Im linken Schanzenviertel war alles friedlich

Die Welt berichtet vom roten Hamburger Schanzenviertel gestern abend, „insgesamt seien die Ausschreitungen in diesem Jahr glimpflich abgelaufen“: Tagsüber hatten rund 10 000 Anwohner und Besucher im Schanzenviertel ein friedliches Straßenfest mit Musik und Flohmarkt gefeiert. Eine halbe Stunde nach dem offiziellen Ende des Festes zündeten Unbekannte gegen 22.30 Uhr zwar ein Feuer an, außerdem flogen vereinzelt Böller. „Insgesamt blieb es jedoch friedlich.“

Die Polizei, die nur etwas mehr als 2000 Beamte zusammengezogen hatte, schritt wegen diesem Feuerchen deshalb nicht ein. „Die Beamten rückten erst gegen 23.50 Uhr vor“, um das – wie die Sprecherin sagte – inzwischen Meter hohe und damit doch leicht zu große Feuer vor der „Roten Flora“ zu löschen. Kurz flammten Krawalle auf, und man versuchte ein paar Läden anzuzünden (Foto) aber dann spielten die Jungs, die von London träumten, unter der Aufsicht der Polizei Fußball.

Sie wollten später noch friedlich eine Bank überfallen, aber man mußte nicht einmal zehn Personen (laut Hamburger Abendblatt 30) festnehmen. Insgesamt ein voller friedlicher Erfolg und gar nicht teuer. Das bißchen Feuer spart Müllgebühren, für das CO2 spendieren linke Hamburger einen Baum in Afrika, und die 2000 Polizisten arbeiten nachts bei der Roten Flora gerne umsonst, ist doch Ehrensache bei den Roten, und was tut man nicht alles für den Frieden. Während die NPD in Berlin kurz vor dem Staatsstreich steht, geht von linken Brandstiftern und autonomen Bankräubern jedenfalls absolut keine Gefahr aus.