr zeigen, steht einer vorsichtigen Wiederaufnahme der Tätigkeit bei einer anderen Zeitung bzw. Sender nichts im Wege.

Der Kulturmuslim

Der Kulturmuslim ähnelt dem Unwissenden. Er bezeichnet sich selbst als Muslim, weiß jedoch nicht, dass er ein Apostat ist. Er wirft mit Vorliebe anderen Kulturmuslimen vor, keine ‚richtigen’ Muslime zu sein. Anders als der Unwissende ist seine IKP jedoch nicht vom Journalisten abhängig. Der Kulturmuslim bezeichnet den Islam vielmehr als seine kulturelle Wurzel und pflegt romantische Vorstellungen vom Islam. Durch Kontakt mit dem Funktionär oder dem Islamisten zeigt er im Anfangsstadium beleidigte Reaktionen. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf wird der Kulturmuslim manchmal zum Funktionär oder Islamisten, in außergewöhnlichen Fällen aber auch zum Ex-Muslim. Beste Behandlungmaßnahme ist der Kontakt zu Ex-Muslimen und Atheisten (ExMuslime.at).

Der Linke/Rechte

Der Linke bzw. Rechte interessiert sich genauso wie der Unwissende nicht für den Islam. Der Linke/Rechte weist allerdings ein krankhaft vereinfachtes Weltbild auf. Ihm ist die Wirtschaftsordnung wichtiger als alles andere (www.politicalcompass.org). Er zeigt daher zwanghaftes Verhalten, alle Themen in sein Weltbild einordnen zu wollen. Bereits in frühen Stadien sind Logikfehler sichtbar, daher ist der Linke/Rechte leicht mit einem fortgeschrittenen Journalisten verwechselbar. Typisch ist die Bezeichnung von Liberalen als ‚Mitte’, Grünen als ‚Ökologische Linke’. Im fortgeschrittenen Stadium werden Frauenrechtler, Menschenrechtler, Homosexuelle, Juden, Christen, Atheisten, Hindus, Buddhisten, Sikh und Muslime als Rechte und Islamisten, Antisemiten, Fundamentalisten und Muslime als Linke bezeichnet. Bereits im fortgeschrittenen Stadium kommt es zur Gewaltanwendung gegen andere Linke/Rechte oder alles was der Linke/Rechte als diese wahrnimmt (www.die-linke.de, www.npd.de). Die Behandlung ist außerordentlich schwierig. Nur über einen längeren Zeitraum kann der Linke/Rechte an ein anderes Weltbild gewöhnt werden. Dabei ist insbesondere der Kontakt zu anderen Linken/Rechten zu vermeiden und stattdessen der Kontakt zu Islamisten vorteilhaft.

Der Funktionär

Der Funktionär ist atypisch. Er zeigt zwar alle gängigen Symptome, leidet aber in Wirklichkeit nicht unter IKP. Der Funktionär tendiert dazu, die IKP des Linken/Rechten und des Unwissenden auszunutzen, um Führungspositionen zu besetzen. Er ist daher, zusammen mit dem Islamisten, eine der Typen, die keinerlei Phobie aufweisen, sondern als Islamkritikfeindlich eingestuft werden müssen. Da keine Krankheit vorliegt, ist die einzige Gegenmaßnahme, auf die tendenzielle Verfassungsfeindlichkeit des Funktionärs aufmerksam zu machen („Vorzeige Imam mit seltsamen Verbindungen“, Spiegel, 2010, „Der grosse Bruder wird’s schon richten“, FAZ, 2011, „Rupert Polenz und türkischer Faschismus in der CDU“, exmuslime.at, 2011)

Der Islamist

Der Islamist ist Mitglied oder Sympathisant der Organisation Islamischer Konferenz (OIC). Er kennt die Kairoer Erklärung der Menschenrechte, den Koran, zeitliche Abfolge und Abrogationsprinzipien im Detail. Im Gegensatz zu allen anderen Typen stimmt er ihnen vorbehaltlos zu. Er leidet deshalb wie der Funktionär nicht unter IKP, sondern muss als Islamkritikfeindlich eingestuft werden. Tritt der Islamist einzeln auf, ist er unauffällig bis beleidigt und sucht oft die Nähe zu fortgeschrittenen Stadien von Linken/Rechten. In größeren Gruppen klebt er Aufkleber mit der Aufschrift ‚Sharia Zone’ („Islamic extremists set up sharia law controlled zones in british cities“, dailymail, 2011), fliegt Passagierflugzeuge in Hochhäuser („Protokoll eines Infernos“, Spiegel, 2001) oder trinkt Coca Cola und schaut Pornos („Extensive porn stash found near Bin Laden compound“, Foxnews, 2011). In sehr großen Gruppen schreibt er die Kairoer Erklärung der Menschenrechte und gründet die OIC. Da keine Krankheit vorliegt, ist auch hier wie im Falle des Funktionärs die einzige Gegenmaßnahme, auf die Verfassungsfeindlichkeit des Islamisten aufmerksam zu machen („Vorzeige Imam mit seltsamen Verbindungen“, Spiegel, 2010, Spiegel, Verfassungsschutz Idriz, Zayat, „Kreuzberger Kretins“, Achgut, 2011).




In Anatolien werden 11-Jährige verheiratet

Man sollte vielleicht daran erinnern, daß die Türkei als offizieller EU-Beitrittskandidat gilt. Ist es also EU-kompatibel, wenn elfjährige Mädchen verheiratet werden, die Schule verlassen, bald Kinder kriegen und – keiner stört sich daran. Dies berichtet die Hürriyet aus dem Osten der Türkei.

Im Klartext, die moslemischen Türken dort hinten sehen gar kein Problem mit diesen Kinderheiraten, kein Wunder – Mohammed hat es mit Aische doch vorgemacht. In der vorigen Woche kamen 11 Minderjährige zwischen 14 und 17 allein aus der Südost-Provinz Sanliurfa ins Krankenhaus, wo dann festgestellt wurde, daß sie schwanger waren und islamisch verheiratet sind, aber nicht zivil, denn das wäre verboten. Die Moschee kümmert es nicht, und die Bevölkerung dort hinten auch nicht. Die verstehen die Aufregung gar nicht. Zitat:

According to the study, underage marriages do not pose a problem for the public. Such nuptials, however, have been highlighted as the main reason for the gradual increase of students dropping out of school, with marriages occurring as early as the age of 11.

Die islamischen Traditionen im vorderen und hinteren Anatolien sind das eine, aber unsere Politiker sollten uns nicht vorschwafeln, es sei wünschenswert und eine Bereicherung, wenn Anatolien in die EU käme!




Der National-Sozialismus: Eine linke Bewegung?

Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus, durchgeführt von DDR-Sozialisten zum Einsperren ihrer Bürger, bietet sich die Wiederaufnahme einer spannenden historischen Diskussion an. Der Spiegel hatte Ende Oktober 1979 per Titelbild die Frage „Nationalsozialismus = Sozialismus?“ gestellt. In dem ausführlichen Artikel hierzu wird die geistige Nähe zwischen den nationalen und den internationalen Sozialisten untersucht. Ein Themenfeld, das auch heute für genügend geistigen Sprengstoff sorgen könnte.

(Von Michael Stürzenberger)

Nachdem scharflinke Kreise aufgrund ihres erfolgreichen „Marsches durch die Institutionen“ heutzutage überall in Medien, Parteien, Gewerkschaften, kirchlichen und sozialen Organisationen eingesickert sind und die Meinungsfreiheit in Deutschland vor allem beim Thema Islam erneut unterdrücken wollen, ist eine Neuauflage dieser Diskussion absolut notwendig. Ende der 70er Jahre musste sich Franz Josef Strauß mit militanten Linksextremisten herumplagen, deren Methoden frappierend denen der braunen Sozialisten ähnelten. Edmund Stoiber, damals CSU-Generalsekretär, wird im Spiegel 1979 zitiert:

„Ich habe die Diskussion angefangen“, bekennt der CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber, studierter Politologe. „Das Erstaunen in der Öffentlichkeit, als Franz Josef Strauß in Essen diese linken Chaoten als beste Schüler Himmlers bezeichnet hat, war der Ausgangspunkt.“ In der Tat ein erhellender Moment.

Der damalige stellvertretende CSU-Vorsitzende Friedrich Zimmermann ergänzte:

„Immerhin sind aber bei den Nazis außerordentlich viel sozialistische Züge zu finden gewesen.“

Alfred Sauter, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) Bayern, 1979 im Bayernkurier:

„Jusos, Judos und sonstige Kommunistenspezies sind kriminelle Gestalten, denn sie imitieren auch mit erkennbarer Lernfähigkeit und schneller Auffassungsgabe Methoden der SS und SA sowie der übrigen Nationalsozialisten vor und nach der Machtergreifung im Jahre 1933 (…) Nationalsozialisten waren eben auch und vor allem Sozialisten.“

Und schließlich Franz-Josef Strauß:

„Wir werden auch nicht schweigen in dieser Auseinandersetzung, denn schließlich war der Nationalsozialismus auch eine Variante des Sozialismus, und seine große Schwungmasse hat er nicht von dem Strandgut des Ersten Weltkrieges, von den Freikorps, vom verarmten Mittelstand oder vom Bürgertum bezogen. Seine Schwungmasse hat er von den Millionen Sozialisten bezogen, die der SPD damals als Wähler davongelaufen sind.“

Die Gemeinsamkeiten zwischen den verbrecherischen Ideologien sind nicht von der Hand zu weisen: Totalitäre Weltanschauungen, Intoleranz, Unterdrückung der Meinungsfreiheit, Einsperren von Andersdenkenden inklusive Folter und Ermordung sowie eine grundsätzlich gewaltbejahende Einstellung zur Durchsetzung der eigenen Ziele. Auch bei Propagandaplakaten der damaligen Zeit erkennt man deckungsgleiche Motive, wie unser Titelbild eindrucksvoll demonstriert.

Auch im Massenmorden standen die Sowjet-Kommunisten den Nazis kaum nach, was dann schließlich im August 1939 folgerichtig zur vorübergehenden Verbrüderung führte. Im „Schwarzbuch Kommunismus“ wird eine Gesamtzahl von rund 100 Millionen Opfern erwähnt, die auf das Konto kommunistischer und sozialistischer Diktaturen gehen.

Wohlgemerkt: Ohne die National-Sozialisten. Höchst bemerkenswert ist allerdings, dass führende Nazi-Verbrecher ihre Partei als “linke“ Bewegung verstanden. Die Zitate sprechen für sich:

„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“
(Joseph Goebbels, 1931 in „Der Angriff“)

„Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.“
(Adolf Eichmann, Organisator der Massenmorde an den Juden, in seinen Memoiren)

„Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“
(Hitler, 24. Februar 1945, Tagung der Reichs- und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann in „Hitler–Selbstverständnis eines Revolutionärs“, Seite 457)

Besonders erstaunlich auch die Einschätzung von Willy Brandt, die er 1932 – damals noch unter seinem wirklichen Namen Herbert Frahm – zu seinen Genossen von der Sozialistischen Arbeiterpartei äußerte:

„Das sozialistische Element im Nationalsozialismus, im Denken seiner Gefolgsleute, das subjektiv Revolutionäre an der Basis, muss von uns erkannt werden.“

Geistige Nähe zu den Nazis beweist auch der britische linke Politiker, Dramatiker und kompromisslose Unterstützer des Stalinismus sowie dessen Massenmorden, George Bernard Shaw. Er dachte bereits 1933 über die Verwendung von Gas zur Ermordung von Gegnern nach, wie diese Filmaufnahme eindrucksvoll dokumentiert:

Shaw war übrigens auch ein Anhänger der Eugenik und befürwortete staatliche Maßnahmen bei der Reproduktion, um die Erbanlagen zu verbessern. Wenn es irgend jemanden noch wundert, warum so viele Linke eine unheilvolle Affinität zum Islam haben, lese sich die Statements von Shaw zu Mohammed und seiner Ideologie durch:

„Wenn irgendeine Religion die Chance hätte in England, ja in Europa in den nächsten hundert Jahren zu herrschen, könnte es der Islam sein.“

„Ich habe immer die Religion von Mohammed wegen ihrer wunderbaren Vitalität hoch geschätzt. (..) Ich habe ihn studiert – den wunderbaren Mann, der meiner Meinung nach alles andere als ein Anti-Christ ist, er muss der Erlöser der Menschheit genannt werden.“

Noch Fragen? Da sind Menschen mit Mordphantasien unter sich. Gleich und gleich gesellt sich gern. Wir könnten bei diesem geschichtlichen Vergleich noch viele weitere linksextreme Figuren heranziehen wie beispielsweise Lenin, Stalin, Mao, Che Guevara, Pol Pot etc. Sie waren bekannterweise allesamt – wie so viele Kommunisten – Fans der Ermordung von politischen Gegnern, was in dieser Hinsicht ebenfalls eine unheilvolle geistige Nähe zu den Nazis beweist.

Eine Wiederaufnahme dieser historischen Diskussion um den Nationalsozialismus als linke Bewegung ist erstrebenswert. Aber um sie dann argumentativ zu Ende zu führen, und nicht wie der Spiegel 1979 auf halbem Wege stehen zu bleiben. Dann müsste folgerichtig auch der ominöse „Kampf gegen Rechts“ bald in „Kampf gegen nationale und internationale Sozialisten“ umbenannt werden.




Deutschland wird Zahlmeister Europas

Die Welt am Sonntag bringt wieder neue Horror-Nachrichten aus dem Finanzsektor. Das Blatt schreibt, es habe diese Woche mit mehreren hohen Regierungsvertretern gesprochen und für die habe „die Bewahrung der Euro-Zone mit all ihren Mitgliedern … absoluten Vorrang“. Das heißt im Klartext, die Transferunion und „am Ende sogar gemeinsame europäische Anleihen“ kommen.

Und weiter:

Ohne solche Mittel sei die Eurozone möglicherweise nicht mehr zu retten. Der bisher gewählte Lösungsweg mit milliardenschweren Rettungspaketen für klamme Staaten komme an seine Grenzen.

Dies heißt, die EU kann dann auf unsere Kosten Schulden machen, mitzureden hätten wir nicht mehr, der Bundestag wäre haushaltsmäßig ausgehebelt. Dabei galt das Haushaltsrecht einmal als Königsrecht des Parlaments!

Unsere Mainstream-Presse wackelt aber immer hin und her. Einerseits beklagt sie dieses Horror-Szenario, andererseits kommen ein paar Zentimeter weiter unten andere Artikel, die uns den Teufel an die Wand malen, was passiert, wenn der Euro zerbricht. Natürlich würde eine eventuelle Mark aufwerten, natürlich wäre das zunächst teuer und für den Export nicht schön, aber all das hatten wir doch zu DM-Zeiten jahrzehntelang, und wir haben alles glänzend gemeistert. Im übrigen ist ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende auch in diesem Fall vorzuziehen.

Noch dümmere Untergangspropheten malen übrigens Kriege an die Wand, wenn der Euro zerbricht. So ein Schwachsinn! Wieviele Kriege hat denn Deutschland zu DM-Zeiten geführt? Und die DM muß gar nicht unbedingt sein. Ein offener und ehrlicher Bankrott Griechenlands oder Portugals in Euro hätte dem Euro als Währung mit Sicherheit genützt. Nur griechische oder portugiesische Anleihen wären betroffen gewesen. Stattdessen haben wir nun seit vielen Monaten die Ansteckungsgefahr in ganz EU-Europa.

Die im letzten Artikel besprochene Allensbach-Umfrage sagt nicht die ganze Wahrheit. Andere Umfragen zeigen durchaus andere Ergebnisse. Im aktuellen ZDF-Politbarometer hielten nur 43% den Euro für vorteilhaft. Wer keine Euronen hat, und das sind nicht wenige im Land, dem kann die Diskussion egal sein. Die Goldkäufer allüberall, die Leute, die sich in Immobilien flüchten, zeigen aber deutlich, daß sich Menschen mit Guthaben erhebliche Sorgen machen. Gestern wurde berichtet, daß ein neuer Anlagefonds gestartet wurde, der Wälder aufkauft! Solche Ideen sprechen Bände.