Woolwich – eine ganz normale Vorstadt

„England is sick“ titelte die Tageszeitung SUN am 13. August. In den besonders bunten Vierteln wie Tottenham, wo die Krawalle ausbrachen, nur weil – wie die deutschen Qualitätsmedien noch Tage später berichteten – „ein Familienvater von vier Kindern“ von der Polizei erschossen wurde. Dass der farbige Einwanderer ein polizeibekannter und bewaffneter Bandengangster war, haben zahlreiche deutsche Qualitätsmedien eben einfach übersehen.

(Eine Fotoreportage aus einem ganz normalen Vorort Londons
von Mr. Merkava)

Nicht zuletzt wegen der politisch korrekten Desinformationswolke gerade auch der britischen Mainstreammedien brachen die Krawalle wegen des „erschossenen Familienvaters von vier Kindern“ landesweit aus und forderten weitere Menschenleben. Und hinterließen eine geschockte Nation.

Im Stadtteil London-Tottenham treten sich zur Zeit wahrscheinlich die Qualitätsjournalisten ganz Europas gegenseitig auf die Füße und grübeln, ob es nicht doch irgendwie möglich wäre, ein Eckchen Breivik unter die Unruhen zu mischen. Insofern bot es sich für PI an, statt dessen einen ganz normalen Vorort Londons zu besuchen, in dem es zwar auch rund ging, was aber nach offizieller Diktion eigentlich kaum wahr sein konnte, da in Woolwich

eine wunderbar integrative multikulturelle Gesellschaft in glücklichstem Frieden vor sich hinlebte.

Bis auf die wenigen englischen Ureinwohner, die sich in dem einfachen Vorort mittlerweile nicht mehr so recht wiederfinden.

Trotz allem Frieden gingen mehrere Häuser in Flammen auf. Und zwar einfach irgendwelche – weder großkapitalistische Banken, noch amerikanische Imperialisten-Wahrzeichen und schon gar keine Asylantenheime. Es waren ein lokales Warenhaus, ein Wimpy und einige andere Geschäfte sowie ein Pub mit eigentlich unverdächtigen Büros in den oberen Stockwerken.

Überlebt haben es wie durch ein Wunder alle. Und nun beschwört der „englische“ Vorort Normalität

und schnelle Spurenbeseitigung

An der mit Spanplatten verrammelten Fassade des ausgebrannten Pubs haben sich Bürger und einige Medienschaffende der Subkultur von Woolwich versammelt und versuchen, hier per improvisierter Wandzeitung das Geschehene zu verarbeiten – mit sehr unterschiedlichem Engagement und sehr divergierenden Ergebnissen

Die Qualitätsmedien haben zwischenzeitlich Glück gehabt: der angesehene britische Historiker und Autor David Starkey hatte am Wochenende im Fernsehen Unerhörtes zu den Unruhen analysiert: auch weiße Jugendliche hätten mittlerweile den „schwarzen“ Bandenhabitus übernommen, also ein jugendliches vorkriminelles bzw. kriminelles Bandenverhalten, das in der Tat erst mit den farbigen Einwanderern in Europa in großem Stil Einzug gehalten hat.

Bremen läßt grüßen.

Da konnten sie alle, die der Wahrheit der Berichterstattung verpflichteten Qualitätsmedien, allen voran die berüchtigte BBC-Erziehungsanstalt, Rassismus toben, ihm das sofortige Ende seiner Karriere ankündigen und die mediale Glocke des Schweigens in promptu verhängen. Inhaltlich gab es allerdings kaum Ernstzunehmendes seinen Aussagen entgegenzuhalten.

Vielleicht hat die britische Zeitung SUN es zwar ungewollt, aber dennoch sehr richtig in ihrer Schlagzeile vom Wochenende zusammengefaßt:




Regierung von OBB fällt BPE / PI in den Rücken

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 6.8.2011 in ihrem Artikel „Rechts-Auskunft“ über eine Beschwerde von PI München und der Bürgerbewegung Pax Europa (die im Artikel allerdings nicht erwähnt wird) an die Stadt München. Die hatte bekanntlich mit ihrer „Fachstelle gegen Rechtsextremismus“ wiederholt islamkritische Veranstaltungen durch massiven Druck auf Münchner Gastwirte unterbunden. Nun soll ausgerechnet die Regierung von Oberbayern dieser Zensur „Fachstelle“ mit einer Rechtsauskunft beigesprungen sein.

(Von Michael Stürzenberger)

Kurze Rückblende: BPE und PI München wollten Anfang des Jahres interessierten Bürgern in München den theologischen (nicht politischen!) Vortrag „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat“ anbieten. Der Referent Stefan Ullrich ist ein katholischer Katechist mit bischöflichem Sendungsdekret und wurde an einer päpstlichen Hochschule ausgebildet. Außerdem ist er Initiator der Internetseite „deusvult.info“.

Dies rief die städtische „Fachstelle gegen Rechtsextremismus“ auf den Plan, deren Leiterin Dr. Miriam Heigl gerne für marxistische Zeitungen wie „ProKla- Probleme des Klassenkampfes“ und „Jungle World“ Artikel schreibt. Heigl hielt im Jahr 2007 übrigens auch im von Linksextremen besuchten Kafe Marat im Rahmen der Krawalle gegen den G8-Gipfel Heiligendamm einen Vortrag mit dem Titel „Was ist Staat und welche Bedeutung hat Staat für unsere Kämpfe?“.

Diese Klassenkämpferin sieht offensichtlich auch in sachlicher Information über die Glaubenslehre des Islam eine Gefahr für ihre linksgestrickte Weltanschauung. Und so übte sie mit ihrer „Fachstelle“ massiven Druck auf Gastwirte aus, die sich natürlich einer von RotGrün geleiteten städtischen Stelle beugen müssen, wollen sie nicht unangenehme bis existenzgefährdende Repressalien erleben.

Wenn man dem SZ-Artikel „Rechts-Auskunft“ vom 6.8.2011 halbwegs Glauben schenken mag, hat die Regierung von Oberbayern nun tatsächlich dieser städtischen Fachstelle bei ihrer Unterdrückung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit Recht gegeben. Die Regierungsstelle wird mit der Bemerkung zitiert:

Die Einschätzung der Stadt, die Aktivisten wiesen „eine starke Nähe zum Rechtsextremismus“ auf, sei nicht zu beanstanden.“

Der rote Oberbürgermeister Christian Ude freut sich natürlich über diese ungeahnte Rückendeckung:

„Wir sehen uns in unserer Rechtsauffassung bestätigt, dass eine Stadtverwaltung sehr wohl auf solche Gruppierungen hinweisen darf und werden dies auch in Zukunft tun“.

Der Grund für die Haltung der Regierung von OBB sei der PI-Internetauftritt, in dem Aussagen zu finden seien, die „zumindest als rechtspopulistisch“ beurteilt werden. Die dazugehörigen Kommentare seien „teilweise als ausländerfeindlich, volksverhetzend und rechtsextrem einzustufen“.

Es kommt noch besser: Aufgrund einzelner Formulierungen, die aus den Tiefen des Internets jeder – auch linke Saboteure – plazieren kann, und die eine absolute Ausnahme im ansonsten recht moderaten PI-Kommentarbereich darstellen (immer in Anbetracht dessen, mit welch grausamer, brutaler, menschenfeindlicher und frauenverachtender Ideologie man es zu tun hat) wird nun von vereinzelten Kommentaren auf die gesamte Gruppierung von PI und der Bürgerbewegung Pax Europa geschlossen:

Da sich der Besucherkreis von PI-Veranstaltungen wohl aus diesen Kommentatoren oder zumindest Leuten mit vergleichbarer Geisteshaltung zusammensetze, sei die Einschätzung der Stadt nachvollziehbar.

Ob die Regierung von Oberbayern auch die Entscheidung der Stadt München nachvollziehen kann, Linksextremisten im Kafe Marat – wo u.a. Anleitungen zum Bombenbasteln gefunden wurden – kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und obendrein noch mit Steuergeldern zu füttern? Wo sich Menschen mit einer Gesinnung wie bei der linksextremen Internetseite indymedia zusammenfinden, auf der man sogar Mordaufrufe findet?

Die Argumentationsweise der Regierungsstelle ist ohnehin abenteuerlich. In dieser Verallgemeinerungs-Logik darf man jetzt wohl auch jeden Moslem unter Generalverdacht stellen, da alleine seit dem 11. September 2001 weltweit über 17.500 Terror-Attacken von Moslems unter Berufung auf ihre Religion verübt wurden. Wird die oberbayerische Regierung nun auch jede Predigt in Moscheen verbieten, da es schließlich ja auch „zu vermuten“ ist, dass dort Menschen mit „vergleichbarer Geisteshaltung“ ein und aus gehen?

Wir sind auf diese Diskussion, die wir natürlich öffentlich führen, gespannt. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass es die Regierung von Oberbayern offensichtlich in ihrer Beurteilung auch überhaupt nicht störte, dass weder PI noch die Bürgerbewegung Pax Europa vom Verfassungsschutz überwacht werden. Zusätzlich hatte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann geäußert – was auch im SZ-Artikel korrekt erwähnt wird – dass es bei PI keine Hinweise auf verfassungsfeindliche Ziele gebe und islamkritische Äußerungen von der Meinungsfreiheit gedeckt seien. Im Artikel „Kürzlich gesehen“ des Bayernkuriers vom 6.8.2011 wird PI auch ausdrücklich das Recht zugestanden, Islamkritik zu üben: „Kritik am Islam darf aber auch künftig kein Tabu sein, sie ist angesichts seiner Schattenseiten sogar notwendig.“

PI München und Pax Europa konnten diesen Vortrag trotz der Torpedierungsversuche der (dunkel)-rotgrünen städtischen Zensurwächter am 24.2.2011 durchführen. Die grundgesetztreuen Teilnehmer dürften sich sehr dafür interessieren, auf welcher Grundlage sie in den absurden und diffamierenden Verdacht gerückt werden, „verfassungsfeindlich“ oder gar „rechtsradikal“ zu sein.

Ein kurzer Überblick über die Teilnehmer der Veranstaltung: Gut ein Dutzend Mitglieder der CSU München, der Ministerialrat a.D. Joachim Koch (jahrzehntelang beim Bundeswirtschaftsministerium und bei den Vereinten Nationen beschäftigt), der katholische Pastor Simon Babi Boukowou und drei weitere Christen, die aus Togo stammen, sowie gut ein Dutzend Christen mit türkischem, syrischem und irakischem Migrationshintergrund. Der Rest der über 50 Anwesenden waren rechtschaffene und unbescholtene Münchner Bürger, die sich über den Islam informieren wollten. Jeder einzelne der Aufgeführten ist auf den weiteren Verlauf dieser Diskussion gespannt.

Die gesamte Veranstaltung ist auf Video dokumentiert. Auch ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung war anwesend und hat einen halbseitigen Artikel darüber veröffentlicht. Ein deutliches Zeichen für die tendenziöse Berichterstattung dieser Zeitung ist u.a. die Tatsache, dass er bei der Beschreibung des Publikums ganz einfach die über ein Dutzend Mitbürger unerwähnt ließ, die einen afrikanischen oder nahöstlichen Migrationshintergrund haben. Soviel nur zur „Objektivität“ der SZ.

Hier der dritte Teil des scheinbar „hochgefährlichen“ Vortrags von Stefan Ullrich „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat“, in dem es nun zur direkten Gegenüberstellung der zentralen Glaubensinhalte und -Forderungen von Jesus und Mohammed anhand der konkreten Verse aus Evangelium und Koran kommt:

Teil 1
Teil 2

Kamera & Videoschnitt: Manfred Schwaller

Kontakt Regierung Oberbayern: poststelle@reg-ob.bayern.de




Kapitalismuskritik: Ein Fußballprofi steigt aus

Keine Ahnung, für welchen Prozentsatz der deutschen Jungs „Fußballprofi“ heute das ist, was früher einmal Lokomotivführer oder Feuerwehrmann waren, nämlich der absolute Traumberuf. Ganz sicher dürfte aber die Geschichte des spanischen Fußballers Javi Poves im materialistischen Deutschland zwischen Schule und Werkskantine weit überwiegend nur Kopfschütteln verursachen. Der 24jährige Nachwuchsstar beim spanischen Erstligisten Sporting de Gijon beendet vor wenigen Tagen seine Karriere bevor sie richtig begonnen hatte, weil ihn der Fußballbetrieb anwiderte.

(von Thorsten M.)

Javi Poves Äußerungen über die Geldgier, Korruption und bildungsfaule Kollegen im Profi-Fußballbetrieb wirbelten dabei in seinem Heimatland viel Staub auf. n-tv berichtet:

„Fußball ist in Wirklichkeit eine Metapher für unsere derzeitige Welt. Alles beruht auf einer großen Täuschung“, sagte der 24-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist alles nur tägliche Unterhaltung.“ Obwohl ihm seine ungewöhnlichen Aussagen viel Kritik eingebracht haben, steht er zu ihnen. „Ich schäme mich nicht für meine Gedanken oder meine Handlungsweise, auch wenn mich andere für verrückt halten.“

Poves, schon in der Vergangenheit ein entschiedener Gegner des Kapitalismus, will nun ein neues Leben beginnen. Statt Fußball spielen will er lesen. Er misstraut den Medien und den Mächtigen in Politik und Wirtschaft. „Fußball soll nur die Menschen von der Realität ablenken“, sagt Poves. „Es gibt im Fußball sehr viel Korruption, wie in jedem Sektor, in dem es um Geld geht.“

Der Verteidiger hat Jahre in der Gesellschaft anderer Profis verbracht. Von den meisten ist er enttäuscht. „Fast keiner interessiert sich für seine Umgebung. Es ist frustrierend, dass kaum ein Fußballer mal ein Buch zur Hand nimmt.“ Aber, sagt er, es sei nicht ihre Schuld, sondern die des Bildungssystems.

Eltern würden ihren Kindern falsche Ideale mitgeben, sagt der junge Spanier. „Jedes Kind möchte heute ein Cristiano (Ronaldo) oder Messi sein. Aber nicht Cristiano oder Messi der talentierte Fußballer, sondern der Cristiano und Messi mit den Häusern, den Autos und dem Ruhm.“ Kinder würden dadurch zum Egoismus und Materialismus erzogen, meint Poves.

Poves will nun Geschichte und Geografie studieren und Libyen, Syrien und den Iran bereisen. „Ich will die Realität in diesen Ländern für mich selbst sehen, nicht was die Politiker sagen oder im Fernsehen gezeigt wird.“

Und Poves‘ Traum, als Fußballspieler eine bessere Welt zu sehen? „Wir müssen Tausende Stunden arbeiten um zu essen und unsere Politiker belügen uns. Ist das die Zukunft, die uns versprochen wurde? Wenn ja, dann will ich sie nicht.“

Bei Sporting Gijon wollte man Poves‘ plötzlichen Rücktritt nicht weiter kommentieren. „Er war schon immer ein etwas komischer Junge“, sagte ein Funktionär, der anders als Poves aber nicht öffentlich zu seiner Ansicht steht. Seinen Namen wollte er nicht genannt wissen.

Hand auf’s Herz – wie viele Leser hätten den Mumm, sich so der verlogenen Glitzerwelt der Fußballligen zu entziehen, wenn sie wirklich die Chance hätten, dort etwas vom Kuchen abzubekommen?! Selbst wenn man für sich selbst zu dem Ergebnis kommt, dass es sinnvoller wäre, ein paar Jahre dort mitzuspielen um vielleicht finanziell unabhängig zu werden, kommt man nicht umhin Javi Poves einen gewissen Respekt zu zollen.




Von Tunesien über Lampedusa nach Paris

Vor circa zwei Wochen sendete die BBC einen Dokumentarfilm über Lampedusa. Gezeigt wurde unter anderem die Rettung eines Flüchtlingsbootes auf hoher See durch die Marine. Die Leute waren natürlich glücklich, und voller Hoffnung sahen sie ihrer Landung auf Lampedusa entgegen. Man konnte ihre leuchtenden Augen sehen. Noch aus größerer Entfernung hielten sie das Winken am Ufer für eine herzliche Begrüßung. Als sie aber in den Hafen kamen, bemerkte auch der letzte, daß es sich um wütende Proteste der Einheimischen gegen sie, die Flüchtlinge, handelte.

Es war ein trauriger Moment, ihre Blicke waren nun verstört und verschreckt. Sie realisierten innerhalb eines kurzen Augenblicks, daß sie in Italien, in Europa, alles andere als willkommen waren.

Wie kann das sein? Wie können Menschen in Afrika denken, Europa freue sich auf Arbeitslose zum Durchfüttern? Immerhin müßte ihnen doch auffallen, daß sie nicht am hellen Tag von Einwanderungsbeamten mit Blumensträußen auf großen, weißgetünchten Fähren in Tunesien oder Libyen abgeholt werden, sondern daß es sich um kaum seetüchtige Boote von Menschenschmugglern handelt, in die sie nachts eingestiegen sind.

Es ist alles das Resultat einer großen, tausendfach wiederholten und weiter verbreiteten Lüge. Und das sind ihre Landsleute, die es bis Barcelona, Hamburg oder Paris geschafft haben. Die können noch so böse Erfahrungen gemacht haben, denen kann es noch so dreckig gehen, sie werden vom ersten Moment an per Handy oder aus den zahllosen Call Shops von Las Palmas de Gran Canaria bis Athen ihre rosarot gefärbten und total erlogenen Erfolgsgeschichten nach Hause funken, in den Senegal, in den Maghreb und wo auch immer sie herkommen. Alles andere wäre für sie ein Gesichtsverlust und für ihre daheimgebliebenen Familien eine bittere Enttäuschung. Lesen Sie diese Reportage von Karen Krüger in der FAZ über Tunesier in Paris:

Eine französische Frau heiraten: Darauf, das haben sich die vier ganz genau überlegt, wollen sie sich jetzt konzentrieren. „Bei einer Frau, die mir Papiere beschafft, würde ich mein Leben lang bleiben, wäre immer gut zu ihr. Wir zögen hinaus aufs Land: Kinder, Haus mit Garten, Tiere.“ Doch wie lernt man am Besten eine kennen?, fragt Issam. Er wisse leider gar nicht so genau, wie das in Europa geht.

Der Artikel scheint realistisch und bestätigt das Geschriebene.




Tea Party und deutsche Presse

Die US-Wahlen haben begonnen. Es dauert zwar noch bis im November nächsten Jahres, aber vorher müssen die Republikaner einen Gegenkandidaten aufstellen. Und zu diesem Behuf werden schon seit Januar quer durch das Land Testwahlen (straw polls) durchgeführt, um die Stimmung und die Chancen der möglichen Kandidaten festzustellen. Eben hat in Iowa die Kandidatin der Tea Party, Michele Bachmann (Foto), eine solche Testwahl gewonnen, und gleichzeitig warf der konservative Gouverneur von Texas, Rick Perry, seinen Stetson in den Ring.

Nun sind das US-Angelegenheiten, und es ist längst nicht geklärt, wer bei den Republikanern das Rennen machen und damit vermutlich der nächste Präsident sein wird, aber die deutschen Medien sind bereits in Alarmstufe Rot.

„Ultrakonservativ“ oder „erzkonservativ“ sind noch die harmlosesten Eigenschaftswörter, welche der Tea Party um den Hals gehängt werden, und diese Eigenschaften sind in Deutschland eigentlich gleichbedeutend mit „Nazi“. Folgerichtig hat ein Vollpfosten namens Diez bei Spiegel Online bereits letzte Woche die Tea Party mit dem norwegischen Massenmörder Breivik gleichgesetzt, und der texanische Kandidat Perry wurde gestern in der Tagesschau „in einer ersten Einschätzung“ zum „rechten Rand“ gerechnet und für unfähig erklärt, da Texas auf dem letzten Platz für Highschool-Abschlüsse und Gesundheitsfürsorge liege, dafür aber Rekorde bei Armut und Umweltverschmutzung halte.

Diese Sorte Berichterstattung wird uns nun in anschwellendem Bocksgesang bis zur Wahl verfolgen, dabei spielen das deutsche Fernsehen oder der SPIEGEL für die US-Wahl nicht die geringste Rolle. Die können schreiben und senden, was sie wollen, sie bewegen nicht einmal Promille-Bruchteile der Wählerstimmen, wobei man manchmal das Gefühl hat, daß die Marc Pitzkes der deutschen Journaille das vergessen haben. Aber eigentlich kann doch dieses kakophone Trommelfeuer nur an deutsche Wähler gerichtet sein: Wählt einen deutschen Obama, ihr Michel, und kommt ja nicht auf die Idee, in Germany eine Art Tea-Party-Bewegung zu installieren!




2000 neue „Fachkräfte“ auf Lampedusa

Wieder sind 2000 Afrikaner vorwiegend aus Libyen über das Wochenende auf der Insel Lampedusa gelandet. Die afrikanischen Flüchtlinge kamen auf insgesamt elf Booten über das Mittelmeer nach Italien und wollen Asyl. In welchen Sparten diese „Fachkräfte“ dringend gesucht sind, bleibt das immerwährende Geheimnis unserer Politik. Weitere Links gemischt:

CDU-Boetticher weint in die Kameras!
Cameron will null Toleranz! Will!
Rohrbomben im Wedding!
Es rumort in der CDU wegen Euro! Wirklich?
Blankes Entsetzen bei Notenbankern über Trichet!
FAZ-Schirrmacher gaga!?
FDP-Rösler ist ein Total-Versager!
Die Scharia lässt grüßen!!
Brüssel will die ganze Macht! Stimmt haarscharf!
Neukölln: Freispruch für arabische Gangs nach Schießerei!
Gabriel für Euro-Bonds!
Merkel in der Eurobond-Falle!  Deutschland aber auch!

Bitte gerne weitere Links posten! Danke!